Alte Ängste

Sofia hat die Sedierung körperlich zwar super weggesteckt, psychisch aber leider nicht. Ich schätze, die verquere Wahrnehmung direkt nach der Sedierung hat sie ziemlich erschüttert.

Sie ist total verschreckt, zuckt beim geringsten Geräusch zusammen (traute sich am Abend post Röntgen bei Wind auch nicht mehr in den Garten) und ist in ihr altes Angstverhalten zurückgefallen. Dazu weint und jammert sie immer wieder unvermittelt und sucht dann den engen Kontakt.

Der gestrige Mini-Spaziergang war eine Katastrophe: gewohnte Umgebung und sie ist trotzdem bei jedem unerwarteten Geräusch – selbst als ich mal nur mit dem Fuß gegen einen Stein gestoßen bin – zusammengezuckt und dann im Fluchtmodus in die Leine geknallt. Rute die ganze Zeit tief gehalten, Ohren leicht angelegt. Und sie war so gestresst, dass sie sich nicht mal lösen konnte… 

Hier fehlt jetzt ganz eindeutig die Anwesenheit eines größeren und absolut coolen Hundes wie Pee-Wee, der ihr zumindest etwas Sicherheit geben kann. Matilda, die die Coolness quasi mit der Flaschenmilch aufgesogen hat, zählt für sie leider nicht. 

Sofi wird sich berappeln. Klar. Das, was wir in 2 Jahren erreicht haben, wird nicht gleich wieder komplett auf Null gesetzt sein. Jetzt hoffe ich halt einfach nur, dass sie relativ schnell wieder „normal“ wird. 

Helfen würde, mit ihr Spässchen zu haben, damit sie sich den Stress runterrennen und -toben kann… aber das darf sie ja zur Zeit leider nicht. *seufz*

Röntgentermin

Da Sofia immer noch lahmt, wurde heute geröntgt und mein Weinerle ist wieder wach (aber immer noch ein bisschen knatschig ).

Zuerst einmal die guten Nachrichten:

* kein Osteosarkom
* keine Knochenzyste
* keine Verkalkung an der Bizepssehne
* keine Mega-Arthrose
* keine Absplitterung / Gelenkmaus

Beide Schultern und auch die Ellenbogen sehen für einen Hund ihrer Rasse, ihres Alters, ihrer Aufzucht und ihrer Knochenform im Grunde sehr gut aus. 

Fazit: Es kann also eigentlich wirklich nur eine Weichteilproblematik sein, am wahrscheinlichsten ist immer noch eine Muskelzerrung / ein Muskelfaserriss oder eine Bizepssehenentzündung. 

Gewissheit bekämen wir nur über ein CT oder MRT… letztendlich wäre das aber wahrscheinlich rausgeschmissenes Geld und eine weitere Narkose, nur um die Verdachtsdiagnose zu bestätigen…. an der Behandlung ändert sich nichts. 

Wir werden nun weitere 4 Wochen NOCH heftiger schonen (nur noch Löserunden) und vor allem zuhause versuchen, das Sofel schön ruhig zu halten. Dazu Entzündungshemmer voll ausdosiert. 

Zusätzlich soll ich mal unsere alte Physiotherapeutin fragen, ob sie noch eine Idee hat, was wir noch machen können (Magnetfeldtherapie, Laser oder was-auch-immer). 

Nachträglicher Befund

Anruf unserer Tierärztin: die für Pee-Wee zu spät reingekommenen Blutbefunde lassen im Nachhinein ein Tumorgeschehen vermuten… unser Schatz hatte eine irreversible Anämie, die Herzwerte waren verschoben etc. pp.  Offenbar hatte er einen Hirntumor, der auch alle Symptome incl. der halbseitigen Gesichtslähmung erklären würde.

Tatsächlich hatte uns der ganze Verlauf sehr an Felis Ende erinnert und ich hatte die Ärztin gefragt, ob das auch eine mögliche Ursache sei. Sie hatte das bestätigt, glaubte aber weiterhin eher an einen zweiten schweren Schlaganfall. So oder so hätte das nichts geändert. Sicherheit hätte uns nur ein CT gegeben, was wir Pee-Wee aber nicht mehr antun wollten, zumal auch eine OP nichts mehr gebracht hätte.    

Dieser Befund hat uns wieder einen heftigen Schlag versetzt und alte Wunden aufgerissen: da hatte so ein Hund ein einfach nur miserables Leben, findet im Alter endlich eine Familie, die ihn liebt und alles für ihn tut… und dann wird er nach nur einem Jahr aus dem Leben gerissen. Genau wie bei Felicitas.

Aber es nutzt ja nichts. Man darf sich schon wegen der verbliebenene Hunde nicht hängen lassen …. und die Nothunde werden leider auch nicht weniger. Also stürze ich mich weiter in die Arbeit. 

