Kommt gut rüber, Ben und Silas!

Heute ist ein besonders trauriger Tag, weil gleich zwei ganz besondere Hunde sich auf den Weg zur Regenbogenbrücke aufgemacht haben….

Silas
† 17.04.2020 

Silas zweites Leben begann Ende 2013, als der arg verhaltensauffällige Hund, der unter nicht gerade idealen Bedingungen auf einem Pferdeschutzhof lebte, endlich von seiner Patin übernommen wurde. Bei Steffi kam er endlich zur Ruhe, lernte zu vertrauen und sogar mit Samtpfoten harmonisch zusammenzuleben. Andere Hunde allerdings waren ein massives Problem und ich war schwer beeindruckt, als ich sah, dass sich dieser bildschöne und zu Menschen absolut saubere Hund wirklich wie irre aufführte. 

Hut ab vor Steffi, die niemals aufgegeben hat…die unermüdlich mit Silas gearbeitet und  tolle Erfolge erzielt hat… die ihn geliebt und alles für ihn getan hat. 

Umso trauriger, dass Silas‘ Allergien in den letzten 2 Jahren trotz speziellem Futter, vielen Medikamenten, ständigen Pflegebädern etc. pp. ein solches Ausmaß angenommen habe, dass nicht nur sein Frauchen schier verzweifelte, sondern auch Fachärzte schließlich aufgeben mussten: Silas ging es den Großteil der Zeit so schlecht, dass man ihm das einfach nicht mehr zumuten konnte…. jeder Neurodermitiker kann das sicher nachempfinden. *seufz*

Nun hat die Quälerei für ihn ein Ende. Aber der Schmerz für Steffi beginnt jetzt erst richtig und wir können ihr nur viel Kraft wünschen….

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Ben 
* 21.02.2006 
† 17.04.2020


Auch Ben war ein Nothund und blickte auf ein bewegtes und schlimmes Leben zurück… die heftig kupierten Ohren und die vielen Narben sprachen Bände. Und doch war er eine Seele von Hund: komplett verträglich, unglaublich freundlich, boxertypisch albern und lustig, dickköpfig, im Alter immer schrulliger.

Ganz besonders liebte ich die lustigen Geräusche, die Ben machte, wenn er (vor allem beim Mantrailing) aufgeregt war. Sie hatten ihm den Spitznamen „kleines Kamel“ eingebracht.

Ben war der ruhende Pol in Claudias und Sandras kleinem Rudel. Und sein Tod hat ein riesiges Loch gerissen, auch wenn er ein gesegnetes Alter erreicht hat und man sich „vorbereiten“ konnte. Doch auch wenn einem der Kopf sagt, dass dies nun einmal der Lauf des Lebens ist, krampft sich das Herz zusammen und der Schmerz droht einen zu überwältigen. 

Wir sind in Gedanken bei euch und weinen mit euch.

Erikas Beerdigung

Dank netter Kolleginnen, die es mir ermöglicht haben, trotz derzeitigem Personalmangel frei zu bekommen, ging es heute in den Westerwald, um an Erikas Trauergottesdienst und Urnenbeisetzung  teilnehmen zu können. 

Da Erika eine sehr große, aus ganz Deutschland angereiste Familie hatte und nicht nur unser kleiner Trüppchen ehrenamtlicher Helfer, sondern auch der Vorstand der Gesellschaft für Haustierforschung incl. einiger enger Mitarbeiter und Freunde da war, war die Trauerhalle schnell proppenvoll…. Distanz halten (in Corona-Zeiten) war somit unmöglich…. und ich konnte mich auch nicht an Görks Ermahnung halten, ja niemanden zu umarmen. Zu traurig war der Anlass, zu emotional war es, liebe und trauernde Menschen wiederzusehen. 

Farewell, Erika!

Erika
04.11.1940 – 28.02.2020

Die Nachricht von Erikas Tod hat mich ziemlich umgehauen…wir hatten uns zwar alle bei den letzten Wolfswinkeler Hundetagen gefragt, ob wir sie in diesem Jahr überhaupt noch sehen und ihren 80. Geburtstag feiern würden, doch so wirklich damit gerechnet hatten wir dann doch nicht mit diesem plötzlichen Abschied, weil Erika so eine verdammt sture, toughe, energische Frau war, die immer noch täglich auf der Trumler-Station schuftete und alles tat, um die vielen Tiere dort gut zu versorgen. 

