Freundlicher Jogger

Auf unseren Runden begegnen wir glücklicherweise fast nur netten Leuten, seien es Spaziergänger, Jogger oder Radfahrer….was sicher auch daran liegt, dass wir meistens (wenn auch nicht immer *räusper*) aufpassen und dafür sorgen, dass die Wauzis niemanden belästigen.

Auch heute wurde das Trio am Wegesgrand abgesetzt, damit ein Jogger gefahrlos passieren konnte, ohne über rumwuselnde Gremlins, ignorante Schnufelmäuse oder sich wälzende Dickpopos zu stolpern.

Im Vorbeilaufen gab es dann auch prompt einen erhobenen Daumen zu sehen und den anerkennenden Kommentar: „Cool, wie die da sitzen!“
Daumen hoch

meet & greet

Oft treffen wir uns nicht, aber wir freuen uns immer über die Labrador-Gang, die wir noch aus Vegas jungen Jahren kennen.

Mit Vegas kürzlichem Tod und Jessys Fehlen, weil die alte Dame mittlerweile zu alt und krank ist, um noch mit den beiden Schwarzen mitzuhalten, nahm das Gespräch mitten auf dem Feld dann aber doch einen recht traurigen Ton an bzw. flossen dann auch wieder ein paar Tränen.

Wir hoffen sehr, dass das alte Blondinchen sich noch wacker schlägt und ihrer Familie noch recht lange erhalten bleibt!

 

Simbas Zähne

Alles schien gut zu verheilen, nur kurz vor’m Fädenziehen fiel mir auf, dass Simba stärker aus der Schnute roch. Ich Trottel habe nicht geschaltet (irgendwie stehe ich in letzter Zeit oft neben mir…) und habe nicht nach der Ursache geforscht. Dementsprechend entsetzt war ich, als es heute wieder in die Klinik gehen sollte, ich mal die Lefze anhob und an der Zahnlücke ein fieses gelbliches Gebilde prangte.
schreck
Wir hatten aber Glück und es war KEINE fette Entzündung: da der Kiefer an dieser Stelle mangels Zahn „eingefallen“ ist, hatten sich dort ausgerechnet in den letzten Tagen Futterreste und Fell auf die Fäden gesetzt… daher auch der Geruch.

Btw: Mir ist dann irgendwann auch eingefallen, WAS das gewesen sein muss. *räusper*
Simba hatte sich einen halben Eierlikörkuchen reingezogen… schön saftig und klebrig.
mund verziehen
Stelle gereinigt, Fäden gezogen…und darunter war die Wunde nur oberflächlich leicht entzündet. Wir müssen die Stelle jetzt nur 2x täglich mit einer Zahnpflegelösung (Hexocare) reinigen, was Simba ziemlich doof findet, und dann sollte der Spuk vorbei sein.

Also, ihr Lieben: kontrolliert bitte regelmäßig die Beisserchen eurer Wauzis und wartet nicht zu lange mit dem Tierarztbesuch!

Ein bisschen Schnee….

…ist besser als gar nichts und sorgt bei unseren Hunden gleich für ausgelassene Stimmung.

Lang geschneit hat es allerdings nicht und von daher ist das bissen Weiss auch nicht lange liegengeblieben. *seufz*

Wir hätten nicht darüber sprechen dürfen….

Gestern noch sprachen wir über jagende Hunde und den Umstand, dass Madonnas Frauchen nach einem längeren Jagdausflug ihrer Großen so in Panik geraten war, dass sie tags darauf ein GPS-Halsband gekauft hat…. und heute sind mir MEINE Hunde stiften gegangen!
mund verziehen
Wir waren im Ennert unterwegs, wo ich meine Wauzels nur laufen lasse, wenn sie nicht an irgendwelchen Wildspuren abseits der Wege Interesse zeigen oder irgendwas über Hochwind wittern. Sie waren aber artig und trabten locker-flockig auf dem Weg und so nahm ich sie erst an die Leine, als wir einen steilen und kurvenreichen Weg durch eine Schlucht hinauf nahmen… weil man nicht sehen kann, ob einem nicht vielleicht Spaziergänger oder andere Hunde entgegenkommen.

Oben angekommen gelangt man nach wenigen Metern auf eine große „Kreuzung“, wo weit und breit niemand zu sehen war. Also leinte ich die Hunde ab.

Genau in diesem Augenblick sprang ca. 20 m links von uns im Wald ein Reh auf und rannte los. Die Hunde zuckten, ich brüllte „Stop“, die Hunde hielten inne, ich griff nach Simba…. doch da sprang das nächste Reh auf und sprintete los!
schreck
DAS war der Startschuss: meine Hand griff ins Leere und ich musste hilflos mitansehen, wie das Trio die Verfolgung aufnahm.

