Endlich wieder Hundeschule!

So langsam wurde es bitter nötig, weil Pee-Wee bei Sichtkontakt fremder Hunde zunehmend schwieriger zu führen wurde. Aufgrund der Temperaturen waren wir ja wochenlang so früh unterwegs (zwischen 5:30 und 5:45 Uhr), dass wir nie jemanden getroffen haben. Dementsprechend „entwöhnt“ war der Dicke und geriet in helle Aufregung, wenn er denn mal andere Hunde sah.

Als er vergangenen Dienstag merkte, wohin es ging, war die freudige Erregung groß, aber er blieb sehr gut ansprechbar. Besonders gefreut hat mich, dass er bereits öfter dort getroffene Hündinnen wiedererkannte und in ihrer unmittelbaren Nähe ruhig blieb. Insbesondere die Labbi-Hündin Lea hat es ihm ja angetan und es dauerte keine Minute, bis er freundlich „Hallo“ sagen konnte und an ihrer Seite entspannte.

Die Aufregung stieg aber wieder, je mehr fremde Hunde (insbesondere Rüden) den Platz betraten und ich hatte ordentlich zu tun, um mein Powerpaket zu halten. Aber aufgeben gilt nicht und so haben wir uns tapfer durch alle Übungen gekämpft, zumal wir genau das trainiert haben, woran es bei uns hapert: frontale Begegnungen.

Erfreulicherweise haben diese Übungen sofort Früchte getragen: als wir heute morgen unterwegs waren und uns ein alter Bekannter mit seinem sehr großen und recht unleidlichen (aber ruhigen) Labbi-Mix entgegenkam, nahm ich auch Sofia an die Leine, nahm Pee-Wee kurz, packte ihm vorsichtshalber den Maulkorb drauf, wich 2 m auf einen Acker aus, setzte Matilda neben mir ab und versuchte locker zu bleiben, indem ich meinen Großen freudig ansprach.

Und tatsächlich! Mann und Hund konnten in aller Seelenruhe an uns vorbeispazieren, ohne das Pee-Wee (und Sofia nur kurz) in die Leine knallte, blieben dann sogar in einiger Entfernung stehen, so dass wir uns kurz unterhalten konnten und als wir dann in entgegengesetzten Richtungen weitergingen, gab es KEIN Fiepkonzert, kein Springen, Rumwirbeln oder sonstiges. *erleichtert aufseufz*

Der Dicke muss einfach nur im Training bleiben und regelmäßig Hunde sehen und in seiner Nähe ertragen, dann bekommen wir das hin. Nun muss das Wetter nur noch mitspielen, so dass wir wieder regelmäßig in die Hundeschule gehen können.

Das war knapp!

Nachdem es viel zu lange viel zu trocken war, hat es endlich mal geregnet…. was Sofia auch nicht recht war. 

Da es heute morgen wirklich in Strömen regnete, wollte die Prinzessin partout nicht aus dem Auto aussteigen. Dass alle anderen schon draußen standen und pitschnass wurden, störte sie nicht im Geringsten. Nein. Sie stand im Trockenen und wollte, dass es so blieb. 

Während ich mich also bemühte, sie mit einer Engelsruhe aus dem Wagen zu bugsieren und mich dabei komplett auf den kleinen Sturkopf konzentrierte, achtete ich nicht mehr auf meine Umgebung… was übelst hätte in die Hose gehen können, da Pee-Wee zwar an der kurzen Leine war, aber keinen Maulkorb aufhatte. Und just in diesem Augenblick joggte ein Bekannter mit seinem Labrador-Rüden an uns vorbei!

Mein Glück war nur, dass Pee-Wee die beiden ebenfalls nicht hatte kommen sehen, weil auch er zu Sofia schaute, und dementsprechend verzögert reagierte, so dass Findus schon an uns vorbeigelaufen war. Ich hatte quasi zeitgleich etwas aus den Augenwinkeln wahrgenommen und intuitiv fester zugepackt, so dass mein Rüpel nicht durchstarten konnte.

Es gab einen ordentlichen Ruck. Mein Puls schnellte in Sekundenbruchteilen in die Höhe, das Herz raste und mir stockte der Atem. Aber ich stand fest und sicher…. und da bog Findus schon um die Ecke und verschwand außer Sichtweite. Hapuuuh!

So eine Nachlässigkeit darf mir never ever wieder passieren. Nicht auszudenken, was da alles hätte passieren können!