Wir hatten immer gehofft, dass Erika eines Tages ohne Leid und Schmerz einfach umfallen würde. Sie hasste Ärzte und Krankenhäuser und es wäre ihr ein Horror gewesen, leidend und immer schwächer werdend im Krankenhaus dahinzusiechen. Von daher „freuen“ wir uns für Erika, dass es ganz schnell ging: Blutung ins Stammhirn, morgens ins Krankenhaus, am frühen Nachmittag tat sie im Kreise ihrer nächsten Angehörigen vor Ort ihren letzten Atemzug….  

Ich werde Erika genau so wie auf dem Bild oben immer in Erinnerung halten: eine kleine, zierliche Frau in typischer Arbeitsmontur in einem ihrer seltenen gelösten Momente…mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht… mit ihrem Lieblingsdingo an ihrer Seite.

Nun kannst du dich endlich ausruhen, Erika… und triffst deinen geliebten Eberhard wieder.  

Erinnerungen

Vor genau einem Jahr hat uns Mortisha, unser gelebter kleiner Gremlin verlassen.

Die Erinnerungen an sie begleiten uns immer noch jeden Tag…. Vor allem wenn wir uns Matilda ansehen, die so viel von ihrer Ziehmama gelernt und so viele kleine Eigenheiten und Verhaltensweisen von ihr übernommen hat. „Erschwert“ wird das Ganze natürlich noch dadurch, dass sie ihr recht ähnlich sieht, auch wenn sie natürlich kleiner und zarter ist. Trotzdem… es passiert sowohl mir als auch Görk immer wieder, dass wir das „Mogel“ ansprechen…und dann betreten schweigen.

Wir vermissen unser Mädchen so sehr!

 

Farewell, Pee-Wee!

Pee-Wee
(ca. 09/2007 – 27.03.2019)

Wir stehen noch völlig unter Schock: 

Völlig unerwartet wurde unser geliebter kleiner Drecksack mit der besten Gummelnase ever aus dem Leben gerissen…. zwei schwere Schlaganfälle, die dicht auf dicht folgten, haben uns aller Hoffnung beraubt, dass er es schaffen könnte, wieder auf die Pfoten zu kommen und so mussten wir ihn heute in aller Frühe gehen lassen. 

Pee-Wee waren gerade mal ein Jahr und ein Monat in einer Familie gegönnt, die ihn – trotz aller Schwierigkeiten – über alles geliebt hat. Wir haben in dieser kurzen Zeit so viel erreicht und so viel Schönes miteinander erlebt. Unser Pivellino war ein absoluter Charmeur, lebenslustig, albern und stark wie ein Ochse… sowohl körperlich als auch mental. Nie und nimmer hätten wir gedacht, dass der Abschied so schnell und so dramatisch kommen könnte.

Wir sind am Boden zerstört.

Weinend, 
Grazi & Görk
mit Matilda und Sofia

Ruhe sanft, Max!

Max
2016 – 23.09.2018

Auch wenn ich Max nie persönlich kennengelernt habe, so haben wir doch fast täglich über ihn gesprochen…. und gerade weil ich weiss, dass dieser junger Hund von Anfang an schlechte Karten hatte, hadere ich jetzt erst recht mit dem Schicksal, das ihn nun aus dem Leben gerissen hat. Dieser Hund hätte so viel mehr verdient gehabt!

Max stammt von einem „Züchter“, der ganz bewusst scharfe Wach- und Schutzhunde produziert, die selbst für absolute Rassekenner eine Herausforderung sind. Der Bursche kam aber zu einer Familie, wo so ziemlich alles schief ging und wo der gerade mal 6 Monate junge Rüde „völlig grundlos“ die Teenie-Tochter attackierte. Man wandte sich ratsuchend an die MVH, meine Kollegin schaute sich den völlig verqueren Junghund an (der einerseits direkt nach vorne ging, sich andererseits aber gleichzeitig einpinkelte), an und war so entsetzt , dass sie ihn gleich da behielt…. in der festen Überzeugung, ihn zu behalten, bis er vermittlungsfähig war.

Dieser Zeitpunkt ist nie gekommen. 

