Es muss weitergehen….

Unsere Mädels haben Simbas Verlust wirklich gut weggesteckt…. ich denke aber auch, dass es daran liegt, dass wir den Dicken mit nach Hause genommen haben, damit sie ihn noch mal sehen und an ihm riechen konnten.

Gerade für Sofia war mir das wichtig, die sonst immer sehr unruhig wurde, wenn Simba ohne sie weg ging und sie ihn offenbar „zurückerwartete“.

Matilda hatte sich an die tote Vega geschmiegt, bis der Bestatter kam. Dieses Mal reichte es ihr, an Simbas Schnütchen zu schnuppern…. als ob ihr nun klar war, dass er nicht mehr aufwacht.

Und Mortisha hat das nun schon so oft mitgemacht… *seufz* … sie hat an ihm geschnuppert und dann hat sie sich auf uns konzentriert. Hat die Spielzeugkiste peu a peu ausgeräumt, ein süßes Gesichtchen gemacht und uns zum Spielen aufgefordert.

Auch wenn ich immer wieder in Tränen ausbreche: es hilft doch sehr, noch die Mädels zu haben, die einen ablenken und um die man sich kümmern muss. Und dank der überschäumenden Lebensfreude der beiden „Jungspunde“ müssen wir – trotz schmerzlicher Erinnerungen und einem Gefühl der Leere – immer wieder lachen. Dafür sind wir wirklich dankbar….

Farewell, Simba!

Simba
01.03.2007 – 27.09.2017

Trotz der schlimmen Diagnose, die seit Monaten wie eine schwarze Wolke über uns hing, kam das Ende ganz plötzlich und überraschend: tags zuvor ist unser kleines Bärchen noch gut gelaunt unterwegs gewesen und hat bis in die Abendstunden mit seinen Mädchen gespielt…. gestern morgen dann der Zusammenbruch.

Wir haben gekämpft. Weiss Gott, was haben wir gekämpft.

Doch in den frühen Abendstunden mussten wir uns geschlagen geben. Die Schmerzen waren zu schlimm, unser Liebling hat gelitten, es gab keine Chance mehr.

Wir stehen immer noch unter Schock…. schwanken zwischen unglaublichem Schmerz und ohnmächtiger Taubheit.

Unser Simbelchen ist nicht mehr bei uns. Unser kleiner Brühwürfel… Mortishas großer kleiner Bruder, Matildas lustiger Onkel, Sofias Halt und Sicherheit. Stets gut gelaunt und ausgeglichen, absolut souverän und gelassen…. solange niemand seine Mädchen belästigte.

Wie soll das Leben nur ohne dich weitergehen?

Du kamst als Pflegehund, weil dir in Frankreich die Tötung drohte. Doch als wir dich das erste Mal sahen, wussten wir schon, dass wir dich nicht mehr hergeben konnten…. auch wenn wir uns das anfangs nicht eingestehen wollten.

Dies ist nun 8 Jahre her…. und in der Zwischenzeit haben wir mit dir so viel Schönes erlebt, haben so oft über dich albernen Klotzkopf gelacht, haben dich geherzt und geknuddelt… dass der Schmerz, unser Leben nicht mehr mit dir teilen zu dürfen, unerträglich scheint.

Du gehörst zu uns. Für immer. In unseren Herzen und in unseren Erinnerungen.

Weinend,
Grazi & Görk

mit Mortisha, Matilda & Sofia

Sicherheit im Auto

Vor Jahren hatten wir uns – für den Fall, dass einer der Hunde auf der Rücksitzbank transportiert werden muss – einen stabilen Automatik-Hundegurt gekauft, der sich locker ein- und abrollt, bei starkem Zug aber sofort einrastet. Dieses stabile Sicherheitssystem hat uns wirklich gute Dienste geleistet, doch in letzter zeit verkantete es sich immer öfter und ließ sich schließlich gar nicht mehr bewegen…. als Görk es dann mal auseinandergebaut hat, fielen ihm einpaar abgebrochene Plastik- und Metallteile entgegen. Reparatur unmöglich. Ein Fall für die Mülltonne.

Wir haben zwar zusätzlich auch einen „Leinenadapter“, den man am normalen Sicherheitsgurt befestigt und an ein Hundegeschirr einklinkt, doch kam mir der nie so schrecklich sicher vor. Ich hätte also gerne wieder so eine Gurt mit  Aufroll-Automatik gehabt.