 

Heiße Hündin

Matilda ist endlich läufig und hüpft doch recht „aufreizend“ um Pee-Wee rum. Noch hält er sich tapfer, aber ich denke, ich werde die beiden – Kastration hin oder her – dann doch lieber trennen, wenn ich zur Arbeit fahre. 

Bin wirklich gespannt, ob der Dicke sich zusammenreissen kann. Simba war glücklicherweise relativ pflegeleicht in dieser Beziehung, auch wenn wir bei Matildas zweiter Läufigkeit wirklich alles verrammeln und sehr streng werden mussten. Aber danach schien er verstanden zu haben, dass sich die Aufregung nicht lohnt.

Ich habe gerade gelesen…

Dieter Fleig, Staffordshire Bull Terrier

Dieses wirklich tolle kleine Buch über den StaffBull ist leider nur noch antiquarisch zu bekommen, würde ich aber jedem empfehlen, der sich für“Kampfschmuser“ interessiert.

Der bekannte Kynologe hat lange Jahre selber Bullterrier (und Bullmastiffs) gezüchtet, hat  sich auch in ihrem Heimatland umfassend informiert und auf Spurensuche gemacht… und hat sich sehr für einen besseren Ruf der als Kampfhunde verschrieenen Rassen eingesetzt.

In seinem Buch geht er wirklich detailliert und mit vielen hochinteressanten historischen Zeugnissen auf die Entstehungsgeschichte der Rasse ein, erläutert den sich im Laufe der Jahrzehnte verändernden Rassestandard, hebt den tollen Charakter dieser Hunde hervor und betrachtet sehr kritisch die Entwicklungen in der Zucht. Abschließend gibt er ganz konkrete praktische Tipps rund um den Kauf und die Haltung eines StaffBulls.

Ein rundum gelungenes Rasseporträt!

Hitzewelle

Nachdem wir hier seit gut 2 Wochen kontinuierlich über 30 °C haben, haben sich die Wände dermaßen aufgeheizt, dass das Haus auch über Nacht nicht runterkühlt, aus den Leitungen lauwarmes Wasser kommt und wir hier tagsüber trotz Ventilator und Kühlmaßnahmen immer um die 26 °C haben. Das schlaucht. Nicht nur uns Menschen, sondern auch die Hunde.

Pee-Wee genießt die Hitze zwar und legt sich sogar freiwillig in die Sonne, rührt sich ansonsten aber kaum. Am schlechtesten von den Dreien kommt Sofia zurecht. Die war so platt, dass ich irgendwann die Kühlhalsbänder ausgepackt und diese den Hunden sogar tagsüber zuhause angezogen habe. Damit geht es deutlich besser.

Wasser steht natürlich immer ausreichend zur Verfügung. Auch draußen im Garten für Vögel, Igel und Insekten (oder eine mutige Katze) und draußen im Schatten auf der Einfahrt für Freigänger und Hunde, die bei der Hitze spazieren geführt werden.

Wir haben unseren Morgenspaziergang auf 5:30 Uhr verlegt, wenn es noch so frisch ist, dass Wauzis auch mal rennen und spielen. Idealerweise am Wasser, wobei Sieg und Rhein mittlerweile recht wenig Wasser führen. Hin und wieder versuche ich gegen 22:00 Uhr noch eine Runde mit Matilda zu laufen…. bisher hechelte sie aber schon nach wenigen Minuten so stark, dass ich darauf verzichtet habe, auch die Großen noch mal „rauszuwerfen“.

Je weniger man sich bewegt, desto besser…

Neuer Hunde-Aufkleber

Im Zuge der Restaurierung meines Hundeautos (ist jetzt ganz offiziell ein Oldtimer), musste ich mich leider von meiner hinteren Doppeltür verabschieden…. und wir haben nirgends eine neue gefunden. *schnüff*

In Dänemark hat unser Mechaniker dann wenigsten eine „einfache“ Hecktür gefunden, für die das Reserverad aber auf Dauer zu schwer ist. Also hätte theoretisch auch die Reserveradaufhängung entfernt werden können. Und damit mein Aufkleber. Das ging ja gar nicht!

Nun gut… da ich nach der kompletten Lackierung eh wieder neue Aufkleber (wie die Schriftzüge der MVH und KVH) bestellen musste…und mein aktuelles Trio nicht drauf war, habe ich bei Kunterhund einen komplett neuen Aufkleber in Auftrag gegeben.

Eigentlich wollte ich nur alle Namen meiner Wauzis drauf haben, sowohl von den Sternenhunden als auch meinen drei Chaoten. Aber Claudia hatte eine viiiiel bessere Idee.

Sieht das nicht toll aus?

