Happy Birthday, Sofia!

Da unser Sofichen ein Nothund ist und wir nur wenig über ihre Vergangenheit wissen, geschweige denn ein genaues Geburtsdatum kennen, haben wir einfach beschlossen, ihren Geburtstag am 23. April zu feiern.

Die Süße müsste mittlerweile ca. 7 Jahre alt sein…. auch wenn sie nicht so aussieht und sich erst recht nicht so benimmt! 

Trotz all ihrer Ängste und Traumata, trotz all der körperlichen und seelischen Narben, sind wir so unglaublich glücklich mit diesem sanften, lieben, lustigen, verspielten Schnuffel. Sie ist perfekt, so wie sie ist. 

Entspannung pur

Heute hat Sofia die Physiotherapie bzw. die Massage voll und ganz genossen…. sie wedelte dauernd und knallte dabei der armen Deja so lange die Rute ins Gesicht, bis die entnervt aufstand, sich umdrehte und sich mit dem Po zu ihr wieder hinlegte.  

Und als wir fertig waren, drehte das Sofichen gut gelaunt eine Runde durch den Behandlungsraum, um sich dann mit erwartungsvollem Blick wieder auf die Matte zu legen. Andrea musste nur noch lachen und hat ihr tatsächlich noch mal kurz den Rücken massiert!

  

Noch mehr Ärger über Führgeschirr

Ich hatte mich im September 2017 nicht nur über sehr Camiro und deren mittlerweile arg überteuerten Preise geärgert, sondern auch über Blaire, bei denen ich daraufhin ein Geschirr in Auftrag gegeben hatte, welches zig Mängel hatte. Aufgrund meiner Reklamation wurde dann ein neues angefertigt, allerdings musste ich da recht resolut darauf bestehen, dass man die von mir durchgegebenen Maße verwendet, damit das Geschirr denn auch wirklich auf meinen kleinen „verbauten“ Hund passt. Siehe „Ärger über Führgeschirre“ 

Diese Geschirr ist also knappe 1,5 Jahre alt…. und das Neopren scheuert INNEN auf!

Wie – bitte sehr – kann das passieren? Matilda krempelt das Teil doch nicht im Laufen um und rutscht damit über den Boden! 

Ganz ehrlich? Ich bin stinksauer. Unsere alten Geschirre sind jahrelang fast täglich im Gebrauch gewesen und da ist so was nicht passiert. 

Keine Lust…

Irgendwie war Sofia heute nicht gut drauf und kam bei der Physiotherapie nicht wirklich zur Ruhe, obwohl Andrea – wie üblich – anfangs erst einmal massiert hat, was normalerweise immer dazu führt, dass der Wauz so sehr entspannt, dass er beinahe einschläft.

Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass es plötzlich wieder sehr warm geworden ist. Das Sofichen ist nämlich ziemlich hitzeempfindlich und kann sich bei etwas höheren Temperaturen für nichts begeistern. Es kann also gut sein, dass ihr der recht enge Körperkontakt in diesem Moment einfach zu viel war. 

Trotzdem hat sie brav alles mitgemacht. Gutes Mädchen!

Begleitender Therapiehund

Unsere Physiotherapeutin hat zwei Collies und zwei Shelties, die jeden Patienten gerne begrüßen würden, aber nicht unbedingt mit jedem kompatibel sind. Obwohl Molosser grundsätzlich nicht so ihr Ding sind, gab es aber nur kleinere Unmutsbekundungen, als Sofia einfach bei ihnen reinstiefelte.

Ganz begeistert bin ich aber von der hübschen Déjà vu… die hat die Ruhe weg, möchte immer in der Nähe ihres Frauchens sein und kommt dann gerne einfach mit in den Behandlungsraum. Damit erinnert sie mich an Andreas mittlerweile verstorbene Schäferhündin, die das früher ebenfalls gemacht hat…und dann während der Behandlung Rücken an Rücken mit meiner Vega lag.

Deja wird zwar nicht ganz so vertraulich, legt sich aber tatsächlich ganz in die Nähe und trägt damit sicher auch dazu bei, dass etwas nervösere Hunde entspannen. 

Physiotherapie

Unsere Physiotherapeutin wollte mir anfangs kaum glauben, dass tatsächlich die linke und nicht die rechte Seite Probleme macht, weil Sofia (heute absichtlich von mir schmerzmittelfrei gehalten) den linken Vorderlauf voll belastet hat. Beim Massieren und Abtasten hat sie dann aber doch gemerkt, dass das Mädel „blockierte“ und verhindern wollte, dass bestimmte Bewegungen ausgeführt werden. 

Andrea vermutet eine Bizepsehnenentzündung und hat an den entsprechenden Schmerzpunkten „Laser-Akupunktur“ durchgeführt. Wichtig ist aber weiterhin die Schmerzmittelgabe und die Schonung. 

Zusätzlich ca. 2 Wochen lang 2x täglich Magnetfeldtherapie als unterstützende Maßnahme. Ein pulsierendes Magnetfeld verbessert die Durchblutung und die Sauerstoffaufnahme der Zellen, so dass Stoffwechselschlacken besser abtransportiert werden.

Da Andrea derzeit keinen Patienten hat, der es braucht, war sie so lieb, mir ihre Matte nach einer Kurzunterweisung auszuleihen. 

Die erste „Sitzung“ zuhause hat gut geklappt: Sofi hat zwar nicht drauf gelegen, hat es aber geduldet, dass ich ihr die Matte so auf den Rücken gelegt habe, dass die Schultern bedeckt waren….und ist dann recht fix eingeschlafen. 

Wilde Hummel

Gestern war Matilda das erste Mal nach Pee-Wees Tod wieder richtig in Spiellaune…. gerade als ich den Mädels die Geschirre angezogen hatte, um mit ihnen spazierenzugehen.  Die arme Sofia war völlig überfordert. 

Alte Ängste

Sofia hat die Sedierung körperlich zwar super weggesteckt, psychisch aber leider nicht. Ich schätze, die verquere Wahrnehmung direkt nach der Sedierung hat sie ziemlich erschüttert.

Sie ist total verschreckt, zuckt beim geringsten Geräusch zusammen (traute sich am Abend post Röntgen bei Wind auch nicht mehr in den Garten) und ist in ihr altes Angstverhalten zurückgefallen. Dazu weint und jammert sie immer wieder unvermittelt und sucht dann den engen Kontakt.

Der gestrige Mini-Spaziergang war eine Katastrophe: gewohnte Umgebung und sie ist trotzdem bei jedem unerwarteten Geräusch – selbst als ich mal nur mit dem Fuß gegen einen Stein gestoßen bin – zusammengezuckt und dann im Fluchtmodus in die Leine geknallt. Rute die ganze Zeit tief gehalten, Ohren leicht angelegt. Und sie war so gestresst, dass sie sich nicht mal lösen konnte… 

Hier fehlt jetzt ganz eindeutig die Anwesenheit eines größeren und absolut coolen Hundes wie Pee-Wee, der ihr zumindest etwas Sicherheit geben kann. Matilda, die die Coolness quasi mit der Flaschenmilch aufgesogen hat, zählt für sie leider nicht. 

Sofi wird sich berappeln. Klar. Das, was wir in 2 Jahren erreicht haben, wird nicht gleich wieder komplett auf Null gesetzt sein. Jetzt hoffe ich halt einfach nur, dass sie relativ schnell wieder „normal“ wird. 

Helfen würde, mit ihr Spässchen zu haben, damit sie sich den Stress runterrennen und -toben kann… aber das darf sie ja zur Zeit leider nicht. *seufz*