Diebstahl

Görk kam vorhin aus dem Garten und fragte ganz unschuldig:
„Durfte er die haben?“

Da hat der kleine Drecksack von Pee-Wee allen Ernstes die Gurke aus dem Einkaufskorb geklaut, während ich die Einkäufe eingeräumt habe.

Freilauf mit Maulkorb

Um es mit einem Satz zu sagen: Pee-Wee ist doof! 

In der Hundeschule hat er die anderen Rüden immer gut im Blick und mittlerweile hat er sich arg auf einen intakten Goldie eingeschossen. Das ist sehr anstrengend.

Dann das erste mal Freilaufmöglichkeit mit anderen Hunden: dafür wurden alle anderen Rüden vom Gelände geschickt. Und was macht der Pivelino? Ignoriert die ganzen Hündinnen und checkt in hoher Erregungslage, ob er irgendwo über den Zaun kommt, um die Rüden zu verfolgen!

Mein Abruf wurde komplett ignoriert. Erst beim zweiten Rufen kam er endlich zu mir, um dann gleich wieder zum Zaun zu rennen, um den erneut auf seine Überwindbarkeit zu überprüfen. Dabei ist er über die zarte Podenca gestolpert, die gerade in einer Ecke nach Mäusen suchte…. und not amused war. Sie hat ihm ordentlich die Meinung gegeigt, was er aber – Erleichterung pur – brav eingesackt hat.

Danach war er ruhig und freundlich und hat sich sofort abrufen lassen , als die Labbi-Chaotin über den Mini-Terrier gewalzt ist und ihr so weh getan hat, dass die Kleine aufschrie, was ihn natürlich gleich auf den Plan gerufen hatte.

Ich war total gestresst, aber Katrin hat mich ganz lieb runtergeholt.

Mannomann: Der Bub ist echt eine Aufgabe! Wie easy das Simbelchen dagegen war….

Schutztrieb….

oder was?

Gestern abend ging es hier richtig rund: nachdem der ansonsten sehr stille und unauffällige Untermieter unseres direkten Nachbars seine Kündigung erhalten hat, ist er total ausgeflippt, hat den Vermieter (einen alten, kranken Mann) bedroht und in seiner Wohnung so um sich geschlagen und getreten, dass ich das Gepolter deutlich hören konnte.

Auf den zittrigen Anruf meines Nachbarn hin konnte ich ihm nur raten, seinen Wohnbereich abzuschließen, die Füße still zu halten, um den Mann nicht weiter zu reizen, und die Polizei zu rufen, sollte er wieder nach unten poltern und ihn erneut bedrohen.

Tatsächlich kam dann auch ca. eine halbe Stunde später die Polizei angefahren, als ich gerade mit Pee-Wee eine kleine Runde um den Block drehte. Bei meiner Rückkehr standen die beiden Beamten mit dem Untermieter im Vorgarten und diskutierten lautstark.

Just in dem Moment, als ich auf meiner Einfahrt im Abstand weniger Meter an der Gruppe vorbeigehen wollte, gab es ein kleines Handgemenge, weil sich der Untermieter auf seinen Vermieter stürzen wollte, der in der Haustür stand. Und Pee-We? Der machte doch glatt einen Satz in die Richtung!

An sich ist der Dicke ja absolut menschenfreundlich, geht offen auf jeden zu, lässt sich selbst von Fremden sofort knuddeln und freut sich über jeden Besuch… allerdings war er ziemlich angespannt, als wir um die Ecke bogen und er die lautstark diskutierende Gruppe im Halbdunkel erblickte. Ich schätze, da kann er den Cane Corso einfach nicht verleugnen. Er hat eine Bedrohung erkannt und reagiert.

Glücklicherweise hatte ich ihn so dicht bei mir, dass ich ihn locker halten konnte…. und die Polizisten waren gerade mit Wichtigerem beschäftigt. 

Btw: Die Diskussion ging noch über eine Stunde. Der Untermieter wurde extrem ausfallend und beleidigend, insbesondere den Beamten gegenüber, die langsam aber sicher die Geduld und jedes Entgegenkommen verloren. Letztendlich wurde Verstärkung gerufen und der Mann mit Handschellen abgeführt. Krass!

