Wilde Müllkippe

Sind die Gebühren für die Entsorgung gewerblichen Mülls wirklich so hoch, dass sich eine Firma das nicht leisten kann?

In der Nähe der Autobahn finden wir öfter mal Stellen, an denen kleinere Mengen Müll abgeladen wurden, das hier toppt unsere bisherigen Funde aber um einiges:

Zuhause angekommen habe ich erst mal beim Ordnungsamt der Stadt Bonn angerufen, das an das Bürgertelefon von BonnOrange verwies, dem hiesigen Dienstleister für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Da ich vorher bei GoogleMaps nachgeschaut hatte, wie die nächstgelegene Straße heisst, konnte ich von dort aus eine recht detaillierte Wegbeschreibung zu der wilden Müllkippe liefern, die von der Landstraße nebenan und der Autobahn darüber nicht einsehbar ist. Zusätzlich schickte ich obiges Foto per mail an die Müllabfuhr.

Nun bin ich gespannt, wie lange es dauern wird, bis die Fernseher abgeholt werden…. und hoffe sehr, dass sich irgendwo ein Hinweis finden lässt, wer für die illegale Entsorgung der Geräte verantwortlich ist!

Verkorkster Start in den Tag

In ein paar Tagen kann ich vielleicht schon wieder drüber lachen, aber heute morgen hätte ich am liebsten nur noch auf die Rückspultaste gedrückt und den Tag neu begonnen….

Vorgeschichte:
Meine Eltern hatten mit einer Dame von der Betreuungsstelle des Landrates einen Termin vereinbart, um endlich eine Vorsorgevollmacht auf meinen Namen auszustellen. Sie sind schließlich in einem Alter (und Gesundheitszustand), in dem man sich um so was kümmern muss. Ich sollte also heute um 9.00 Uhr bei ihnen sein, um diese wichtige Angelegenheit zu regeln.

Tja… hat leider nicht so geklappt wie geplant.

Der Wecker klingelte um 5.15 Uhr.

Medikamentenausgabe, Futterzubereitung, Fütterung der Hunde, Dusche, in Hundeklamotten werfen und Spaziergang. Wir waren immer noch im Zeitplan.

Da Mortisha derzeit verdammt schlecht läuft, hatten wir den Jogger mit und mussten die Runde trotzdem recht kurz halten. Sprich: für Matilda reichte die Bewegung nicht. Mein Mann wollte also mit ihr zurücklaufen, ich sollte mit den beiden Oldies heimfahren, mich umziehen und dann zu meinen Eltern düsen.

Görk ging also forschen Schrittes mit der Kleinen los, derweil ich in aller Seelenruhe den Hundejogger zusammenklappte und in den Wagen stopfte. Als ich jedoch den Wagen starten wollte, tat der genau NICHTS!

Mein Handy? Natürlich zuhause gelassen….

Ich rannte los, in der Hoffnung, Görk noch irgendwo zu entdecken und zurückrufen zu können…. doch der war weit und breit nicht mehr zu sehen. Also zurück zum Wagen. Der startete immer noch nicht. *knurr*

Also ab ins nächste Wohngebiet gelaufen, wo ich (um 7.45 Uhr) einen älteren Herrn in einem Vorgarten entdeckte. Ihn gebeten, mal telefonieren zu dürfen (dabei hoffend, dass man mich nicht für eine Trickbetrügerin hält…. ).

Görks neue Handynummer hatte ich natürlich nicht im Kopf, aber ich hätte ja eine Nachricht auf dem AB hinterlassen können, damit er bei seiner Heimkehr Bescheid wüsste. Nur… der AB sprang nicht an! ARGH!

Also meine Eltern angerufen und sie gebeten, ihn zu informieren.

Dann begann das Warten…. mittlerweile kam die Sonne raus und es wurde immer wärmer. Wassernapf aufgefüllt (wir haben glücklicherweise immer einen Kanister mit frischem Wasser dabei) und die Rückseite des Geländewagens mit einem großen weißen Bettbezug zugedeckt, damit der Wagen nicht so schnell aufheizt.

Um 8:40 Uhr kam Görk angebraust: Der hatte sich natürlich die größten Sorgen gemacht, als er den Geländewagen nicht in der Einfahrt gesehen hatte und auch kein Hund im Haus auf ihn wartete. Meine Mutter hatte ihn nicht erreicht… Wie auch? Wir hatten schließlich vergessen, ihr seine neue Handynummer mitzuteilen… .

