End BSL – Global Run Köln 2018

Leider ist mal wieder in der Presse wenig über die gestrige Veranstaltung zu lesen gewesen und auch die Teilnehmerzahl war nicht berauschend (ca. 350 – 400 Leute), was aber sicher mit den Temperaturen, dem Ferienbeginn in NRW tags zuvor, dem WM-Spiel und so einiger Krankmeldungen (auch bei den Standbetreibern) zu tun hatte. Wer aber gekommen ist, war mit ganzem Herzblut dabei und so haben Teilnehmer und Hunde durch die Bank weg bei der Polizei, den Kölnern und den Touris aus aller Herren Länder einen super Eindruck hinterlassen!

Meine Eltern hatten sich sehr auf die Demo gefreut…da haben sie sich auch nicht davon abhalten lassen, dass mein Papa eine Woche zuvor nachts gestürzt ist und eine üble Rippenprellung hatte…und dass meine Mama wegen einer leichten Lungenentzündung bis oben hin mit Antibiotika vollgestopft war.

Ich habe sie nur mal ganz kurz alleine gelassen und wo finde ich sie?
Natürlich bei einem Bullterrier! 

Folgende Vereine und Hundeshops waren mit dabei und haben mit einer freiwilligen Spende statt einer festgelegten Standgebühr für die Kostendeckung des Global Runs gesorgt:

Kunterhund (kürzlich von Sandra & Claudia übernommen), Animals United, Birkenhof (Freizeitzentrum für behinderte Menschen mit Huskies), 2nd-Hand-Tiere, TSV StädteRegion Aachen, Listenhunde-Nothilfe, PAWU (Protect Animals with us), TSV Groß-Essen, Feelgoodpet, SoKa Run e.V., Pit Staff Köln, Pit Staff Rhein-Main, Ruhrpott-Bullis, Tiertafel Rhein-Erft, IG gegen Rasselisten und FairDog Deutschland.

Als sich der Heumarkt so langsam füllte, gab es für Menschen und Hunde reichlich Möglichkeiten, einfach mal „Hallo“ zu sagen…. und für mich zu fotografieren. 

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Alexandra Ronsiek (Organisatorin von Hund ist Hund) übernahm Simone Sombecki (Tiere suchen ein Zuhause – WDR) die Moderation der Veranstaltung. Halbwegs pünktlich startete dann auch der – aufgrund der Hitze – recht kurz gehaltene Protestmarsch durch die Kölner Altstadt, glücklicherweise größtenteils über schattige Straßen.

Bei den „Protesthunden“ war wirklich alles dabei: von jung bis alt, von elegant bis tollpatschig, von wuschelig bis nackig, von winzig bis riesig. Mit von der Partie waren jede Menge Bullterrier, große und kleine Bulldoggen sowie andere Bollerköppe, „gelbe“ Hunde, die gerne etwas mehr Abstand haben wollten und dank farbiger Schleifen oder Halstücher auch bekamen, ein Handicaphund und sehr viele Nicht-Listies, deren Halter Solidarität bewiesen. So marschierten die Berner Sennenhunde Josephine und Dr. Watson wie jedes Jahr für Listenhunde, aber auch ein Cavalier King Charles Spaniel, ein Pinscher, ein Yorkshire Terrier, ein Mexikanischer Nackthund, ein brauner Dalmatiner, ein Boxer, ein paar  Rottweiler und ganz viele Mischlinge.

 

Hündin eingesammelt

Auf der Fahrt durch Müllekoven sahen wir plötzlich eine Hündin mitten auf einem Kreisverkehr verunsichert stehenbleiben…. ein uns entgegenkommender Wagen bzw. dessen Fahrer sah sie glücklicherweise gerade noch rechtzeitig und konnte bremsen, woraufhin die Hündin weiter ins Wohngebiet zu unserer Linken lief.

