Spaß an der Sieg

Nachdem Felicitas ja wochenlang wegen starker Lahmheit absoluten Leinenzwang hatte, geht es ihn nun endlich so gut, dass wir es am Samstag gewagt haben, sie auch mal wieder abzuleinen….und es hat ihr nicht geschadet.

Unterwegs waren wir in Müllekoven. Dort kann man an einigen Stellen an die Sieg runter und die Hunde hatten tierischen Spaß!

David versus Goliath

Als ich mit Vega und Felicitas gerade durch eine kleine Unterführung ging, hörte ich aufgeregtes Kläffen von einem kleinen Hund, konnte aber nicht sehen, wer da nun um die Ecke stand. Ich setzte Vega ab, nahm Feli kürzer und näherte mich vorsichtig dem Ende der Unterführung. Nun sah ich mehrere Hundehalter, die auf meinen Gruß hin auch brav ihre Hunde zusammenriefen.

Alle bis auf einen Rauhhaardackel, der plötzlich losschoss und auf Feli zupreschte… die so was ja überhaupt nicht leiden kann. Argh!

Ich packte ihr also fix ins Geschirr und hielt sie zurück, als sie den Winzling wütend abwehren wollte. In diesem Moment hörte ich nur noch ein Grollen hinter mir („Mama in Gefahr!“) und Vega startete durch. Der Dackel sah sie kommen, machte eine Vollbremsung, warf sich rum und flüchtete… dicht gefolgt von einer immer noch grollenden Vega, die ihn mit Leichtigkeit hätte einholen und packen können. Doch sie scheuchte das Dackelchen nur ein paar Meter vor sich her und bremste sofort ab, als ich – betont lässig – rief: „Vega, lass‘ es! Du brauchst hier nicht den Bodyguard zu spielen!“

Wahrscheinlich heisst es jetzt aber trotzdem wieder, dass der große Hund sooooo böse war.

Dafür hatten wir dann aber auf dem Rückweg eine schöne Begegnung: direkt vor unserem Haus kam uns unsere Nachbarin mit Tobi, der riesigen Schäferhündin entgegen.

Obwohl Vega die andere Hündin vorher erst 2x gesehen hat, begann sie gleich zu fiepen und zu wedeln. Da Feli aber total angespannt war und ich nichts riskieren wollte, brachte ich die Grauschnute erst mal ins Haus, um dann Vega „Hallo“ sagen zu lassen, was sie auch sofort begeistert tat. Allerdings war Tobi von dieser (offenbar unerwarteten) Begrüßung weniger begeistert und keifte Vega an. Die quietschte „Aua, mein Rücken!“ und pampte dann zurück: „Du bist blöd!“, bevor sie betont desinteressiert am Wegesrand schnüffelte.

Kurzer Disput zwischen zwei sozial sicheren Hündinnen. Nix passiert.

Meine Nachbarin tröstete Vega mit ein paar Leckerchen, lockte auch ihre Hündin ran und schon war die Welt wieder in Ordnung.

Während wir uns nun so unterhielten und u.a. über den Bolonka Swetna aus der Nachbarschaft sprachen, tauchte eben der an der nächsten Straßenecke auf. Wenn man vom Teufel spricht…

Tobi und Vega hielten sofort inne, schauten Mischek an und begannen zu wedeln. Kurze Verständigung, weil die zwei „Riesen“ nicht zusammen losstürzen und den Zwerg dadurch verängstigen sollten. Zuerst durfte die Schäferhündin und dann mein Mädel, die sofort mit Schäkeröhrchen ausgelassen um den Süßen rumhopste.
Ein Bild für die Götter! 

 

Nah dran

Ein Schmankerl aus dem Bereich „Bibliographieren leicht gemacht“. 

Ein liebevoller Ehemann möchte seiner Frau ein Buch mitbringen. Ihm schwebt der Nachfolgeband eines Buches vor, das die Gattin geradezu verschlungen hat und das „Wächter des Himmels“ heisst.

Ich klemme mich sofort an den Rechner und gebe den Titel ein, um die Autorin rauszufinden und anschließend nachzuschauen, welche Bücher folgen müssen.

