Nasenbluten

Gestern Abend hatte Matilda Nasenbluten…. wir haben uns erschrocken, aber es sah aus wie ein kleiner senkrechter Kratzer unterhalb der Nase. Sie war gerade erst aus dem Garten reingedackelt gekommen und könnte sich da durchaus einen Ratscher im Unterholz eingehandelt haben.

Als ich ihr um 22 Uhr ihr letztes Medikament für den Tag geben wollte, habe ich aber gesehen, dass es erneut geblutet hat…und zwar aus dem rechten Nasenloch.



Vor einiger Zeit hatten wir morgens einen handtellergroßen Blutfleck auf meiner Bettdecke entdeckt und konnten es keinem unserer Hunde (die zeitweise alle bei uns mit im Bett schlafen) zuordnen. Nun drängte sich mir natürlich der Verdacht auf, dass das Matilda gewesen sein könnte.

Und schon fingen meine Gedanken an zu rotieren:
Konnte das mit dem Morbus Cushing zusammenhängen?
Und falls ja, sollte ich evtl. das Medikament weglassen und am Montag gleich bei unserer Tierärztin vorbeifahren?

Ich habe mir echt Sorgen gemacht, zumal Matilda hörbar vor sich hingeschnuft hat, als ich sie in den Garten gebracht habe… es war zwar keine akute Atemnot, aber ich war doch etwas unrund.

Heute morgen gab es aber gleich die Entwarnung.

Nachdem ich meinem Mann gleich von dem erneuten Nasenbluten erzählt habe, hat ER es gesehen (ich bin ja halbblind… hüstel): rechts an der Nase ist eine kleine Wunde, die ich nur gesehen habe, als ich das Foto stark vergrößert habe. Von daher habe ich mich wahrscheinlich / hoffentlich grundlos gesorgt! Hapuuuh!

Entspannung pur

Wir haben Emilia eine „Wellness-Massage“ gegönnt: nach solchen OPs haben viele Hunde durch die intra-operative Lagerung und das Spreizen des Mauls Schmerzen im Nacken und Kiefer. Um dem etwas entgegenzuwirken, ging es daher wieder mal zur Physiotherapeutin unseres Vertrauens.

Andrea hat Emilia sanft massiert und sich konzentriert von vorne bis hinten durchgearbeitet, zumal sie ja auch von unserer Tierärztin nicht nur die Befunde, sondern auch die Röntgenbilder zugemailt bekommen hat…und sie sich dementsprechend auch wieder um Wirbelsäule, Hüfte und Knie gekümmert hat.

Emmi hatte anfangs wenig Lust, doch sie hat sich sehr schnell entspannt, von sich aus hingelegt….und zum Schluss lag sie sogar relaxt auf der Seite und döste vor sich hin!
 

Zahn-OP und Röntgen

Heute war es soweit: Emilia musste nüchtern bleiben und frühmorgens ab in die Praxis, damit sich die Vet mal um ihre Zähne kümmern konnte. 

Leider gestalte es sich aber nicht so einfach, ihr einen Venenkatheter zu legen. Am rechten Hinterlauf (wo wir drei Wochen zuvor noch easypeasy Blut abgenommen hatten) klappte es dieses Mal definitiv nicht. Da Emmis Venen an den Vorderläufen sehr fein und kaum spürbar sind, wechselte die Vet gleich zu einem kleineren Katheter…war aber auch hier nicht erfolgreich. Also ging es an den linken Vorderlauf, der auch nicht „wollte“.

Just als Emmi unruhig wurde und die Vet schon befürchtete, ihr einen Pieks in den Po geben zu müssen, um sie schlafen zu lagen und dann in Ruhe einen Zugang zu finden, ist es ihr glücklicherweise doch noch gelungen!

Der Rest klappte dann wie nach Lehrbuch: Die Narkose verlief komplikationslos, die Backenzahn ließ sich ohne Probleme ziehen, ebenso wie zwei wacklige Schneidezähne. Außerdem wurden noch zwei kleinere Epuliden entfernt und die Wirbelsäule sowie die Hüfte geröntgt.

Die Hüftaufnahmen sind nicht perfekt, weil Emmis kaputte und spitze Wirbelsäule eine korrekte symmetrische Lagerung unmöglich gemacht hat, aber es reicht, um zu sehen, dass  sie eine leichte HD links hat. Am linken Knie sind bereits ordentliche Arthrosen zu sehen und die Wirbelsäule ist voller Spondylosen. An der Lendenwirbelsäule befinden sie sich auch am Wirbelkörperdach und oben auf dem Kreuzbein hat sie eine recht große knöcherne Zubildung, was wohl eher ungewöhnlich ist. 