Umstellung

Es ist schon seltsam, wie sehr man sich auf einen etwas „schwierigeren“ Hund einstellt…. nun müssen wir uns daran gewöhnen, den Maulkorb liegen zu lassen, nicht mehr so extrem vorausschauend spazierenzugehen,  Hundebegegnungen möglichst kontrolliert zu bewältigen bzw. ihnen an schlechten Tagen aus dem Weg zu gehen…und auch mal die richtige Kamera mitzunehmen. 

Es stimmt mich traurig,  so wenige wirklich schöne Fotos von dem Dicken zu haben, weil ich die Spiegelreflex immer zuhause gelassen habe und maximal mit dem Smartphone fotografiert habe. 

Heute hatte ich sie zwar mit, aber wirklich tolle Fotos gab es nicht: wir waren alle irgendwie traurig, Sofia musste eh an der Leine bleiben und Matilda hat sich meistens im hohen Gras versteckt.

Schlaganfall

Pee-Wee hatte gestern Abend oder während der Nacht einen Schlaganfall: Lähmung der rechten Gesichtshälfte, leichte Kopfschiefhaltung, schwankender Gang, blasse Schleimhäute, gedämpfter Allgemeinzustand. 

Wir sind natürlich sofort zur Tierärztin gefahren, die den Süßen sofort an die Infusion gelegt hat. Er wurde auch gleich munterer und hat sehr gut auf die Medikation angesprochen. Von daher sind wir zuversichtlich, dass er sich noch mal berappelt…. selbst wenn die Lähmung bliebe, wäre das laut Tierärztin nicht weiter tragisch, solange er wie heute morgen problemlos frisst und trinkt.

Gegen Mittag durften wir dann nach Hause, weil er soweit stabil ist. Der Zugang liegt aber vorsichtshalber noch. Morgen müssen wir wieder hin und besprechen, wie wir medikamentös weitermachen. 

Ich mache mir jetzt natürlich die größten Gedanken: Pee-Wee kam uns die letzen zwei, drei Tage schon irgendwie seltsam vor, zwischendurch war er deutlich ruhiger als sonst, ist trotz des schönen Wetters nur einmal wie ein Wilder durch den Garten getobt, ist ein paar Mal gestolpert, u.a. als er mal die Rampe rauf ins Auto wollte. 

Hat sich der Schlaganfall da bereits angekündigt? Hätte ich es verhindern können, hätte ich ihm sofort Vitofyllin und Vitamin B gegeben? Die Tierärztin meinte, dass einige Patientenbesitzer Ähnliches berichtet haben, normalerweise könne man so etwas aber nicht rechtzeitig bemerken und ich hätte nichts ändern können…. trotzdem fühle ich mich irgendwie schlecht….

Frühling

Heute ist ein wunderschöner Tag! Strahlend blauer Himmel, wärmender Sonnenschein, zwitschernde Vögel, alles grünt und blüht… Entspannung und Glücksgefühl pur!

Gesundheits-Update

Sofia ist unleidlich, weil sie immer noch an der Leine laufen muss. Uns macht das auch keinen Spaß, aber wat mutt, dat mutt. *seufz*

Nachdem Matilda trotz Cytopoint-Spritze wieder einen heftigen Schub hatte, habe ich mir den Kopf zerbrochen, worauf das Mäuschen denn noch alles reagieren könnte….und beschlossen, das Futter erneut zu wechseln.

Sie bekam ja morgens immer Trockenfutter (Wolfsblut Black Bird) und abends Feuchtfutter (GranCarno) und hat es super vertragen, bis auf die elende Pupserei, die uns regelmäßig Tränen in die Augen trieb. Auf einen Tipp ihrer Schwester Lotte bzw. deren Frauchen hin, haben wir die TroFu-Sorte gewechselt, weil Lotte (ebenfalls schwere Allergikerin) das super und vor allem blähungsfrei vertrug. Also gab es seit Dezember das „Cold River“. Der Futterwechsel klappte anstandslos, der Output stimmte, das Fell glänzte und das Pupsen hörte auf.

Ungefähr seit diesem Zeitraum hat Mati aber bei einem Allergieschub nässende Pusteln, die nicht abheilen wollen. Zufall oder nicht? Auf jeden Fall ein Verdachtsmoment, der stark genug ist, um das Futter mal wegzulassen und durch ein komplett neues zu ersetzen. 

Beschwören kann ich es nicht, aber 2 Tage nach Futterwechsel (auf Boss soft Hähnchen & Banane) sind die Pusteln bereits weniger erhaben und und die Stellen heilen langsam ab. 

Ich hoffe wirklich, dass es das war!

Nächster Allergieschub

Es ist zum Haareraufen: die Kleine hat wieder begonnen, an den Pfoten zu lutschen und innerhalb von 18 Stunden sind die Zwischenzehen knallrot und dick. Es befürchte, es war wieder eine Knaustange…. kann es aber nicht mit Bestimmtheit sagen, weil sie von mir so was nicht bekommt. 

Wir versuchen es nun wieder mit der Cytopoint-Spritze und hoffen, dass sie schnell wirkt. *seufz*