Ohrenbefund

Laut Befund stecken in Matildas Öhrchen massig Malassezien, dazu noch Staphylococcus pseudintermedius (eigentlich auch nicht weiter tragisch) und Pantoea agglomerans.

Laut Antibiogramm sind letztere gegen viele Antibiotika resistent… daher muss die Kleine nun 6-8 Wochen mit Posatex behandelt werden, einer recht heftigen Kombinaton aus Antibiotikum, Kortison und Antimykotikum.

Da ich bereits auf Arbeit festsaß, als die Tierärztin anrief, hat mein Mann zwischen Tür und Angel das Medikament geholt, bevor die Praxis in Weihnachtsferien gegangen ist.

Das Zeug sollte recht schnell Wirkung zeigen… und ich hoffe nur sehr, dass wir nach Absetzen des Mittels tatsächlich Ruhe haben.

Beginn der Desensibilisierung

Mit Mortisha haben wir ja ebenfalls eine Allergikerin in der Familie: ihr machen vor allem Milben (Gras-, Futter- und Hausstaub) und verschiedene Gräser zu schaffen.

Da wir die Symptomatik einfach nicht in den Griff bekamen, hatten wir vor einigen Jahren eine Desensibilisierung versucht und damit hervorragende Resultate erzielt. Die Kleine war absolut beschwerdefrei!

Nach knapp 3 Jahren Spritzerei beendeten wir die Desensibilisierung testweise…. und hatten dann trotzdem noch eine Weile Ruhe. Peu a peu begannen die Probleme wieder und steigerten sich von Jahr zu Jahr.

Also haben wieder wieder ein auf Mortisha „zugeschnittenes“ Serum anfertigen lassen und heute mir einer neuen Therapie begonnen.

Obwohl wir mittlerweile total aus der Übung waren und ich meinem Mann erst erklären musste, wie er eine Hautfalte hochzieht, um die Nadel dort hineinzusetzen, klappte es gleich beim ersten Anlauf…. und Mortisha hat nicht einmal was gemerkt, da die kleine Giernase nur Augen für das Leckerchen hatte, mit dem ich vor ihr rumwedelte.
zwinker
Nun hoffen wir nur, dass sie wieder so gut auf die Desensibilisierung anspricht wie vor ein paar Jahren.

Chronische Ohrenentzündung

Mittlerweile sieht es bei Matilda (ebenso wie bei ihrer Schwester Lotte) nach einer chronischen allergischen Otitis aus, bei der die üblichen Medikamente nichts bringen. Und da sich in den angegriffenen Ohren zu allem Überfluss gerne mal Hefepilze, Bakterien & Co. reinsetzen, stand heute endlich ein Abstrich an.

Auf diesen Termin hatten wir lange „hingearbeitet“: da die Untersuchungsergebnisse durch die bisher verabreichten Medis hätten verfälscht werden können, durfte nichts Kritisches mehr ins Ohr eingebracht werden….auch wenn die Ohren knallerot und wund waren.

Nachdem die TA am 9.12. die Ohren gespült hatte, durften wir die Lauscher nur noch mit mildem Kamillen-Reiniger behandeln und die äußere Ohrmuschel bis zwei Tage vor dem Termin täglich mit einer medizinischen Honig-Salbe bestreichen. Surolan & Co. war erst mal TABU!

Heute war es dann soweit: aus beiden Ohren wurden Abstriche entnommen. Und Matilda war suuuuuupertapfer…hat nicht einmal gequiekt oder versucht, sich rauszuwinden.

Mit etwas Glück haben wir die Ergebnisse noch vor Weihnachten, so dass wir endlich gezielt behandeln können.

 

Happy birthday, Schatz!

Schon wieder ein Jahr älter… zumindest auf dem Papier. Aber wir alle wissen ja, dass Männer nicht altern, sondern nur reifen. *zwinker*

Happy-Birthday-Cake-Candle-Wallpaper

Ich brauche eigentlich nicht viele Worte zu verlieren, doch auch andere bestätigen es mir immer wieder:

ich kann mich glücklich schätzen, einen solchen Mann an meiner Seite zu haben, der all meine Spleens mitmacht, (fast) immer zu mir hält, hier die mahnende Stimme der Vernunft ist und mich trotz meiner Fehler und Launen liebt… auch wenn er natürlich standfest was anderes behauptet!
biggrin

Drei gegen einen

Auf unseren Siegfährenrunden treffen wir in der Regel erstaunlich wenige Hunde, obwohl die Gegend wirklich toll ist und die Wauzis dort immer viel Spaß haben.

Heute begegneten wir dafür gleich 5 Hunden auf einem Schlag, deren Frauchen zum Klönen an einer Wiese Halt gemacht hatten. Die Podenca samt Kleinhund waren angeleint, die drei Aussies wurden lediglich rangerufen und abgelegt, womit ich natürlich kein Problem habe.