Wir hatten es ja bereits befürchtet…nun haben wir Gewissheit. Wir sollen also artig weiter Physiotherapie machen und müssen bei Scherzschüben unbedingt schnell reagieren. 

Empfindlicher Magen

Da wollte ich den Hunden zu Ostern was Leckeres gönnen und haben ihnen eine Riesenportion Gehacktes mit Hüttenkase gut durchgebraten, über die sie sich auch begeistert hergemacht haben…. und dann fängt bei Matilda nachts die „Rennerei“ an: Durchfall.

Die kleine Maus ist mittlerweile extrem empfindlich geworden und verträgt teilweise Futter nicht mehr, dass sie bislang immer problemlos fressen konnte. 

Glücklicherweise habe ich noch ein paar Durchfall-Tabetten „auf Lager“. Außerdem habe ich heute morgen auch gleich Schonkost gekocht. Damit wird es ihr bestimmt schnell besser gehen. 

Nachtrag zu dem Irren…

Auf der Hundewiese ist der Mann, der Sofia (und mich) so angebrüllt hat, übrigens bekannt: als ich in den letzen Tagen unter Hundehaltern von diesem Vorfall erzählt habe, wusste fast jeder sofort, wer gemeint war!

Der Typ sitzt wohl oft auf der Bank, fixiert andere Hundehalter mit seinem Blick, brummelt unwirsch in seinen Bart und kontrolliert z.B., ob man sofort einen Hundekotbeutel zückt, falls ein Vierbeiner auf dem Weg zur Wiese ein Häufchen macht. Sein eigener Hund muss liegenbleiben und darf keinen Kontakt machen. Passt ihm irgendwas nicht, brüllt er sofort rum und wird ausfallend. 

Hin und wieder schickt er seinen Hund offenbar alleine auf die Hundewiese. Zumindest sitzt er alleine auf der Bank und hält die Leine in der Hand. 

Gelegentlich ist er auch AUF der Hundewiese gesehen worden und wird auch hier sehr ungemütlich, wenn ihm etwas nicht passt: wenn z.B. ein fremder Hund bellt oder frontal auf ihn zukommt. 

Interessanterweise haben mir bislang nur andere Frauen von solchen Begegnungen berichtet. Alle bestätigten, dass der Mann  äußerst aggressiv auftritt und mit Obszönitäten nur so um sich wirft. Männer (zumindest die, mit denen ich darüber gesprochen habe) wurden bislang nur mit bösen Blicken bedacht. 

Mit drängt sich also der Verdacht auf, dass der Typ gezielt Frauen auf’s Visier nimmt und versucht, diese einzuschüchtern. 

An sich hatte ich mir vorgenommen, in Zukunft einen großen Bogen um ihn zu machen. Sollte ich aber miterleben, dass er jemand anderen so anmacht, werde ich mich definitiv einmischen und dazu raten, sofort die Polizei hinzuzuziehen… 

Irrer an der Hundewiese

Heute eine Begegnung der anderen Art gehabt….

Ich bin mit den Hunden am Klärwerk in Schwarz-Rheindorf (unterhalb des Damms) losgezockelt. Matilda im Wagen, Balisto und Emilia noch an der Leine, damit die nicht über den Damm hinweg zur Hundewiese laufen… nur Sofia, die sich eh nicht großartig von mir entfernt, wurde schon abgeleint.  

Auf dem Damm saß auf der ersten Bank ein Mann mit Pudelmütze und Vollbart, der uns hatte kommen sehen. Was ICH jedoch nicht gesehen hatte, war der Hund, der bewegungslos UNTER der Bank lag. Bemerkt habe ich ihn erst, als es zu spät war, sprich: als Sofia schon auf ihn zudappelte. 

Daraufhin ist der Mann brüllend aufgesprungen, ich solle meinen Köter wegholen, und schob das Ömchen mit einem Bein weg. Da der Typ mich weiter wüst beschimpfte, habe ich ihn erst mal recht unfreundlich gefragt, ob es noch hackt. Blöderweise hat Sofia in diesem Moment (ja… sie wird langsam echt tüddelig!) wieder einen Schritt auf ihn zu gemacht, woraufhin er KOMPLETT ausgerastet ist, extrem ausfallend wurde und sie getreten hat. 

DAS geht ja mal nun gar nicht!