Nun gut: mein Hundeauto startete immer noch nicht. Kurzer Check der Sicherungen & Co., Handbremse gelöst, Auto ruckte ein Stück vor … und sprang an! YIPPEE!

Görk rief mir nur zu, dass ich den Nissan nehmen sollte, um sofort zu meinen Eltern zu fahren (wie gesagt: wichtiger Termin) und fuhr an, um zu wenden. Ich rannte zum Nissan, stutzte, rannte zurück: „Halt! Stopp! Ich habe die Autoschlüssel nicht bei!“

Er bremste und schaltete den Motor aus, um mir seinen Schlüsselbund zu geben, an dem ALLES hängt. Er bekam meinen Mercedes-Schlüssel, steckte ihn ins Zündschloss…. und es tat sich wieder NICHTS!

Oh neiiiiiiiiin!

Mittlerweile stand der Wagen aber nicht mehr am Wegesrand, sondern mitten unter einer Autobahnunterführung ….und versperrte den Weg für die Lkws, die zu der dahinterliegenden Großbaustelle mussten. Zurück ging nicht mehr, weil wir den riesigen Geländewagen hätten bergauf schieben müssen. Also zu zweit den G vorwärtsgeschoben und direkt hinter der Unterführung abgestellt.

Was nun? ADAC anrufen.
Natürlich hatte keiner von uns beiden sein Portemonnaie mit der Mitgliedskarte und der Notrufnummer der Pannenstelle dabei.

Görks Smartphone sei Dank Nummer im Internet rausgesucht und angerufen. Miese Verbindung, die Dame konnte mich kaum verstehen.

Dann das nächste Problem: Wohin sollte sie den Pannendienst schicken? Wir standen mitten auf einem Feldweg. Also habe ich ihr gesagt, dass in Sichtweite ein großes Firmengelände zu sehen war…. sie sollte sich doch bitte deren Adresse raussuchen.

In diesem Moment kam ein Baustellen-Lkw. Ich beendete also das Gespräch und ging wieder zum Wagen. Der Lkw kam natürlich nicht an uns vorbei, der Fahrer war aber total nett, zerbrach sich mit Görk den Kopf, fand nach einem Blick unter die Motorhaube aber auch keine Lösung und half uns dann, den G noch weiter um die Ecke zu schieben, damit wenigstens der Baustellenbetrieb weiterlaufen konnte.

Ich daraufhin die Hunde aus dem Wagen geholt und in das kleine Auto umgesetzt. Die Zeit drängte schließlich und ich konnte nicht (ca. 1 Stunde – wie angekündigt) auf den Gelben Engel warten.

Zuhause angekommen fiel mir ein, dass der Mechaniker unser Auto von der Straße bzw. vom Firmengelände ja nicht mehr sehen konnte, weil wir es ja den Berg runter und hinter die Autobahn geschoben hatten! Also noch mal beim ADAC angerufen, denen erklärt, wo mein Mann sich nun mit dem Wagen befand…und darum gebeten, ihn unbedingt rechtzeitig anzurufen, damit er an die Straße laufen und dem Pannendienst winken konnte.

Daraufhin Görk angerufen. MAILBOX!

Portemonnaies und Handy eingepackt und wieder ins Auto gehüpft. Natürlich immer noch in dreckigen Hundeklamotten. Und ab zu Görk, um ihn vorzuwarnen, dass er nicht erreichbar war…. (sein Handy spinnt nämlich seit geraumer Zeit und er hatte schon ein neues bestellt, das ausgerechnet heute NACHMITTAG geliefert worden ist).

Glück im Unglück: just als ich in den Feldweg einbiegen wollte, kam der ADAC-Wagen dort raus und Görk tuckerte hinterher! Gehupt, rechts ran, Geldbörse überreicht und kurz verständigt: der Magnetschalter vom Anlasser ist wohl hinüber und macht, was er will.

Das dürfte teuer werden….

Nun gut: ich bin dann gestresst, staubig und total verschwitzt mit über einer halben Stunde Verspätung bei meinen Eltern eingetrudelt und habe jetzt so ziemlich keine Ahnung, welche Rechte und Pflichten ich dank der Vollmacht habe, in die mich meine Eltern haben eintragen lassen!

So was nennt man dann Urlaub und Erholung. *räusper*