Es war auch alles schön und gut, obwohl sich Vega nur mit etwas (stimmlichen) Nachdruck ins Platz begab, damit wir mit den anderen Wauzis an der Gruppe vorbeigehen konnte… mein Mann mit der potentiellen Krawalletta Mortisha vorneweg, ich mit einem – aufgrund Tildas Läufigkeit – recht angespannten Simba und seiner Kleinen hinterdrein.

Da die eine Hundehalterin aber nicht verstand, warum ich die arme Vega ablegte, obwohl die ja fror  (Anmerkung: sie fror definitiv nicht!), blieb ich stehen und erklärte ihr das…. woraufhin sich die Aussie-Halterin einmischte und mir aus ihrer Erfahrung als Mehrhundhalterin heraus beipflichtete, dass man in gewissen Situationen einfach entzerren MUSS.

Und während wir so schön diskutierten, passierte genau das, was nicht passieren sollte, aber eben passieren kann: die Aussies merkten, dass ihr Frauchen sie nicht mehr im Blick hatte und mit ihrer Aufmerksamkeit woanders war…. und sprinteten plötzlich zu dritt auf die einige Meter einsam hinter uns liegende Vega los!
schreck
Das Ömchen sprang natürlich sofort auf und baute sich breitbrüstig auf… woraufhin die Aussies glücklicherweise abbremsten….und sich auch sofort abrufen ließen. Hapuuuh!

Genau aus diesem Grund traue ICH mich nicht, mehr als zwei meiner Chaoten bei Fremdhundbegegnungen abzulegen. Und erst recht nicht direkt nebeneinander. Schließlich kenne ich meine kleinen Mistfinken und wüsste, dass sie den Fremden gnadenlos mobben würden, sollte sich die passende Gelegenheit ergaben.
zwinker

Weihnachtsmarkt

Heute ging es mit der „Hundeschule“ in die Bonner Innenstadt. Und als ob die vielen Umweltreize noch nicht genug wären, tauchte ich mit einer läufigen Hündin auf. Wen wundert’s, dass die Rüden leicht unkonzentriert waren?
kicher
An sich wäre ich nicht so gemein, aber ich wusste, dass unsere Trainerin solche Ablenkungen gerne hat… schließlich kann das jedem Rüdenbesitzer jederzeit passieren und dann sollte er bestenfalls immer noch irgendwie zu seinem Burschen durchdringen.

Tatsächlich schlugen sich die Jungs relativ tapfer und so wanderten wir zwischen Menschen und Tauben hindurch, durchquerten eine Passage, stiefelten in eine Tiefgarage hinunter, gingen anschließend in die Fußgängerzone hinein, schauten uns die großen Weihnachtsschaufenster am Kaufhof an (mit den beweglichen Stofftieren) und wanderten danach quer über den Weihnachtsmarkt, mit Stippvisiten an einem Eierpunschstand und einem Kinderkarussel. Viele fremde Menschen, Artgenossen, Essensreste auf dem Boden,  verführerische Gerüche, laute Geräusche….  das volle Programm.

Erfreulicherweise war kein einziger Hund übermäßig gestresst und blieb jederzeit ansprechbar sowie für Leckerchen und Streicheleinheiten (auch von Passanten) empfänglich. Dass es für die Junghunde aber DOCH anstrengend war, sah man spätestens an Matildas Reaktion: als wir zum Schluss in einer ruhigen Ecke an einem Glühweinstand pausierten, fielen der Kleinen nämlich prompt die Augen zu.
lächel

 

Versuchung

Der Anblick fremder Hunde ist für Matilda natürlich immer noch eine Versuchung, da sie ja grundsätzlich schon noch gerne schaut, ob ein potentieller Spielpartner dabei ist… das gilt natürlich insbesondere dann, wenn die Artgenossen im Freilauf sind oder sich irgendwie „auffällig“ verhalten.

Dementsprechend fasziniert war die Kleine, als wir heute mal wieder aus der Ferne die Meindorfer Truppe sahen, mit  5 angeleinten Hunden und ihren Menschen. Obwohl das Grüppchen noch relativ weit weg war (ca. 30 -40 m), sahen die Hunde mein oben auf dem Damm laufendes Quartett natürlich sofort… und begannen gleich mit der gewohnten Randale.
zwinker
Simba hatte ich vorsichtshalber in meine unmittelbare Nähe rangerufen, um zu verhindern, dass er mitlief, hätte es Matilda nicht bei uns gehalten.

Und sie war tatsächlich hin- und hergerissen!

Gespannt wie ein kleiner Flitzebogen stand sie am Wegesrand, beobachtete die bellenden Hunde und überlegte offenbar schwer, ob sie nicht vielleicht doch….

Da ihr spielverderbendes Frauchen aber einfach mit den drei Großen weiterstapfte, ohne sich weiter um sie zu kümmern, und die Distanz immer größer wurde, entschied sie sich letztendlich doch für IHR „Rudel“.

Die Bindung stimmt also wenigstens. *lach*