Ich habe gelesen….

Friederun Stockmann, Das Gangwerk des Hundes

Frau Stockmann (*01.01.1891, †12.11.1973) war eine Boxer-Züchterin, die Weltruhm erlangt hat, weil sie die Rasse entscheidend mitgeprägt hat und ihre Boxer insbesondere nach dem 2. Weltkrieg in der ganzen Welt, vor allem aber in Amerika und England, begehrt waren. Sie hielt Vorträge und wurde dank ihres einmalig guten Urteilsvermögens gerne als Richterin bei Austellungen eingesetzt.

Die Autorin hat das Wesen und den Körperbau des Deutschen Boxers genauestens erforscht. Sie notierte, zeichnete und fotografierte ihre Ergebnisse penibel…. und ihre Erkenntnisse werden wohl selbst heutzutage noch in Züchterkreisen herangezogen.

Mit diesem Buch über die anatomischen Gegebenheiten in Bezug auf das Gangwerk der Hunde hat sie ein Standarkwerk geschaffen, dass auch Laien einen guten Überblick über verschiedene Hundetypen gibt. Auch geht sie auf die gesundheitlichen Probleme ein, die bestimmte Veränderungen im Bewegungsapparat mit sich bringen. 

Gefährliche Hunde

Mit unseren Hunden unterwegs zu sein, ist wirklich verdammt gefährlich. 

Ich habe es letztens geschafft, mit meinem linken Fuß in Stacheldraht hängen zu bleiben, und zwar so, dass sich ein „Stachel“ in meinen Trekkingschuh gebohrt hat und ich festhing. Pee-Wee lief natürlich nichtsahnend weiter und so bin ich der Länge nach hingeschlagen. Glücklicherweise war die Wiese ziemlich durchweicht und dementsprechend „sanft“ bin ich gelandet.

Das muss aber reichlich dämlich ausgesehen haben, da ich die Leine natürlich nicht losgelassen habe und recht hilflos am Boden lag, bis mir Görk den Dicken abgenommen hat und ich mich befreien konnte. *hüstel*

Heute hat es dann meinen Göttergatten erwischt, der momentan Pee-Wee führt, weil ich gesundheitlich angeschlagen bin….

Sofia hopste mal wieder gut gelaunt in ihren Hundekumpel rein, um ihn zu einem Jagdspiel zu animieren. Görk tat ihr den Gefallen und rannte mit Pee-Wee hinterher, rechnete allerdings nicht damit, dass Sofi urplötzlich einen Blick nach hinten werfen… und einfach stehenbleiben könnte!

Ein Ausweichen war nicht mehr möglich und so stürzte er über das dicke Sofel und landete im Matsch. Unglücklicherweise konnte er sich auch nicht mehr vernünftig abrollen und rammte sich seinen Ellenbogen so blöd in die Rippen, dass er jetzt recht heftige Schmerzen hat. 

Eine liebende Ehefrau hätte ihm eigentlich sofort zur Hilfe eilen müssen. Aber was  habe ich gemacht?

In dem Moment, in dem mir bewusst wurde, dass mein erster Gedanke nicht IHM gegolten, sondern dass ich nur gehofft hatte, dass ihm die Leine nicht aus den Händen rutscht, war es komplett um mich geschehen: Ich fing an zu lachen!

Irgendwann versuchte ich mich unter Schnappatmung und Lachtränen wegwischend zu erklären. War aber nicht nötig: mein Mann kennt mich ja und meinte nur schmunzelnd: „Du hast bestimmt nur gehofft, dass ich die Leine nicht loslasse, oder?“ …. was natürlich den nächsten Lachkrampf auslöste. 

Ich sollte mich wirklich schämen.  

Happy Birthday, Matilda!

Heute ist unser kleines Schnurpselchen 5 Jahre alt geworden. 
Es ist echt der Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt! 

So klein und zart sie auch wirkt, Matilda hat das Selbstbewusstsein, die Furchtlosigkeit und die Frechheit quasi mit der Flaschenmilch aufgesogen.  Das macht’s nicht immer einfach mit ihr, aber man hat immer Action und Spaß! 

Silvester gut überstanden

Pee-Wees erstes Silvester bei uns…und er hat genau so reagiert, wie ich es mir gedacht hatte: er war total angefressen von der Ruhestörung, ist grummelnd und knurrend durch’s Haus gelaufen und bei besonders lauten Böllern oder Heulern hat er empört gebellt. 

Sofia ist natürlich auch nicht begeistert, reagiert jedoch aber ängstlich. Glücklicherweise betrachtet sie unser Wasserbett als „safe zone“, hat sich relativ schnell dorthin verkrümelt und in den Decken vergraben. Und als gute Hundeeltern sind wir natürlich brav hinterhergetapert und haben uns mit den Hunden eingekuschelt. 

Und Matilda? Der ist das Feuerwerk einfach nur schnuppe. Bulldogge halt. Nerven wie Drahtseile. 

Zweite Injektion

Die „Anti-Allergie-Spritze“ sollte anfangs nach 4 Wochen wiederholt werden. Unglücklicherweise ist unsere Tierarztpraxis aber urlaubsbedingt geschlossen. Von daher war es der Ärztin lieber, die zweite Injektion bereits heute und somit eine Woche früher zu geben.

