Impfung und Malassezien

Die gestrige Impfung hat Matilda relativ gut weggesteckt: sie war den Rest des Tages nur sehr ruhig und matt, hatte leicht erhöhte Temperatur… aber wenigstens hatte sie keine Schmerzen und keinen Schüttelfrost, wie es uns die ersten Male passiert ist.

Pee-Wee war übrigens auch mit in der Praxis: seine Ohren sind mal wieder regelrecht „explodiert“. 

Die Ohrenentzündung durch einen massiven Hefepilzbefall tritt leider immer wieder auf, da durch die Wucherungen im Ohr das Milieu für die Vermehrung der Malassezien ideal ist. Und immer wenn ich (unter Schwierigkeiten) die Ohren reinige, führt das leider dazu, dass Pee-Wee anfängt, sich hektisch zu schütteln, zu kratzen und zu schubbern, was das Ganze nur verschlimmert.

Ähnliches haben wir ja auch schon mit unserer kleinen Allergikerin Matilda durchgemacht. Bei ihr konnten wir den Kreislauf erst durchbrechen, nachdem wir damit begonnen hatten, ihr Apoquel zu geben – ein Mittel, das aktiv in das Immunsystem eingreift und eine Vielzahl von Zytokinen hemmt, die entzündungsfördernd sind oder eine Rolle bei allergischen Reaktionen und dem damit verbundenen Juckreiz spielen.

So langsam beschlich mich also die vage Ahnung, dass vielleicht auch bei unserem dicken Pee-Wee eine allergische Komponente mit hineinspielt. Dementsprechend erleichtert war ich, dass unsere Tierärztin genau dasselbe vermutet und mir daher vorgeschlagen hat, es auch bei ihm mit dem Apoquel zu versuchen.

Nachdem sein schlimmes Ohr wieder von der Vet „tiefengereinigt“ worden ist, bekommt er ab nächster Woche erst einmal Cortison-Tropfen (Recicort), die ich 1x täglich auf die Ohrmuschel geben soll, um diese dann leicht zu massieren.  Ich soll keinesfalls irgendwas direkt ins Ohr einbringen und es ansonsten komplett in Ruhe lassen….. was Pee-Wee und mir sehr recht ist.

Die Tropfen werden dann langsam immer weiter reduziert. Sobald wir bei einer 1x-wöchentlichen Gabe angelangt sind, soll ich sie ganz absetzen… in der Hoffnung, dass die Tabletten alleine ausreichen.

Wir sind gespannt!

Morty ist wieder bei uns

Endlich ist unser kleines Mädchen wieder zuhause…..

Ich bin so glücklich, diese Urne gefunden zu haben. Sie ist klein, kompakt und einfach schön…. so wie Mortisha.
Außerdem passt die Farbe wunderbar zu ihrer Stromung.

Weiterhin passt die Urne ganz wunderbar, weil sie schon immer Papas Mädchen war und das auch immer bleiben wird. Und der hat als begeisterter Handwerker erst kürzlich genau diese Technik der Holzbearbeitung für sich entdeckt hat….

Impfempfehlung bzgl. Tollwut

Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinär soll „nur das getan werden […], was notwendig ist“.

Sprich: Auch wenn es keine gesetzliche Impfpflicht gibt, sollten Hunde gegen die schwerwiegendsten Erkrankungen jederzeit geschützt sein, also gegen Ansteckende Leberentzündung (HCC), Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Tollwut.

In Anbetracht der Tatsache, dass Deutschland gemäß den Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit seit 2008 offiziell tollwut-frei ist (der letzte Fall eines infizierten Fuchses wurde 2006 dokumentiert), fragt man sich schon seit Jahren, ob es überhaupt notwendig ist, weiterhin flächendeckend gegen diese anzeigepflichtige und gefährliche, weil fast immer tödlich verlaufende Tierseuche zu impfen. Zumal Deutschland  von tollwutfreien Ländern umgeben ist, wenn man einmal von Polen absieht, wo die Tollwut aber genauso erfolgreich bekämpft wird wie hier bei uns – durch die konsequente Impfung von Hunden und Katzen und das Auslegen von Impfködern für Füchse.

Im Grunde kann man sich also nur noch mit der Tollwut anstecken, wenn infizierte Hunde und Katze entgegen eindeutiger Einfuhrbestimmungen nach Deutschland verbracht werden. Seit 1978 sind aber nur ganze 10 Fälle bekannt geworden, in denen infizierte Hunde importiert worden sind (Stand: März 2017).

Die Impfkommission empfiehlt daher die Impfung nur noch bei Risikotieren und bei Tieren, die „innerge- meinschaftlich verbracht“ werden. Hunde und Katzen, die also auf Reisen innerhalb der EU mitgenommen werden, sollten daher regelmäßig gegen Tollwut geimpft und diese Impfung wird dann auch im blauen EU-Heimtierausweis eingetragen. Für Tiere, die im Inland verbleiben und auch nicht ständig mit fremden Tieren zusammen kommen (Ausstellungen, Tierpension, Tierheim) gibt es also keinen vernünftigen Grund, sie regelmäßig weiterzuimpfen.

