Tag 2 im neuen Zuhause

Die Nacht ist sehr gut gelaufen!

Pee-Wee wollte gerne in unser Bett, durfte aber nicht, weil er bestimmt auf die Kleinen getreten wäre. Er hat sich daraufhin notgedrungen in das große, kuschelige Hundebett vor unserem Bett gelegt und war erst einigermaßen zufrieden, nachdem ich ihn zugedeckt hatte. Trotzdem wurde anfangs noch ein bisschen gefiept, woraufhin ich jedesmal meine Hand sachte auf ihn legte, was glücklicherweise sofort Wirkung zeigte.

Der Großmops hat dann auch brav bis 4:25 Uhr geschlafen, bis Oma Mortisha in den Garten musste, um zu pieseln… da ist auch er aufgestanden und mit ihr in den Garten gestapft (ich bin drin geblieben: mir war zu kalt). Danach wollte er wieder zu uns ins Bett, da reichte aber ein „no“, damit er sich gleich wieder in sein eigenes Bett legte. Er ist dann auch sofort eingeschlafen, nachdem ich wieder seine Decke über ihn gelegt hatte.

Pee-Wees Pflegemama hatte uns ja bereits verraten, dass der Bursche gerne lange schläft…. tatsächlich hat er sich erst aus den warmen Kissen „gequält“, nachdem wir alle aufgestanden waren, hat uns dann aber alle wedelnd begrüßt und zumindest für Görk und mich gab es zarte Küsschen. 

Das Frühstück wurde sehr langsam und in aller Seelenruhe gefressen. Als ihm etwas Futter runtergefallen ist, ist  Matilda einfach unter ihm durchgelaufen und hat es gefressen. Das hat ihn aber nicht gestört. 

Beim Spaziergang mit den Mädels war Pee-Wee immer noch so aufgeregt, dass er kaum Notiz von uns nahm und auch Sofias recht aufdringliche Spielaufforderungen im wahrsten Sinne des Wortes an sich abprallen ließ. In Wallung geriet er erst, als ein Radfahrer an uns vorbeisauste und als sich am Parkplatz zwei Spaziergänger mit einer Hündin näherten. Der Doofie fixierte, senkte den Kopf, hielt die Rute still und zog dann wie ein Ochse, um hinzukommen. Damit verschreckte er natürlich nicht nur das arme Mädel, das prompt ängstlich zurückwich, sondern auch ihren Menschen. O-Ton: „Ich muss gestehen, so ganz ohne Angst bin ich auch nicht!“

Jagdtrieb und Hundebegegnungen – da kommt also noch ein gutes Stück Arbeit auf mich zu.

Dazu kommen ein paar gesundheitliche Baustellen: das rechte Ohr ist schwer entzündet und so schmerzhaft, dass Pee-Wee schreit, sobald er sich kratzt… die linke Auge tränt und wird arg zusammengekniept (hoffentlich nur eine Bindehautentzündung)… die relativ frische Narbe zwackt und stört offenbar so, dass er sich eine Stelle aufbeißt….außerdem entlastet er links hinten und läuft generell nur im Pass. Entgegen der ursprünglichen Planung müssen wir den Tierarztbesuch also vorziehen.

Heil angekommen!

Morgens um 8:45 Uhr habe ich Pee-Wee in Adenau von einem sichtlich übermüdeten und total verfrorenen (in der Eifel lag noch Schnee) Michael übernehmen dürfen… war allerdings dann doch beeindruckt von dem Brummer, der da glücklicherweise bereitwillig in mein Auto gekraxelt ist: Pee-Wee ist deutlich schwerer als gedacht. *hüstel*

Nach der langen Fahrt aus Spanien war der Oldie natürlich recht staksig und es tat mir richtig leid, ihn nun noch mal eine knappe Stunde Fahrt antun zu müssen, doch irgendwie musste er ja zu uns kommen und vor allem erst mal unsere Mädels und Görk kennenlernen!