Wie zu erwarten blieb Mortisha bereits nach ca. 10 m stehen, schaute sich zu mir um und kam auf nachdrückliches Rufen zurück. Von Simba und Matilda, die den Hügel hinaufgelaufen waren, war zwischen den Bäumen bereits nichts mehr zu sehen.
traurig
Glücklicherweise ist der kleine Gremlin zwar irre schnell, kann aber auf Langstrecken nicht mit ihrem großen Onkel mithalten, und dürfte ihn daher ebenfalls recht schnell aus dem Blick verloren haben. Und Tatsache: keine Minute später kam sie auch schon zu mir zurückgetrabt. Ganz alleine im großen weiten Wald war es ihr wohl doch zu unheimlich.

Was nun? Ich war völlig aufgelöst und rang mit mir, ob ich tatsächlich dort stehen bleiben… oder ob ich nicht doch hinterher sollte…. Simba war nämlich in Richtung Straße gerannt. Zugegeben: dazwischen liegen ein paar Kilometer, doch man malt sich in solchen Momenten natürlich das Schlimmste aus. Für Hund UND Reh!

In diesem Moment näherte sich eine ältere Dame mit zwei freilaufenden Labbis, die ich natürlich vorwarnte und die mir ihrerseits erzählte, dass sie eine Viertelstunde zuvor genau an dieser Stelle ihre Hunde gerade noch einsammeln konnte, weil die beiden Rehe über den Weg gesprungen waren.

Und als ich mich nun wunderte, dass meine Hunde den somit doch recht frischen und intensiven Wildgeruch nicht mal ansatzweise angezeigt hatten, sahen wir Simba, der ganz brav und „unschuldig“ zurückkam. Dementsprechend heftig traf es hin, als ich ihn auf Entfernung ins Sitz donnerte, damit die Dame sich mit ihren beiden Rüden etwas von den Gremlins entfernen konnte, bevor Simba dazukommen und evtl. Stress machen konnte. DAS hätte ich nämlich zusätzlich nicht auch noch gebrauchen können!

Ich war jedenfalls noch ziemlich lange total zittrig: Simba war zwar nur knapp 5 Minuten weg gewesen, doch jede einzelne Minute war mir wie eine Ewigkeit vorgekommen. Denn auch wenn ich mir sicher war und bin, dass er niemals ein Reh erwischen würde (und selbst wenn er es einholen würde, wüsste er dann nichts damit „anzufangen“), muss dieser Stress für das Wildtier nicht sein… von dem Verletzungsrisiko beim unkontrollierten Rennen über Stock und Stein mal ganz abgesehen.

Mein Bub hat sich jedenfalls völlig verausgabt: auf dem Weg zum Auto schlich er nur noch hinter mir her, obwohl er nicht außer Atem war…. und ins Auto kam er auch nur noch mühsam. Ich kann nur hoffen, dass er sich höchstens was gezerrt hat.

Fazit: Selbst wenn die eigenen Hunde weitestgehend wildgehorsam sind und grundsätzlich gut hören, kann es immer mal Situationen geben, in denen es sie „packt“ und es kein Halten mehr gibt. Wenn man also keinen Hund hat, der wirklich NULL Jagdtrieb hat, sollte man sich nicht in Sicherheit wähnen.

Für uns bedeutet das nun, dass wir in nächster Zeit wieder intensiv daran arbeiten, dass alle drei Hunde GEIMEINSAM zu stoppen sind…. einzeln ist das nämlich normalerweise kein Problem. Doch im Team entwickelt sich in sehr vielen Situationen eine ungute Dynamik und es ist eine hohe Kunst, genau diese Dynamik immer und jederzeit unterbrechen zu kennen. Eine Kunst, die wir leider nicht verlässlich beherrschen, an der wir aber weiterhin arbeiten.

Madonna und die M&Ms

Matilda kennt die Bernhardinerin ja schon eine ganze Weile, heute aber durfte auch Mortisha sie kennenlernen. Anfangs wurde etwas aus der Ferne gekläfft, dann aus der Nähe etwas skeptisch beäugt und dann war es auch schon gut.

So überdreht Madonna auch sein kann: bei erheblich kleineren Hunden ist sie schon recht vorsichtig. Da sie aber hi und wieder ihre 5 Minuten bekommen (insbesondere nachdem sie sich ins Wasser gestürzt hat) und wir mit meinen „kaputten“ Mädels kein unnötiges Risiko eingehen wollten, blieb sie an der Schleppleine.

Leider war das Wetter nicht besonders und nieselig, so dass ich keine schönen Fotos machen konnte. Hier aber zumindest ein Schnappschuss von den einträchtig vor uns hertrottenden Mädels:

mit_madonna_trottend

Zahnfraktur

Es heißt ja immer, man soll regelmäßig Augen, Ohren und Zähne des Hundes kontrollieren. Aber wer schaut wirklich regelmäßig in die Schnute seines Vierbeiners rein? Wir jedenfalls kontrollieren die Zähne höchstens mal spielerisch, während wir rumalbern und „Zähnchen klauen“, was die Wauzis immer sehr lustig finden.

