Sofia in der Hundeschule

Da Pee-Wee keinen Maulkorb tragen kann, solange die Wundnähte am Kopf nicht komplett verheilt sind, durfte mich Sofia heute ins Offene Training begleiten.

Aufgrund des schwül-warmen Wetters war es uns allen ganz recht, dass viele Ablage-Übungen gemacht wurden und wir uns nicht viel bewegen mussten.

In der Spielrunde fehlte es Sofia dann auch an der Energie, die ganze Zeit mitzutoben. Sie hat sich dann lieber im Schatten ins kühle Gras gelegt und die anderen machen lassen…

 

Comfy Cone

Diese Halskrause ist echt super und für die meisten Hunde deutlich angenehmer zu tragen als die starren „Plastik-Satllitenschüsseln“, obwohl sie nicht durchsichtig ist und dadurch die Sicht etwas mehr einschränkt.

Dieser kleine Nachteil, den zumindest Pee-Wee nicht als solchen betrachtet, wird durch das Material (robustes, aber flexibles Nylon) wett gemacht, das angenehm weich ist und nachgibt, so dass der Patient sich gemütlich hinlegen kann. Trotzdem ist es durch die Verstrebungen so fest, dass der Kragen vom Hund nicht einfach umgeklappt werden kann.

Ein verlässlicher Leck- und Kratzschutz ist also gewährleistet….wenn man nicht gerade einen Houdini hat und den unbeaufsichtigt lässt.  

Auch für menschliche und tierische Mitbewohner ist der Comfy Cone sehr angenehm: es ist schon ein großer Unterschied, ob man eine steife Plastikkante irgendwo gegengerammt bekommt oder einen abgepolsterten Nylonrand. Unsere Mädels (selbst unsere ängstliche Sofi) haben nichts dagegen, wenn der Dicke sich zu ihnen legt…und kuscheln sich manchmal sogar selber an ihn an.

Ein weiterer Vorteil sind – für den Menschen – die weichen Kanten, die verhindern, dass der Hund Wände, Türrahmen und Möbel verschrammt. Außerdem kann das Material nicht nur feucht abgewischt, sondern sogar im Schonwaschgang in die Waschmaschine gesteckt werden, bevor man es platzsparend zusammenfalten und verstauen kann.
Wir sind also mega-zufrieden! 

Oma und Opa zu Besuch

Meine Eltern LIEBEN unsere Wauzis…. und sind – wie zu erwarten – auch von unserem Neuzugang total begeistert, der zu Menschen ja grundsätzlich ausgesprochen nett ist. Bei den beiden hat er sich aber mal wieder mächtig ins Zeug gelegt und sprühte nur so vor Charme!

Ok… er hat natürlich gehofft, dass beim Grillen auch was für ihn abfällt. 
Matilda weiss sich – unter meinem strengen Blick  – dann doch besser zu benehmen.

Ich habe gerade gelesen….

Richard F. Stratton, Die Wahrheit über den American Pitbull Terrier

Genau genommen habe ich VERSUCHT, dieses Buch zu lesen, da ich mich für solche „starken Rassen“ interessiere und mich in meiner Tierschutzarbeit für sie einsetze…

Erwartet hatte ich ein Buch aus einem seriösen Verlag, das die Entstehungsgeschichte der Rasse erläutert, die Vorzüge dieser tollen Hunde aufzeigt und dabei hilft, Vorurteile auszuräumen.

Letztendlich habe ich mich durch knapp 130 Seiten gequält, um es dann schließlich angewidert wegzulegen!

So sehr ich den Verleger Herrn Dr. Fleig und sein Engagement FÜR Hunde und bestimmte Rassen auch schätze: seine Übersetzung ist eine Zumutung und für mich als „studierte Anglistin“ einfach unerträglich.

Viel schlimmer wiegt jedoch der Grundtenor, der dem Buch zugrunde liegt: Hundekämpfe werden glorifiziert, die „Gameness“ eines Pitbulls als Qualitätsmerkmal wird betont, schlechte Haltungsbedingungen werden als normal betrachtet. So sieht man auf den Fotos auch fast nur Hunde, die an dicken, schweren Ketten hängen.