Prompt finde ich auch ein Buch mit diesem Titel: einen Krimi.

Der Mann schaut skeptisch. Nein, das Cover habe anders ausgesehen. Und ein Krimi sei das auch nicht… eher so was aus alten Zeiten und  mit seltsamen Wesen.

Hmm… nun gucke ich sowohl bei der Histo-Couch als auch bei bei der Phantastik-Couch nach. Ohne Erfolg. Der Mann wirkt leicht ungeduldig. Das Buch muss doch zu finden sein!

Mit der Frage, wie alt das Buch denn sei, bemühe ich eine Suchmaschine und versuche es mit leicht abgewandelten Suchbegriffen. Nichts.

Da es sich um ein aktuelles Buch handeln soll, schaut mich der Mann mittlerweile an, als ob ich zu dumm sei, eine vernünftige Literaturrecherche zu betreiben. Er meint, dass er dann wohl Zuhause noch mal gucken müsse und geht.

Keine 2 Minuten später steht er wieder auf der Matte… mit leicht beschämten Lächeln auf den Lippen. Er habe seine Tochter angerufen und sie gebeten nachzuschauen. Räusper. Das Buch heißt: „Hüter der Wolken“.
Seine Entschuldigung: „Ich war aber nah dran!“ 

Männer!

Bereits am frühen Morgen war mir aufgefallen, dass Felicitas sich im Rücken freier bewegte: bei unserem allmorgendlichen Begrüßungsritual schüttelte sie sich und wuselte wieder völlig locker mit den anderen Hunden um mich rum.

Eine diesbezügliche Anmerkung löste bei meinem Mann nur ein verächtliches Schnauben aus: „Du und dein Hokuspokus! Nur weil du für irgendwas teuer Geld bezahlt hast, muss es auch wirken…“

Zwei Stunden später liefen wir mit den Hunden los: mein Mann mit Tisha und Feli vorneweg, ich mit Vega und Simba hinterdrein. Von hinten sah man ganz deutlich, dass das Mädel besser lief. Sie spreizte den linken Vorderlauf nicht mehr ab, ihr ganzes Gangbild war wieder federnd. Doch ich verkniff mit einen entsprechenden Kommentar….

Dann – wir hatten noch nicht einmal unser Wohnviertel verlassen – wandte sich mein Schatz um, sah mich mich einem entschuldigen Lächeln an und sagte nur: „Krass! Sie läuft ja wirklich deutlich besser!“

 

Akupunktur

Da es mit Feli so nicht weitergehen konnte, hatten wir einen einen Termin bei Frau Dr. Camphausen gemacht, die Tierärztin mit Schwerpunkt auf ganzheitliche Behandlung des Patienten ist. Dazu gehören auch Akupunktur, Osteopathie und klassische Homöopathie.

Diese Ärztin war uns von unserer behandelnden Tierärztin bereits bei Vegas ausgeprägter Spondylose-Problematik empfohlen worden und hatte uns sowohl bei ihr als auch später bei Shila geholfen. Ich bin also recht zuversichtlich, Felicitas Beschwerden durch eine Behandlung bei ihr lindern zu können.

Anfangs guckte Feli noch recht skeptisch und beschnufelte die Ärztin vorsichtig. Doch sie legte sich dann brav auf den Kuschelteppich und ließ sich geduldig von vorne bis hinten durchtasten. Tatsächlich konnte Frau Camphausen recht deutlich die schweren Arthrosen in Hüfte und Schultern spüren… außerdem stellte sie einen Erguss in der linken Schulter fest sowie eine Blockade in einem Lendenwirbel. Letztere ließ sich während der Akupunktur durch manuelle Manipulation ganz behutsam lösen.

Als die erste Nadel gesetzt wurde, guckte Feli erstaunt, aber nicht erschrocken und ließ ihren Kopf dann wieder brav in meinen Schoß sinken. So blieb sie völlig entspannt liegen, während wir Frauen uns angeregt unterhielten, ich die dicke Gumminase hin und wieder küsste und streichelte… und die Ärztin mit langsamen und gleichmäßigen Bewegungen streichelte, massierte und „korrigierte“.

