Versuch eines Gruppenfotos

Gar nicht so einfach mit einem hyperaktiven Kleinteil, das nur unwillig sitzen bleibt… einer sensiblen Angsthündin, die von passierenden Radfahren gestresst wird…. und einer nicht sozialisierten Bollerbirne, die man immer „griffbereit“ haben sollte, falls in der Entfernung ein fremder Hund auftaucht. 

Gaaaanz langsam…..

Nachdem die Kamera in meinem alten iPhone partout nicht mehr fokussieren wollte, musste dann doch mal ein neues Smartphone her…. für das schnelle, aber einigermaßen vernünftige Foto zwischendurch. Mit Pee-Wee kann ich nämlich schlecht die Spiegelreflex mitnehmen, da ich seine Schleppleine halten muss und  die Kamera einfach zu „wertvoll“ ist, um zu riskieren, dass sie mir in einer blöden Situation auf dem Boden zerschellt.

Netterweise hat mein Göttergatte die Hälfte bezahlt, sonst hätte ich mir never ever ein neues Handy leisten können. *bussi*

Ganz begeistert bin ich von einigen neuen Funktionen, wie z.B. der Zeitlupe. Jetzt muss ich eigentlich nur noch raffen, wie man die auf der Kamera wirklich guten Videos in einer vernünftigen Qualität auf dem Rechner bzw. bei YouTube hochgeladen bekommt. Im Moment muss aber die reduzierte Quali nach dem Hochladen reichen:

Ich habe gerade gelesen…

Dieter Fleig, Quo vadis canis

Selbst 18 Jahre nach Erscheinen dieses Buches hat es kaum an Aktualität eingebüßt und ist von daher immer noch von Interesse, insbesondere wenn man Revue passieren lässt, welche Befürchtungen und Prognosen Dr. Fleigs sich bewahrheitet haben und welche nicht.

Der Autor liebt Hunde, vor allem starke Rassen wie Bullterrier & Co., zeigt dies deutlich und beleuchtet im Detail die Stellung des Hundes in unserer Gesellschaft. Dabei spart er nicht an Kritik und zeigt sich hierbei durchaus tierschutzaffin.

Wer es noch antiquarisch in einem halbwegs vernünftigen Zustand bekommt, sollte zuschlagen!

Verführungen

Heute hatte sich Katrin in der Hundeschule was Lustiges einfallen lassen: einen Verführ-Slalom.

In einem schlenkrigem Oval hatte sie lauter große und kleine Schüsseln und Näpfe aufgestellt, in denen Trockenfutter, Wiener Würstchen, Schweineohren, Bälle, ein Kaninchenfell, Quietschespielzeug, Stofftiere etc. lagen…. also lauter Sachen, von denen jeder Hund mind. eine supergut fand und sich nur zu gerne bedient hätte. „Erlaubt“ war aber nur die kleine Plastikwanne mit Wasser, aus der die Hunde bei der Hitze gerne trinken oder in der sie plantschen durften. Alles andere war tabu…oder hätte es zumindest sein sollen.

Matilda konnte man mit dem ganz normalen Futter und den Bällen in Versuchung führen, aber nach zwei Durchgängen hat sie es gar nicht erst versucht. Und das von Anfang an ohne Leine!

Die anderen Hunde blieben dann doch lieber an der Leine und trotzdem hat der eine oder andere es geschafft, sich den Bauch vollzuschlagen.

Nachdem dann wieder alles weggepackt worden war, wurden die Hunde aufeinander losgelassen. Aber na ja… Matilda ist ja bekennende „Nicht-Spielerin“.

Mantrailing in Köln

Matilda und ich durften uns heute wieder Claudias kleiner, aber feiner Mantrail-Gruppe in Köln anschließen, die fast nur aus Angsthunden besteht und daher nicht – wie so manch andere Gruppe aus dem näheren Umfeld – von sportlichem Ehrgeiz und Konkurrenzdenken zerfressen ist, sondern mit ganz viel Geduld, Motivation und Fingerspitzengefühl auf die einzelnen Teams eingeht.

Die kleine Rampensau von Matilda passt da also eigentlich nicht rein. 

Getroffen haben wir uns am Decksteiner Weiher, in umittelbarer Nähe des „Haus am See“, der sonntags bei schönstem Wetter natürlich ziemlich gut besucht ist. Um das Restaurant rum sind dann also auch nur die Hunde rum, die das „aushalten“ konnten bzw. damit kein Problem haben.

Das Tildchen war voller Begeisterung dabei,  kümmerte sich (im Gegensatz zu mir und Claudia) nicht um den blöden Spruch eins Neunmalklugen von wegen „Kampfhund“ , wuselte um Spaziergänger, Fahrradfahrer und andere Hunde rum, um schließlich sogar nur einen Seitenblick auf zwei Schwäne zu werfen, die nur wenige Meter neben ihr am Ufer des Sees standen… und de sie im Normalfall nur zu gerne getrietzt hätte!