Da weit und breit kein dazugehöriger Mensch zu sehen war, hielt Görk und ließ mich aussteigen, damit ich ihr fix hinterherlaufen konnte.  Trotz eines unsicher-ängstlichen Gangs, wie ich ihn von Sofia kenne, wenn die es eilig hat, von einer „Gefahrenquelle“ weg zu kommen, lief die Kleine recht zielstrebig durch das Wohngebiet und hopste zwischendurch nur mal kurz über eine Straße, um einen Samojeden zu begrüßen, der gerade spazierengeführt wurde.

Leider kannte der Mann die Hündin nicht und wusste daher auch nicht, wohin zu gehörte. Also ging die „Verfolgungsjagd“ weiter. Als sie schließlich an einer Straßenecke stehenblieb und recht unschlüssig wirkte, konnte ich endlich soweit aufschließen, dass ich sie ranlocken konnte. Sie kam auch gleich freudig an und ließ sich bereitwillig anleinen.

Nur…wohin mit dem süßen Hundemädchen?

Einer älteren Dame, die gerade vorbeikam, kam die Hündin bekannt vor und sie war so nett, bei einer benachbarten Familie nachzufragen, derweil ich mich von ihr zu einem Haus führen ließ, vor dem sie gottergeben stehen blieb:

Ich habe dann mal auf Verdacht reihum im Haus geklingelt, bis mir ein älterer Herr aufdrückte, aus dessen Wohnung ein Bellen erklang. Auf Rückfrage meinte er, dass im Haus ein weiter Hund wohne…und zwar in der obersten Etage. Dort klingelte ich natürlich auch…und mir öffnete ein etwa 10-jähriges Mädchen im Nachthemd (Sonntagmorgen halt ),  das mir verdattert bestätigte, dass das IHR Hund sei.

Also Leine ausgeklinkt und die Hündin lief ganz selbstverständlich in die Wohnung. Das Mädchen hingegen war sprachlos. Ich habe ihr dann verraten, wo ich die Hündin entdeckt und aufgelesen hatte und ihr aufgetragen, ihre Eltern bitte auf dem Handy anrufen und ihnen zu sagen, dass die Hündin wohlbehalten zuhause angekommen sei,  da sie sie bestimmt gerade verzweifelt suchten.

Ich hoffe, die Eltern (oder wer auch immer mit der Hündin unterwegs gewesen war) hatten ein Handy dabei und wurden von dem Mädchen beruhigt.

ICH würde jedenfalls völlig am Rad gehen, käme mir einer meiner Hunde abhanden… vor allem bei dem Gedanken, dass sie mehrere Straßen überqueren müssen, um heimzukommen.

Herzlich willkommen, Flip!

Da die Kölner Hundebande erst kürzlich ihre „Rudel“-Chefin Emma verloren hat und das vor allem für die zweite Französin Kröte sehr schwer war, weil ihr die Kuschelpartnerin fehlte, an der sie immer andocken konnte, begannen die Mädels recht schnell, noch einem Nachfolger zu suchen. An sich sollte es ein älterer, ruhiger und vor allem kleiner Rüde werden, ein Frenchie oder ein Mops.

„Unglücklicherweise“ hatten Claudia & Sandra aber mich gefragt, ob wir bei der Molosser-Vermittlungshilfe vielleicht einen passenden Hund hätten…und mir war spontan Flypau eingefallen, ein bildschöner, 6-jähriger French Bulldog-Cane Corso-Mix. Gesuch angeschaut, durchgelesen und spontan beschlossen, den Burschen im Tierheim zu besuchen und ihn sich selber mal anzugucken, da man über seine Verträglichkeit nichts sagen konnte.

Bei dem Besuch zeigte sich das Kerlchen unsicher, aber grundsätzlich interessiert und verträglich. Das Allerwichtigste jedoch war, dass Boxer-Oldie Ben sein OK gab. Also überlegten die Mädels lange hin und her (schließlich ist er deutlich größer und arbeitsintensiver als geplant), entschieden sich aber letztlich doch für eine Adoption.

Flypau heißt nun Flip und hätte kein besseres Zuhause bekommen können! 

Und ich freue mich jetzt schon darauf, ihn hoffentlich bald persönlich kennenlernen zu dürfen.