So…nun bin ich gespannt, ob und wie schnell wir eine  Besserung feststellen.

sonntägliches Trailen

Heute haben wir uns in Sieburg, auf einem großen Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs getroffen.

Da eine unsere Mittrailerinnen den Eigentümer des Hotels Herting in der Siegburger Innenstadt kennt, hatten wir netterweise die Möglichkeit, unsere Versteckperson im Eingangsbereich des Hotels zu „parken“. Der Trail dorthin war zwar relativ kurz, doch mit Schwierigkeiten gespickt.

Mortisha und Vega liefen diesen Trail: http://www.gmap-pedometer.com/?r=4423289 mit einer Länge von knapp 310 m mit 7 Abzweigungen

Schwierigkeiten: mehrere Plätze, Kreisverkehr, Straßenüberquerung, Unterführung, Bahngleise, VP befand sich in einem Gebäude mit Automatiktüren

Mortisha bekam als Geruchsartikel (GA) Badelatschen, die sicher noch ordentlich nach Chlor rochen.

Der Gremlin startete recht flott, lief in einem kleinen Bogen über den ersten Parkplatz und überquerte dann zügig die Straße am Kreisverkehr. Unter der Unterführung durch, einen an der Ecke sitzenden Hund vollkommen ignoriert und dann sofort rechts auf den Parkplatz bis an die Bahnhofsbegrenzung ran. Da es recht windig war und der Parkplatz nur von einer nicht durchgehenden und vor allem nicht gerade dichten Hecke eingefasst ist, kann es also durchaus sein, dass die leichten Geruchspartikel bis dorthin geweht worden sind. Tatsächlich arbeitete sich Mortisha am Bahnhof entlang, hüpfte dann auf den Bahnhofsvorplatz und rannte zielsicher  quer über die Fußgängerzone in die richtige Straße bis zum Hoteleingang, wo sie kurz kreiselte und dann begeistert durch die sich öffnenden Automatiktüren stürmte und der an der Rezeption sitzenden VP beinahe auf den Schoß hüpfte.

Vega erhielt eine Sonnenbrille in halb geöffnetem Etui.

Am Start hatte sie Schwierigkeiten, weil sie mitbekommen hatte, dass unser Back-Up die Belohnung für den nachfolgenden Hund dabei hatte… und zwar irgendwelche rohe Delikatessen. Yummy! Sie hüpfte also erst einmal an ihr hoch und bettelte, was das Zeug hielt. Als sie nichts bekam, wollte sie sich ihr Rohfutter dann wohl selber holen und hopste hinter einer Amsel her, die am Wegesrand in einem Gebüsch hockte.

Irgendwann ging es dann aber doch los, im gleichmäßigen und lockeren Trab. Kreisverkehr und Straßenüberquerung bereiteten keinerlei Probleme , doch dann lief auch sie bis zum Bahnhof und hüpfte schließlich sogar auf den Bahnsteig, wo sie erst mal fiepend stehenblieb. Nach einer kurzen „Denkpause“ ging es aber flott weiter in die Innenstadt und ohne zu zögern bis zum Hoteleingang… wo sich die Türen aber nicht öffneten, weil ein Hund für den Sensor zu klein ist. Sie lief also erst mal weiter, begann aber sofort zu fiepen.  Also blieb ich stehen und gab ihr so die Möglichkeit, sich zu orientieren. Vega kehrte dann auch gleich um, lief schnurstracks durch die nun offenen Türen und freute sich, unsere VP zu finden und sich über leckere Käsewürfel hermachen zu dürfen!

Aufreger des Tages

Heute im Laden: ich führte gerade zwei Kundinnen zu der Ecke mit den Regionalia, als uns eine Frau mit mittelgroßem Hund entgegenkam.

Ich blieb mit den beiden Damen stehen, damit die Hundehalterin passieren konnte. An dieser Stelle war es nämlich ziemlich eng: auf der einen Seite ein Pfeiler, auf der anderen der gläserne Aufzug und wir quasi als „Wand“ vor ihr.