Leider sind unsere Bollerköppe aber meist recht hart im Nehmen und zeigen nicht an, dass sie Zahnschmerzen haben… so wie Simba. Von daher ist mir erst was aufgefallen, als ich ihm mal in die Schnute griff und spürte, dass der rechte obere Fangzahn scharfkantig war. Also genauer hingeschaut und gesehen, dass der Zahn abgesplittert war und man den Wurzelkanal sehen konnte.

absplitterung_zahn

Durch unsere Sorgen um Matilda und Vega hatte das aber keine Priorität, weil er ja (scheinbar) keine Beschwerden hatte und als ich dann endlich in der Klinik anrief, mussten wir noch 2 Wochen auf einen Termin warten.

Als der Hunde-Zahnarzt draufschaute, war die Pulpa mittlerweile entzündet und beim Röntgen sah man direkt unter der Zahnwurzel eine dunklere „Haube“, die auf eine Entzündung des Kiefers deutete. Von daher riet der Vet zum Ziehen des Fangzahns, statt zu versuchen, ihn zu erhalten und irgendwann eine Krone draufzusetzen.

zahn_klein

Also Wauz gleich in Narkose gelassen und ab in den OP… und das Ziehen eines Fangzahns mit langer und dicker Wurzel ist schon ordentlich Arbeit!

Intraoperativ sah man dann, dass sich an der Wurzel sogar schon ein Granulom gebildet hatte. Es war also höchste Zeit, dass das Teil rauskam.

Hier sieht man, welch kleiner Teil eines Zahns sichtbar ist und wie groß der im Kiefer steckende Teil ist!

gezogener_zahn_simba

Statusbericht

Wir sind bei Tag 6 ohne Medis und seit heute wieder bei 45 Minuten Freilauf am Stück. Und Matilda ist quietschfidel und lustig…

Trotzdem sind wir noch leicht „unentspannt“. Irgendwie traut man dem Frieden erst mal nicht und wir schauen immer ganz genau hin, ob sie irgendwie unrund läuft… und wenn sie mal quietscht (wie gestern abend, als Simba ihr beim Zergeln mit Brennholz wohl die Lefze eingequetscht hatte), schnellt mein Puls in die Höhe.

Happy Birthday, Matilda!

Nun ist der kleine Terrorkrümel also schon 2 Jahre alt… es ist der Hammer, wie schnell die Zeit vergeht!

Da sie aber immer noch total kindlich aussieht und sich auch genauso verhält, wird sie wohl immer unser „Baby“ bleiben.

Vom Wesen her ist sie ein Goldstück… super sozial, extrem verschmust und anhänglich, dementsprechend auf uns fixiert und (bis auf den Jagdtrieb) seeeehr gehorsam. Ich glaub‘, die kleine Maus möchte in Vegas große Fusstapfen treten.
herz
Im Augenblick ist aber ihre Gesundheit wichtiger und wir sind vorsichtig optimistisch: sie ist seit drei Tagen schmerzmittelfrei (seit 12.11. Previcox, dann seit 03.12. PhenPred) und ist bei 30 Minuten Freilauf täglich angelangt und hatte bislang keinen Rückfall. *toi toi toi*

Vergangenen Sonntag waren wir ja sogar mit der Kölner Hundebande in der Wahner Heide spazieren, so dass sie schon sehr viel flotter unterwegs war, aber auch das hat super geklappt.

Von daher hoffen wir sehr, dass es so positiv weitergeht und wir bald wieder halbwegs unbeschwert unterwegs sind. MATILDA selber meint natürlich, dass sie wieder 100%-ig fit ist und benimmt sich wieder wie die kleine verrückte Nudel, die sie nun einmal ist…und die wir wie irre lieben!
herz
Go, Tilda… go!

tilda_geburtstag_forum

Neues Jahr…..

….Neues Glück.  Zumindest hoffen wir das.

2015 ist so schlecht zu Ende gegangen, dass es eigentlich nur besser werden kann. Vor allem in Sachen Gesundheit.

Wenigstens ist Matilda (ebenso wie die Großen) wieder völlig unaufgeregt ins Neue Jahr und in ihren Geburtstag reingerutscht: sie hat nur einmal, als ein besonders lauter Silvesterknaller direkt vor unserem Fenster hochgegangen ist, kurz verschlafen das Köpfchen angehoben…. hat sich aber, nachdem ich ihr einen Kuss gegeben habe, gleich wieder hingelegt und hat weitergepennt.
lächel