Wir haben uns an der Siegfähre getroffen und kamen zufälligerweise gleichzeitig an, so dass mein ursprünglicher Plan (ich gehe mit Pee-Wee schon mal eine Runde spazieren, damit er sich etwas entspannen kann, und Görk kommt mit den Hündinnen hinterher) umgeschmissen werden musste: die Mädels hatten mich nämlich sofort entdeckt und drehten im Auto vor lauter Wiedersehensfreude extrem hoch. Also packte ich sie mir und stiefelte mit ihnen los…. derweil holte Görk den Dicken aus dem Auto, stellte sich ihm vor  und kam dann langsam hinterher.

Die Zusammenführung klappte dann auch problemlos: erst ließ ich die kleine Matilda in ihn reinbrettern, die er sogleich freundlich beschnufelte und die sich das sogar brav hat gefallen lassen. Danach durfte Sofia unangeleint zu ihm hin, was bei beiden sofort zu wildem Wedeln führte und nach ein paar Metern hatte sich die kläffende Mortisha soweit beruhigt, dass sie angeleint an ihn rangeführt werden und mal an ihm schnuppern konnte. Intakter großer Rüde. Alles paletti!

Hier ein kurzes Handy-Video, das wir 5 Minuten nach dem ersten Kennenlernen gemacht haben:

Sofia ist begeistert: endlich wieder ein stabiler Kumpel, den man anrempeln kann!

Die zwei Kleinen waren beim Spaziergang noch relativ nett, haben Pee-Wee zuhause aber ordentlich angegiftet… das legt sich aber sicher schnell. Und Pee-Wee selber ist absolut souverän und erträgt das Gezicke der Kleinen mit freundlicher Gelassenheit. Trotzdem bleiben erst mal bei allen Hunden die Geschirre drauf, um notfalls besser einschreiten zu können.

Jetzt heißt es erst einmal für alle, zur Ruhe zu kommen. Pee-Wee ist jedenfalls nach der ersten Aufregung und dem Erkunden von Haus und Garten ziemlich erledigt, hat sich entspannt zu meinen Füßen vor die Couch gelegt und ist quasi sofort eingeschlafen.

Die Aufregung steigt

An dieser Stelle mal einen ganz herzlichen Dank an meine Chefin und meine Kollegen, die die doch recht spontane Übernahme eines Auslandshundes möglich gemacht haben, indem sie zig Dienste mit mir und untereinander getauscht haben, damit ich – weil ich keinen Urlaub nehmen kann – zumindest ein langes Wochenende frei bekomme… und die damit einverstanden sind, dass ich in der ersten Woche jeden Tag eine Stunde später auf Arbeit auftauchen darf, damit wir hier zuhause einen fliegenden Wechsel machen und die einander noch fremden Hunde nicht alleine lassen müssen.

Nun sitzen wir hier auf heißen Kohlen und warten auf Rückmeldung von Michael, dem Fahrer, der so lieb ist, eine Mammuttour von fast 3000 km mit dem Auto runterzureissen, um Pee-Wee und zwei andere Oldies in Spanien abzuholen und in ihr neues Leben zu begleiten.

Wenn alles so klappt wie geplant, packt er heute Abend die drei Hunde in sein Auto und fährt dann die ganze Nacht durch. Die beiden anderen Oldies werden morgen früh von einer lieben Tierschutzbekannten in Karlsruhe in Empfang genommen, Pee-Wee fährt weiter in die Eifel, wo ich ihn dann abholen werde.

Ich bin so aufgeregt, dass ich bestimmt die halbe Nacht nicht schlafen kann! 

Spaß mit Ponto

Ponto ist ein Traum von einem Australian Cattle Dog und noch dazu ein intakter Rüde, sprich: der freut sich, dass kein Simba mehr da ist, der ihn von Anfang an mehr als argwöhnisch betrachtet und etwas dagegen hatte, wenn er mit einem seiner Mädchen spielte.

Dementsprechend groß war die Freude, als er heute von weitem das Trio sah und ungebremst zu ihnen flitzen durfte, da selbst Mortisha ihn total toll findet und sofort mit ihm zu schäkern beginnt. Richtig wild spielen kann er aber natürlich nur mit Sofia, die im Schnee NOCH aufgedrehter war als sonst.