Nie und nimmer hätte ich mit so was gerechnet. Aber zumindest bin ich mir jetzt ziemlich sicher, dass Pee-Wee uns mit großer Wahrscheinlichkeit beschützen würde, sollte uns mal jemand bedrohen.

Impfung und Malassezien

Die gestrige Impfung hat Matilda relativ gut weggesteckt: sie war den Rest des Tages nur sehr ruhig und matt, hatte leicht erhöhte Temperatur… aber wenigstens hatte sie keine Schmerzen und keinen Schüttelfrost, wie es uns die ersten Male passiert ist.

Pee-Wee war übrigens auch mit in der Praxis: seine Ohren sind mal wieder regelrecht „explodiert“. 

Die Ohrenentzündung durch einen massiven Hefepilzbefall tritt leider immer wieder auf, da durch die Wucherungen im Ohr das Milieu für die Vermehrung der Malassezien ideal ist. Und immer wenn ich (unter Schwierigkeiten) die Ohren reinige, führt das leider dazu, dass Pee-Wee anfängt, sich hektisch zu schütteln, zu kratzen und zu schubbern, was das Ganze nur verschlimmert.

Ähnliches haben wir ja auch schon mit unserer kleinen Allergikerin Matilda durchgemacht. Bei ihr konnten wir den Kreislauf erst durchbrechen, nachdem wir damit begonnen hatten, ihr Apoquel zu geben – ein Mittel, das aktiv in das Immunsystem eingreift und eine Vielzahl von Zytokinen hemmt, die entzündungsfördernd sind oder eine Rolle bei allergischen Reaktionen und dem damit verbundenen Juckreiz spielen.

So langsam beschlich mich also die vage Ahnung, dass vielleicht auch bei unserem dicken Pee-Wee eine allergische Komponente mit hineinspielt. Dementsprechend erleichtert war ich, dass unsere Tierärztin genau dasselbe vermutet und mir daher vorgeschlagen hat, es auch bei ihm mit dem Apoquel zu versuchen.

Nachdem sein schlimmes Ohr wieder von der Vet „tiefengereinigt“ worden ist, bekommt er ab nächster Woche erst einmal Cortison-Tropfen (Recicort), die ich 1x täglich auf die Ohrmuschel geben soll, um diese dann leicht zu massieren.  Ich soll keinesfalls irgendwas direkt ins Ohr einbringen und es ansonsten komplett in Ruhe lassen….. was Pee-Wee und mir sehr recht ist.

Die Tropfen werden dann langsam immer weiter reduziert. Sobald wir bei einer 1x-wöchentlichen Gabe angelangt sind, soll ich sie ganz absetzen… in der Hoffnung, dass die Tabletten alleine ausreichen.

Wir sind gespannt!

Morty ist wieder bei uns

Endlich ist unser kleines Mädchen wieder zuhause…..

Ich bin so glücklich, diese Urne gefunden zu haben. Sie ist klein, kompakt und einfach schön…. so wie Mortisha.
Außerdem passt die Farbe wunderbar zu ihrer Stromung.

Weiterhin passt die Urne ganz wunderbar, weil sie schon immer Papas Mädchen war und das auch immer bleiben wird. Und der hat als begeisterter Handwerker erst kürzlich genau diese Technik der Holzbearbeitung für sich entdeckt hat….

Impfempfehlung bzgl. Tollwut

Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinär soll „nur das getan werden […], was notwendig ist“.

Sprich: Auch wenn es keine gesetzliche Impfpflicht gibt, sollten Hunde gegen die schwerwiegendsten Erkrankungen jederzeit geschützt sein, also gegen Ansteckende Leberentzündung (HCC), Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Tollwut.