Meine ruhiges und langgezogenes „Arbeiten“ reichte aber vollkommen, um die wilde Wutz im Zaum zu halten und so ging es im schnellen Trab weiter, bis sie die VP auf einer Parkbank am Wegesrand entdeckte. Das hat das Mäuschen ganz toll gemacht!

Diebstahl

Görk kam vorhin aus dem Garten und fragte ganz unschuldig:
„Durfte er die haben?“

Da hat der kleine Drecksack von Pee-Wee allen Ernstes die Gurke aus dem Einkaufskorb geklaut, während ich die Einkäufe eingeräumt habe.

Freilauf mit Maulkorb

Um es mit einem Satz zu sagen: Pee-Wee ist doof! 

In der Hundeschule hat er die anderen Rüden immer gut im Blick und mittlerweile hat er sich arg auf einen intakten Goldie eingeschossen. Das ist sehr anstrengend.

Dann das erste mal Freilaufmöglichkeit mit anderen Hunden: dafür wurden alle anderen Rüden vom Gelände geschickt. Und was macht der Pivelino? Ignoriert die ganzen Hündinnen und checkt in hoher Erregungslage, ob er irgendwo über den Zaun kommt, um die Rüden zu verfolgen!

Mein Abruf wurde komplett ignoriert. Erst beim zweiten Rufen kam er endlich zu mir, um dann gleich wieder zum Zaun zu rennen, um den erneut auf seine Überwindbarkeit zu überprüfen. Dabei ist er über die zarte Podenca gestolpert, die gerade in einer Ecke nach Mäusen suchte…. und not amused war. Sie hat ihm ordentlich die Meinung gegeigt, was er aber – Erleichterung pur – brav eingesackt hat.

Danach war er ruhig und freundlich und hat sich sofort abrufen lassen , als die Labbi-Chaotin über den Mini-Terrier gewalzt ist und ihr so weh getan hat, dass die Kleine aufschrie, was ihn natürlich gleich auf den Plan gerufen hatte.

Ich war total gestresst, aber Katrin hat mich ganz lieb runtergeholt.

Mannomann: Der Bub ist echt eine Aufgabe! Wie easy das Simbelchen dagegen war….

Schutztrieb….

oder was?

Gestern abend ging es hier richtig rund: nachdem der ansonsten sehr stille und unauffällige Untermieter unseres direkten Nachbars seine Kündigung erhalten hat, ist er total ausgeflippt, hat den Vermieter (einen alten, kranken Mann) bedroht und in seiner Wohnung so um sich geschlagen und getreten, dass ich das Gepolter deutlich hören konnte.

Auf den zittrigen Anruf meines Nachbarn hin konnte ich ihm nur raten, seinen Wohnbereich abzuschließen, die Füße still zu halten, um den Mann nicht weiter zu reizen, und die Polizei zu rufen, sollte er wieder nach unten poltern und ihn erneut bedrohen.

Tatsächlich kam dann auch ca. eine halbe Stunde später die Polizei angefahren, als ich gerade mit Pee-Wee eine kleine Runde um den Block drehte. Bei meiner Rückkehr standen die beiden Beamten mit dem Untermieter im Vorgarten und diskutierten lautstark.

Just in dem Moment, als ich auf meiner Einfahrt im Abstand weniger Meter an der Gruppe vorbeigehen wollte, gab es ein kleines Handgemenge, weil sich der Untermieter auf seinen Vermieter stürzen wollte, der in der Haustür stand. Und Pee-We? Der machte doch glatt einen Satz in die Richtung!

An sich ist der Dicke ja absolut menschenfreundlich, geht offen auf jeden zu, lässt sich selbst von Fremden sofort knuddeln und freut sich über jeden Besuch… allerdings war er ziemlich angespannt, als wir um die Ecke bogen und er die lautstark diskutierende Gruppe im Halbdunkel erblickte. Ich schätze, da kann er den Cane Corso einfach nicht verleugnen. Er hat eine Bedrohung erkannt und reagiert.

Glücklicherweise hatte ich ihn so dicht bei mir, dass ich ihn locker halten konnte…. und die Polizisten waren gerade mit Wichtigerem beschäftigt. 

Btw: Die Diskussion ging noch über eine Stunde. Der Untermieter wurde extrem ausfallend und beleidigend, insbesondere den Beamten gegenüber, die langsam aber sicher die Geduld und jedes Entgegenkommen verloren. Letztendlich wurde Verstärkung gerufen und der Mann mit Handschellen abgeführt. Krass!

Nie und nimmer hätte ich mit so was gerechnet. Aber zumindest bin ich mir jetzt ziemlich sicher, dass Pee-Wee uns mit großer Wahrscheinlichkeit beschützen würde, sollte uns mal jemand bedrohen.