„Neue“ Trailgruppe

Als mich Claudia, in deren Gruppe ich zwischendurch mal mittrailen durfte, Ende letzen Jahres fragte, ob ich ab Januar bei ihr mitmachen wollte, da ein Plätzchen frei geworden war, habe ich natürlich begeistert zugesagt. 

Den ersten Termin konnte ich zwar nicht wahrnehmen, weil ich schon verabredet war, doch heute war es endlich soweit! 

Da Matilda im vergangenen Jahr nur 2x getrailt hat und wir uns auch davor leider nur noch unregelmäßig getroffen hatten, war ich gespannt, wieviel noch hängen geblieben war. Erfreulicherweise wusste die kleine Maus noch sehr genau, was zu machen war….und arbeitete sofort begeistert mit.

Nun gut, das bedeutete natürlich, dass sie anfangs etwas kläffen, rumwirbeln und an der Leine zerren musste…und dass sie in den Geruchsartikel gebissen hat.  Sie ließ sich aber gut „runterholen“ und hat ihren Job im ersten Durchgang (kurzes Antrailen und dann ein zweiter, etwas längerer Trail) sehr gut, konzentriert und motiviert gemacht.  Beim zweiten Durchgang (ein langer Trail) wurde sie aber fahrig, da sie eine längere Suche nicht mehr gewohnt ist und nicht ausreichend (mentales) Durchhaltevermögen hatte. Mit leichten Hilfen haben wir den Trail aber erfolgreich abgeschlossen.

Das war auf jeden Fall schon mal ein toller Start und wir freuen uns darauf, nun wieder regelmäßig MT machen zu können! 

Sch*** gelaufen!

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes….

Grundsätzlich wissen unsere Wauzis, dass sie mich jederzeit nachts aus dem Bett holen dürfen, wenn sie mal müssen. Selbst wenn sie alle mal müssen… nacheinander… und ich dementsprechend mind. 3 x pro Nacht aufstehen muss.

Normalerweise muss aber auch „nur“ Sofia raus: Da sie draußen immer noch so gestresst ist, dass sie sich in unserem Wohngebiet nicht lösen kann, abends aber meist auch nicht im Garten kann, weil sie sich beobachtet fühlt, seltsame Geräusche hört oder furchteinflößende Schatten sieht, habe ich mich quasi damit abgefunden. Wenn Sofia aus dem Bett hüpft und kurz darauf mit ihrer dicken Pfote gegen die Terrassentür haut, tapere ich schlaftrunken hinterher und öffne ihr brav die Tür. 

So weit, so gut. 
 
In letzter Zeit kratzt sie aber fast jede Nacht 3-4 x an der Tür, um dann kurz die Nase rauszustecken oder höchstens ein paar Meter Richtung Garten zu tapern…und dann wieder unverrichteter Dinge umzukehren. *grmpf*

Gestern ist mir dann der Kragen geplatzt: ich habe sie an der Tür angepflaumt und zurück ins Bett gescheucht. Schnauze voll. 

Tatsächlich habe dann den Rest der Nacht ungestört vor mich hinschlummern dürfen. Keine wandernden Hunde, kein Kratzen an der Tür. Ich war zufrieden und klopfte mir innerlich auf die Schulter: „Na, also. Geht doch.“

Bis dann Görk morgens ins Bad taperte…und dort einen dicken Hundehaufen entdeckt hat. 

Interessanter Beruf

Während der letzten beiden Wochen habe ich bei uns hier im Vierteil öfter mal Männer in Sicherheitsklamotten gesehen, die mit einem „Brustgeschirr“ ausgestattet waren, das ein Tablet in Position hielt…. und die hier mit prüfendem Blick durch die Straßen zogen. Da in unmittelbarer Nähe ein großer Gleisausbau durchgeführt wird und auch bei uns ein Sachverständiger der Deutschen Bahn vorbeigekommen ist, um die Kostenübernahme bestimmter Lärmschutzmaßnahmen abzuklären, hielt ich auch diese Herren für Angestellte der DB…. rätselte aber immer wieder, was die da eigentlich taten. 

Heute morgen dann habe ich einen derart ausgestatteten Mann auf einem Parkplatz mitten in der Pampa gesehen. Weitab von jeder Zugtrasse. Meine Spekulationen hatten sich also in Luft ausgelöst. 