Überzeugungsarbeit

Meine Kollegin von „Bulldogssearchhome“ hatte mich darum gebeten, mir in Bad Breisig einen Hund anzuschauen, der von privat vermittelt wird und dessen derzeitige (unfreiwilligen) Halter von Hunden so überhaupt keine Ahnung haben, so dass die Angaben zu dem Burschen eher spärlich sind. Laut Aussage der Vermittler begegnete der Old English Bulldog-American Bulldog-Mischling Pluto fremden Menschen mit einer gehörigen Portion Skepsis… von daher ist es wichtig zu wissen, wie er sich evtl. bei dem Besuch von Interessenten verhält.

Nun gut….ich war ja vorgewarnt. Doch im ersten Moment hat es mich trotzdem betroffen gemacht, WIE unsicher der junge Rüde tatsächlich reagiert: bereits auf Distanz begann Pluto zu knurren, um mich dann massiv zu verbellen. Seinem hunde-unerfahrenen Menschen gelang es immer nur kurzzeitig, ihn zu beruhigen. Selbst als wir uns langsam auf gegenüberliegenden Straßenseiten in Bewegung setzten, versuchte Pluto die vermeintliche Bedrohung immer im Auge zu behalten und verbellte mich weiterhin, ohne dabei jedoch wirklich aggressiv zu sein. Ganz offensichtlich versuchte er nur, mich durch Imponiergehabe und lautstarkes Gebell auf Distanz zu halten….   

Da der Bursche aber offensichtlich Schmerzen hatte, den linken Hinterlauf entlastete und einmal sogar leise aufschrie, nachdem er die Pfote zu stark belastet hatte, brachen wir das Ganze erst einmal ab. Ich wollte Pluto zur Ruhe kommen lassen und mich derweil mit seinen Menschen unterhalten.

Nach einer guten Stunde starteten wir den zweiten Versuch: um keine unnötigen Risiken einzugehen, trug Pluto nun einen Maulkorb. Als er mich auf einem Mäuerchen sitzen saß und ich ihn nicht direkt anschaute, schwankte er zwischen Misstrauen, Neugierde und dem Wunsch, die Fremde doch mal genauer zu inspizieren. Er fiepte und bellte, wirkte aber schon deutlich entspannter als beim ersten Sichtkontakt. 

Nun durfte er direkt an mich rankommen, stürmte wedelnd heran, stellte die Vorderpfoten auf das Mäuerchen und stupste mich an, um dann doch wieder verunsichert zu brummen. Auch hier keine echte Aggression. Das sah doch schon mal vielversprechend aus!

Just in diesem Augenblick verließen wenige Meter entfernt zwei Frauen eine Pferdekoppel, was Pluto eindeutig zu nah war. Da ich in diesem Moment aber immer noch direkt neben ihm saß, richtete er seinen Unmut erst einmal gegen mich, indem er mich ansprang und mit dem Maulkorb knuffte. Doch auch in diesem Augenblick wurde er nicht wirklich böse!

Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass Pluto in ähnlichen Situationen und bei einer falschen, hektischen Reaktion des Menschen heftiger werden könnte. Man sollte also bei einem ersten Kennenlernen keine unnötigen Risiken eingehen und ihn vorsichtshalber absichern. 

Ein souveränes und ruhiges Auftreten, ein bisschen Zeit, freundliche Ansprache und ein paar gute Leckerchen überzeugen Pluto glücklicherweise recht schnell, dass der fremde Mensch keine Bedrohung darstellt!  

Keine 10 Minuten später stiefelten wir bereits gemeinsam über eine Wiese, konnten den Maulkorb abnehmen und Pluto zeigt sich als der alberne, verschmuste, verspielte und liebenswert-tollpatschige Kerl, der er eigentlich ist. 

Wonniglich kugelte Pluto sich vor unseren Füßen umher, ließ sich von seinem Herrchen durchknuddeln, hopste ein bissel rum und graste ausgiebig. Kurz und gut: ich hatte nun einen völlig entspannten und gut gelaunten Hund vor mir!

