„Entwarnung“ bei Emilia

Wenigstens bei Emilia ist soweit wieder alles ok! 

Im Alltag verhält sie sich völlig normal, wirft sich aus vollem Lauf einfach ins Gras, um sich wonniglich zu wälzen, spielt ausgelassen hüpfend mit anderen Hunden und gibt keinerlei Schmerzäußerungen mehr von sich. 

Auch Andrea war bei der Physiotherapie sehr zufrieden: Emmis Rückenmuskulatur war völlig locker und entspannt. 

Trotzdem werden wir einige Übungen und die Massagen fortführen und alle 4-6 Wochen zur Physio gehen, um frühzeitig reagieren zu können, falls sich erneut ein Spondylose-Schub bemerkbar macht.  

Wir kämpfen weiter

Als ob uns Matilda beweisen möchte, dass sie keinesfalls aufgeben möchte, wirkt sie wieder im Ganzen munterer und macht ziemlich viel Quatsch: sie stürzt sich vom Sofa, kläfft rum, beisst in Leinen und schüttelt sie, räumt die Spielzeugkiste aus, möchte uns auf unseren Spaziergängen begleiten und versucht, galoppelnd mit den Großen Schritt zu halten.

Damit ist für uns klar: solange sie kämpft, kämpfen wir mit und tun alles, um sie zu unterstützen. Dabei schrecke ich selbst vor Homöopathie nicht zurück.
 
Ich werde nun ein Komplexmittel besorgen, das man bei Wirbelsäulenproblemen gibt, insbesondere bei degenerativen Veränderungen mit stärkeren Deformierungen sowie akuten und chronischen Schmerzen. 

Zusätzlich bekommt nun auch Matilda ein Vitamin-B-Komplex in Kapselform verabreicht, das die Bildung von Neurotransmittern unterstützt.

Unsere Physiotherapeutin hat mir darüberhinaus heute nicht nur (erneut) gezeigt, wie man den Rücken massiert,  sondern auch wie man Oberschenkel und Hinterpfoten manuell stimuliert. Außerdem war sie so nett und hat mir ihren Akupunktur-Laser ausgeliehen. Natürlich mit ausführlicher Anleitung, so dass ich es gezielt im Kreuz-/Lendenwirbelbereich und an den Hinterpfoten einsetzen kann.

Dazu kommt das tägliche Gangtraining mit dem Quad.

Ganz wichtig ist aber, dass wir Matilda auch geistig fit halten, ihr Input geben, sie weiterhin mit den anderen Hunden laufen lassen, mit ihr spielen und rumalbern…. und natürlich auch einfach nur schmusen oder kontaktliegen. Ganz so, wie SIE es möchte und zulässt!     

Ein Quad für den Hund

Wie der Zufall es wollte, hat sich vor einer Weile wieder der Kontakt zu einer von Matildas „Tanten“ ergeben, die damals einen ihrer Brüder adoptiert hatte. Aton ist, wie fast alle der Wurfgeschwister, recht verhaltensoriginell, orthopädisch kaputt und krank. Bei ihm wurde nun auch Morbus Cushing diagnostiziert und so tauschen wir uns gerade eh wieder aus.

Heike ist Hundephysiotherapeutin und hatte für eine ihrer Sternenhunde (eine kräftige Französin) einen Rolli als Quad umgebaut und bot uns netterweise an, mal zu gucken, ob er Mati eventuell passen und ihr Spaziergänge erleichtern könnte. 

Als ich ihr vorab die Maße unserer Kleinen durchgeben hatte, kamen Heike aber recht schnell Zweifel, ob ihr Rolli nicht zu groß sei…und so kontaktierte sie eine ihrer Kolleginnen, von der sie wusste, dass sie Rollis in der Größe S hat, die zum Quad umgebaut werden können und die sie auch vermietet.

Ein Termin war recht schnell gemacht und so trafen wir uns heute bei der Flying Penny Hundephysiotherapie  in Jülich… was auch für Heike eine gute Stunde Fahrt bedeutete! Sie hatte vorsichtshalber ihren eigenen Rolli mitgebracht, doch wir mussten ihn nur kurz neben Mati stellen, um zu sehen, dass er tatsächlich viel zu groß war. 

Glücklicherweise hat ihre Kollegin Meike die kleinere Version dieses Rollis vorrätig und kann als  Rehafachberaterin für orthopädische Tierhilfsmittel die Rollis von Rollin’Dogs mit viel Ruhe und Geduld korrekt anpassen.

Da Matildas Vorderläufe ihr leider ebenfalls Probleme bereiten, war im Grunde schon klar, dass ein normaler Rolli nicht in Frage kommt. Ein kurzer Test hat das auch sofort bestätigt: die Maus tat sich sehr schwer, das Teil zu bewegen. 

Der Quad-Umbau dauerte zwar ein Weilchen, doch der Testlauf lief deutlich besser, wenn auch nicht perfekt: da Matis Vorderläufe schief und krumm sind, könnte sie sich in Kurven im Extremfall vorne selbst über die Pfoten fahren. Hier hilft nur Übung. 

