Ende des Ohrendramas

Wir haben die chronische Ohrenentzündung von Pee-Wee tatsächlich in den Griff bekommen… mit dem Apoquel. Damit ist „bewiesen“, dass diese elende Geschichte tatsächlich eine allergische Komponente hatte.

Wir freuen uns riesig, auch wenn das natürlich bedeutet, dass er uns – zusammen mit den Schmerzmitteln – täglich über 2 € nur an Medis kostet.

Leider hört man immer wieder, dass einigen Hundehaltern die Kosten für dieses Medikament zu hoch sind und sie dann lieber in Kauf nehmen, dass ihr Vierbeiner sich ständig juckt und kratzt. Für mich als Nerodermitikerin eine absolute Horrorvorstellung!

Versuch eines Gruppenfotos

Gar nicht so einfach mit einem hyperaktiven Kleinteil, das nur unwillig sitzen bleibt… einer sensiblen Angsthündin, die von passierenden Radfahren gestresst wird…. und einer nicht sozialisierten Bollerbirne, die man immer „griffbereit“ haben sollte, falls in der Entfernung ein fremder Hund auftaucht. 

Gaaaanz langsam…..

Nachdem die Kamera in meinem alten iPhone partout nicht mehr fokussieren wollte, musste dann doch mal ein neues Smartphone her…. für das schnelle, aber einigermaßen vernünftige Foto zwischendurch. Mit Pee-Wee kann ich nämlich schlecht die Spiegelreflex mitnehmen, da ich seine Schleppleine halten muss und  die Kamera einfach zu „wertvoll“ ist, um zu riskieren, dass sie mir in einer blöden Situation auf dem Boden zerschellt.

Netterweise hat mein Göttergatte die Hälfte bezahlt, sonst hätte ich mir never ever ein neues Handy leisten können. *bussi*

Ganz begeistert bin ich von einigen neuen Funktionen, wie z.B. der Zeitlupe. Jetzt muss ich eigentlich nur noch raffen, wie man die auf der Kamera wirklich guten Videos in einer vernünftigen Qualität auf dem Rechner bzw. bei YouTube hochgeladen bekommt. Im Moment muss aber die reduzierte Quali nach dem Hochladen reichen:

Verführungen

Heute hatte sich Katrin in der Hundeschule was Lustiges einfallen lassen: einen Verführ-Slalom.

In einem schlenkrigem Oval hatte sie lauter große und kleine Schüsseln und Näpfe aufgestellt, in denen Trockenfutter, Wiener Würstchen, Schweineohren, Bälle, ein Kaninchenfell, Quietschespielzeug, Stofftiere etc. lagen…. also lauter Sachen, von denen jeder Hund mind. eine supergut fand und sich nur zu gerne bedient hätte. „Erlaubt“ war aber nur die kleine Plastikwanne mit Wasser, aus der die Hunde bei der Hitze gerne trinken oder in der sie plantschen durften. Alles andere war tabu…oder hätte es zumindest sein sollen.

Matilda konnte man mit dem ganz normalen Futter und den Bällen in Versuchung führen, aber nach zwei Durchgängen hat sie es gar nicht erst versucht. Und das von Anfang an ohne Leine!

Die anderen Hunde blieben dann doch lieber an der Leine und trotzdem hat der eine oder andere es geschafft, sich den Bauch vollzuschlagen.

Nachdem dann wieder alles weggepackt worden war, wurden die Hunde aufeinander losgelassen. Aber na ja… Matilda ist ja bekennende „Nicht-Spielerin“.

Diebstahl

Görk kam vorhin aus dem Garten und fragte ganz unschuldig:
„Durfte er die haben?“

Da hat der kleine Drecksack von Pee-Wee allen Ernstes die Gurke aus dem Einkaufskorb geklaut, während ich die Einkäufe eingeräumt habe.

Freilauf mit Maulkorb

Um es mit einem Satz zu sagen: Pee-Wee ist doof! 

In der Hundeschule hat er die anderen Rüden immer gut im Blick und mittlerweile hat er sich arg auf einen intakten Goldie eingeschossen. Das ist sehr anstrengend.

Dann das erste mal Freilaufmöglichkeit mit anderen Hunden: dafür wurden alle anderen Rüden vom Gelände geschickt. Und was macht der Pivelino? Ignoriert die ganzen Hündinnen und checkt in hoher Erregungslage, ob er irgendwo über den Zaun kommt, um die Rüden zu verfolgen!

Mein Abruf wurde komplett ignoriert. Erst beim zweiten Rufen kam er endlich zu mir, um dann gleich wieder zum Zaun zu rennen, um den erneut auf seine Überwindbarkeit zu überprüfen. Dabei ist er über die zarte Podenca gestolpert, die gerade in einer Ecke nach Mäusen suchte…. und not amused war. Sie hat ihm ordentlich die Meinung gegeigt, was er aber – Erleichterung pur – brav eingesackt hat.

Danach war er ruhig und freundlich und hat sich sofort abrufen lassen , als die Labbi-Chaotin über den Mini-Terrier gewalzt ist und ihr so weh getan hat, dass die Kleine aufschrie, was ihn natürlich gleich auf den Plan gerufen hatte.