In Anbetracht der Tatsache, dass Deutschland gemäß den Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit seit 2008 offiziell tollwut-frei ist (der letzte Fall eines infizierten Fuchses wurde 2006 dokumentiert), fragt man sich schon seit Jahren, ob es überhaupt notwendig ist, weiterhin flächendeckend gegen diese anzeigepflichtige und gefährliche, weil fast immer tödlich verlaufende Tierseuche zu impfen. Zumal Deutschland  von tollwutfreien Ländern umgeben ist, wenn man einmal von Polen absieht, wo die Tollwut aber genauso erfolgreich bekämpft wird wie hier bei uns – durch die konsequente Impfung von Hunden und Katzen und das Auslegen von Impfködern für Füchse.

Im Grunde kann man sich also nur noch mit der Tollwut anstecken, wenn infizierte Hunde und Katze entgegen eindeutiger Einfuhrbestimmungen nach Deutschland verbracht werden. Seit 1978 sind aber nur ganze 10 Fälle bekannt geworden, in denen infizierte Hunde importiert worden sind (Stand: März 2017).

Die Impfkommission empfiehlt daher die Impfung nur noch bei Risikotieren und bei Tieren, die „innerge- meinschaftlich verbracht“ werden. Hunde und Katzen, die also auf Reisen innerhalb der EU mitgenommen werden, sollten daher regelmäßig gegen Tollwut geimpft und diese Impfung wird dann auch im blauen EU-Heimtierausweis eingetragen. Für Tiere, die im Inland verbleiben und auch nicht ständig mit fremden Tieren zusammen kommen (Ausstellungen, Tierpension, Tierheim) gibt es also keinen vernünftigen Grund, sie regelmäßig weiterzuimpfen.

Herr Dr. med. vet. Rückert fasst das in seine Blog folgendermaßen zusammen:

-Für Hunde (und Katzen), die am grenzüberschreitenden Verkehr teilnehmen oder – nicht zu vergessen – auf Veranstaltungen (Turniere, Ausstellungen) oder auch in Tierpensionen gehen, ändert sich aufgrund der momentanen Gesetzeslage rein gar nichts. Es muss gegen Tollwut grundimmunisiert und in den vorgeschriebenen Intervallen nachgeimpft werden.

-Bei in jungen Jahren grundimmunisierten Hunden, die im Inland bleiben und die auch nicht zu Hundeveranstaltungen oder in Tierpensionen gehen, kann auf eine weitere Auffrischung der Tollwut-Impfung getrost verzichtet werden.

Aber:

Geimpfte Tiere sind jedoch nach der derzeit gültigen Tollwut-Verordnung bessergestellt, da von ihrer Tötung nach einer Exposition mit einem an Tollwut erkrankten Tier oder einem seuchenverdächtigen Tier abgesehen werden kann, während nicht geimpfte Tiere auf jeden Fall getötet werden. Einzig aus diesem Grund wird Tollwut in den Impfempfehlungen weiterhin noch als Core-Komponente weitergeführt.

Quelle: Leitlinie zur Impfung von Kleintieren (Stand 03.03.2017) der StlKo Vet, S. 31

Wir haben uns daher auf den Hinweis unserer Tierärztin hin erst einmal dazu entscheiden, Matilda NICHT erneut gegen Tollwut zu impfen, da wir sowieso nicht verreisen und sie von sich aus ihren Kontakt zu anderen Hunden auf ein Minimum beschränkt. Zudem geht das Risiko, sich durch einen Fuchs oder gar durch eine Fledermaus zu infizieren gen Null.

Die Kleine wurde als Welpe selbstverständlich grundimmunisiert und hat im Alter von 1 Jahr eine Drei-Jahres-Auffrischungsimpfung erhalten. Der Impfschutz hält also auf jeden Fall noch ein paar Jahre vor!

Prolet

Heute morgen sehr früh unterwegs gewesen. So früh, dass uns normalerweise niemand begegnet.

Und dann kam uns ausgerechnet auf einem Wegstück, auf dem man dank „Wildwuchs“ auf beiden Seiten nicht wirklich ausweichen konnte, eine Frau mit großem Rüden  entgegen, der mindestens genauso unentspannt wirkte wie Pee-Wee.