Pluto reagierte artig auf alles, was man ihm sagte… machte auf Kommando „Sitz“ und „Platz“…. ertrug ohne jegliche Anspannung meinen Blickkontakt… nahm ganz vorsichtig und weichmäulig Leckerchen an…nahm es mir nicht einmal übel, als ich ihm versehentlich meine Kamera auf den Kopf donnerte… und ließ sich problemlos korrigieren, als wir auf der Wiese an einem Spaziergänger vorbeigingen, der ihm unheimlich war. 

Da ich zwischendurch zum Auto zurückmusste, um meine Kamera (dich ich anfangs vergessen hatte) zu holen, war ich natürlich gespannt, wie Pluto sich bei meiner Rückkehr verhalten würde: er erkannte mich jedoch sofort wieder und freute sich sichtlich, mich zu sehen. 

Bei der nun folgenden kleinen Fotosession warf ich mich bäuchlings vor ihm ins Gras und knipste im Abstand von einem knappen halben Meter drauflos, während der kleine Bollerkopp genüsslich das Dörrfleisch verspeiste, das ich ihm mitgebracht hatte. Auch hier verhielt sich Pluto weiterhin freundlich und entspannt. 

In diesem jungen Hund steckt das Potential für einen großartigen Begleiter. Man muss nur sein Vertrauen gewinnen und ihm peu a peu beibringen, wie spannend und lustig gemeinsame Unternehmungen sind…und welch schöne Überraschungen das Leben auch für einen Hund wie Pluto bereithält.   

Mich hat der kleine Rumsschädel jedenfalls innerhalb kürzester Zeit mit seinem Charme um die dicken Pfoten gewickelt! 

Farewell, Prada!

Prada
28.08.2009 – 25.10.2016

Ihr Glück währte gerade mal 3 Monate…

Prada RIP

Nach langen Jahren des Leids hat man Prada retten können und auf schnellstem Wege in den „Waldzoo“ gebracht, der noch erschüttert vom Verlust seines Doggenrüden war. Doch das liebe Mädchen gab ihnen allen eine Aufgabe und bezauberte einfach mit ihr goldig-sturen Art. 

Wie gerne hätten ihr Astrid und Andreas noch viel mehr Glück geschenkt, doch eines Tages war Prada urplötzlich blind…. obwohl die Augen vollkommen in Ordnung waren. Diese völlige Blindheit machte ihr leider sehr zu schaffen, sie war desorientiert und verwirrt.  

Eine Heilung gab es nicht, wie auch ein zu Rate gezogener Spezialist bestätigte. Die Blindheit war ein Problem der Reizweiterleitung von Auge zu Gehirn, wahrscheinlich hervorgerufen durch einen Hirntumor. Prada musste einfach lernen, damit umzugehen, doch es wurde immer schlimmer statt besser. Ihr Leben war zuletzt alles andere als lebenswert und so haben die beiden sie gehen lassen.

Prada: Unvergessen…. und tief betrauert. 

 

Farewell, little pirate!

Roberto
12.01.2007 – 03.10.2016

Knapp 2 Jahre hatte der liebe Roberto in seinem neuen Zuhause in Rotterdam. Er wurde unglaublich geliebt und hatte eine tolle Mastino-Freundin, mit der er sich wunderbar verstanden hat.

Doch in letzter Zeit ging es ihm nicht gut: das Herz machte langsam schlapp.
traurig

Erinnerung Roberto

Robertos Tod geht mir besonders zu Herzen, weil ich Teil der Fahrkette Ungarn/Holland war und ich mich immer gerne an diesen großen lieben Kerl und die lustigen Stunden mit ihm erinnert habe.  

Beileidsschreiben fallen mir IMMER unglaublich schwer und wenn ich den betreffenden Hund und seine Menschen dann auch noch persönlich kenne, heule ich dabei Rotz und Wasser. Trotzdem habe ich versucht, meinen Worte so zu formulieren, dass Sylvia und Piet irgendwann, wenn der Schmerz nachgelassen hat, wieder mit einem  Lachen an den Tag denken, an dem Roberto abgeholt wurde… 

Unter dem obigen Link gibt es die Kurzversion des Mastino-Transports zu lesen. Hier folgt nun die ausführlichere Version:

Dear Sylvia, dear Piet,

I am terribly sorry for your loss. 
traurig
As soon as I heard that you had to let Roberto go, I called Astrid…. and we cried our hearts out.
But soon we also shared tearful laughs when I remembered the few hours I spent with your darling boy.