Bei einer kleinen Internetsuche musste ich aber leider feststellen, dass es nur wenige Anbieter für solche Gurte gibt….und diese – damals schon teuer – mittlerweile unverschämt viel kosten. Und dafür dass die Hunde nicht allzu häufig im Nissan mitfahren, sind mir knapp 100 € pro Stück echt zu viel! Zumal wir davon ja eigentlich mind. zwei bräuchten.

Doch welche Rückhaltesysteme gibt es sonst noch?

Im Grunde bekommt man nur noch Leinenstücke, die mit einer ganz normalen Schlosszunge, wie man sie von handelsüblichen Dreipunktgurten kennt, in das Gurtschloss gesteckt, und mit einem Karabiner am Hundegeschirr befestigt werden. Einige haben Ruckdämpfer, andere nicht, wieder andere haben ein nettes Design und schöne Farben…. doch irgendwie überzeugten sie mich alle nicht.

Insbesondere die Karabiner wirken nicht besonders robust und außerdem gefallen mir die einfachen Stecksysteme nicht. Zum einen haben die Hunde dann kaum Bewegungsfreiheit, zum anderen kann man sich dabei nicht die Sperrklinke der normalen Gurte nicht zunutze machen.

Letztendlich bin ich dann aber bei Kleinmetall fündig geworden.

Hier gibt es für einen annehmbaren Preis Leinenstücke, die mit Schraubverschlüssen am eingesteckten Sicherheitsgurt befestigt werden.  Da mir dieses System am ehesten zusagt, habe ich gleich zwei davon bestellt…. und war mehr als baff, als sie heute angekommen sind: DAS nenne ich mal Qualität!

Die Leinenstücke bestehen aus wirklich breitem und dickem Gurtband mit einem schweren und drehbaren Karabiner sowie stabilen Schraubverschlüssen. Das ist – zum dem bereits vorhandenen Leinenstück eines anderen Herstellers – ein Unterschied wie Tag und Nacht!

Ic bin jedenfalls begeistert und fühle mich nun wieder sicherer, wenn ich mit dem kleinen Wagen unterwegs bin und die Hunde mitfahren.

kleiner Etappensieg

Mitte Juni haben wir mit dem „Nachbarschaftstraining“ begonnen und in Minischritten versucht, Sofia soweit an Umweltreize (Menschen, Mülltonnen, Autos, Geräusche etc. pp) zu gewöhnen, dass sie sich hinauswagt und ihre Angst überwindet.

Heute war es dann soweit: Wir haben es tatsächlich geschafft, den ganzen Stichweg rechts von unserem Haus relativ zügig entlangzugehen und auf die Parallelstraße abzubiegen. Ab diesem Punkt wurde es für Sofia aber richtig gruselig: kurzes Einfrieren…. doch dann siegte die Neugier und sie WOLLTE weiter! Immer fluchtbereit, leise wimmernd, fast auf dem Bauch kriechend… doch sie ist von sich aus weitergegangen, hat in Vorgärten und Einfahrten reingeschaut und geschnuppert. Waaahnsinn!

Nachdem wir in den nächsten Stichweg abgebogen waren und uns auf dem Rückweg befanden, richtete sie sich wieder etwas auf und beschleunigte ihren Schritt. Jetzt wollte sie nur noch schleunigst nach Hause.

Genau in diesem Moment fiel mir aber der Leckerchenbeutel auf den Boden, den ich gerade für Simba ausgepackt hatte, der als moralische Unterstützung mit dabei war. Und was tat Sofia? Schnappte sich den Beutel und tänzelte damit hocherfreut los!

Da fiel mir wieder der Rat einer Presa-Züchterin ein, mit der ich mich über Sofias Angstproblematik unterhalten hatte: sie hat sehr gute Erfahrungen damit gemacht, mit einem Futterbeutel / Dummy zu arbeiten. Ihre sehr triebigen Hunde lieben es, diese Teile zu jagen, zu tragen und zu schütteln. Die Serotonin-Ausschüttung ist bei entsprechendem Trainingsaufbau dann so hoch, dass Situationen oder Objekte, die ihnen eigentlich Angst machen, in den Hintergrund treten und mit der Zeit uninteressant werden.

Das könnte der nächste Trainingsansatz sein! Einen Futterbeutel habe ich jedenfalls noch, den ich ausschließlich für dieses Training verwenden und positiv belegen kann.

Sofias Reaktion, als ich sie auf den letzten 30 m abgeleint habe, macht mir nämlich Hoffnung: sie hopste begeistert los, schüttelte den Beutel, rannte bis zu unserer Haustür…und hat sich dann sogar wieder – spielerisch hüpfend – zu mir auf Straße rufen lassen!