Bislang wirkt das Mittel gut und wir hoffen sehr, dass das so bleibt.

Gerissene Leine

Bei einem solchen Bild kommt Freude auf, nicht wahr? 

Da ich Dussel vergessen hatte, Pee-Wees lange Lederleine mitzunehmen und ich ihm etwas mehr Bewegungsspielraum geben wollte, bin ich auf die selten dämliche Idee gekommen, Sofias alte Leine mittels Karabiner mit der extra für Pee-Wee gekauften, stabilen Leine zu verbinden. Das ging genau so lange gut, bis er einen Hopser in ein Feld machte, um sich eine Zuckerrübe zu mopsen. Der Ruck war nicht mal heftig, aber die alte Leine war offenbar schon so marode, dass Karabiner & Co. einfach abgefetzt sind!

Der eh schon überdrehte Pee-Wee nutzte die Gelegenheit, um sofort aus meiner Reichweite zu hopsen…und sah es nicht ein, auf mein Rufen zurückzukommen. Leider half es auch nicht, dass Sofia einen Clown gefrühstückt hatte, mich ebenfalls geflissentlich überhörte und stattdessen spielerisch in den Dicken reinhüpfte und ihn zu weiterem Rennen und Spielen animierte. ARGH!

Ich versuchte, meine langsam aufkommende Panik zu unterdrücken, ruhig zu bleiben und mich unauffällig umzuschauen. Wäre jetzt irgendwo ein Hund aufgetaucht, hätten wir ein Problem gehabt. Aber die Luft war „rein“ und so blieb ich einfach stehen, zitierte das Sofichen zu mir…und sprang zielsicher auf die hinter dem Piewel herschleifende Leine, als der endlich mal in meine Nähe kam. 

Hund gesichert, Angstschweiss von der Stirn gewischt und dann erst mal ordentlich geflucht. 

Wir haben wirklich Glück gehabt: genau so gut hätte Pee-Wee auch hinter einem Hasen herrennen können und dabei auf die nur wenige Meter entfernte und stark befahrene Autobahn gelangen können. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was da alles hätte passieren können! *urks*

Ich muss mir wirklich angewöhnen, regelmäßig Halsbänder, Geschirre und Leinen auf ihre Stabilität hin zu überprüfen und sofort zu entsorgen, sobald Zeichen von Materialermüdung zu sehen sind. 

Freilaufende Schafe

Als wir heute morgen mit den Hunden an der Siegfähre waren und auf dem Rückweg hinter dem Lokal herliefen, sahen wir ein paar Schafe auf der Wiese dahinter grasen. Schafe, die wir eigentlich auf einer anderen, extra abgezäunten Wiese hinter dem Parkplatz erwartet hatten. Hmm. Bei genauerer Betrachtung waren die Tiere NICHt umgestellt worden…ein Weidezaun war nämlich weit und breit nicht zu sehen. 

Wir also vorsichtshalber auch Sofia angeleint, ruhig dran vorbei und die Hunde in den Wagen gepackt. Anschließend sind wir zu der eigentlichen Schafweide rübergewandert, wo tatsächlich eine Stange (und somit ein Teilstück) des Weidezaunes auf dem Boden lag, so dass die Sechse sich verselbstständigt hatten.

In Anbetracht der Tatsache, dass dort vor knapp 2 Monaten oder so ein Hund Schafe gejagt und eins der Tiere so schwer verletzt hat, dass es erschossen werden musste, hatten wir gehofft, am Zaun oder am dort abgestellten Anhänger einen Aushang mit der Telefonnummer des Schäfers zu finden. Dem war aber nicht so. 

Was nun?

Görk hat dann einfach mal bei der Polizei angerufen, um nachzufragen, ob es denen irgendwie möglich ist, den Schäfer ausfindig zu machen und über die ausgebüchsten Schafe zu informieren. Er hat nacheinander mit zwei Beamten gesprochen, die offenbar einen Clown gefrühstückt hatten. 

Der erste fragte schmunzelnd, ob wir die Schafe eingefangen hätten… der zweite meinte nur, dass ja keine Gefahr bestünde, dass sie auf die Straße liefen….sie könnten ruhig da bleiben…. „Futter für die Wölfe“. 

Glücklicherweise kann in der Ecke wirklich kaum was passieren…. das Risiko, dass freilaufende Schafe (wenn sie denn nicht in Panik irgendwo entlang rasen) bis zur nächsten verkehrsreichen Straße kommen, ist relativ gering: die Siegfähre und somit die Schafsweide befinden sich nämlich in einem Naturschutzgebiet mit einer einzigen Zugangsstraße ohne Abzweigungen, die am Fluss endet. Tempolimit 30 km/h. Die einzigen, die hier langkommen, sind Gäste des Lokals (welches aber gerade Winterpause hat), Hundehalter, Spaziergänger und NABU-Leute.

Von daher bestand jetzt keine Gefahr im Verzug und ich verstehe schon, dass die Polizei nicht gleich jemand rausschicken wollte. 

Meine primäre Angst ist, dass jemand nichtsahnend und vor sich hinträumend mit Hund dort langläuft und die Schafe erst bemerkt, wenn der Hund losprescht. Ich hoffe also, dass der Schäfer benacrichtigt wird und dass er die Tiere schnellstmöglich sichert.