I will always remember him as a charming and easygoing dog!

He brought the first smile to my face when he jumped into the boot of my small Nissan Almera…and I realized that he was way too large to close it’s lid. 
lächel
„Out with you“, I said and led him to the back seat of my car… but if he was not allowed to curl up in the boot, Roberto was determined to drive by himself! Do you remember? He tried the same with your car, when you picked him up here in Bonn!

„NO, Roberto! Take the back seat!“
And so I pushed und pulled, and urged and pleaded, until he finally gave in and climbed back.

But his doggie seat obviously was not comfortable enough…and so he tried to rearrange the blankets on the back seat with his bear-like paws!

„NO, Roberto! Stop that! You are going to ruin my car!“
And so I grabbed a front paw and told him to lie down.

Finally, he did what I told him to do, but as soon as we were on our way, he decided that he did not lie in the right position…and so he tossed and turned…. and got tangled up in the safety belt!

„NO, Roberto! Stop that! You are going to strangle yourself!“
And so I pulled over, stopped the car, disentangled the dog…. and gave up.

„OH…do whatever you want to do! We have to get home!“

And do you know what happened next?

My mother turned in her seat, patted his large head, whispered sweet Italian things to him…. and Roberto lay down, closed his eyes and gently snored the whole way to my home… while the nice little Italian lady caressed him and talked to him, whenever he twitched in his sleep. 
lächel
When we arrived here, you and Yasmina were still on your way to Bonn….. and we had to kill time.

First, we went for a little walk and Roberto carelessly bumped into parked cars, fences and hedges.
Then I gave him some water and dog food.
THEN I started to get worried because I had not heard from you or Yasmina.

Where was I supposed to put this gentle, but enormous dog?
To lead him upstairs was out of the question.

Knowing my own dogs, I told my husband to not only close the door to the back passage but to BARRICADE it.

Indeed, all four of them were NOT amused when a strange dog nonchalantly walked into the garden…completely ignoring all their barking and growling!

Worse still: he just walked into the house and calmly sniffed at the other side of the door!
„How dare he!“

That was Roberto par excellence: absolutely confident, unconcerned, friendly and cool as a cucumber. 
lächel
I led him into my newly renovated bathroom where we had laid out some blankets and cushions… and he promptly bumped into the shower stall. Fortunately it is made of security glass. Nevertheless, it rattled fiercely. But even that did not bother him! 
lächel
************
My dear Sylvia and Piet… why do I tell you all this?
Being fully aware that nothing can lessen your pain now, nothing can dry your tears.

But someday in the future you will be able to look back at the years you spent with your little pirate… you will remember all the beautiful and/or funny moments with Roberto and Yuma…. and you will be able to think of him with a warm, loving and thankful smile.

And I hope that you will also remember my little story and smile at that, too….

You two are such wonderful people.

We are thankful for the new life, the warm home and all the love you gave to Roberto. He surely had the best two years of his life with you and his beloved companion Yuma!

We wish you strength at this sad moment and send you our best wishes.

Still crying,
Grazi

Gesichtsgymnastik

Heute ging es mit Sack und Pack (also inclusive Hunde) in die Eifel, weil wir bei der Molosser-Vermittlungshilfe eine Mastino-Hündin „reinbekommen“ hatten, die schon seit vergangenen Dezember nicht mehr das eigene Grundstück verlassen hat und von der die Halterin nicht einmal wusste, ob sie Fremde nicht gleich „auffrisst“.

Nur? Wie soll man einen Hund vermitteln, ohne auch nur ansatzweise zu wissen, wie er drauf ist?

Also blieb als einzige Möglichkeit, dass ich mal hinfahre, mir die Hündin vor Ort anschaue, überprüfe wie sie auf fremden Besuch reagiert und gegebenenfalls mit meinem Trio einen Hundetest mache.