Sicher… wenn jemand keinen Kontakt wünscht, muss man das respektieren, aber a) hätte er VORHER den Mund aufmachen und auf seinen Hund hinweisen können, der nicht „belästigt“ werden durfte und b) hat er keine Hunde-Oma zu treten, die sich langsam und freundlich nähert… die kann man auch anders blocken / stoppen. 

Damit habe ich dann jegliche Contenance verloren und bin ebenfalls ausgeflippt, habe dann aber das Sofichen eingesammelt und bin – recht aufgebracht – weiter gegangen. 

Eine ältere Dame, die das Ganze beobachtet hatte, kam extra auf mich zu und meinte, ich solle mich bloß nicht auf diesen Mann einlassen: sie habe schon mehrfach miterlebt, dass er andere Hundehalter angehe und dabei äußerst aggressiv und ausfallend werde.  Ihr tue nur der Hund leid… der dürfe nämlich offenbar nie Kontakt zu anderen Hunden haben. Sie ermahnte mich freundlich, mir den Vorfall nicht zu Herzen zu nehmen und die Sache abzuhaken. 

Gesagt, getan. Ich dankte der Dame und setzte meinen Weg in aller Ruhe fort. 

Ich war gerade auf der Höhe einer weitläufigen Wiese rechts vom Alten Jüdischen Friedhof angekommen und hatte alle Hunde im Freilauf, als ich plötzlich ein Fahrzeug hinter mir hörte. Ich drehte mich um und sah…. das Ordnungsamt.  

Der Typ hatte allen Ernstes das OA angerufen und denen wer-weiss-was-erzählt!

Glücklicherweise waren beide Beamten sehr nett und fragten mich höflich, ob es einen Vorfall gegeben habe. Sie hätten nämlich einen Anruf erhalten, in dem es um eine Frau mit vier freilaufenden Hunden und so einer Art Kinderwagen ging. Das dürfte dann wohl ich sein. Yep.

Ich musste echt lachen und habe dann mal erzählt, wie sich das Ganze tatsächlich abgespielt hat…und habe auch auf die Zeugin verwiesen.

Bzgl. der unangeleinten Hunde habe ich gesagt, dass zu dem Zeitpunkt nur EIN Hund ohne Leine rumgelaufen war, das aber irrelevant sei. Laut Landeshundegesetz NRW herrscht nämlich nur in Gebieten Leinenpflicht, die im Zusammenhang bebaut sind… und das ist weder unterhalb des Damms noch hier am Friedhof der Fall. Der Beamte wies dann auf die nahe Hundefreilauffläche hin. Jaaaa…. die ändere aber auch nichts daran, dass ich die Hunde hier laufen lassen dürfe. Ich laufe gerne erst hier unten lang, dann unter der Nordbrücke durch und über die Hundewiese zurück.

Dem jungen Mann war mittlerweile klar, dass ich nicht „erst seit gestern Hunde habe“, was ich bestätigte. Ich erzählte, dass ich meinen ersten Hund zu meinem 7. Geburtstag geschenkt bekommen habe (also 1979) und seit Jahrzehnten immer 3-4 Hunde habe…was nicht ausbleibe, wenn man selber im Tierschutz tätig sei.

Zwischenzeitlich war auch die Kollegin des Beamten ausgestiegen, hatte sich hingehockt und knuddelte der Reihe nach alle Hunde durch. Wir haben uns dann wirklich sehr nett unterhalten, die beiden haben die Hunde über den Klee gelobt, sich über Balistos Namen kaputt gelacht und mein Tierschutz-Engagement bewundert. Ich würde da eine sehr wichtige Arbeit leisten!

Verwundert hat mich nur, dass der Beamte mich irgendwann aus dem Blauen raus fragte, wie groß der Mann gewesen sei. Nach einem prüfenden Blick auf ihn meinte ich: „Größer als Sie.“

Er lachte verblüfft, stand noch ein bisschen gerader und fragte: „Größer als ICH?“

Worauf ich nur meinte: „Ja, ein ganzes Stück größer, aber schmaler.“

Daraufhin schauten sich die beiden kurz an… und damit war das Thema erledigt.

Nun frage ich mich natürlich, WAS der Bekloppte dem Ordnungsamt erzählt hat…. dass ich IHN aus welchen Gründen auch immer angegangen oder gar angegriffen habe?

Wie auch immer: man hat nicht einmal meine Personalien aufgenommen und mir auch keine mündliche Verwarnung ausgesprochen… schließlich gab es dazu keinen Grund. Stattdessen haben wir uns wirklich lange und nett unterhalten und uns schließlich gut gelaunt und freundlich winkend verabschiedet.