Da ich aber nicht einfach so fremde Männer anquatsche, ging ich – nach einem kurzen Gruß, da er die Wauzis mit einem freundlichen Lächeln bedacht hatte – weiter…und wollte mich schon damit abfinden, dieses Rätsel nie zu lösen, als ich ein Rufen hörte und daraufhin sah, dass der Mann hinter uns herging und winkte. Oha? 

Der Mann hatte auf der Straße eine Lederleine gefunden und dachte, ich könnte sie verloren haben. Da sie mir aber nicht gehörte, packte er die Leine ein… für den Fall, dass er unterwegs mal einen freilaufenden Hund sieht, den er damit sichern kann. Da wir uns nun eh schon unterhielten, er sich hingehockt hatte und die Hunde knuddelte, fasste ich mir ein Herz und fragte dann doch mal, was er beruflich machte. 

Die Antwort: Baumkontrolleur!

Ok, das ist kein Ausbildungsberuf und die meisten rutschen da irgendwie rein, müssen aber tatsächlich Zusatzqualifikationen erwerben und eine Prüfung ablegen. Dann laufen diese Kontrolleure nicht nur in der Stadt, sondern eben auch in der freien Natur in genau festgelegten Zeitabständen offizielle (Wander)-Wege ab und überprüfen Bäume auf ihre Standfestigkeit hin. Für einzelne Bäume kann dann eine engmaschigere Überprüfung eingetragen werden oder aber sie markieren sie zum Fällen. 

Wenn das mal kein interessanter und schöner Job ist! Keine reine Schreibtischarbeit, sondern man kommt raus, kann sich bewegen und die frische Luft genießen…und hat niemanden hinter sich stehen, der schief guckt, wenn man sich zwischendurch auch mal privat unterhält.  

Der gute Mann hat sich jedenfalls sehr gefreut, sich zu unterhalten und sich mit den Hunden zu beschäftigen. Und wer kann es ihm verübeln, wenn man ihn diese Augen blickt? 

Sofia fand ihn natürlich erst mal ziemlich gruselig, aber da er ein eher leiser und zurückhaltender Mann war, der sich klein machte und sie nicht bedrängte, ist sie ganz allmählich näher gekommen und hat mal neugierig geschnuppert. 

Pee-Wee hat seinen dicken Bollerkopf natürlich gleich an ihn gedrückt und fand es klasse, umarmt und geknuddelt zu werden… zumindest bis Klein-Matilda kam und sich einfach dazwischendrängte, um die ihr zustehenden Streicheleinheiten zu bekommen.

Der gute Mann hat Matilda dann auch gleich lachend (und richtig) als die Chefin der Truppe identifiziert.
  

Perspektive

Ja, Matilda IST klein….aber je nachdem aus welchem Winkel man sie fotografiert, wirkt sie wirklich winzig… und wenn sie dann noch schläft und so süß und brav wie ein Engelchen aussieht, kommt es zum „cute overload“ und ich könnte zerschmelzen.  

Mal wieder beim Tierarzt

Pee-Wee ist wirklich eine unerschütterliche Frohnatur: trotz der heftigen Schmerzen beim letzten Besuch in der Tierarzt-Praxis ist er heute ohne zu zögern und fröhlich wedelnd ins Behandlungszimmer getrabt und auf Aufforderung sofort auf den Untersuchungstisch gehopst. 

Mittlerweile ist auch der Befund vom Ohrenabstrich da. Die gute Nachricht ist, dass die Übeltäter dieses Mal keine Malassezien und auch nicht – wie befürchtet – Pseudomonaden sind. Die schlechte Nachricht ist, dass es zwar „nur“ Streptokokken sind, laut Antibiogramm sind die aber resistent gegen die meisten Antibiotika. 

Das bei dem Dicken derzeit verwendete Medikament Osurnia wirkt laut Antibiogramm nur intermediär (sprich: die Erreger reagieren „mäßig empfindlich“ darauf),  doch hat sich eine deutliche Verbesserung eingestellt, so dass wir jetzt einfach damit weitermachen und das Beste hoffen.

Bei dem kleinen Tumor am Hinterlauf möchten wir kein unnötiges Risiko eingehen. Daher wird er operativ entfernt und wenn der kleine Bollerkopf schon mal in Narkose liegt, werden dann gleich auch die Zähne gemacht und ein weiterer Kontrollabstrich vom rechten Ohr genommen. Der OP-Termin wurde auf den 5.2. gelegt.   