Das war ein ganz toller Abschluss dieser Übungseinheit und ich bin mir sicher, dass Sofia jetzt schnell größere Fortschritte machen wird. Diese 350 m einmal um den Block waren jedenfalls eine Riesenleistung für unser Mädchen!

Wahner Heide

Bei leicht üsseligem Wetter ging es in die Wahner Heide…. weit und breit kein Mensch zu sehen, dafür genossen wir die Ruhe und die wunderbaren Farben. Und die Hunde hatten ihren Spaß, vor allem als wir auf dem „Sandhügel“ waren. Selbst Simba hat sich sogar dazu hinreissen lassen, Sofia zu jagen, die daraufhin dermaßen ausgetillt ist, dass sie kaum noch zu bremsen war!

Blöderweise hat sie dabei die arme Mortisha dermaßen unglücklich erwischt, dass die einen Salto gemacht hat und voll auf’s Gesicht geknallt ist.

Bis auf  etwas Sand im rechten Auge und Ohr ist dem Ömchen aber glücklicherweise nichts passiert. Hapuuuuh!

 

Neues Geschirr

Nach meiner Reklamation hatten die Hersteller sofort reagiert, sich vielmals entschuldigt und es zur „Chefsache“ gemacht. Die Geschäftsführerin wollte das Geschirr höchstpersönlich neu anfertigen, war allerdings der Meinung, dass der Rückensteg – wie von mir bestellt – zu lang sei. Laut ihrer Formel müsste der nämlich gut 4 cm kürzer sein…. doch damit hätte er dieselbe Länge wie Matildas altes und viel zu kurzes Geschirr gehabt.

Das Problem mit den Formeln ist ja, dass die meist nur bei typischen Vertretern ihrer Rasse funktionieren bzw. nur bei vernünftig proportionierten Hunden. Matilda hat aber ein zartes Köpfchen sowie einen schmalen Hals, dazu einen vergleichsweise mächtigen Brustkorb und einen ellenlangen Rücken. Ich hatte also auf den von mir vorgegebenen Maßen bestanden. 

Bei meiner Rückkehr aus Wissen war das neue Geschirr auch schon da: Ich habe es gleich in Augenschein genommen und sofort festgestellt, dass es im Ganzen sehr sauber verarbeitet ist und einen guten Eindruck macht. Auch den „Häng-Test“ hat es bestanden…. es dreht sich zwar ein kleines bisschen, doch liegt das an der flexiblen Triangel-Verbindung.

Am Hund sitzt es auch gut: der Rückensteg (der auch nach Görks Meinung für Matilda genau die richtige Länge hat) wölbt sich nicht mehr so massiv, sondern liegt schön an, solange die Kleine nicht rumkaspert oder den Kopf zu hoch trägt.

Den Praxistest hat das Geschirr ebenfalls bestanden. Kein Verrutschen, kein Verheddern.

Kurz und gut: SO hatte ich mir das vorgestellt! 

Von daher an großes Lob an Blaire, die sich so schnell und unbürokratisch um die Reklamation gekümmert, sofort ein neues Geschirr angefertigt und gleich einen Retourenschein für das kostenfreie Zurücksenden beigelegt haben.

Wolfswinkeler Hundetage 2017

In diesem Jahr haben die Wolfswinkeler Hundetage ihr 25. Jubiläum gefeiert!

Da diese Veranstaltung mittlerweile mit zig Seminaren und Kursen konkurrieren muss, ist es wieder bei dem kleineren Schützenhaus geblieben, doch war der Raum mit über 80 Teilnehmern proppenvoll.

Diesjähriges Thema war „Die Motivation beim Hund“ und wir haben in vielen spannenden Fachbeiträgen thematisch geballte Informationen zum Hund, aber auch zu Wildcaniden wie Füchsen und Wölfen bekommen. Zitat von der GfH-Website:

„Die Motivation beim Hund ist ein breiteres Thema auch unter Ausbildern und Trainern. Beispielsweise wird die Rolle der Futterbelohnung leidenschaftlich diskutiert, oder das sogenannte „Will to Please“. Bei dem Seminar ging es um Grundlagen, wie den neuronalen Prozessen, die bei der Motivation eine Rolle spielen, um praktische Fragen der Ausbildung und Erziehung, um den Aspekt, wie die wilden verwandten des Hundes wie Wolf und Fuchs leben, oder wie Straßenhunde ihren Tag strukturieren und gestalten. Auch Aspekte wie Wohlbefinden, Stress und Aggression wurden beleuchtet und die Wechselwirkung von Halter und Hund aufgegriffen.“

Referenten waren in diesem Jahr: Frank Rosenbaum, Micha Dudek, Iris Schöberl, Robert Mehl, Dag Frommhold, Jan Nijboer, Detlef Busse und Stefan Kirchhoff.

Matilda hätte sich als Referentin aber auch gut gemacht, oder? 

Hätte sie was zu sagen gehabt, wäre sie vielleicht auch nicht ganz so grummelig gewesen: die kleine Maus hat in den drei Tagen mehr geknurrt als in ihren ganzen drei Lebensjahren davor!

Da auch während der Vorträge immer viel los ist und sie auf eine Leinwand projizierte Videos von Wölfen oder von spielen Hunden leise grummelnd kommentieren musste, kam sie nicht wirklich zur Ruhe. Und ein vor und hinter ihr rumhampelndes Kind findet sie irgendwann auch nicht mehr witzig, vor allem wenn es dauernd mit den Fingern schnipst, mit der Zunge schnalzt, mit den Füßen vor und zurück schwingt, auf dem Boden rumrobbt oder vor der Leinwand rumtanzt… und schließlich einen Poncho anzieht, den es rumschwenkt, während es vornübergebeugt auf den Hund zuläuft. *grmpf*

Um die Wahrheit zu sagen, war auch ICH mehr als genervt, weil ich mich gerne auf den Vortrag seines Vaters konzentriert hätte, der bewunderswert ruhig geblieben ist und seinen Sprössling komplett ignoriert hat, selbst wenn der seine Nase an seinen Arm drückte. Trotzdem hätte mich zumindest ein mahnendes Wort der Mutter gefreut…. das leider erst kam, als das Kind sich den Laserpointer geschnappt hat.

Nun gut, hier noch fix die Referenten und ihre Beiträge!

Frank Rosenbaum -> „Motivation – Segen und Fluch zugleich“

Diensthundeführer bei der Polizei in NRW, dessen derzeitiger Diensthund eine triale Ausbildung als Schutzhund, Rauschgiftspürhund und Personenspürhund hat; Ausbilder und Prüfer im Polizeidiensthundewesen sowie Betreiber einer eigenen Hundeschule; Dozent und Mitglied der Prüfungskommission am Deutschen Institut für Tierpsychologie & Tiernaturheilkunde (DIFT) und amtlich anerkannter Sachverständiger für Sachkundenachweise sowie für Leinen- und Maulkorbbefreiung.

Micha Dudek -> „Die unstillbare Neugier der Wildcaniden“

Tierökologe, freiberuflicher Buchautor, Fotograf, Gutachter, Referent, Umweltpädagoge und Exkursionsleiter von Hamburg bis Yellowstone. Als Ökologe und Säugetierspezialist konzentriert er sich primär auf Wölfen, Kojoten und ihre Verwandtschaft, arbeitet aktuell an einem Tierökologischen Fachgutachten in Hamburg mit besonderem Schwerpunkt auf bewertungsrelevante Säugetierarten wie Fischotter und Fledermäuse.

Iris Schöberl -> „Der Spiegel am anderen Ende der Leine – wie wir über unsere Stimmung Hunde (de)motivieren können“

Verhaltensbiologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Mensch-Tier-Beziehung, Uni Wien; ihr Hauptaugenmerk bezieht sich auf Stressmanagement und Mensch-Hund-Beziehung; selbstständige Hundeverhaltensberaterin mit den Schwerpunkten Bindungs- und Beziehungsaufbau, Stressmanagement, Angst und Aggression; Mitbegründerin und Präsidentin der Vereinigung Österreichischer HundeverhaltensTrainerInnen und Prüfungskommissionsmitglied für den tierschutzqualifizierten Hundetrainer in Österreich; darüberhinaus ist Familienberaterin und systemischer Coach, weil der Hundehalter eine wesentliche Rolle in der Arbeit mit Mensch-Hund-Teams spielt.

Robert Mehl -> „Die Rolle der Motivation in der Lernpsychologie aus neurobiologischer Sicht“

Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.); Dozent und Leiter bei ‚dogument‘ sowie Dozent bei ‚D.O.G. People‘ (Ausbildungszentren für Hundetrainer); freiberuflicher Referent, Coach und Berater; Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln; mit seiner Zusatzausbildung als ‚Systemischer Berater und Familientherapeut‘ und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ arbeitete er als Psychologe und Therapeut mit seiner zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendstrafanstalt mit jungen Straftätern.

