Dino und Balisto

Da Dino, der Schäferhund unserer Hundetrainerin, in den Gruppenstunden so gelassen auf Balisto reagiert (er kann auch anders ) , haben wir uns einfach mal wieder privat zu einem Spaziergang getroffen, um zu gucken, wie die Kungs im direkten Kontakt miteinander auskommen…Mit meinen Mädels ist es ja überhaupt kein Problem, wenn man davon absieht, dass Dino Matilda einfach nur klasse findet, die Sympathie aber nicht auf Gegenseitigkeit beruht und die Kleine stinksauer wird, wenn der Bursche mit ihr spielen möchte.

Nun gut…beide Jungs an die Schleppleine und los ging’s. Null Anspannung, die beiden waren vollkommen relaxt und taten so, als ob sie sich seit Ewigkeiten kennen. Dino durfte dann recht schnell in den Freilauf und irgendwann kam dann auch der Maulkorb ab. Wie zu erwarten: no prob.

Wir sind dann gut 2 Stunden rund um die Siegfähre gewandert und durch ein trockenes (na ja…eher matschiges) Flussbett durch, weil auf der Strecke eine Holzbrücke zusammengebrochen und abgesperrt ist. Wir haben uns dann entschlossen, wieder umzukehren und mussten noch mal da durch… da ich keine Lust hatte, von Bali die Böschung runtergezerrt zu werden, ließ ich ihn absitzen, während alle anderen schon mal auf die andere Seite kraxelten und ich dann ebenfalls vorging. Als ich ihn endlich abrief, ist Bali in seiner Begeisterung einfach kopflos losgestürmt, durch’s Flussbett gesprungen, die Böschung wieder rauf….und volle Kanne in Dino reinknallt, den er offenbar komplett übersehen hatte.

Beide Rüden waren so perplex, dass keiner was „gesagt“ hat und einfach weitergedappelt ist, als ob nix gewesen wäre. 

Ich glaube, Dino und Bali werde noch „best buddies“!

Richtige Entscheidung

Was Balisto angeht, so könnten wir nicht glücklicher sein! 

Die Hunde sind zu einem sehr harmonischen Team zusammengewachsen, insbesondere Matilda und er kleben aneinander…und die Kleine hat nun einen zweiten Hund, der ihr die Ohren & Co. abschlabbert. Mich wundert, dass die Öhrchen nicht ganz wund sind.

Stubenreinheit und Alleinbleiben hat er ganz fix gelernt, ebenso seinen Namen. Am Grundgehorsam, insbesondere am Abruf unter Ablenkung, arbeiten wir natürlich noch. Hier ist Schleppleinentraining angesagt, das bei einem sehr aufmerksamen, jagdtriebigen, kräftigen und extrem schnellen Hund so seine Risiken birgt…. aber man ist ja hart im Nehmen und hofft immer nur, dass es keine Zuschauer gibt, wenn man im hohen Bogen einen Abflug macht und recht unelegant den Boden küsst.  

Aber Bali lernt gerne und in der Hundegruppe sind alle ganz begeistert von ihm, wo er alles ultracool mitmacht und mich unverwandt anschaut.

Für mich nach einem Jahr mit Pee-Wee anfangs extrem ungewohnt ist die Tatsache, dass er wirklich komplett verträglich ist, ob groß oder klein, jung oder alt, Männlein oder Weiblein, kastriert oder intakt… er möchte zu allen hin, fiept freudig vor sich hin und sagt (recht aufdringlich) „Hallo“. Dann ist’s aber in den meisten Fällen auch schon gut und er geht weiterstöbern. 

Erstes Spiel

Bisher hat sich Bali durch nichts und niemanden dazu animieren lassen, mit anderen Hunden zu spielen geschweige denn sich mit Spielis zu beschäftigen, obwohl Sofia regelmäßig ihre Spielzeugkiste ausräumt und ihm zeigt, wieviel Spaß man haben kann.

Von daher waren wir positiv überrascht, als er sich heute tatsächlich mal selber einen Knauknoten aus der Kiste geholt hat, ein bissel darauf rumkaute und ihm auch mal hinterhersprang!

Schleppleinentraining

Glücklicherweise hatten wir für Pee-Wee eine extralange und stabile Schleppleie anfertigen lassen…die kommt uns jetzt bei Balistos Training zugute, der zwar im Nahbereich (Führleine in der Hundeschule und zuhause) super auf uns achtet, uns aber draußen komplett ausblendet.  Es zieht ihn nur nach vorne, er ist an allem interessiert, sieht und riecht alles….. und denkt nicht mal im Traum daran, sich mal nach uns umzuschauen. *grmpf*

Nun gut, das kommt noch. Wir üben weiterhin, auch wenn es nicht immer einfach ist.

Heute morgen hat’s mir ein Bein weggerissen und ich bin voll hingeknallt… glücklicherweise bin ich relativ weich auf meinem dicken Hintern im Matsch gelandet. *lach*

Schleppleinen und jagende, extrem schnelle Hunde sind halt eine schlechte Kombination.

 

Ein Herz und eine Seele

Balisto ist mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unserer Familie und wir freuen uns jeden Tag zu sehen, wie „dicke“ alle Hunde miteinander sind.

Matilda gestattet es Bali nun auch, sie abzuschlabbern und ihre Öhrchen zu putzen…fordert das auch oft regelrecht ein. Aber auch Sofia genießt die Nähe ihres neuen Kumpels. 

 

Kanarienvogel

Mit Bali läuft es wirklich toll!

Der junge Mann freut sich über jeden Hund, den er sieht, piepst dann wie ein Kanarienvogel und möchte unbedingt „Hallo“ sagen….dann ist es aber auch schon gut und er kann sich wieder „Wichtigerem“ widmen (sprich: weiterlaufen und Gegend nach Wild abscannen).

Ob groß oder klein, Männlein oder Weiblein, intakt oder kastriert. Bali findet alle nett und reagiert selbst bei angespannten Rüden absolut gelassen. Er fängt definitiv keinen Streit an…. man muss halt gucken, wie und ob er reagiert, wenn er mal blöd angemacht wird.

Heute ist Bali übrigens das erste Mal eine Stunde (also mit den Mädels) alleine geblieben. Görk hat von Arbeit aus via Webcam beobachtet, was er gemacht hat, als ich aus dem Haus bin und hat gleich erleichtert entwarnt: Alles prima, hat kurz geguckt und sich dann zu den Mädchen gelegt. Zwischendurch mal aus dem Fenster geguckt und dann gleich wieder hingelegt.

Es läuft…

Es wird immer besser mit Matilda und Balisto. Das einzige „Problem“ ist, dass der arme Kerl die Kleine nicht richtig einschätzen kann bzw. noch nicht einschätzen kann, wie intensiv der Kontakt sein darf.

Das kleine Teufelchen lebt ja nach dem Motto: „Ich darf alles, die anderen dürfen nix… wenn ich es nicht gnädigerweise erlaube“. Sprich: Matilda nimmt sich alle Freiheiten raus, aber wenn sie dann gut gelaunt um Balisto rumhüpft und er einen Ticken zu intensiv an ihr schnuppert oder – oh Graus! – sogar an ihrem Ohr schleckt (das darf offenbar nur Sofia), grantelt sie ihn an.

Da wundert es dann nicht, dass er auch mal brummt, wenn er irgendwo entspannt liegt und Matilda einfach ihr Schnütchen unter seine Lefzen schiebt….

Vorhin hat ER sich aber mal vorsichtig dazugelegt und sie hat nicht gemeckert.