Mit Madonna in der Wahner Heide

Heute waren wir mit Bernhardiner Madonna und ihrem Frauchen in der Wahner Heide verabredet…. nur dort kommt man derzeit trockenen Fußes weiter. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass wir die Gegend nicht alleine für uns haben würden und wunderten uns doch sehr, als sich dröhnende Motorengeräusche näherten. Und dann tauchten auch schon schwere Gefährte der Bundeswehr auf…. die Soldaten hatten offenbar jede Menge Spaß, über die Sandhügel zu schliddern und durch Wassergräben  zu rasen, dass er nur so spritzte. Gerne hätten wir uns das aus der Nähe angeguckt, aber Sofia hätte das sicher nicht besonders lustig gefunden. 

Als die „Jungs“ endlich weg waren, konnten wir unseren Spaziergang fortsetzen und die Hunde wieder unbesorgt laufen lassen. 

Leider musste Madonna aufgrund ihres doch recht starken Jagdtriebes an der Schleppleine bleiben und so hatte ihr Frauchen alle Hände voll zu tun,  als Sofia zwischendurch immer wieder ausflippte und wie eine Irre um die deutlich größere Hündin rumfetzte, um sie zum Mitrennen zu animieren. Madonna wäre in diesen Momenten nur zu gerne mitgerannt, doch muss man dann aufpassen, dass sie den anderen Hund nicht versehentlich niederwalzt. 

 

Befund der Hautzubildung

Leider war der Befund unklar: Die zytologischen Befunde sprechen für einen Rundzelltumor, am wahrscheinlichsten ist wohl ein kutanes Histiozytom, es sind aber auch andere Rundzellneoplasien (wie z.B. Mastzelltumore) denkbar. 

Aich wenn wir jetzt erst einmal von einem gutartigen Histiozytom ausgehen, kann der „kippen“ und irgendwann bösartig werden. Dieses Risiko ist uns aufgrund des relativ schnellen Wachstums und der kürzlichen unschönen Veränderung zu groß, daher werden wir das Ganze in den nächsten Tagen mit unserer Tierärztin besprechen und die Zubildung dann entfernen lassen.

Gesundheitlicher Rückschlag

Bei Pee-Wee kommt mal wieder alles zusammen: Wir maggeln seit einer guten Woche erneut mit seinem rechten Ohr rum, das übelst entzündet und schmerzhaft ist. Vermutlich wieder Malassezien, allerdings macht mir Sorge, das der Schlotz weiter unten eher gelblich wird…. wahrscheinlich stecken noch andere Erreger dahinter.

Hinzu kommt, dass der Dicke oberhalb des rechten Knies eine Zubildung hat, die ich anfangs für eine Warze gehalten habe, wie sie gerade bei alten Hunden gerne entstehen. Allerdings hat sie sich nun verändert und ist rot geworden (sieht man auf dem Foto aufgrund des Blitzes leider nicht richtig). Also stand mal wieder ein Besuch bei der Tierärztin an.

 
Auch der TA gefällt das Teil nicht… sie vermutet einen Mastzelltumor. Um Gewisseit zu bekommen, wurde daher eine Feinnadelbiopsie gemacht. Der Befund sollte hoffentlich in ein paar Tagen da sein. 

Untersuchung, Abstrich, Tiefenreinigung und Eingabe eines Medikaments im Ohr waren im Vergleich zur Biopsie, bei der ich eh schon kaum hingucken konnte) der absolute Horror. Es musste aber gemacht werden, weil die Ärztin mittlerweile eine Pseudomonaden-Beteiligung vermutet, also anaerobe Erreger, die man NOCH schwieriger in den Griff bekommt. Die Schmerzen war allerübelst…. Pee-Wees Winseln steigerte sich zu Heulen und schließlich sogar zu spitzen Schreien. SCHLIMM!   

Ich hätte echt mitheulen können… ok… habe ich auch, aber erst zuhause. In der Praxis war ich für meinen Süßen tapfer, habe ihm gesagt, wie toll er das macht, habe ihn gelobt, geknuddelt und geküsst. Und was macht der arme Kerl? Weint und wedelt.

Pee-Wee ist so ein lieber Schatz… das hat er echt nicht verdient !