Im Vorwort erläutert Herr Dr. Fleig, warum er dieses Buch für wichtig erachtet… leider kann ich kein einziges Argument nachvollziehen.

Mich wundert daher nicht, dass der VHD (Verband für das Deutsche Hundewesen) damals versucht hat, die Veröffentlichung dieses Schundes zu verhindern…. sich aber letztendlich nach einem gerichtlichen Vergleich damit begnügen musste, dass jedem Exemplar eine Stellungnahme des VDH  beigelegt werden musste, die detailliert auflistet, warum man mit dem Inhalt des Buches nicht einverstanden ist und seine Veröffentlichung für „falsch und kontraproduktiv“ hält.

Ich möchte so weit gehen zu sagen, dass das Buch das Papier nicht wert ist, auf dem es geschrieben ist.

Schade.

Runderneuerung

Obwohl wir ziemlichen Bammel vor der Komplett-OP hatten, musste sie sein: Kastration, Korrektur des Entropiums links, Entfernung der Warze hinter dem rechten Auge (die blutete nämlich heftigst, als er sie sich mal aufgeschubbert hatte), erneute Tiefenreinigung des rechten Ohrs sowie Zahnsteinentfernung).

Glücklicherweise ist der Comfy Cone (Leihgabe von Astrid) gerade noch rechtzeitig vor dem Eingriff angekommen, die OP selber ist komplikationslos verlaufen und ich durfte schon in der Aufwachphase bei Pee-Wee sein:

Der Bub war zwar bis um ca. 13:00 recht wacklig auf den Beinen und unruhig, doch das hat sich gebessert, nachdem er sich 1x übergeben und endlich gepieselt hatte. Dank Infusion war die Blase schließlich prall gefüllt. 

Danach wollte Pee-Wee dauernd wedelnd und gut gelaunt durch den Garten traben, war sehr interessiert an allem, was die Nachbarn gemacht haben… und wollte ständig – ich schwöre! – mit Absicht frontal in Büsche & Co reinlaufen, … ich bin also dauernd mitgetrabt und habe dafür gesorgt, dass er sich die Fäden am Auge nicht abgefetzt hat.  SEHR anstrengend.

Trinken und Fressen ist mit dem Comfy Cone auch nicht so einfach. Der muss aber jederzeit dranbleiben, weil Pee-Wee einfach ein Berserker ist: der ist gestern mehrmals von der Couch gepoltert, sobald ich mich mal weggeschlichen habe, als er – wie ich glaubte – tief und fest schlief (wollte wenistens ein bisschen im Haushalt machen … Pustekuchen!) und hat dann schließlich im Garten eine Hummel gejagt. 

Das rechte Augenlid ist heftig angeschwollen… und suppt noch etwas Wundflüssigkeit. Die Wundnaht hinter dem rechten Auge sieht toll aus und auch am Hodensack ist nichts geschwollen. Er setzt sich auch problemlos auf meinen Schoß und da unten scheint ihn nichts zu stören.

Heute nacht habe ich kaum ein Auge zubekommen, weil ich sofort hellwach war, sobald er sich bewegt hat. Die erste Stunde hat er bei uns im Bett geschlafen, danach war ihm wohl zu warm und er ist in sein Hundebett an meinem Fußende, so dass ich ihm bei jedem Umlegen gleich die Hand auf den Rücken legen konnte, bis er wieder ruhig schlief.

Vorhin waren wir schon im Garten, um 7:00 gibt es Futter, Schmerzmittel und Antibiotikum.

Hoffentlich wird der heutige Tag ruhiger…

Neuer Zaun

Die Arbeiten am neuen Zaun haben begonnen: da selbst einfache Sichtschutzzäune in entsprechender Höhe schon recht teuer sind, baut mein Göttergatte ihn jetzt komplett selber.

Pfoten und Bretter werden mit der Shou-Sugi-Ban-Technik behandelt, sprich: Durch Verkohlen der äußeren Holzschicht wird das Material konserviert, indem die Kohle einen natürlichen Schutz gegen Fäulnis, Pilze und Ungeziefer bildet.

Sieht toll aus… und die Arbeit macht wahrscheinlich jedem Mann Freude!

chic & scharf

Obwohl kein passender Maulkorb bei der Auswahl dabei war, die mir chic & scharf zugeschickt hatte, an dieser Stelle ein ganz dickes Lob für die kompetente Hilfe, das Entgegenkommen und den großartigen Service dieses Online-Shops!