Ich war total gestresst, aber Katrin hat mich ganz lieb runtergeholt.

Mannomann: Der Bub ist echt eine Aufgabe! Wie easy das Simbelchen dagegen war….

Schutztrieb….

oder was?

Gestern abend ging es hier richtig rund: nachdem der ansonsten sehr stille und unauffällige Untermieter unseres direkten Nachbars seine Kündigung erhalten hat, ist er total ausgeflippt, hat den Vermieter (einen alten, kranken Mann) bedroht und in seiner Wohnung so um sich geschlagen und getreten, dass ich das Gepolter deutlich hören konnte.

Auf den zittrigen Anruf meines Nachbarn hin konnte ich ihm nur raten, seinen Wohnbereich abzuschließen, die Füße still zu halten, um den Mann nicht weiter zu reizen, und die Polizei zu rufen, sollte er wieder nach unten poltern und ihn erneut bedrohen.

Tatsächlich kam dann auch ca. eine halbe Stunde später die Polizei angefahren, als ich gerade mit Pee-Wee eine kleine Runde um den Block drehte. Bei meiner Rückkehr standen die beiden Beamten mit dem Untermieter im Vorgarten und diskutierten lautstark.

Just in dem Moment, als ich auf meiner Einfahrt im Abstand weniger Meter an der Gruppe vorbeigehen wollte, gab es ein kleines Handgemenge, weil sich der Untermieter auf seinen Vermieter stürzen wollte, der in der Haustür stand. Und Pee-We? Der machte doch glatt einen Satz in die Richtung!

An sich ist der Dicke ja absolut menschenfreundlich, geht offen auf jeden zu, lässt sich selbst von Fremden sofort knuddeln und freut sich über jeden Besuch… allerdings war er ziemlich angespannt, als wir um die Ecke bogen und er die lautstark diskutierende Gruppe im Halbdunkel erblickte. Ich schätze, da kann er den Cane Corso einfach nicht verleugnen. Er hat eine Bedrohung erkannt und reagiert.

Glücklicherweise hatte ich ihn so dicht bei mir, dass ich ihn locker halten konnte…. und die Polizisten waren gerade mit Wichtigerem beschäftigt. 

Btw: Die Diskussion ging noch über eine Stunde. Der Untermieter wurde extrem ausfallend und beleidigend, insbesondere den Beamten gegenüber, die langsam aber sicher die Geduld und jedes Entgegenkommen verloren. Letztendlich wurde Verstärkung gerufen und der Mann mit Handschellen abgeführt. Krass!

Nie und nimmer hätte ich mit so was gerechnet. Aber zumindest bin ich mir jetzt ziemlich sicher, dass Pee-Wee uns mit großer Wahrscheinlichkeit beschützen würde, sollte uns mal jemand bedrohen.

Impfung und Malassezien

Die gestrige Impfung hat Matilda relativ gut weggesteckt: sie war den Rest des Tages nur sehr ruhig und matt, hatte leicht erhöhte Temperatur… aber wenigstens hatte sie keine Schmerzen und keinen Schüttelfrost, wie es uns die ersten Male passiert ist.

Pee-Wee war übrigens auch mit in der Praxis: seine Ohren sind mal wieder regelrecht „explodiert“. 

Die Ohrenentzündung durch einen massiven Hefepilzbefall tritt leider immer wieder auf, da durch die Wucherungen im Ohr das Milieu für die Vermehrung der Malassezien ideal ist. Und immer wenn ich (unter Schwierigkeiten) die Ohren reinige, führt das leider dazu, dass Pee-Wee anfängt, sich hektisch zu schütteln, zu kratzen und zu schubbern, was das Ganze nur verschlimmert.

Ähnliches haben wir ja auch schon mit unserer kleinen Allergikerin Matilda durchgemacht. Bei ihr konnten wir den Kreislauf erst durchbrechen, nachdem wir damit begonnen hatten, ihr Apoquel zu geben – ein Mittel, das aktiv in das Immunsystem eingreift und eine Vielzahl von Zytokinen hemmt, die entzündungsfördernd sind oder eine Rolle bei allergischen Reaktionen und dem damit verbundenen Juckreiz spielen.

So langsam beschlich mich also die vage Ahnung, dass vielleicht auch bei unserem dicken Pee-Wee eine allergische Komponente mit hineinspielt. Dementsprechend erleichtert war ich, dass unsere Tierärztin genau dasselbe vermutet und mir daher vorgeschlagen hat, es auch bei ihm mit dem Apoquel zu versuchen.

Nachdem sein schlimmes Ohr wieder von der Vet „tiefengereinigt“ worden ist, bekommt er ab nächster Woche erst einmal Cortison-Tropfen (Recicort), die ich 1x täglich auf die Ohrmuschel geben soll, um diese dann leicht zu massieren.  Ich soll keinesfalls irgendwas direkt ins Ohr einbringen und es ansonsten komplett in Ruhe lassen….. was Pee-Wee und mir sehr recht ist.

Die Tropfen werden dann langsam immer weiter reduziert. Sobald wir bei einer 1x-wöchentlichen Gabe angelangt sind, soll ich sie ganz absetzen… in der Hoffnung, dass die Tabletten alleine ausreichen.

Wir sind gespannt!