An der Siegfähre

Ganz entspannt unterwegs mit kleiner Pause an einer abgelegenen Sieg-Bucht, wo es für alle Äpfelchen gab und wir einen Schwung Erpel beobachten konnten, die ganz unauffällig ein paar Enten hofierten.

Seminar „Stress und Bindung“

Nachdem mir das letzte Seminar bei Silvana Morinelli so gut gefallen und ich zufälligerweise gerade Urlaub hatte, als der nächste Rheinland-Termin stattfand, habe ich natürlich gleich dran teilgenommen.

Der Start lief etwas chaotisch, weil die Firmeninhaber, die den Seminarraum zur Verfügung stellen wollten, den Termin vergessen hatten und auf die Schnelle niemanden nach Troisdorf schicken konnten, um aufzuschließen. Also haben wir gewartet, bis alle Teilnehmer da waren….und sind dann in Kolonne zu dem Trainer Stefan Engels nach Hause gefahren, wo – Mehrgenerationenhaus sei Dank – die sehr sympathischen Eltern bereits spontan die Möglichkeit geschaffen hatten, in dem wunderschön ausgebauten Dachboden das Seminar stattfinden zu lassen.

Wir alle wurde nicht nur herzlich willkommen geheißen, sondern auch bestens mit Getränken, Kuchen und Knabberzeug versorgt…. und als kleine „Wiedergutmachung“ (die gar nicht nötig gewesen wäre) wurde in der großen Pause sogar lecker gegrillt – und ich weiß jetzt ENDLICH, woher man den besten Grillkäse überhaupt herbekommt!

Das Seminar selber war wieder sehr locker, spannend und war nicht nur eine willkommene Auffrischung eines wichtigen Themenkomplexes, sondern bot auch einige neue Infos.

Wahner Heide

Nach langer Zeit mal wieder ein Spaziergang in der Wahner Heide. 

Da es recht warm war, sind wir erst mal im Schatten des Telegraphenberges geblieben und haben die Runde über die offene Heidelandschaft relativ kurz gehalten. Über den bei den Hunden geliebten Sandhügel sind wir gar nicht gelaufen, weil auf der anderen Seite eine Herde Schafe und Ziegen im Schatten der Bäume graste…. und Matilda sie recht schnell in der Nase hatte. 

Vios Portrait

Drei Tage, bevor Violetta 29 Jahre alt geworden wäre , ist das Portrait angekommen, dass die liebe Teresa von unserem ersten gemeinsamen Sternenhund gezeichnet hat. Görk hat, genau wie ich, sofort glänzende Augen und ein strahlendes Lächeln bekommen. 

Das Vorlagenfoto war ihm Laufe der Jahre etwas verblasst, doch dank anderer Fotos, auf denen man Vios Fellfarbe gut erkennen konnte, ist keine Schwarz-Weiß-Zeichnung draus geworden. Und so haben wir das nächste wunderschöne Bild eines unserer Lieblinge mit all den damit verbundenen wunderschönen Erinnerungen bekommen. Das ist unbezahlbar! 

Social Walk

Da wir gerade Urlaub haben, wie üblich zuhause geblieben sind und einfach nur entspannen, hatte Görk heute mal die Möglichkeit, uns zur Hundeschule zu begleiten. Locken konnte ich ihn allerdings auch nur, weil keine „normale“ Übungsstunde angesagt war, sondern ein Social Walk vom Klärwerk in Schwarz-Rheindorf bis zur Siegmündung.

Wer wollte und einen hundewiesentauglichen Hund dabei hatte, durfte bis zur Nordbrücke über die Hundefreilauffläche laufen, während der Rest der Truppe über den Rheindamm lief. Ein Angebot, das wir angenommen haben, da Sofia durch das Warten am Sammelpunkt (Wanderparkplatz) arg gestresst war: viele Menschen sowie gelegentlich Fahrradfahrer, Autos und Baustellenfahrzeuge hatten ihr schon zu Beginn soviel Angst gemacht, dass sich Görk mit ihr entfernt hatte, um ihr etwas Ruhe zu verschaffen. Als es dann endlich los ging, durfte sie sich den Stress erst mal auf der Hundewiese „runterlaufen“ und auch mal kurz an den Rhein, um zu trinken.   

An der Nordbrücke traf man sich dann wieder und wir gingen im losen Verbund weiter. Bis auf unsere beiden Mädels mussten alle Hunde an der Leine bleiben: Matilda klebt ja eh an mir und ignoriert alle anderen und Sofia wäre inmitten einer Gruppe zu stark gestresst und konnte so ihren eigenen Wohlfühlabstand wählen. Nur so konnte sie dann auch mal auch sich rausgehen und zwischendurch mal ganz mutig zwischen den Hunden und Menschen laufen. Da sie „everybody’s darling“ ist und weder Vier- noch Zweibeiner belästigt, ist das auch für niemanden stressig.

So ging es dann munter vor uns hin quatschend in aller Gemütlichkeit und mit einem Zwischenstopp an einem Kiesstrand bis zur Siegmündung, wo dann die meisten Hunde abgeleint wurden und spielen, buddeln, platschen oder – im Falle der Labradore – sogar schwimmen konnten. Selbst Matilda hatte Spaß und fand es toll, ins flache Wasser geworfene kleine Stöckchen rauszufischen und die dann zu zerfleddern.  

Ein wirklich schöner und entspannter Gruppenspaziergang…. nur Görk war nachher total platt, da wir gut 2,5 Stunden unterwegs waren und er keine längeren Wanderungen gewohnt ist.

Und schon wieder Stress…

Mein Mann brauchte heute morgen den kleinen Wagen, mein Hundeauto macht komische Geräusche und bleibt deshalb stehen, bis unser Mechaniker sich bei uns meldet. Sprich: wir konnten nicht raus in die Pampa fahren. 

Fußläufig ohne übermäßigen Stress erreichbar war daher nur der Park am Ende unserer Straße. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass dort noch nicht gemäht worden ist und das Gras beiderseits der gewundenen Wege fast hüfthoch steht. Sprich: aus der Hundeperspektive ist die Gegend komplett unübersichtlich….und damit für Sofia ziemlich stressig, weil sie offenbar glaubte, überall könnten Gefahren lauern.  

Als sie auf dem Rückweg endlich langsam entspannte und zumindest mal zusammen mit Matilda  an interessanten Stellen schnüffelte, hörten wir plötzlich Stimmen. Zwei kleine Jungs auf dem Weg zur Schule, die sich ganz ruhig unterhielten. Für einen normal aufgewachsenen und sozialisierten Hund etwas völlig Normales, aber für Sofia bedeutete dies gleich ALARM!

Völlig gehetzt drehte sie sich dauernd um und zuckte immer wieder zusammen. Also blieben wir stehen und warteten, bis die Jungs schließlich auftauchten und an uns vorbeigingen…. die „akute“ Gefahr war somit gebannt, konnte vorsichtig im Auge behalten werden und ein Weitergehen war wieder möglich. 

Auch wenn es mir leid tut, solche Reaktionen zu sehen, kann ich Sofia nicht komplett vor jeglichem Stress bewahren. Sie hat große Fortschritte gemacht, ist aber noch weit davon entfernt, ein „normaler“ Hund zu sein. Aber wir kommen klar, sie hat zumindest keine kompletten Panikreaktionen mehr und sie lernt, immer mehr auszuhalten und zu ertragen.