Herr Dr. med. vet. Rückert fasst das in seine Blog folgendermaßen zusammen:

-Für Hunde (und Katzen), die am grenzüberschreitenden Verkehr teilnehmen oder – nicht zu vergessen – auf Veranstaltungen (Turniere, Ausstellungen) oder auch in Tierpensionen gehen, ändert sich aufgrund der momentanen Gesetzeslage rein gar nichts. Es muss gegen Tollwut grundimmunisiert und in den vorgeschriebenen Intervallen nachgeimpft werden.

-Bei in jungen Jahren grundimmunisierten Hunden, die im Inland bleiben und die auch nicht zu Hundeveranstaltungen oder in Tierpensionen gehen, kann auf eine weitere Auffrischung der Tollwut-Impfung getrost verzichtet werden.

Aber:

Geimpfte Tiere sind jedoch nach der derzeit gültigen Tollwut-Verordnung bessergestellt, da von ihrer Tötung nach einer Exposition mit einem an Tollwut erkrankten Tier oder einem seuchenverdächtigen Tier abgesehen werden kann, während nicht geimpfte Tiere auf jeden Fall getötet werden. Einzig aus diesem Grund wird Tollwut in den Impfempfehlungen weiterhin noch als Core-Komponente weitergeführt.

Quelle: Leitlinie zur Impfung von Kleintieren (Stand 03.03.2017) der StlKo Vet, S. 31

Wir haben uns daher auf den Hinweis unserer Tierärztin hin erst einmal dazu entscheiden, Matilda NICHT erneut gegen Tollwut zu impfen, da wir sowieso nicht verreisen und sie von sich aus ihren Kontakt zu anderen Hunden auf ein Minimum beschränkt. Zudem geht das Risiko, sich durch einen Fuchs oder gar durch eine Fledermaus zu infizieren gen Null.

Die Kleine wurde als Welpe selbstverständlich grundimmunisiert und hat im Alter von 1 Jahr eine Drei-Jahres-Auffrischungsimpfung erhalten. Der Impfschutz hält also auf jeden Fall noch ein paar Jahre vor!

Prolet

Heute morgen sehr früh unterwegs gewesen. So früh, dass uns normalerweise niemand begegnet.

Und dann kam uns ausgerechnet auf einem Wegstück, auf dem man dank „Wildwuchs“ auf beiden Seiten nicht wirklich ausweichen konnte, eine Frau mit großem Rüden  entgegen, der mindestens genauso unentspannt wirkte wie Pee-Wee.

Da wir die beiden früh genug gesehen hatten, konnte ich meinem Dicken noch den MK aufziehen…. und hatte so die nötige Sicherheit, um relativ entspannt weiterzulaufen. Görk mit den Mädels vorneweg.

Die Frau drückte sich ins hohe Gras, nahm ihren Rüden eng und der prollte richtig heftig los! Sofia und Matilda trabten locker weiter und Pee-Wee? Der war zwar not amused und stand kurz vor der Explosion, blieb aber still, als ich ihn ruhig, aber sehr bestimmt an dem Rüden vorbeilotste.

So sehr ich mich zwar immer vor einem Maulkorb gesträubt habe, nun bin ich froh, dass es solche Hilfsmittel gibt, die MIR dabei helfen, kribbelige Situationen zu meistern, ohne unnötige Risiken einzugehen. Und letztendlich hilft das ja auch meinen eigenem Proleten, weil ich nur so wirklich mit ihm üben und arbeiten kann.

Ich habe gerade gelesen….

Bengt Birck, Jojo – Kleiner Hund mit Bärenmut

Leider scheint dieses entzückende Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren nicht mehr produziert zu werden. Wer es (oder eins der anderen Bücher aus der Jojo-Reihe) aber im Modernen Antiquariat entdecken sollte, sollte zugreifen…insbesondere wenn man kleine Kinder in der Familie oder im Freundeskreis hat und Hunde liebt.

Der Auto hat das Buch selber illustriert und ich war bezaubert von den knuffigen Bildern und den vielen liebevollen Details. Aber auch die Geschichte selber hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Genau das, was ich gerade brauche….

Ruhe sanft, Mortisha!

Mortisha
25.07.2005 – 22.05.2018

Das Ende kam so schnell und heftig, dass wir es kaum begreifen können.

Unser Gremlin hat uns verlassen und ich weiss nicht, wie wir uns jemals von diesem Verlust erholen sollen.

Unser Leben mit Morty war vom ersten Augenblick an ein Abenteuer: spannend, aufregend und so manches Mal sehr anstrengend, und doch immer von unerschütterlicher Liebe und Vertrauen und viel Spaß getragen.

Als sie ihren Papa das erste Mal erblickte, war es bei beiden Liebe auf den ersten Blick. Wir werden diesen magischen Moment niemals vergessen.

Dieses winzige Bündel Fell mit den großen Knopfaugen, das sich an uns schmiegte und ihr Leben in unsere Hände gab, hat uns vollkommen verzaubert. Und es war – trotz vieler gesundheitlicher Probleme – eine Freude, unser Leben mit ihr teilen zu dürfen und mitanzusehen, wie sie zu einer großen Persönlichkeit wurde, die genau wusste, was sie wollte…und wie sie es erreichen konnte.