Bei so viel Action kam es letztendlich bei Ponto aber zu einem solchen Überschwang der Gefühle, dass er schließlich „mehr“ von Sofi wollte, die ihrerseits aber total überfordert war und es nicht schaffte, ihn ordentlich in seine Schranken zu verweisen (eine Übung, die Matilda mit Leichtigkeit schafft, wenn sie die Faxen dicke hat). So musste der liebestolle Rüde schließlich doch noch angeleint werden und gesittet neben uns herlaufen.

Er war – verständlicherweise – not amused. 

Verschneite Heide

Um Weiberfastnacht im Rheinland zu entkommen, hatte ich mir nicht nur frei gegeben (das ist der Vorteil, wenn man die Dienstpläne schreibt  ), sondern mich auch gleich für den frühen Morgen mit einer lieben Bekannten und deren Hündin Madonna (Bernhardiner, Kurzhaar) zu einer ganz unkarnevalistischen Mädelsrunde in der Wahner Heide verabredet.

Allerdings war es über Nacht dermaßen kalt geworden, dass alle Autotüren komplett zugefroren waren und ich nun wie der letzte Depp vor dem Wagen stand und nicht reinkam, um den Eiskratzer an mich zu nehmen! Der Schlosseinteiser brachte natürlich nichts, weil die Gummidichtungen vereist waren… was nun?

Eine kurze Internetrecherche brachte aber glücklicherweise die Lösung: Um das Eis im Rahmen der Tür zu lösen, musste ich nur gleichmäßig gegen den Türrahmen drücken, um die Vereisungen zu lösen. Et voila! Die Fahrertür ließ sch öffnen und ich konnte mich endlich um den Rest kümmern. Mit 20-minütiger Verspätung kamen wir dann endlich an und es konnte los gehen.

Sofia freute sich natürlich wie bolle, einen großen und stabilen Hund zu treffen, stiefelte ohne zu zögern auf Madonna zu, handelte sich einen Anraunzer ein und hopste unbekümmert von dannen. Schließlich hatte die Große es nicht wirklich böse gemeint.

Im Laufe des Spaziergangs folgten dann jede Menge distanzlose Spielaufforderungen des Flatterohrs, die Madonna aber geflissentlich ignorierte, weil sie lieber Wildspuren folgen wollte. An ein Ableinen war also nicht zu denken.

Und als die Dicke sich endlich überzeugen ließ und loshopste, geriet blöderweise Mortisha dazwischen, die (leicht) touchiert wurde und gleich stinksauer lospampte, was sich Madonna verständlicherweise nicht gefallen lassen wollte… und JA…. es sieht wirklich beeindruckend aus, wenn so ein Koloss vor einem kleinen Gremlin steht und beide Hündinnen knurrend die Zähne aufblitzen lassen!

Glücklicherweise wollte keine der beiden wirklich Ernst machen und so ließen sie sich schnell wieder zur Räson bringen, um bereits wieder nach wenigen Minuten entspannt dicht aneinander vorbeizulaufen und gemeinsam interessante Schnufelstellen zu erkunden.

Sofia und Matilda (mit Rallyestreifen auf dem Mantel) flitzten derweil durch die teilweise noch verschneite Heide und fanden es einfach nur lustig.

Fazit: Gemeinsame Spaziergänge sind natürlich weiterhin möglich, aber wir werden uns wohl beim nächsten Mal in einer jagdlich nicht so interessanten Gegend treffen und erst mal nur mit den beiden großen Mädels laufen, damit die ungestört miteinander spielen können.

Niedlicher Bollerkopf

Pirrys spanisches Pflegefrauchen beantwortet uns via WhatsApp all unsere Fragen und schickt uns ein Video nach dem anderen, in denen man sieht, wie umgänglich und pflegeleicht der Senior ist. Er hat sich ganz wunderbar in ihre Gruppe (17 Hunde unterschiedlichster Größen) eingefügt, ist absolut verträglich, nicht futterneidisch, lässt sich artig behandeln und ist ausnahmslos zu allen Menschen nett.

Das folgende Video ist einfach nur niedlich, weil es zeigt, dass er – typisch Molosser – recht quatschig und tollpatschig ist. Es zeigt uns aber auch ein Hund, der trotz seines Alters und der kürzlichen OP noch ziemlich fit ist…und kaum ein graues Haar hat. Sein Alter ist jedoch gesichert, da er einen spanischen Chip hat, der im November 2007 gesetzt worden ist. Wenn wir also davon ausgehen, dass er als Welpe gechipt worden ist, muss Pirry (der bei uns Pee-Wee heißen wird) mind. 10 Jahre alt sein.

Wir bekommen „Nachwuchs“!

An sich hatte mich eine österreichische Tierschutzkollegin nur um Vermittlungshilfe für einen absoluten Notfall gebeten, den ich bitte schnellstmöglich bei der Molosser-Vermittlungshilfe online nehmen sollte:

Ein ca. 11-jähriger Cane Corso-Shar Pei-Mischling, den man mit einem aufgeplatzten Tumor am linken Hinterlauf in einem katalanischen Tierheim entdeckt, direkt medizinisch versorgt  und in einer spanischen Pflegestelle untergebracht hatte. Allerdings konnte der Bursche dort nicht bleiben, da er nicht katzensicher ist…und die PS einige Handicap-Samtpfoten hat. Zurück ins Tierheim wollte man ihn verständlicherweise aber auch nicht bringen.

Mir ging der schwarze Bollerkopf nicht aus dem Kopf, doch ein Versuch, ihn meinem Mann zu zeigen, scheiterte kläglich. Er wollte gar keinen Vierthund mehr haben und erst echt nicht einen alten und kranken Hund, von dem man sich relativ schnell wieder verabschieden muss.

Als sich nun eine private Transportmöglichkeit ergab, mit der der Oldie ganz bequem im Auto nach Deutschland ausreisen könnte, er aber immer noch keinen Zuhause oder zumindest eine deutsche Pflegestelle in Aussicht hat, startete ich einen zweiten Versuch und bat heute zu einem ernsthaften Gespräch…. bis Görk (der Beste alle Ehemänner!) schließlich grummelnd sein OK gab, selbst wenn ich dafür hoch und heilig versprechen musste, dass dies der letzte Vierthund sein wird!

Es folgte ein Anruf in Österreich: Pirry hat tatsächlich immer noch keine Interessenten. Es steht nur eine Notpflegestelle zur Verfügung, die aber für einen alten und orthopädisch evtl. eingeschränkten Hund nicht gerade ideal wohnt.  Man hoffe also immer noch auf passende Anfragen, da der Senior in knapp 3 Wochen ausreisen könnte.

Unser Angebot, Pirry erst einmal auf Probe bei uns aufzunehmen und ihn komplett zu übernehmen, sollte er sich hier gut ins Team einfügen, wurde daher mit Begeisterung angenommen. 

Leider sind die Fotos aus dem Tierheim nicht gerade berauschend, aber wir hoffen, nun nicht nur bessere Pics direkt von der Pflegestelle zu bekommen, sondern auch ausführlichere Infos zu dem Süßen.

 

Ich lese gerade….

Bettina Specht, Angsthunde


Dieses Buch wurde mir von einer guten Bekannten und Hundetrainerin wärmstens empfohlen.

Hier mal die Kurzbeschreibung laut Rückseite:

Das Thema Angst spielt in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle, laut Statistik leidet jeder 7. Europäer unter krankhafter Angst, mit steigender Tendenz. Leider müssen wir feststellen, dass sich dieser Trend auch bei unseren Hunden bemerkbar macht. Traumatische Erfahrungen und/ oder mangelnde Sozialisation können dazu führen, dass ein Hund übermäßig starke Ängste entwickelt. Er lebt in einer Welt, in der alle Reize grundsätzlich mit Misstrauen und Angst beantwortet werden, bis sie ihre Ungefährlichkeit unter Beweis gestellt haben. Die Lebensqualität dieser Hunde und ihrer Halter ist deutlich eingeschränkt.

Bettina Specht klärt in ihrem Buch zunächst die Bedeutung der verschiedenen Begrifflichkeiten. Was versteht man unter Furcht, Angst, Ängstlichkeit, Trauma usw.? Was ist eine Panikattacke und was unterscheidet sie von einer Phobie?