Da wir die beiden früh genug gesehen hatten, konnte ich meinem Dicken noch den MK aufziehen…. und hatte so die nötige Sicherheit, um relativ entspannt weiterzulaufen. Görk mit den Mädels vorneweg.

Die Frau drückte sich ins hohe Gras, nahm ihren Rüden eng und der prollte richtig heftig los! Sofia und Matilda trabten locker weiter und Pee-Wee? Der war zwar not amused und stand kurz vor der Explosion, blieb aber still, als ich ihn ruhig, aber sehr bestimmt an dem Rüden vorbeilotste.

So sehr ich mich zwar immer vor einem Maulkorb gesträubt habe, nun bin ich froh, dass es solche Hilfsmittel gibt, die MIR dabei helfen, kribbelige Situationen zu meistern, ohne unnötige Risiken einzugehen. Und letztendlich hilft das ja auch meinen eigenem Proleten, weil ich nur so wirklich mit ihm üben und arbeiten kann.

Ich habe gerade gelesen….

Bengt Birck, Jojo – Kleiner Hund mit Bärenmut

Leider scheint dieses entzückende Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren nicht mehr produziert zu werden. Wer es (oder eins der anderen Bücher aus der Jojo-Reihe) aber im Modernen Antiquariat entdecken sollte, sollte zugreifen…insbesondere wenn man kleine Kinder in der Familie oder im Freundeskreis hat und Hunde liebt.

Der Auto hat das Buch selber illustriert und ich war bezaubert von den knuffigen Bildern und den vielen liebevollen Details. Aber auch die Geschichte selber hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Genau das, was ich gerade brauche….

Ruhe sanft, Mortisha!

Mortisha
25.07.2005 – 22.05.2018

Das Ende kam so schnell und heftig, dass wir es kaum begreifen können.

Unser Gremlin hat uns verlassen und ich weiss nicht, wie wir uns jemals von diesem Verlust erholen sollen.

Unser Leben mit Morty war vom ersten Augenblick an ein Abenteuer: spannend, aufregend und so manches Mal sehr anstrengend, und doch immer von unerschütterlicher Liebe und Vertrauen und viel Spaß getragen.

Als sie ihren Papa das erste Mal erblickte, war es bei beiden Liebe auf den ersten Blick. Wir werden diesen magischen Moment niemals vergessen.

Dieses winzige Bündel Fell mit den großen Knopfaugen, das sich an uns schmiegte und ihr Leben in unsere Hände gab, hat uns vollkommen verzaubert. Und es war – trotz vieler gesundheitlicher Probleme – eine Freude, unser Leben mit ihr teilen zu dürfen und mitanzusehen, wie sie zu einer großen Persönlichkeit wurde, die genau wusste, was sie wollte…und wie sie es erreichen konnte.

Nach dem Tod ihrer Ziehmama war das Mortadellchen zur Chefin in unserer Hundebande aufgestiegen und hatte alle erstaunlich gut im Griff. Nie hätten wir gedacht, dass unser kleiner Kaspar Hauser mit all seinen Unsicherheiten und dem typischen Größenwahn einer Bulldogge diese Rolle so gut ausfüllen würde. Doch sie war Zeit ihres Lebens immer für eine Überraschung gut gewesen…

Bis zum Schluss.

Das kleine Ömchen war für ihr Alter und ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen so munter und fit, dass wir fest davon ausgingen, demnächst ihren 13. Geburtstag feiern zu dürfen. Doch es hat nicht sollen sein.

Unbemerkt machte sich in ihr der Krebs breit und als wir es bemerkten, war es zu spät.
Der einzige Trost ist, dass sie nicht lange leiden musste und dass sie nun wieder mit all den Sternenhunden zusammen ist, die ihr bereits vorausgegangen sind…vor allem mit ihrer so sehr geliebten „Mama“ Vega und ihrer großen Demona.

Nun müssen WIR irgendwie lernen, ohne unsere kleine Schnufelmaus Mortisha zu leben und klar zu kommen. Auch wenn es uns gerade das Herz zerreisst.

Grazi & Görk
mit Matilda, Sofia und Pee-Wee