Nach dem Tod ihrer Ziehmama war das Mortadellchen zur Chefin in unserer Hundebande aufgestiegen und hatte alle erstaunlich gut im Griff. Nie hätten wir gedacht, dass unser kleiner Kaspar Hauser mit all seinen Unsicherheiten und dem typischen Größenwahn einer Bulldogge diese Rolle so gut ausfüllen würde. Doch sie war Zeit ihres Lebens immer für eine Überraschung gut gewesen…

Bis zum Schluss.

Das kleine Ömchen war für ihr Alter und ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen so munter und fit, dass wir fest davon ausgingen, demnächst ihren 13. Geburtstag feiern zu dürfen. Doch es hat nicht sollen sein.

Unbemerkt machte sich in ihr der Krebs breit und als wir es bemerkten, war es zu spät.
Der einzige Trost ist, dass sie nicht lange leiden musste und dass sie nun wieder mit all den Sternenhunden zusammen ist, die ihr bereits vorausgegangen sind…vor allem mit ihrer so sehr geliebten „Mama“ Vega und ihrer großen Demona.

Nun müssen WIR irgendwie lernen, ohne unsere kleine Schnufelmaus Mortisha zu leben und klar zu kommen. Auch wenn es uns gerade das Herz zerreisst.

Grazi & Görk
mit Matilda, Sofia und Pee-Wee

krankes Ömchen

Die letzen Tage hat uns Mortisha ziemliche Sorgen gemacht:

Sie hatte am Mittwoch in den frühen Morgenstunden angefangen, sich zu übergeben.  An sich noch kein Grund zu großer Besorgnis, das kann schließlich mal – gerade bei einem kleinen „Dreckfresser“ – passieren. Dann wartet man eben mal einen Tag ab, ob der Magen sich beruhigt.

Tat er aber nicht. Und im Laufe des folgenden Feiertages ging es ihr zunehmend schlechter. Morty übergab sich immer weiter, quälte sich richtig (klar, wenn nur noch Galle raus kommt) und behielt nicht mal mehr Wasser bei sich.

Mit Globuli und Emeprid-Tropfen gegen die Übelkeit sowie mit dem Einflößen kleiner Mengen Flüssigkeit mittels Spritze haben wir den Tag irgendwie überstanden und  sind dann am Freitag als Allererstes zu unserer TA, die ihr erst mal Blut abzapfte (bei Mortishas schlechten Venen jedesmal eine Herausforderung) und sie dann sofort an die Infusion legte, weil das Ömchen schon ziemlich ausgetrocknet war.

Wir sind dann bis zur Mittagspause in der Praxis geblieben und durften dann – mit weiteren Infusionen ausgestattet – wieder heim. Görk ist ja glücklicherweise ein perfekter Hundepfleger und kann so was auch ohne meine Hilfe erledigen. Ich musste nämlich leider zur Arbeit.

Zwischenzeitlich kam dann auch der Befund rein: Pankreatitis und Gastritis. Alle Organwerte völlig normal, bis auf eine leichte Anämie.

Glücklicherweise hat Morty sich seitdem nicht mehr übergeben und frisst auch wieder mit Appetit ihre Schonkost. Im Ganzen ist sie noch etwas ruhig und auch Matilda versucht gar nicht erst, sie zum Spielen aufzufordern, aber sie ist wieder munter, schaut mit wachen Augen umher und möchte auch wieder spazierengehen. Hapuuuh!

Pee-Weekum

Ich hatte in einer Zinkwanne auf der Terrasse Petersilie und Basilikum gepflanzt….und mich schon gewundert, warum das Basilikum seit ein paar Tagen arg zerrupft und platt wirkt. Jetzt weiss ich endlich warum:

Legt sich der olle Knallkopp einfach in die Wanne!

Das war übrigens mein Basilikum:

Ob sich die armen Pflänzchen wieder erholen?
Na ja, wenn nicht, ist auch nicht so schlimm: schließlich haben wir stattdessen ja nun Pee-Weekum!

Maulkorbtraining

Das Maulkorbtraining macht gute Fortschritte: Zuerst haben wir natürlich zuhause angefangen… 1-2 mal pro Stunde MK mit einem fröhlichen Kommando über die Nase gestülpt, Leckerchen gegeben und das Teil wieder abgezogen. Dann blieb der MK ein paar Sekunden länger auf der Nase und es gab noch mehr Leckerchen, bis wir es schließlich wagen konnten, den Baskerville zu schließen und gleich wieder zu öffnen.

Schnell fand Pee-Wee dieses „Spielchen“ so lustig, dass er sich auf Zuruf gleich wedelnd vor mich setzte. 

Der nächste Schritt war, den Maulkorb auf Spaziergängen mitzunehmen, ihn hin und wieder aufzusetzen und gleich wieder abzunehmen. Bis wir nun an diesem Punkt angekommen sind: