Simba geht es besser

Ich frage mich wirklich, warum es so schwer ist, Arzneimittel für Tiere zu entwicklen, die ihnen gut schmecken?

Die Emeprid-Lösung, die man Hunden (so wie MCP-Tropfen bei Menschen) oral verabreicht bei Erbrechen, Gastritis und dergleichen, schmeckt offenbar so scheusslich, dass ich es nur ganze 2 Tage lange geschafft habe, sie Simba einzuflößen! Sobald ich ihm das Zeug mit einer Spritze ins Maul gegeben habe, hat er sich heftigst geschüttelt und dabei die dollsten Grimassen geschnitten…. sprich: mindestens die Hälfte des Medikaments ist  auf der Couch und auf mir gelandet. 

Da mir von o.g. Humantropfen bei Übelkeit NOCH schlechter wird und ich mich nur zu gut in mein armes Hundchen reinversetzen kann, habe ich ihn nicht weiter damit gequält.

Das Sucrabest (ein Humanpräparat) gibt es glücklicherweise in Tabletten-Form, so dass ich es Simba problemlos geben konnte. Und tatsächlich: es geht ihm wieder besser und er frisst wieder!

Hoffentlich nur ein beleidigter Magen!

Da Simba seit ein paar Tagen nur noch zögerlich – wenn überhaupt – frisst, er sich aber nicht den Magen verdorben hat,  machen wir uns langsam Sorgen. Schreitet der Krebs nun doch in größeren Schritten voran? Der Bub ist in den letzten Monaten doch erheblich ruhiger geworden, ist schneller erschöpft, spielt draußen kaum noch mit den Mädels. *seufz*

Trotz des leicht tonnenförmigen Bauchs (durch das Cortison) hat das Simbelchen wieder abgenommen und ist runter auf 34,6 kg.  Ansonsten machte er auf die TA aber einen erstaunlich guten Eindruck und selbst bei genauestem Antasten konnte sie nichts fühlen, was da nicht hingehört. 

Da mein Babymann ja doch einen ordentlichen Medikamentencocktail bekommt, was den Magen auf Dauer durchaus beleidigen kann, setzen wir nun alles, was nicht unbedingt notwendig ist, ab: er bekommt also nur noch seine Herzmedis und das Cortison!

Für ein paar Tage gibt es dazu aber etwas gegen Übelkeit und Magengeschwüre sowie eine Weile einen Magenschutz. Sollte Simba danach immer noch nicht fressen wollen, wird weiterführende Diagnostik gemacht (Röntgen und Ultraschall).

Judorolle

Trotz ihres fortgeschrittenen Alters und einem meist eher gemütlichen Tempo beim Spaziergang, liebt Mortisha es, zwischendurch etwas gefordert zu werden und kleine „Kunststückchen“ (wie ihre formvollendete Judorolle) auszuführen:

Mutprobe

Heute habe ich es gewagt und bin einfach mal vom Siegdamm aus bis an den Rand Meindorfs gegangen. Da Sofia beim Anblick der ersten Häuser nicht gleich in Panik verfallen ist, dachte ich mir „Augen zu und durch!“ , habe sie zwischen Simba und Mortisha genommen und bin zügig losgestapft, während Matilda mitten auf der Straße munter vor uns hertrippelte.

Das Sofel war zwar ängstlich, hat aber nicht komplett dicht gemacht und auch nicht die dicken Pfoten in den Boden gestemmt.

Kribbelig wurde es, als uns auf dem Bürgersteig zu unserer Linken (rechts steht eine Pferdekoppel, so dass wir nicht ausweichen konnten) ein alter Mann mit einem kläffenden Kleinhund entgegenkam: ich befürchtete, Morty könne zurückblaffen und damit unser Angsthäschen noch weiter verschrecken. Doch sie benahm sich vorbildlich, pustete nur ein bissel die Lefzen auf und trabte weiter.

So sind wir dann tatsächlich die ganzen 370 m durch’s Dorf gelaufen, bevor wir wieder in die Felder Richtung Sieg abbiegen konnten und die Anspannung endlich von Sofia abfallen konnte!

Ich finde, sie hat sich echt wacker geschlagen!

Naturschauspiel

Als die Hunde und ich entlang der A 565 an einem frisch abgemähten Feld entlangstapften, erhob sich plötzlich ein paar Meter vor uns ein Greifvogel, der mir vorher nicht aufgefallen war…. um dann im Tiefflug (nur wenige Zentimeter über dem Boden) über den Schotterweg vor uns her zu fliegen und schließlich ca. 50  weiter zu landen.

Dieses Schauspiel wiederholte sich noch einmal, als wir uns diesem Zwischenlandeplatz näherten.

Ich konnte zwar nicht erkennen, um was für einen Greifvogel es sich handelte, doch war ziemlich klar, dass er „fette Beute“ gemacht haben musste, mit der er nicht wirklich hoch fliegen konnte, um sie in Sicherheit zu bringen.

Leider konnten wir dieses Wegstück auch nicht umgehen, um den Greif nicht weiter zu stören, ohne über den Acker zu stiefeln und knöcheltief darin zu versinken… als wir dann erneut zu nah kamen, hatte der arme Vogel wohl die Faxen dicke und flog weg.

Wie vermutet, hatte er seine Beute am Wegesrand zurückgelassen. Ich habe zwar nicht zu genau hingeguckt, aber ich vermute es war ein junger Feldhase, dem ein blutiges Loch in den Nacken geschlagen worden war….

Kleiner Kotzbrocken

Das Geburtstagsmogel hat mir gestern noch „Freude“ gemacht, und zwar kurz bevor ich eigentlich hätte zur Arbeit fahren müssen!

Hatte an alle Wauzis dicke Kaurollen verteilt. Kurz darauf war ich im Bad und hörte Husten und Würgen. Mortisha. Sie hatte 2x auf’s Wasserbett gekotzt und die Bescherung natürlich wieder gefressen. Ich also hektisch die Laken abgezogen und die Kellertreppe runtergeworfen… in dem Moment hustete und würgte Morty erneut. Auf den Teppich! Während ich Zewas und Lappen holte, fraß sie das Erbrochene wieder auf.

Ich durfte also den Teppich schrubben, wohl wissend, dass ich meinen Bus nicht mehr erwischen würde. Da machte Mogi noch ein paar Schritte… und kotzte wieder auf den Teppich, um das bisschen prompt wieder aufzuschlabbern.

Bah! Eklige kleine Wutz! An ihrem Geburtstag! Damit ich sie so richtig lieb habe! *grmpf*

Meine Kollegen haben doch sehr gelacht, als ich den Grund für meine Verspätung erzählt habe. War ja klar: „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.“ 

Happy Birthday, Mortisha!

Nie hätten wir gedacht, dass unser kleines Montagsmodell ein solch stolzes Alter erreichen würde, aber sie hat es
– allen gesundheitlichen Problemen zum Trotz – geschafft und feiert heute ihren 12. Geburtstag!

Eigentlich wollte ich heute ein ganz aktuelles Foto vom Morgenspaziergang einstellen, aber da es hier seit Stunden
wie aus Eimern schüttet und wir darauf warten, dass der Regen wenigstens ein bisschen nachlässt, lassen wir das.
Im Augenblick ist uns allen eher danach, uns wieder unter die Decken zu verziehen und zu kuscheln.

Und gekuschelt wird hier nie zu knapp!

Das kleine Ömchen genießt die ruhigen Momente immer mehr und es freut uns total, dass sie auf ihre alten Tage
nicht nur eine weitere Hündin im „Rudel“ akzeptiert hat, sondern ihre Gesellschaft regelrecht genießt… vor allem wenn
ihr Sofia die Ohren und Augen abschlabbert.

Sie genießt es aber auch, mit den anderen zu spielen, insbesondere mit dem kleinen Gremlin geht es hier wirklich
noch jeden Tag rund! Morty findet es aber auch ultrawitzig, sich auf die Großen zu stürzen, wenn die irgendwo liegen,
und ihnen gutgelaunt in die Lefzen oder die Wamme zu beissen.

Der kleine Satansbraten ist wirklich ein Phänomen: die Hinterläufe werden immer schmaler, sie wird immer wackeliger
und langsamer…. aber das kümmert sie herzlich wenig! Sie glaubt immer noch, Bäume ausreissen und überall (nicht
nur bei uns zuhause) den Ton angeben zu können. Ob nun aufdringliche Hunde oder gruselige Fahrräder und Menschen.
Mit ihr sollte sich niemand anlegen! 

Kleine Mortadella… mach‘ bitte noch gaaaaanz lange so weiter!
Wir lieben und wir brauchen dich. 

Deine Hundemama und dein Hundepapa
und der Rest der Bande

Sofias Impfung

Da es in unserer Tierarztpraxis gerade etwas ruhiger zuging, habe ich mich mit Sofia und Simba (als moralische Unterstützung) ins Wartezimmer gesetzt… und sie hat sich erstaunlich tapfer geschlagen!

Anfangs war sie natürlich sehr aufgeregt und schreckhaft, doch war sie sehr an den freundlichen Mitpatienten interessiert und legte sich dann irgendwann brav neben Simba, der beim Tierarzt ja eh immer die Ruhe weg hat.

Im Behandlungsraum durfte sie natürlich erst mal wieder alles in Ruhe inspizieren, stapfte freiwillig bzw. mit Hilfe von Leckerchen auf den Tisch und bekam es erst mit der Angst zu tun, als der Tisch hochgefahren wurde. Sie ließ sich aber brav von mir festhalten und beruhigen… die Impfung selber hat sie dann gar nicht richtig mitbekommen.

Btw: Sie hat übrigens einen baskischen Impfausweis, was die Ärztin vorher auch noch nie gesehen hatte. Ohne spanische und englische Übersetzungen hätten wir NICHTS verstanden!

Auf die Waage haben wir die beiden Wauzis natürlich auch noch fix gestellt. Sofia hat ein bissel zugenommen und wiegt mittlerweile 30,6 kg. Aber auch Simba konnten wir wieder etwas auffüttern, weil er mir zu rappelig geworden war. Er ist jetzt wenigstens bei 35,4 kg angelangt und sieht wieder ganz passabel aus.