Gruseliger Laster

Auf einer unserer Runden laufen wir ein Stück unterhalb der A565 entlang, was Morty, Simba & Mati nichts ausmacht, für Sofia aber immer noch eine kleine Überwindung ist, da sie den Verkehrslärm unheimlich findet. Solange sie aber im Freilauf ist und man ihr nicht die Fluchtmöglichkeit nimmt, überwindet sie sich und läuft flott mit.

Als dann heute ausgerechnet auf unserer Höhe ein Lkw zischend Druckluft abließ, erschrak die Arme fürchterlich, warf sich rum und flüchtete in die andere Richtung auf’s Feld hinaus…. bestimmt in der festen Überzeugung, ein gruseliges Monster sei hinter ihr her und wolle sie auffressen!

Glücklicherweise ist sie in ihrer Angst aber nicht kopflos immer weiter gerannt, sondern hat sich nach knapp 30 m umgeschaut…und festgestellt, dass der Rest des Rudels nicht mitrannte, sondern einfach unbeeindruckt stehen geblieben war!

Verdutzt blieb sie stehen. Registrierte nun endgültig, dass keine Gefahr drohte und kam dann ein paar Meter auf uns zu, woraufhin ich mit einer munteren Aufforderung einfach weiterging. Sofia lief in einiger Entfernung zu uns mit, ängstlich zwar, aber immerhin!

Ein Stück weiter blieb ich stehen, hockt mich hin und rief Sofia zu mir, die tatsächlich kam.

So sehr ich mich im ersten Moment auch erschrocken habe: ich bin total erleichtert, dass die Süße bei so was nicht komplett in Panik gerät und dann – von einem Schrecken nach dem anderen getrieben – kilometerweit rennt.

Happy Birthday, Simba!

Heute feiern wir einen runden Geburtstag: Simba ist 10 Jahre alt geworden!

Das Schnütchen wird grauer, das Herz wird schwächer, im Gehirn zuckt es manchmal unkontrolliert, die Zähne werden weniger, das Bäuchlein wird runder…. aber unserem großen Clown ist das so was von schnuppe!

Der dicke Simbel genießt sein Leben inmitten seiner Mädels und hat durch Sofia noch mal einen ordentlichen Energieschub bekommen. Endlich wieder jemand, mit dem er nach Herzenlust rumbolzen kann, ohne Rücksicht auf kaputte Knochen nehmen zu müssen!

Dieser Hund macht einfach nur Spaß, weil er einfach nie erwachsen geworden ist. Und wir hoffen sehr, dass er uns noch ein paar Jährchen schenkt!

Wir lieben dich wie bolle, kleiner Brühwürfel! 

Grazi & Görk

Gescheiterter Versuch

Sofia war ja anfangs extrem hektisch, wenn es um’s Futter ging, so dass wir sie anfangs a) als erste im Esszimmer direkt vor der Küche fütterten und b) den Zugang zur Küche und damit zu den Näpfen der anderen Hunde versperrten.

Da das Mädel recht clever ist, hat sie sehr schnell alle Versuche eingestellt, an uns vorbei und an die Näpfe der anderen zu gelangen, um sich bei ihnen zu bedienen. Und nachdem sie realisiert hatte, dass sie wirklich jeden Tag morgens und abends reichlich zu fressen bekommt, legte sich auch die Hektik und sie inhalierte ihr Futter nicht mehr.

Schließlich konnte ihr Futterplatz in eine Ecke des Durchgangszimmers rechts neben der Küche wandern, wo auch Simba & Matilda ihre Näpfe stehen haben (einzig Mortisha wird in der Küche gefüttert), weil dort einfach mehr Platz ist.

Die Umstellung wurde ebenfalls schnell akzeptiert und schließlich lernte Sofi auch, dass sie warten muss und – ihrer Stellung im „Rudel“ entsprechend – als letzte gefüttert wird.

Da unsere Hunde nicht futterneidisch sind und wir uns darauf verlassen können, dass jeder brav sein Futter aufmampft (aus gesundheitlichen Gründen bekommt jeder was anderes), waren wir bereits vor Wochen dazu übergegangen, die gefüllten Näpfe einfach vor die jeweiligen Hunde zu platzieren und dann zu gehen… klappte ganz hervorragend und führt hier nicht einmal zu Stress, wenn die Wauzis nach dem Fressen die Näpfe der anderen kontrollieren und nachschauen, ob wider Erwarten doch was übrig geblieben ist. 

Tja… offenbar meinte Sofia nun, man könnte ja doch mal versuchen, sich am Futter eines anderen bedienen… und war dann noch so „dumm“, es ausgerechnet bei Mortisha zu versuchen.

Oh oh! Das gab einen mächtigen Anraunzer und Sofia sah zu, dass sie mit aufgerissenen Augen und einem bestimmt heftig klopfenden Herzen GANZ schnell Land gewann.