Ende des Ohrendramas

Wir haben die chronische Ohrenentzündung von Pee-Wee tatsächlich in den Griff bekommen… mit dem Apoquel. Damit ist „bewiesen“, dass diese elende Geschichte tatsächlich eine allergische Komponente hatte.

Wir freuen uns riesig, auch wenn das natürlich bedeutet, dass er uns – zusammen mit den Schmerzmitteln – täglich über 2 € nur an Medis kostet.

Leider hört man immer wieder, dass einigen Hundehaltern die Kosten für dieses Medikament zu hoch sind und sie dann lieber in Kauf nehmen, dass ihr Vierbeiner sich ständig juckt und kratzt. Für mich als Nerodermitikerin eine absolute Horrorvorstellung!

End BSL – Global Run Köln 2018

Leider ist mal wieder in der Presse wenig über die gestrige Veranstaltung zu lesen gewesen und auch die Teilnehmerzahl war nicht berauschend (ca. 350 – 400 Leute), was aber sicher mit den Temperaturen, dem Ferienbeginn in NRW tags zuvor, dem WM-Spiel und so einiger Krankmeldungen (auch bei den Standbetreibern) zu tun hatte. Wer aber gekommen ist, war mit ganzem Herzblut dabei und so haben Teilnehmer und Hunde durch die Bank weg bei der Polizei, den Kölnern und den Touris aus aller Herren Länder einen super Eindruck hinterlassen!

Meine Eltern hatten sich sehr auf die Demo gefreut…da haben sie sich auch nicht davon abhalten lassen, dass mein Papa eine Woche zuvor nachts gestürzt ist und eine üble Rippenprellung hatte…und dass meine Mama wegen einer leichten Lungenentzündung bis oben hin mit Antibiotika vollgestopft war.

Ich habe sie nur mal ganz kurz alleine gelassen und wo finde ich sie?
Natürlich bei einem Bullterrier! 

Folgende Vereine und Hundeshops waren mit dabei und haben mit einer freiwilligen Spende statt einer festgelegten Standgebühr für die Kostendeckung des Global Runs gesorgt:

Kunterhund (kürzlich von Sandra & Claudia übernommen), Animals United, Birkenhof (Freizeitzentrum für behinderte Menschen mit Huskies), 2nd-Hand-Tiere, TSV StädteRegion Aachen, Listenhunde-Nothilfe, PAWU (Protect Animals with us), TSV Groß-Essen, Feelgoodpet, SoKa Run e.V., Pit Staff Köln, Pit Staff Rhein-Main, Ruhrpott-Bullis, Tiertafel Rhein-Erft, IG gegen Rasselisten und FairDog Deutschland.

Als sich der Heumarkt so langsam füllte, gab es für Menschen und Hunde reichlich Möglichkeiten, einfach mal „Hallo“ zu sagen…. und für mich zu fotografieren. 

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Alexandra Ronsiek (Organisatorin von Hund ist Hund) übernahm Simone Sombecki (Tiere suchen ein Zuhause – WDR) die Moderation der Veranstaltung. Halbwegs pünktlich startete dann auch der – aufgrund der Hitze – recht kurz gehaltene Protestmarsch durch die Kölner Altstadt, glücklicherweise größtenteils über schattige Straßen.

Bei den „Protesthunden“ war wirklich alles dabei: von jung bis alt, von elegant bis tollpatschig, von wuschelig bis nackig, von winzig bis riesig. Mit von der Partie waren jede Menge Bullterrier, große und kleine Bulldoggen sowie andere Bollerköppe, „gelbe“ Hunde, die gerne etwas mehr Abstand haben wollten und dank farbiger Schleifen oder Halstücher auch bekamen, ein Handicaphund und sehr viele Nicht-Listies, deren Halter Solidarität bewiesen. So marschierten die Berner Sennenhunde Josephine und Dr. Watson wie jedes Jahr für Listenhunde, aber auch ein Cavalier King Charles Spaniel, ein Pinscher, ein Yorkshire Terrier, ein Mexikanischer Nackthund, ein brauner Dalmatiner, ein Boxer, ein paar  Rottweiler und ganz viele Mischlinge.

 

Versuch eines Gruppenfotos

Gar nicht so einfach mit einem hyperaktiven Kleinteil, das nur unwillig sitzen bleibt… einer sensiblen Angsthündin, die von passierenden Radfahren gestresst wird…. und einer nicht sozialisierten Bollerbirne, die man immer „griffbereit“ haben sollte, falls in der Entfernung ein fremder Hund auftaucht.