Nächstes Problem: die Vorderräder sind relativ schwer und sehr klein… und somit nicht offroad-tauglich und für unsere normalen Spaziergänge ungeeignet. Es gibt zwar auch einen Offroad-Umbau, doch den müssten wir bestellen (und kaufen). Ob sich das aber „lohnt“, ist die große Frage.  

Wir haben uns trotzdem entschlossen, das Quad zu mieten, einfach um auf relativ ebenen Wegen das konzentrierte Bewegen aller vier Beinchen zu trainieren. Trotz ihres skeptischen Blicks ist Mati nämlich bereitwillig in dem Quad rumgewackelt und hat das wirklich gut gemacht!

  

An dieser Stelle noch mal einen ganz herzlichen Dank an Heike, die nicht nur sofort ihre Hilfe angeboten und letztendlich auch den Termin bei ihrer Kollegin gemacht hat, sondern die auch eine lange Fahrt auf sich genommen hat, um uns zu unterstützen und sich einen persönlichen Eindruck von Matis Gangbild zu machen. Du bist ein Schatz!

Der Anfang vom Ende?

Orthopädisch geht es Matilda seit Donnerstagabend deutlich schlechter: die Hinterbeine wollen zunehmend nicht mehr.

Sie ist oft müde, dreht zwischendurch aber auf und macht Quatsch. Trotzdem… selbst die 2 Stufen ins Haus sind manchmal zu viel, die Beine sacken weg, wenn sie zu lange steht (z.B. beim Fressen). Hochstellreflex hat sie schon länger nicht mehr.

Wir müssen mehr und mehr unterstützen. Obwohl sie sich oft genug mit eisernem Willen die Treppe auf die Couch hochkämpft und auch spazieren gehen möchte.

Also ging es heute zur Vet. Und die teilt meine Einschätzung… es geht auf‘s Ende zu.

Von Körper her ist Mati schon soweit, aber nicht vom Kopf. Sie hat so was Krasses noch nie erlebt und tut sich schwer zu sagen, wann wir Schluss machen sollen. Und hat Angst, dass es plötzlich ganz schnell geht und sie dann leidet. Aktuell würde sie – wenn Mati ihr Hund wäre – die Kleine NICHT einschläfern… aber sie würde es jederzeit tun, sobald wir das wünschen.

Doch wir können das jetzt noch nicht. Dafür ist Matilda noch zu munter und gut gelaunt. Ihre Blutwerte sind top (haben wir kürzlich erst gecheckt), das Herz schlägt kräftig und ruhig, die Lunge hört sich frei an, obwohl Mati tatsächlich angestrengter atmet, je nachdem wie sie liegt. 

Wir haben geröntgt: die Lunge sieht aus, als ob sie ein leichtes Ödem hat. Ursache unbekannt. Eine große Herzdiagnostik machen wir nicht mehr, um Matilda nicht weiter zu belasten. Wir testen jetzt eine Minidosis Furosemid.

Ein Rolli ginge nur, wenn sie auch vorne abgestützt wird, weil der kaputte Vorbau den Rest nicht alleine bewegen kann.

Mati, die heute von einer der Tierärztinnen liebevoll „kleine Kriegerin“ genannt worden ist, ist aufgeweckt… absolut klar im Kopf und HAT noch Lebensqualität. Aber wie lange noch?

Happy Birthday, Sofia!

Unglaublich, aber wahr…. falls die damalige Einschätzung des spanischen Tierheims einigermaßen stimmte, müsste unser Sofichen mittlerweile unglaubliche 14 Jahre alt sein!

Durch den hohen Weißanteil in ihrem Gesicht sieht man kaum, dass sie langsam ergraut… und durch die schlackernden Ohren und die dicken tapsigen Pfoten, ihrem tänzelnden Schritt und dem Leuchten in ihren Augen merkt man ihr das Alter nicht wirklich an. 

Körperlich ist Sofia noch echt gut beieinander: sie ist mit einem Herzmedikament bestens eingestellt, hat orthopädisch keine Probleme und ist fast immer gut gelaunt und zum Spielen aufgelegt. Tatsächlich gehen die Spielaufforderungen immer von ihr aus… sie rennt los, rempelt Emilia oder Balisto an und freut sich wie bolle, wenn die dann mitrennen und um sie rumhopsen.
  
Wenn man aber genauer hinschaut, sieht man doch, dass die Süße schon älter ist: sie wird schnell müde und muss sich vor allem bei höheren Temperaturen (also ab 12 °C) und nach ihren wilden 5 Minuten hinlegen und ausruhen, sie wirkt oft tüddelig, sie sieht deutlich schlechter, hört nicht mehr verlässlich und zieht ihr eigenes Ding durch, alte und eigentlich längst ausgestandenen Ängst tauchen wieder auf…und sie maunzt und winselt zuhause manchmal unmotiviert vor sich hin.

Trotzdem tut das alles ihrer Lebensfreude keinen Abbruch und das Sofichen ist so lustig, niedlich, anschmiegsam und fürsorglich, dass uns jedes Mal das Herz aufgeht, wenn wir sie angucken.