Da die Hündin knapp 80 kg auf die Waage brachte, war ich natürlich gespannt, was mich erwarten würde…und hatte natürlich nicht vor, unnötige Risiken einzugehen.
zwinker
Auf mein Klingeln an der Haustür hat Maja aber nicht einmal reagiert, sondern einfach weitergeschlafen. Erst als ihr Frauchen sie (wiederholt) rief, bemerkte sie, dass hinter der Terrassentür eine Besucherin stand. Sie näherte sich ohne Hektik und reagierte auf meine freundliche Ansprache mit wildem Wedeln und aufgeregtem Fiepen. Nach einer Weile ging das in ein leises und protestierendes Brummeln über, weil sie durch die Scheibe keinen direkten Kontakt aufnehmen konnte.

Nun wurde Maja erst einmal in den Garten hinter die Terrassenabsperrung (80 cm hoher Holzzaun) gebracht, bevor ich mich nähern durfte. Die Hündin war sichtlich aufgeregt, hatte eine leichte Bürste, zeigte aber keinerlei Aggression, selbst als sie sich auf die Hinterläufe stellte und mit den Vorderpfoten auf dem Zaun abstützte, um an mich ranzukommen. Sie beschnupperte mich intensiv, war aber zu erregt, um Leckerchen von mir anzunehmen.

Nach einer Weile verlor Maja das Interesse an mir und begann einen gemütlichen Rundgang durch den Garten. Dabei behielt sie mich nicht einmal mehr im Blick und wirkte bereits vollkommen entspannt. Schließlich ließ sich von mir rufen und nahm nun über den Zaun hinweg auch ganz besondere Leckereien (Lammrippchen und Dörrfleisch) an. *yummy*

Trotz der massiven und sichtbaren Unsicherheit ihres Frauchens, die MICH sogar langsam nervös machte, ließ sich Maja glücklicherweise nicht negativ beeinflussen und nachdem sie mit ihr ein bisschen an der Leine im Garten hin- und hergelaufen war, hatte sie kein Problem damit, dass ich schließlich das Tor öffnete und den Garten ebenfalls betrat.

Nachdem sie sich mir ruhig genähert hatte, hielt sie kurz komplett inne (ohne jedoch wirklich steif zu werden) und man sah es regelrecht in ihrem Kopf rumoren, ob sie sich nicht vielleicht doch aufspielen sollte. Die Entscheidung fiel dann aber zugunsten der netten Frau mit den leckeren Hähnchenbrustfilets in der Tasche aus.
biggrin
Nachdem im Garten alles so wunderbar klappte, ging es übrigens noch ins Haus. Dort zeigte Maja selbst an Engstellen oder im Halbdunkel weder Unsicherheiten mir gegenüber noch abschirmendes, beschützendes Verhalten ihrer Halterin oder dem 11-jährigen Sohn gegenüber.

Sie war völlig relaxt, verteilte nach dem Trinken aus ihrem Wassernapf Massen an „Restfeuchtigkeit“ und Sabber auf mir, ließ sich die samtweichen Öhrchen kraulen und nahm eine Rücken- und Pomassage mit einem Ausdruck höchsten Genusses an.

Leider konnten wir mangels passendem Maulkorb und mangels einer kräftigen Person, die Maja notfalls hätte halten können, keinen Hundetest machen. Ich bin mir aber sicher, dass man sie mit Geduld und Spucke wieder an Artgenossen ranführen kann, wenn sie zu ihrem (neuen ) Menschen Vertrauen aufgebaut hat und sich von ihm anleiten lässt.

Ich bin jedenfalls hin und weg von dieser unglaublich netten, anschmiegsamen und offenen Hündin…. und ihren lustigen Gesichtsausdrücken…

Ruhe sanft, Dania!

Dania
14.05.2007 – 25.07.2016

rip_dania

Diese wunderbare Hündin landete 2010 in einer Tötung auf Lanzarote, wo sie glücklicherweise einer TS-Kollegin von der „Initiative für die gequälten Hunde von Lanzarote“ auffiel, die daraufhin alle Hebel in Bewegung setzte, um sie dort rauszuholen. Unter anderem bat sie uns, Dania bei der Molosser-Vermitltungshilfe vorzustellen, was wir natürlich gerne taten. Zusätzlich posteten wir ihr Gesuch aber auch im Molosserforum, wo sie einer Userin auffiel, die sich sofort in sie verliebte.