Ich war von der riesigen Auswahl an Maulkörben geradezu erschlagen und der Betreiber des Shops hat sich am Telefon viel Zeit für mich und mein Anliegen genommen. Die MK-Auswahl (rund ein Dutzend) war fix da und ich konnte hier in aller Ruhe „am lebenden Objekt“ anprobieren.

Leider passte nur der Chopo (Größe Pitbull-Rüde). Und an sich gefällt mir dieser MK von der Form und Farbe her am besten, zumal er auch von allen Maulkörben, die ich hier mittlerweile begutachten konnte, am besten abgepolstert ist. Allerdings hat dieses Model weder Stirnriemen noch Halsbandschlaufe und wird durch die seitlichen Streben stabilisiert. So wie ich meinen Dicken aber kenne, würde er den MK recht schnell abstreifen (gelingt ihm beim Halti auch) und so habe ich mich letztendlich für zwei andere Maulkörbe entschieden.

Von daher musste ich chic & scharf also das komplette Paket wieder zurückschicken.

An sich hatte ich erwartet, dass ich nun nicht nur das Porto bezahlen müsste,  sondern auch einen Pauschalbetrag für den (auch noch vergeblichen) Arbeitsaufwand. Doch davon wollte man nichts wissen. Sobald das Paket wohlbehalten dort ankommt, muss ich nur die Portokosten erstatten.

DAS nenne ich mal Service!

Ach ja, entschieden haben wir uns letztendlich für einen Baskerville Ultra Muzzle Größe 5, den ich allerdings recht stark weiten musste. Und für einen Julius K9-Drahtmaulkorb (Größe Rottweiler-Hündin).

Spaziergang mit anschließender Beratung

Die Kölner waren so lieb, nach Bonn zu düsen, um mir bei meinem Maulkorbauswahlproblem zu helfen. Schließlich haben sie selber 2 Hunde, die den Großteil der Zeit mit MK geführt werden müssen und wissen daher, wie so ein Teil sitzen muss, um sicher zu sein UND den Hund nicht allzu sehr zu stören.

Vorher ging es aber mit den Wauzis an die Sieg. Ich habe allerdings vorsichtshalber Pee-Wee zuhause gelassen und Oma Mortisha durfte auch bei ihrem Papa bleiben, weil es für sie zu warm war.

Sofia und Matilda haben sich aber sehr über die Kölner Hundebande gefreut. Flip hat erfreulicherweise so toll auf die Kleine reagiert, obwohl er sie heute erst zum zweiten Mal gesehen hat, dass er relativ schnell den Maulkorb abgenommen bekommen konnte.

Das bedeutete aber, dass ich mich nicht mehr hinter die Kamera klemmen konnte, da wir nun verstärkt aufpassen mussten…. und zwar nicht nur weil es immer wieder fremde Hunde gab, die zu nah kamen, sondern auch weil Matilda größeren Hunden, die sie nicht so gut kennt, Bescheid sagt, wo der Hammer ihrer Meinung nach hängt…und Flip sich das nicht gefallen lassen würde. 

Nach dem Spaziergang ging es zu uns nach Hause. Da es für die Kölner Wauzis zu warm war, um im Auto zu bleiben, wir die acht Vierbeiner aber nicht zusammen lassen konnten, haben wir schnell im 1.Stock alles „krötensicher“ gemacht. Schließlich ist die Kleine blind und sollte sich – neugierig wie sie ist – bei ihren unbeaufsichtigten Erkundungstouren nicht weh tun.

Als dann alle mit Wasser, Spielzeug und gemütlichen Liegeplätzen versorgt waren, konnten Claudia & Sandra dann endlich bei Kaffee und Kuchen unseren Peewel kennenlernen, der Menschen ja toll findet und sich von seiner allerbesten Seite gezeigt hat.

Dann begann auch schon die „Modeshow“: der supergeduldige Pee-Wee bekam einen MK nach dem anderen aufgezogen und die beiden Mädels kommentierten den Sitz und erklärten mir die Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle. Das war mir wirklich eine unglaubliche Hilfe.