Wir wissen nicht, wieviel Zeit uns mit ihr bleibt… aber wir genießen jeden Tag mit unserer süßen Hunde-Oma! 

Nasenbluten

Gestern Abend hatte Matilda Nasenbluten…. wir haben uns erschrocken, aber es sah aus wie ein kleiner senkrechter Kratzer unterhalb der Nase. Sie war gerade erst aus dem Garten reingedackelt gekommen und könnte sich da durchaus einen Ratscher im Unterholz eingehandelt haben.

Als ich ihr um 22 Uhr ihr letztes Medikament für den Tag geben wollte, habe ich aber gesehen, dass es erneut geblutet hat…und zwar aus dem rechten Nasenloch.



Vor einiger Zeit hatten wir morgens einen handtellergroßen Blutfleck auf meiner Bettdecke entdeckt und konnten es keinem unserer Hunde (die zeitweise alle bei uns mit im Bett schlafen) zuordnen. Nun drängte sich mir natürlich der Verdacht auf, dass das Matilda gewesen sein könnte.

Und schon fingen meine Gedanken an zu rotieren:
Konnte das mit dem Morbus Cushing zusammenhängen?
Und falls ja, sollte ich evtl. das Medikament weglassen und am Montag gleich bei unserer Tierärztin vorbeifahren?

Ich habe mir echt Sorgen gemacht, zumal Matilda hörbar vor sich hingeschnuft hat, als ich sie in den Garten gebracht habe… es war zwar keine akute Atemnot, aber ich war doch etwas unrund.

Heute morgen gab es aber gleich die Entwarnung.

Nachdem ich meinem Mann gleich von dem erneuten Nasenbluten erzählt habe, hat ER es gesehen (ich bin ja halbblind… hüstel): rechts an der Nase ist eine kleine Wunde, die ich nur gesehen habe, als ich das Foto stark vergrößert habe. Von daher habe ich mich wahrscheinlich / hoffentlich grundlos gesorgt! Hapuuuh!

Entspannung pur

Wir haben Emilia eine „Wellness-Massage“ gegönnt: nach solchen OPs haben viele Hunde durch die intra-operative Lagerung und das Spreizen des Mauls Schmerzen im Nacken und Kiefer. Um dem etwas entgegenzuwirken, ging es daher wieder mal zur Physiotherapeutin unseres Vertrauens.

Andrea hat Emilia sanft massiert und sich konzentriert von vorne bis hinten durchgearbeitet, zumal sie ja auch von unserer Tierärztin nicht nur die Befunde, sondern auch die Röntgenbilder zugemailt bekommen hat…und sie sich dementsprechend auch wieder um Wirbelsäule, Hüfte und Knie gekümmert hat.

Emmi hatte anfangs wenig Lust, doch sie hat sich sehr schnell entspannt, von sich aus hingelegt….und zum Schluss lag sie sogar relaxt auf der Seite und döste vor sich hin!
 

Zahn-OP und Röntgen

Heute war es soweit: Emilia musste nüchtern bleiben und frühmorgens ab in die Praxis, damit sich die Vet mal um ihre Zähne kümmern konnte. 

Leider gestalte es sich aber nicht so einfach, ihr einen Venenkatheter zu legen. Am rechten Hinterlauf (wo wir drei Wochen zuvor noch easypeasy Blut abgenommen hatten) klappte es dieses Mal definitiv nicht. Da Emmis Venen an den Vorderläufen sehr fein und kaum spürbar sind, wechselte die Vet gleich zu einem kleineren Katheter…war aber auch hier nicht erfolgreich. Also ging es an den linken Vorderlauf, der auch nicht „wollte“.

Just als Emmi unruhig wurde und die Vet schon befürchtete, ihr einen Pieks in den Po geben zu müssen, um sie schlafen zu lagen und dann in Ruhe einen Zugang zu finden, ist es ihr glücklicherweise doch noch gelungen!

Der Rest klappte dann wie nach Lehrbuch: Die Narkose verlief komplikationslos, die Backenzahn ließ sich ohne Probleme ziehen, ebenso wie zwei wacklige Schneidezähne. Außerdem wurden noch zwei kleinere Epuliden entfernt und die Wirbelsäule sowie die Hüfte geröntgt.

Die Hüftaufnahmen sind nicht perfekt, weil Emmis kaputte und spitze Wirbelsäule eine korrekte symmetrische Lagerung unmöglich gemacht hat, aber es reicht, um zu sehen, dass  sie eine leichte HD links hat. Am linken Knie sind bereits ordentliche Arthrosen zu sehen und die Wirbelsäule ist voller Spondylosen. An der Lendenwirbelsäule befinden sie sich auch am Wirbelkörperdach und oben auf dem Kreuzbein hat sie eine recht große knöcherne Zubildung, was wohl eher ungewöhnlich ist. 

Wir hatten es ja bereits befürchtet…nun haben wir Gewissheit. Wir sollen also artig weiter Physiotherapie machen und müssen bei Scherzschüben unbedingt schnell reagieren.