Hündin eingesammelt

Auf der Fahrt durch Müllekoven sahen wir plötzlich eine Hündin mitten auf einem Kreisverkehr verunsichert stehenbleiben…. ein uns entgegenkommender Wagen bzw. dessen Fahrer sah sie glücklicherweise gerade noch rechtzeitig und konnte bremsen, woraufhin die Hündin weiter ins Wohngebiet zu unserer Linken lief.

Da weit und breit kein dazugehöriger Mensch zu sehen war, hielt Görk und ließ mich aussteigen, damit ich ihr fix hinterherlaufen konnte.  Trotz eines unsicher-ängstlichen Gangs, wie ich ihn von Sofia kenne, wenn die es eilig hat, von einer „Gefahrenquelle“ weg zu kommen, lief die Kleine recht zielstrebig durch das Wohngebiet und hopste zwischendurch nur mal kurz über eine Straße, um einen Samojeden zu begrüßen, der gerade spazierengeführt wurde.

Leider kannte der Mann die Hündin nicht und wusste daher auch nicht, wohin zu gehörte. Also ging die „Verfolgungsjagd“ weiter. Als sie schließlich an einer Straßenecke stehenblieb und recht unschlüssig wirkte, konnte ich endlich soweit aufschließen, dass ich sie ranlocken konnte. Sie kam auch gleich freudig an und ließ sich bereitwillig anleinen.

Nur…wohin mit dem süßen Hundemädchen?

Einer älteren Dame, die gerade vorbeikam, kam die Hündin bekannt vor und sie war so nett, bei einer benachbarten Familie nachzufragen, derweil ich mich von ihr zu einem Haus führen ließ, vor dem sie gottergeben stehen blieb:

Ich habe dann mal auf Verdacht reihum im Haus geklingelt, bis mir ein älterer Herr aufdrückte, aus dessen Wohnung ein Bellen erklang. Auf Rückfrage meinte er, dass im Haus ein weiter Hund wohne…und zwar in der obersten Etage. Dort klingelte ich natürlich auch…und mir öffnete ein etwa 10-jähriges Mädchen im Nachthemd (Sonntagmorgen halt ),  das mir verdattert bestätigte, dass das IHR Hund sei.

Also Leine ausgeklinkt und die Hündin lief ganz selbstverständlich in die Wohnung. Das Mädchen hingegen war sprachlos. Ich habe ihr dann verraten, wo ich die Hündin entdeckt und aufgelesen hatte und ihr aufgetragen, ihre Eltern bitte auf dem Handy anrufen und ihnen zu sagen, dass die Hündin wohlbehalten zuhause angekommen sei,  da sie sie bestimmt gerade verzweifelt suchten.

Ich hoffe, die Eltern (oder wer auch immer mit der Hündin unterwegs gewesen war) hatten ein Handy dabei und wurden von dem Mädchen beruhigt.

ICH würde jedenfalls völlig am Rad gehen, käme mir einer meiner Hunde abhanden… vor allem bei dem Gedanken, dass sie mehrere Straßen überqueren müssen, um heimzukommen.

Die Hundebande in Müllekoven

Irgendwie kann ich nicht mehr behaupten, ein „Höllenquartett“ zu haben… dafür sind die Vier im Zusammenspiel einfach zu easy geworden. 

Die Spaziergänge sind bislang wirklich total entspannt und mein Ziel rückt in erreichbare Nähe, selbst bei Fremdhundbegegnungen weiterhin 2 Hunde anzuleinen und 2 Hunde im Freilauf zu lassen, ohne dass die Leinenlosen einfach zu den anderen Hunden hindüsen…egal was diese anstellen.

Heute galoppelte ein Ridgeback ca. 30 m von uns entfernt über ein Feld: Sofia fand das zwar hochspannend, blieb stehen und guckte rüber…. trabte dann aber doch lieber hinter uns her, als wir einfach kommentarlos weitergingen.

Gestern überholte uns eine Joggerin mit ihrem mittelgroßen Hund in etwa derselben Entfernung. Die Schnecke war total gebannt und rannte los, als das Team an uns vorbei war…ließ sich aber sofort abrufen.

Die folgenden Pics sind von gestern.

Ach ja: Da Sofia dauernd spielerisch in Görks Hände biss, zog der schließlich einen Handschuh aus und gab ihn ihr….
War das eine Freude! 

Wie wäre es mit anleinen?

Hat man mehrere Hunde dabei, gehen die Leute offenbar davon aus, dass alle verträglich sind und sich über jeden anderen Hund freuen. Meine sind ja auch verträglich…zumindest einzeln. Sie sind aber von Fremdhunden „not amused“, wenn sie in IHRER Gruppe unterwegs sind und gegenseitig aufeinander achten.