Am 19.09.2010 nahm Manuela IHRE Seelenhündin zusammen mit der mittlerweile ebenfalls verstorbenen Angelika Bonk von der Podenco-Hilfe am Flughafen in Düsseldorf in Empfang. Zusammen mit zwei anderen Adoptanten und ihren Hunden.

Durch das Forum hielten wir in den folgenden Jahren immer losen Kontakt und wir sahen uns darüberhinaus Jahr für Jahr auf Anti-Rasselisten-Demos, so dass ich mich immer wieder auf’s Neue darüber freuen konnte, welch tolles, liebevolles und verständiges Zuhause Dania gefunden und zu welch bildschöner und souveräner Hündin sie sich gemausert hatte.

Da schmerzte es doch sehr, als Manuela mir vergangenen Donnerstag berichtete, dass bei ihrem Liebling ein Osteosarkom diagnostiziert worden war.
traurig
Wir haben lange telefoniert, miteinander geweint und in Erinnerungen geschwelgt. Wohl wissend, dass dies die letzten gemeinsamen Tage waren, die Manuela mit Dania verbringen würde, da die Schmerzen schon so stark waren, dass die Süße heute erlöst werden sollte.

Nun ist also auch Dania zur Regenbogenbrücke vorangegangen…. eine wundervolle Hündin, die ich niemals vergessen werde.
traurig

 

Welcome, Prada!

Astrid hatte so sehr gehofft, Apollo mit einer neuen Hundefreundin etwas „Auftrieb“ zu geben…. doch es hat nicht sollen sein: Prada war schon auf dem Weg nach Deutschland, als es dem Doggerich zunehmend schlechter ging und er erlöst werden musste.
traurig
Dementsprechend gedämpft war die Stimmung, als die Mastinodame Prada heute ankam. Aber es nutzt ja nichts: Nun ist sie da und braucht – wie der restliche Waldzoo auch – alle Aufmerksamkeit, Pflege und liebevolle Zuneigung, die sie verdient.

Prada

Die arme Maus (*28.08.2008) wurde von ihrem Besitzer auf einer ungarischen Internet-Plattform für 10.000 Forint (ca. 32 Euro) angeboten….ein Freund hatte die Hündin bei ihm abgeladen, gebrauchen konnte sie aber niemand und so wollte sie man loswerden.

Glücklicherweise entdeckte unsere ungarische Tierschutzkollegin Terezia sie im Netz, reservierte sie für ca. 50 € und organisierte eine Notunterkunft bei Freunden, bis sie sie abholen konnte.

Wie so oft fand sie eine absolut vernachlässigte Hündin vor: unterernährt, zu lange Krallen, riesige Liegeschwielen, Augenprobleme, schlechte Zähne, geschwollene Vorderläufe, mit einem schlecht verheilten Bruch der Rute und Kaiserschnittnarben.

Nach einer ersten medizinischen Versorgung konnte Prada zwar auf eine tolle Pflegestelle in Österreich umziehen, doch leider verstand sie sich nicht mit den dort bereits vorhandenen Mastino-Damen und protestierte derart lautstark, weil sie von den anderen Hunden getrennt werden musste, dass der Zustand auf Dauer für die Nachbarn nicht tragbar war. Es musste also schnellstmöglich eine Lösung her…und da kam -wie so oft- die liebe Astrid ins Spiel, die sofort Hilfe anbietet, wenn es irgendwie möglich ist.

Bei ihr sind halt „nur“ Rüden und Katzen vorhanden, mit denen Prada grundsätzlich klar kommt. Und so wurde holterdipolter ein Transport organisiert.
zwinker
Heute beginnt also ihr neues Leben…und ich bin mir sicher, dass Prada sehr schnell zu schätzen weiss, welch Glück sie hatte, bei Astrid, ihrem Mann und dem Rest des Zoos gelandet zu sein!