Hündin eingesammelt

Auf der Fahrt durch Müllekoven sahen wir plötzlich eine Hündin mitten auf einem Kreisverkehr verunsichert stehenbleiben…. ein uns entgegenkommender Wagen bzw. dessen Fahrer sah sie glücklicherweise gerade noch rechtzeitig und konnte bremsen, woraufhin die Hündin weiter ins Wohngebiet zu unserer Linken lief.

Da weit und breit kein dazugehöriger Mensch zu sehen war, hielt Görk und ließ mich aussteigen, damit ich ihr fix hinterherlaufen konnte.  Trotz eines unsicher-ängstlichen Gangs, wie ich ihn von Sofia kenne, wenn die es eilig hat, von einer „Gefahrenquelle“ weg zu kommen, lief die Kleine recht zielstrebig durch das Wohngebiet und hopste zwischendurch nur mal kurz über eine Straße, um einen Samojeden zu begrüßen, der gerade spazierengeführt wurde.

Leider kannte der Mann die Hündin nicht und wusste daher auch nicht, wohin zu gehörte. Also ging die „Verfolgungsjagd“ weiter. Als sie schließlich an einer Straßenecke stehenblieb und recht unschlüssig wirkte, konnte ich endlich soweit aufschließen, dass ich sie ranlocken konnte. Sie kam auch gleich freudig an und ließ sich bereitwillig anleinen.

Nur…wohin mit dem süßen Hundemädchen?

Einer älteren Dame, die gerade vorbeikam, kam die Hündin bekannt vor und sie war so nett, bei einer benachbarten Familie nachzufragen, derweil ich mich von ihr zu einem Haus führen ließ, vor dem sie gottergeben stehen blieb:

Ich habe dann mal auf Verdacht reihum im Haus geklingelt, bis mir ein älterer Herr aufdrückte, aus dessen Wohnung ein Bellen erklang. Auf Rückfrage meinte er, dass im Haus ein weiter Hund wohne…und zwar in der obersten Etage. Dort klingelte ich natürlich auch…und mir öffnete ein etwa 10-jähriges Mädchen im Nachthemd (Sonntagmorgen halt ),  das mir verdattert bestätigte, dass das IHR Hund sei.

Also Leine ausgeklinkt und die Hündin lief ganz selbstverständlich in die Wohnung. Das Mädchen hingegen war sprachlos. Ich habe ihr dann verraten, wo ich die Hündin entdeckt und aufgelesen hatte und ihr aufgetragen, ihre Eltern bitte auf dem Handy anrufen und ihnen zu sagen, dass die Hündin wohlbehalten zuhause angekommen sei,  da sie sie bestimmt gerade verzweifelt suchten.

Ich hoffe, die Eltern (oder wer auch immer mit der Hündin unterwegs gewesen war) hatten ein Handy dabei und wurden von dem Mädchen beruhigt.

ICH würde jedenfalls völlig am Rad gehen, käme mir einer meiner Hunde abhanden… vor allem bei dem Gedanken, dass sie mehrere Straßen überqueren müssen, um heimzukommen.

Ein Gedanke zu „Hündin eingesammelt

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