Tatsächlich machte das dem armen Hund Angst, zumal er rein optisch direkt auf einen Abgrund zugeführt wurde. Prompt stemmte er auch alle Viere in den Boden und klemmte die Rute ein.

Reaktion der Hundehalterin? Ein scharfes „Fuss!“ und zackiges Weitergehen.

Der Hund machte zwei Schritte und verfiel wieder in seine Schreckstarre. Panik pur.

Statt nun innezuhalten und dem Hund die Zeit zu geben, wieder Mut zu fassen, bellte die Frau nur ein zweites Mal „FUSS!“, marschierte weiter und versetzte dem Hund einen solch heftigen Leinenruck (am Halsband!), dass das arme Tierchen regelrecht vor die Aufzugtüren gerissen wurde.

Ich herrschte die Frau nur an: „Wie gehen Sie eigentlich mit dem Hund um?“ … und auch die beiden bei mir stehenden Kundinnen reagierten total entsetzt. Die eine fragte sehr laut: „Wie kann man nur so rabiat sein?“

Doch die Hundehalterin würdigte uns keines Blickes und keiner Antwort.
Ganz ehrlich: am liebsten hätte ich ihr den Hund weggenommen!

Ich muss echt mal bei der  Geschäftsleitung nachfragen, ob wir Buchhändler in solchen Fällen offen kritisieren dürfen, ohne damit unseren Job zu riskieren…

Gaaaaanz vorsichtig!

Heute war ich mit Simba zwecks Schleppleinentraining im Wald, was wirklich gut lief. Selbst an einem pöbelnden Foxterrier-Mix lief er an der locker durchhängenden, wenn auch verkürzten, Leine vorbei, ohne einen Mucks von sich zu geben…den anderen aber immer schön im Blick behaltend.

Dann kam uns eine junge Frau mit zwei freilaufenden Dackeln entgegen, die auch völlig entspannt blieb, als ich Simba ganz ruhig an der Schleppe ranholte. Sie fragte nur, ob das ok sei, als sich auch schon das kleine dicke Dackel-Ömchen in Bewegung setzte.

An der strammen Leine (aus Angst, Simba könnte dem Grauschnütchen im „jugendlichen“ Übermut ins Kreuz springen) wurde nun Kontakt gemacht…. und mein Rumpelpumpel war erfreulicherweise total vorsichtig, schnupperte ganz sachte an der  kleinen Hundedame, wedelte dann hocherfreut, bekam richtige Schäkerohren und stapfte völlig verzückt um sie rum. Oberniedlich!

Und als ob das noch nicht genug Grund zur Freude gewesen wäre, erzählte mir die junge Frau, dass sie dieses entzückende Ömchen gerade mal seit 4 Wochen habe!

Hier mal der Link zu Bertas Vermittlungseintrag beim Bonner Tierheim:
http://www.tierheimbonn.de/2011/03/notfall-berta-kurzhaardackel/

Ca. 11 Jahre alt, viel zu dick, großer Tumor an der Seite, herzkrank, mit viel zu langen und aufgebogenen Krallen… so war die Oma ausgesetzt worden.

Da freut es doch um so mehr, dass es immer wieder Menschen gibt, die ihr Herz nicht verschließen, sondern auch einen alten kranken Hund bei sich aufnehmen, ihm einen wunderschönen Lebensabend bereiten und ihm die Liebe schenken, die er verdient hat!

Gutgelaunte Humpelotte

Da Felicitas wirklich miserabel läuft, darf sie momentan nur ganz gemütliche Minirunden um den Block machen. Spaßfaktor normalerweise gleich Null.

Vorhin aber trafen wir den jungen Mischek (Bolonka Zwetna)… kurzes Schnuppern, wildes Knubbelwackeln und schon hüpfte Feli in die Höhe und wollte mit dem Mini rumtoben!

Läuft zuhause auf drei Beinen, aber wenn ein lustiger kleiner Junghund daherkommt, sind alle Schmerzen im Nu vergessen!