Obwohl er sich irgendwann relativ gut von Astrid händeln ließ und ihr im Rahmen seiner Möglichkeiten vertraute, blieb er ein Risiko, vor allem Menschen gegenüber. Die folgenden 2 Jahre erforderten unglaublich viel Management und Einschränkungen. Trotzdem kam es immer wieder zu teilweise recht heftigen Auseinandersetzungen mit dem Altrüden, ebenfalls ein Mastino Napoletano. Incl. Kollateralschäden auf menschlicher Seite.  

Einen solchen Hund zu vermitteln, wäre verantwortungslos gewesen…und so „biss“ sich Astrid mit ihrem eigenen Sturkopf durch und behielt ihn. Oftmals fluchend und schimpfend. Aber Max hatte große Fortschritte gemacht und natürlich hatte sich schon lange auch eine gewisse Zuneigung entwickelt. Dieser Hund sollte bis zu seinem Ende bei ihr bleiben und ein gutes Leben führen.

Dass das Ende aber so schnell kommen könnte, damit hätte niemand gerechnet!

Seit ein paar Tagen konnte Max hinten rechts nicht mehr auftreten und man dachte an einen Kreuzbandriss oder Ähnliches. Heute war das Bein im unteren Bereich extrem angeschwollen, die Schmerzen wurden trotz heftiger Schmerzmittel jeden Tag schlimmer. Also wurde der arme Kerl in Narkose gelegt, um ihn gefahrlos röntgen zu können. 
 
Die Röntgenuntersuchung hat Astrid und ihren Mann umgehauen: Der gesamte Oberschenkelknochen bis in die Hüfte und das Gelenk unten waren zerfressen und kaputt. Osteosarkom. 

Sie haben Max nicht mehr aufwachen lassen. 

Und nun sitzen wir hier alle und heulen uns die Augen aus, weil es einfach so ungerecht ist. Weil dieser Hund nur eine Chance hatte, weil EIN Mensch nicht aufgegeben hat. Weil er zwar ein Zuhause gefunden hat, indem er im gewissen Rahmen Zuneigung und ausgelassene Freude (vor allem mit seinem Setter-Kumpel) erfahren hat, aber auch extrem viel Regeln und „Druck“, um schwere Beissvorfälle zu vermeiden. Weil er eben KEIN normales Leben führen konnte. Und weil er dann zum Schluss auch noch unvorstellbare Schmerzen erlitten hat.   

Hoffentlich geht es dir jetzt, da wo du nun bist, endlich gut, Max! 

Goodbye, Kröte!

Kröte
2007- 14.09.2018

Das Krötchen hatte einen besch*** Start ins Leben, hatte dann aber das große Glück, vor neun Jahren zu Menschen zu kommen, die sie trotz all ihrer Baustellen so geliebt haben wie sie war. Hier ist sie aufgeblüht und hat das Leben, trotz vieler Handicaps und Rückschläge, genossen. 

Diese kleine Tierchen war ein Phänomen: sie hat sich von nichts und niemandem unterkriegen lassen und hat eine unglaubliche Lebensfreude und gute Laune verbreitet, die einfach ansteckend war. Doch die letzten Monate wurden zunehmend schwieriger, die Beeinträchtigungen immer mehr, die Kräfte ließen nach. Und nun ist die Sonne endgültig für Kröte untergegangen…. 

Es zerreisst mir das Herz. 

Ruhe sanft, Mortisha!

Mortisha
25.07.2005 – 22.05.2018

Das Ende kam so schnell und heftig, dass wir es kaum begreifen können.

Unser Gremlin hat uns verlassen und ich weiss nicht, wie wir uns jemals von diesem Verlust erholen sollen.

Unser Leben mit Morty war vom ersten Augenblick an ein Abenteuer: spannend, aufregend und so manches Mal sehr anstrengend, und doch immer von unerschütterlicher Liebe und Vertrauen und viel Spaß getragen.

Als sie ihren Papa das erste Mal erblickte, war es bei beiden Liebe auf den ersten Blick. Wir werden diesen magischen Moment niemals vergessen.

Dieses winzige Bündel Fell mit den großen Knopfaugen, das sich an uns schmiegte und ihr Leben in unsere Hände gab, hat uns vollkommen verzaubert. Und es war – trotz vieler gesundheitlicher Probleme – eine Freude, unser Leben mit ihr teilen zu dürfen und mitanzusehen, wie sie zu einer großen Persönlichkeit wurde, die genau wusste, was sie wollte…und wie sie es erreichen konnte.

