Spielstunde

Als Verstärkung war heute auch Matilda mit in der Hundeschule…. allerdings spielt sie nicht mit anderen Hunden. Dafür hat sie dann ausnahmsweise mal ein Bällchen bekommen.

kritische Umstellungsphase

Das rezeptpflichtige Diabetikerfutter ist vor ein paar Tagen angekommen und Simba hat die schlagartige Futterumstellung glücklicherweise super vertragen. Auch das Cortison (Minimalstdosis) hat zu keinen unangenehmen Nebenwirkungen geführt und Simba geht es soweit auch gut…. allerdings befürchte ich, dass sein Körper die Umstellung doch nicht reibungslos weggesteckt hat:

Heute mussten wir unseren frühmorgendlichen Spaziergang nämlich nach nicht mal 50 m abbrechen. Der Bub wollte nicht laufen, blieb immer wieder stehen und schaute demonstrativ zurück. Tatsächlich fing er kurz darauf an, im Kopfbereich zu zucken. 

Also Traubenzucker gegeben und ein paar Minuten gewartet, bis er sich beruhigt hatte… dann sind wir im Schneckentempo zurück. Nach dieser Anstrengung fing er gleich wieder an zu zucken, also habe ich ihm noch einmal etwas Traubenzucker gegeben.

Während wir also unglücklich neben dem Auto standen, kam eine Frau mit pöbelndem Labbi vorbei. Doch Simba stand so neben sich, dass er sich nicht einmal umgeschaut hat, und nur froh war, als er endlich wieder im Auto lag und sich ausruhen konnte.

Im Garten

Bestätigung

Der Befund kam gerade per mail.

Zitat:

„Der Insulinwert ist im Normalbereich. Dieses ist allerdings für einen Hund mit starker Unterzuckerung (Hypoglykämie) dennoch nicht normal und „zu hoch“. Es unterstützt somit demnach die Diagnose Insulinom. (Bei einem normalen Hund mit Unterzuckerung sollte der Wert niedrig oder im tiefen Normalbereich liegen).“

Bei Simba lag der Wert genau genommen im hohen Normalbereich.

Nach sofortiger Rücksprache mit unserer Tierärztin schleichen wir nun das Pexion (Antiepileptikum) aus und beginnen morgen mit einer niedrigen Dosis Cortison. Zusätzlich wird auf ein Diabetiker-Futter umgestellt.

Unter dem Cortison werden wir dann recht engmaschig den Blutzucker kontrollieren, um eine Feinabstimmung hinzubekommen. Dafür bekommen wir demnächst ein Glukometer für Hunde mit, um das selber machen zu können.

Ach ja, da Simbas Insulinwerte noch vergleichsweise niedrig sind, klang die TA vorhin wieder etwas zuversichtlicher: wenn man sich den Verlauf der Symptomatik anschaut, muss das Ganze schon mehr als ein Jahr voranschreiten muss…. da es aber so untypisch langsam schlimmer wird, macht das Hoffnung und sie geht nicht davon aus, dass unser Dicker in zwei Monaten nicht mehr da ist (auch wenn sie das natürlich nicht ausschließen kann).

Wir haben beschlossen, nun genauso optimistisch zu sein!

Termin in Hofheim

Heute morgen um 5:30 Uhr sind wir losgefahren, um – vor dem Berufsverkehr auf der A3 – in aller Ruhe nach Hofheim in die Tierklinik zu fahren. Dank des stetig zunehmenden Verkehrs  ab 7:00 Uhr und blöder Baustellen kurz vor dem Ziel, habe ich mich natürlich doch noch verfranst…und war dann völlig aus dem Konzept, weil die Gegend, in die mich das Navi lotste, völlig anders aussah als in meiner Erinnerung.

Wundert aber auch nicht: man hat den alten Standort inmitten eines Wohngebietes aufgegeben und eine große, neue, ultramoderne und luxuriöse Tierklinik in Autobahnnähe errichtet, die vor knapp einem Jahr eröffnet worden ist!

Als wir endlich dran waren, erfolgte bei dem Onkologen und Internisten erst einmal eine gründliche Anamnese und der Mann meinte sofort, dass die Verdachtsdiagnose unserer Haus-TA plausibel klingt. Um Gewissheit zu bekommen, haben wir Simba wieder Blut abgenommen, um den Glukose-Insulin-Spiegel zu vergleichen (Fasten-Test). Dieser Test kann ab einem Blutzuckerspiegel unter 60 gemacht werden, Simba hatte 59. Ergebnis sollte in 2-3 Tagen da sein.

Wir haben von weiterer Feindiagnostik Abstand genommen: Röntgen und Ultraschall sind nutzlos. CT (kostet in Hofheim bei einem Hund von Simbas Größe mittlerweile schlappe 750 €) bringt im Grund nur was, wenn man bereit ist, anschließend zu operieren und den Primärtumor zu entfernen… in der Hoffnung damit etwas Zeit zu gewinnen.

Eine solche OP ist aber hochriskant: sollte der Hund nicht auf dem Tisch liegen bleiben, ist – laut dem Spezialisten – mit (schmerzhaften und langwierigen) Bauchspeicheldrüsenentzündungen sowie weiteren Komplikationen zu rechnen.

Da Insulinome fast immer bösartig sind und sehr schnell breit streuen, ist weiterhin davon auszugehen, dass bereits „überall“ Micrometastasen sitzen.

Ich habe das vor Ort noch telefonisch mit meinem Mann durchgesprochen: die Kosten wären uns egal, aber uns ist die verbliebene Lebensqualität (die bei Simba derzeit noch recht hoch ist) am wichtigsten. Wir möchten keinesfalls durch eine OP etwas Schlimmes „aktivieren“. Unsere Haus-TA ist da übrigens ganz bei uns und hätte genauso entschieden.

Sollte der Befund positiv sein – womit laut Hofheim zu rechnen ist – bleibt also nur eine symptomatische Therapie…. Fütterungsumstellung (machen wir bereits), Cortison (bei DCM eigentlich kontraindiziert) und gegebenenfalls ein Medikament, um die Insulinausschüttung zu dämpfen. Keine Anstrengungen mehr und im Notfall Traubenzuckergabe.

Es gibt wohl nur sehr wenige und kleine Studien zu dieser Erkrankung. Man rechnet damit, dass einem Hund mit Insulinom 8 – 15 Monate bleiben. Unsere TA geht davon aus, dass das schon seit mindestens 6 – 9 Monaten in ihm schlummert….

Da ich gerade mit ihr besprochen habe, was die Folgen letztendlich sind und woran wir erkennen, wann das Ende kommt, bin ich jetzt erst mal völlig fertig und komme aus dem Heulen nicht raus.

Aber es nutzt ja nix: sollte in ein paar Tagen die Bestätigung kommen, können wir nur noch gucken, dass wir das Beste draus machen. Wichtig ist, dass man den Hund sehr genau beobachtet und entgegenwirkt, sobald man merkt, dass eine Zuckerkrise bevorsteht.

Immer auf die Kleinen

Endlich haben wir es mal wieder geschafft, zur Hundeschule zu fahren: wir sind frühzeitig los, um halbwegs stressfrei das letzte Wegstück zu Fuß hinzubekommen. Aufgrund des angenehmen Wetters war natürlich auf den Feldwegen relativ viel los und Sofis Stresslevel dementsprechend groß, doch konnte sie glücklicherweise relativ schnell entspannen, als sie im „sicheren Hafen“ angekommen war.

Das kleine Terriermädel namens Lotte, auf dem alle „rumhacken“, ist übrigens eine kleine toughe Maus und lässt sich nicht ernsthaft von den Großen beeindrucken, sondern hat einen Riesenspaß daran, wie eine Irre rumzuflitzen und alle aufzudrehen!

Termin verschoben

Der morgige Termin beim Internisten wurde gerade kurzfristig verschoben, weil dem Vet was Wichtiges dazwischengekommen ist. Nächster möglicher Termin in zwei Wochen.

Das ist unserer Haus-TA definitiv zu spät: sie will das fix abgeklärt wissen. Also habe ich angefangen rumzutelefonieren. Der zweite Kölner Internist hat jedoch eine Vorlaufzeit von 6 – 8 WOCHEN! Das nimmt ja Ausmaße an wie bei Fachärzten und Kassenpatienten im Humanbereich.

Wir hatten aber Glück und haben für nächste Woche Dienstag einen Termin in Hofheim bekommen…und das sogar bei genau dem richtigen Vet, der nämlich sowohl Internist als auch Onkologe ist.