Und auch heute Nachmittag das alte Spiel: 10 Monate alter Golden Retriever-Rüde. Die Halterin hat von weitem gesehen, dass wir drei Hunde angeleint hatten und die Kleinste im Fuß lief, und hätte dementsprechend genug Zeit gehabt, ihren Junghund  anzuleinen, der – was in dem Alter nicht verwunderlich ist – noch nicht sicher im Gehorsam steht. Aber dann war sie zu nah dran und Sam wollte spielen. Nun denn…

Die Gute ist minutenlang hinter ihrem Hund hergerannt, der zu jedem Hund hinhopste (Mortisha mit Kniebandage versehen mittlerweile auf Görks Arm, um das Knie in ihrer Aufregung nicht weiter zu verletzen). Selbst Simba wurde angespielt, der bei einer Distanzunterschreitung von 1 m dann doch grollt. Hat der Goldie NICHT gerafft. *kopfschüttel*

Mit Sofias Hilfe, deren Leine Görk hatte fallen lassen, gelang es dann irgendwann, den jungen Rüden einzusammeln. SIE kommt schließlich, wenn man sie ruft. 

Plan nicht aufgegangen

An sich wollte ich meinen freien Tag wieder für ausgiebige Spaziergänge nutzen und u.a. mit den beiden jungen Hündinnen um den Sieglarer See wandern. Blöd nur, dass ich die Wetterlage nicht bedacht hatte und der Großteil der Wege überschwemmt war, so dass wir improvisieren mussten und stattdessen kreuz und quer über Felder, an der (reissenden) Sieg entlang und über den Damm laufen mussten.

Der erste Fremdhundkontakt lief dann leider auch nicht so wie gedacht: da vor uns eine Frau mit zwei Hunden lief (ein American Cocker und etwas Kleineres) rief ich zu ihr rüber, ob ich meine Hündinnen laufen lassen dürfe… sie seien verträglich. Die Frau blieb stehen, breitete die Arme aus und rief: „Von mir aus!“

Als Sofia aber freudig rüberlief und wild wedelnd vor dem Rüden stand, eiste der ein…und sprang ihr dann knurrend mitten ins Gesicht!

Welch Glück‘, dass das Mädel selbst auf so unfreundliche Artgenossen nicht entsprechend reagiert, sondern nur verunsichert (aber immer noch wedelnd) stehenbleibt…und sich dann sehr freut, abgerufen zu werden.

Später hatte sie dann wenigstens noch einen netten Kontakt (ruhig, aber freundlich) mit einer bedeutend größeren Hovawart-Hündin und sich sogar getraut, ihrem Herrchen „Hallo“ zu sagen… bis der sie streicheln wollte. 

Schleppleine adé!

Heute habe ich ganz mutig beschossen, dass wir keine Schleppleine mehr brauchen. 

Bislang hat Sofia immer sehr schön reagiert und ist beim Rückruf auch immer so nah rangekommen, dass ich ihr ohne weiteres ins Geschirr greifen konnte. Von daher denke ich, dass wir nun getrost auf diese zusätzliche Absicherung verzichten können.

Der erste Spaziergang „ohne“ lief auch sehr ordentlich. Allerdings habe ich sie vorsichtshalber frühzeitig gerufen und angeleint bzw. festgehalten, wenn Fahrradfahrer kamen oder bevor wir an Pferden (auf der Koppel) vorbeimussten. Man muss ja keine unnötigen Risiken eingehen…

Der nächste Testhund

Als mir zwei junge und sympathisch wirkende Frauen mit einem Dalmatiner und einem Schäfermix entgegenkamen, fragte ich natürlich gleich wieder, ob Sofia Kontakt machen dürfe, um sie dann abzurufen.  Sie durfte, wenn auch mit der „Warnung“, dass die eigene Hündin recht frech sei.

Ich also eine kleine Sicherheitsdistanz mit den Oldies reingebracht und dann das Sofichen laufen lassen, die gleich begeistert zu der Hündin hinlief. Die wirkte leicht angespannt, als sie die freudig wedelnde Sofia beschnupperte und dann langsam umkreiste.

Da offenbar kein Interesse an einem Spiel bestand, wendete sich mein Mädel schließlich ab und rannte beschwingt zu mir zurück… was die Schäferhündin zum Anlass nahm, sie grollend zu „verscheuchen“. Prompt eilte Matilda ihrer großen Schwester zur Hilfe, die – ihre Verfolgerin bemerkend – stehenblieb und den Spieß umdrehte, indem sie nun ihrerseits die Hündin gut gelaunt verjagte und nochmals versuchte, diese zum Spiel zu animieren, obwohl der Dalmatiner sich aufregte, weil sie nun IHM zu nahe gekommen war.

Neee, das brachte nix. Ich rief sie also ab…und Sofia kam tatsächlich prompt im Schweinsgalopp zurückgerast!

Auch wenn mein Trampeltierchen keine neue Freundschaft schließen konnte, hat mit dieser Austausch trotzdem gut gefallen: es hilft mir nämlich dabei, Sofias Verhalten und Reaktionen besser einschätzen zu können. Damit kann ich Risiken besser kalkulieren und einen groben Trainingsplan festlegen.

Ich befürchte aber, dass dieser Kontakt Matildas Ego einen zusätzlichen Schub gegeben hat: Wetten, dass sie nun meint, SIE hätte die andere Hündin verscheucht und ihr Rudel verteidigt?