Nach dem Tod ihrer Ziehmama war das Mortadellchen zur Chefin in unserer Hundebande aufgestiegen und hatte alle erstaunlich gut im Griff. Nie hätten wir gedacht, dass unser kleiner Kaspar Hauser mit all seinen Unsicherheiten und dem typischen Größenwahn einer Bulldogge diese Rolle so gut ausfüllen würde. Doch sie war Zeit ihres Lebens immer für eine Überraschung gut gewesen…

Bis zum Schluss.

Das kleine Ömchen war für ihr Alter und ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen so munter und fit, dass wir fest davon ausgingen, demnächst ihren 13. Geburtstag feiern zu dürfen. Doch es hat nicht sollen sein.

Unbemerkt machte sich in ihr der Krebs breit und als wir es bemerkten, war es zu spät.
Der einzige Trost ist, dass sie nicht lange leiden musste und dass sie nun wieder mit all den Sternenhunden zusammen ist, die ihr bereits vorausgegangen sind…vor allem mit ihrer so sehr geliebten „Mama“ Vega und ihrer großen Demona.

Nun müssen WIR irgendwie lernen, ohne unsere kleine Schnufelmaus Mortisha zu leben und klar zu kommen. Auch wenn es uns gerade das Herz zerreisst.

Grazi & Görk
mit Matilda, Sofia und Pee-Wee

Farewell, Simba!

Simba
01.03.2007 – 27.09.2017

Trotz der schlimmen Diagnose, die seit Monaten wie eine schwarze Wolke über uns hing, kam das Ende ganz plötzlich und überraschend: tags zuvor ist unser kleines Bärchen noch gut gelaunt unterwegs gewesen und hat bis in die Abendstunden mit seinen Mädchen gespielt…. gestern morgen dann der Zusammenbruch.

Wir haben gekämpft. Weiss Gott, was haben wir gekämpft.

Doch in den frühen Abendstunden mussten wir uns geschlagen geben. Die Schmerzen waren zu schlimm, unser Liebling hat gelitten, es gab keine Chance mehr.

Wir stehen immer noch unter Schock…. schwanken zwischen unglaublichem Schmerz und ohnmächtiger Taubheit.

Unser Simbelchen ist nicht mehr bei uns. Unser kleiner Brühwürfel… Mortishas großer kleiner Bruder, Matildas lustiger Onkel, Sofias Halt und Sicherheit. Stets gut gelaunt und ausgeglichen, absolut souverän und gelassen…. solange niemand seine Mädchen belästigte.

Wie soll das Leben nur ohne dich weitergehen?

Du kamst als Pflegehund, weil dir in Frankreich die Tötung drohte. Doch als wir dich das erste Mal sahen, wussten wir schon, dass wir dich nicht mehr hergeben konnten…. auch wenn wir uns das anfangs nicht eingestehen wollten.

Dies ist nun 8 Jahre her…. und in der Zwischenzeit haben wir mit dir so viel Schönes erlebt, haben so oft über dich albernen Klotzkopf gelacht, haben dich geherzt und geknuddelt… dass der Schmerz, unser Leben nicht mehr mit dir teilen zu dürfen, unerträglich scheint.

Du gehörst zu uns. Für immer. In unseren Herzen und in unseren Erinnerungen.

Weinend,
Grazi & Görk

mit Mortisha, Matilda & Sofia

Goodbye, Emma!

Emma
2005 – 07.02.2017

Emma hatte ein Adenokarzinom, das unbemerkt entstanden ist und heimtückisch in die Lunge gestreut hatte. Der Kleinen ging es nicht gut und so mussten ihren Menschen sie nur wenige Wochen nach ihrem 12. Geburtstag gehen lassen.

Wir werden EmmEmm, das kleine Knüsselsschnütchen, niemals vergessen… sie hatte sich vom ersten Augenblick an in unsere Herzen geschlichen und wir können es nicht fassen, dass es nun doch so schnell ging und die Süße nicht mehr da ist.

So klein und kompakt Emma auch war: mit ihrer großen Persönlichkeit war sie die unbestrittene Chefin der Kölner Hundebande, in die nun eine entsetzliche Lücke gerissen wurde. Wir weinen mit Claudia & Sandra und wünschen ihnen viel Kraft….