Dag Frommhold -> „Füchse – soziale Überlebenskünstler“

Informatiker; engagiert sich aber seit Jahren im Tierschutz insbesondere für Füchse; Autor von jagdkritischen Büchern; arbeitet als Ansprechpartner für die Themenbereiche Füchse, andere Beutegreifer, Pelztiere und Jagd mit verschiedenen Tier- und Naturschutzorganisationen zusammen.

Detlef Busse -> „Das 90 Sekunden Spiel“

ehemaliger Tierpfleger und Cheftiertrainer im Zoo Hannover; Experte und Sachkundeprüfer für Terraristik und Aquaristik; gibt Seminare für Tierparks; Verhaltensberater und Trainer; eigene Schule für Hundehalter.

Jan Nijboer -> „Motivation oder Motivieren“

Dozent, Hundeerziehungsberater und Buchautor; bildete in den Niederlanden Servicehunde und Trainer aus; Begründer des Natural Dogmanship; Gründungsmitglied des Europäischen Verbands der HundeErziehungsBeraterInnen e. V.

Stefan Kirchhoff -> „Was motiviert Straßenhunde, sich dem Menschen anzuschließen?“

Buchautor; stellvertretender Projektleiter beim Tuscany Dog Projekt: eigene Hundeschule; ehemaliger Leiter eines Tierheims , Ausbilder für das TH und Mitglied im Prüfungsausschuss der Tierpfleger.

Im Wald verlaufen

Da unsere für die Wolfswinkeler Hundetage im März (!) gemietete Ferienwohnung knappe 10 Tage vor Seminarbeginn wegen Doppelbuchung nicht bezogen werden konnte, sind wir in einer angeblich vergleichbaren Alternativwohnung in Schönestein-Biesenstück untergebracht worden…. nur so viel sei gesagt: die Behauptung des Vermieters war eine schamlose Lüge.

Zumindest für die Hunde ist die Gegend nicht schlecht, zumindest sobald man die Landstraße sicher überquert hat und  Pferdekoppeln vorbei den Berg hochläuft, bis man am Wald landet.

Vor Beginn des Seminars wollten wir mit Felix (rumänisches Schiefgesichtchen) und Matilda natürlich schön und lange spazierengehen. Das hat auch gut geklappt.  Na ja… wenn man ein 2-stündiges Herumirren im Wald ohne die geringste Ahnung, wo man sich befindet, mit einem Spaziergang gleichsetzt. 

Glücklicherweise sind wir irgendwann wieder über Wanderpfadmarkierungen gestolpert und ihnen zufälligerweise in die richtige Richtung gefolgt! Die Erleichterung war groß, als wir tatsächlich an unserem Startpunkt gelandet sind….

Auslöser gefunden?

Seit dem Wochenende hat Matilda wieder einen Allergieschub: vor allem Brust, Rippenbögen, die Rückseiten der Vorderläufe und alle Pfoten waren plötzlich knallerot, juckten aber erstaunlicherweise nicht allzu heftig. Die Rötung ist zwar größtenteils verschwunden, hält sich aber hartnäckig auf der Brust, so dass ich ihr kein Geschirr anziehen mag.

Görk und ich haben seit gestern hin und her überlegt, was der Auslöser sein könnte…. doch wir waren weder in einer völlig anderen Ecke spazieren, noch haben wir das Futter, die Leckerchen noch das Waschmittel gewechselt! Mir kam es aber irgendwie seltsam vor, dass der Schub zeitgleich mit dem  Urlaub meines Göttergatten begonnen hat. Sprich: seit er uns natürlich auf den großen Runden begleitet. Also… was ist anders?

Als wir dann heute morgen an einem Maisfeld vorbeigekommen sind, Görk wie selbstverständlich einen Maiskolben pflückte und ihn gerade für die Hunde zerteilen wollte, schauten wir uns plötzlich an: „Der Mais!“

Yep… das wird es wohl gewesen sein…. meinte zumindest auch unsere Tierärztin, bei der ich wegen der „Rest-Rötung“ heute eh noch vorbeigefahren bin. Wir haben jetzt erst mal ein Cortison-Spray (Cortavance) bekommen, das wir nur seeeeehr restriktiv benutzen sollen. An drei Tagen je ein Sprühstoß mitten auf die Brust, das sollte für das kleine Tierchen (das mittlerweile ganze 12,4 kg wiegt) reichen.