Einen Zugang zur Angst unserer Hunde findet man nur, wenn man versteht, was bei einer Angstreaktion in Kopf und Körper des Hundes passiert. Was geschieht bei Angst in seinem Gehirn? Wie sieht das Ausdrucksverhalten aus? Was haben Stress und Schmerzen mit Angst zu tun? Darüber hinaus beschreibt Bettina Specht ausführlich, welche Maßnahmen eingeleitet werden können und worauf zu achten ist, wenn ein Angsthund in unser Zuhause einzieht. Es werden verschiedene Trainingsansätze sowie eine Reihe von Sofortmaßnahmen wie Entspannungstechniken, Massagen etc. vorgestellt, die dem Hund helfen sollen, seine Ängste zu überwinden.

Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich damit, was zu tun ist, wenn ein Angsthund – trotz aller Vorsichtsmaßnahmen – entlaufen ist. Wie verhalten sich Angsthunde auf der Flucht? Welchen Radius ziehen sie? Welche Maßnahmen können ergriff en werden, um einen Angsthund wieder einzufangen und was sollte man auf keinen Fall tun?

Dieses Buch bietet eine Fülle an Informationen über den Umgang und das Training mit Angsthunden und ist damit eine Fundgrube für alle, die in irgendeiner Weise mit ihnen zu tun haben.

Mantrailing in Hürth

Eine liebe Hundefreundin, die seit ein paar Jahren in Köln eine kleine Hobbygruppe leitet, hatte mich Anfang des Jahres eingeladen, mal bei einem Training mitzumachen. Gereizt hatte mich der Gedanke sofort, weil mir das Trailen schon was fehlt… aber ich war mir ziemlich sicher, mich mit Matilda zum Gespött der Truppe zu machen und mich zu blamieren. Schließlich hatten wir schon über ein Jahr pausiert und ich dachte mit Schrecken an das kleine freche Tierchen, das im Überschwang der Gefühle nur noch kläffend um mich rumsprang, in die Schleppleine biss und sie wie wild schüttelte! 

Da mich der Gremlin eh ständig blamiert, kam es auf ein weiteres Mal aber nicht an und so schloss ich mich der Gruppe an, die sich dieses Mal im Einkaufszentrum in Hürth traf.

Mit dabei war eine alte Molosserbekannte mit ihrer zuckersüßen Dogo Argentino-Hündin, ein Cane Corso-Labrador-Mix (der aussah wie ein Doggen-Mischling  ) und einige erheblich kleinere, aber superniedliche Wauzis. Fast alles Anfänger und sehr ängstliche Kandidaten, auf deren „Besonderheiten“ im Training ganz wunderbar eingegangen wurde.

Bei Matilda fingen wir zur Einstimmung ganz klein an: die VP rannte vor ihr weg, blieb in Sichtweite stehen und dann ging es mir Gejodel und full speed hinterher. Die Kleine war gleich wieder angefixt und so wurde sofort „normal“ weitergetrailt.

Allerdings wurde schnell klar, dass Matildas Frustrationsgrenze immer noch verdammt gering ist: da sie unglaublich gerne sucht, hat sie erhebliche Schwierigkeiten damit zu warten, bis die VP sich versteckt hat und sie endlich ihr Startsignal bekommt. Glücklicherweise ist es mir aber gelungen, dass sie sich nicht in ihr gewohntes und super anstrengendes Hibbelverhalten (Kläffen, Hüpfen und Leineschütteln) reinsteigerte.

Im zweiten Durchgang erhielt das Mäuschen dann auch gleich eine ordentliche Heraudforderung: ein Trail im Parkhaus (lauter offene Flächen) über zwei Parkdecks, der durch einen Durchgang in ein zweites Parkhaus führte.

Matilda hat diese Aufgabe super gemeistert: hochmotiviert rannte sie in Schlenkern und Kreisen, mit der Nase im Hochwind. Am Durchgang zwar vorbei, doch mit deutlichen Blick hinein…und just in dem Augenblick, als Claudia mir riet, kurz stehenzubleiben, korrigierte sich die Kleine auch schon selber, drehte ab und steuerte den Durchgang zielstrebig an!

Netterweise hat Claudia den Trail gefilmt: