Er macht sich!

Sonntagsspaziergang in Müllekoven, hochstehende Felder, schmaler und unübersichtlicher Weg, bestens gelaunte Hunde, die wie die Wilden vor und zurück liefen.

Vega und Simba waren gerade ein ordentliches Stück vor uns, als die Große stehenblieb und einen intensiven Blick nach vorne warf… für mich ein untrügliches Zeichen, dass sich jemand näherte. Tatsächlich tauchte nun auch ca. 20 m vor den beiden ein Mann mit zwei schwarzen, mittelgroßen und freilaufenden Hunden auf.

Eine „kritische“ Situation, da Simba gerne Kontakt macht, gerade nicht in meinem unmittelbaren Einflussbereich war und es ihm durchaus zuzutrauen wäre, full speed loszubrettern und erst mal in die fremden Hunde reinzuknallen.

Ich rief ihn ab… und obwohl Simba die Hunde gesehen hatte, warf er sich sofort rum und kam – sich die Lefzen in Erwartung eines Jackpots leckend – zu mir zurückgerannt.
Er macht sich! 

 

Physio-Sport

Heute waren wir mit Mortisha und Felicitas beim Physio-Sport.

Die Therapeutin hatte sich mal wieder einen ganz tollen Parcours ausgedacht und alle Hunde hatten mächtig Spaß. Feli, die so was ja gar nicht kannte, ist über sich selbst hinausgewachsenen und wir sind verdammt stolz auf sie!

So hat sie – die so geräuschempfindlich ist – sich durch den Sensorik-Parcours mit Klimpervorhängen, Glöckchen und Klapperdosen getraut. Mit etwas Überredungskunst ist sie auch durch den Stoff-Verhang und in das Zelt rein. Und mit noch mehr Geduld und Spucke ist sie sogar durch den Agility-Tunnel gebrettert!

Glücklicherweise war eine Fotografin da, die die Übungsstunde begleitet hat und fleissig Bilder gemacht hat. Ihr selber gehört übrigens ein wunderschöner und extrem netter Bullterrier-Mischling, bei dem Feli gleich Herzchen in die Augen bekommen hat.

Wer mal gucken möchte, kann sich ja mal bei Monti-Kreativ umschauen. Unter dem Punkt „Hund-Sport-Kurs 18. Juni“ sieht man auch gleich das hopsende Mortadellchen!

Die folgenden Bilder hat also Annika Montabaur gemacht, das Copyright liegt selbstverständlich bei ihr.

Paketzusteller

Von unserem Höllenquartett bereits bellend angekündigt, klingelte ein Paketzusteller an der Tür… und fragte ängstlich, ob die Hunde auch wirklich drinnen blieben.

Ich grinste nur vor mich hin, wies die Hunde (durch die geschlossene Wohnzimmertür) an, die Klappe zu halten und versicherte dem Mann, dass er sich keine Sorgen machen müsse.  Er wirkte erleichtertund führte aus, dass er meine Hunde ja schön öfter durch’s Fenster gesehen habe… das seien ja alles „Kampfhunde“… Pitbulls, nicht wahr?
Oh oh… das hätte er besser nicht gesagt.

Nun folgte prompt eine Lehrstunde in Sachen Listenhunde, Verwendungszweck von Pitbulls, ihrer Verträglichkeit gegenüber Menschen und Artgenossen sowie Verhalten meiner eigenen Hunde gegenüber Fremden.

Brav hörte der Mann sich alles an, erzählte selber aus seinem negativen Erfahrungsschatz und gestand seine (verständliche) Angst ein.

Wir sind dann letztendlich übereingekommen, dass wir uns noch mal unterhalten und eine Kontaktaufnahme ausprobieren, wenn wir uns mal wieder auf der Straße treffen und ich nur ein oder zwei der „Großen“ dabei haben.

Würde mich freuen, wenn wir das tatsächlich mal hinbekommen und ich dem Mann beweisen kann, dass Hunde mit einer bestimmten Optik nicht zwangsläufig aggressiv und gefährlich sind.

Ich konnt’s mir nicht verkneifen

Heute haben wir nach langer Zeit mal wieder meine „Lieblingsfeindin“ getroffen: eine Dumpfbacke, die mich schon seit Jahren mit ihrer Gedankenlosigkeit und ihren unerzogenen Hunden nervt, die gerne mal andere Artgenossen „angreifen“.

Mittlerweile hat sie nur noch eine große schwarze Hündin, die aber so durchgeknallt ist, dass ich der Frau bereits angedroht habe, den „Köter“ beim nächsten Treffen wegzutreten. *hüstel*

Wie ich nun gut gelaunt mit Vega und Mortisha über ein Feld schlenderte, bog Frau R. auf eben dieses Feld ein und kam mir entgegen. Obwohl ich in ihrem direkten Blickfeld war, bemerkte sie  mich natürlich erst, als ich Mortisha rief, sie absitzen ließ und anleinte, da wir uns der Autobahn näherten.

Jäh aus ihren Tagträumen gerissen, rief sie  hektisch ihren Hund… der erst mal stehen blieb und offenbar überlegte, ob er es wagen sollte, sich abermals mit Vega anzulegen, die weiter unangeleint vor mir hertrottete. Frau R. fuchtelte wild mit ihrer Ballschleuder und rief: „Komm, lass‘ uns woanders lang gehen!“

Ihr Balljunkie wirbelte daraufhin rum und sprang kläffend an ihr hoch…was ihr wiederum nicht passte. Sie hatte die Hündin durch diese Aktion zwar nah genug an sich ranbekommen, um sie anzuleinen, doch nun kam sie nur noch stolpernd weiter, weil sie dauernd angesprungen und angebellt wurde.

Ich schlenderte derweil kommentarlos weiter in ihre Richtung, Vega immer noch unangeleint, die etwa 20 m vor mir herlief und sich nicht im Geringsten für die Kläffmurmel interessierte.

Da wir uns zwangläufig immer weiter näherten und dadurch „Druck“ machten, wurde die Gute so richtig schön angepisst. Sie schüttelte den Kopf und keifte vor sich hin: „Und dann lässt die ihren Hund noch weiter frei laufen!“

Ich konnte es mir nicht verkneifen und rief ihr hämisch zu: „Tja, mein Hund hört ja auch im Gegensatz zu Ihrem!“ … und schlenderte in aller Gemütlichkeit und völlig entspannt an ihr vorbei.

Mutter-Hund-Kur?

Trotz meiner Abneigung gegen Ärzte habe ich mich dann doch endlich mal wieder dazu aufgerafft, zum Dermatologen zu gehen (-> Neurodermitis). Der schaute mich nur kritisch an, warf einen Blick in meine Akte und fragte gleich: „Warum haben wir Sie eigentlich immer noch nicht in Kur geschickt?“

„Ähm…wegen der Hunde…“

Erneuter Blick in die Akte: „Ach ja, hier steht’s ja…. sie haben ja drei Hunde!“

Ich (kleinlaut): „Mittlerweile sind’s vier….“
Der gute Mann konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. 😉

Als ich ihm dann von den letzten Katastrophen berichtete (MRSI-Infektion und Querschnittslähmung), schüttelte er nur noch verzweifelt den Kopf: „Ich glaub‘, sie brauchen eher eine Mutter-Kind-Kur… oh, Entschuldigung: eine Mutter-Hund-Kur!“

Dann ein Geistesblitz: „Ich glaub‘, das sollte ich denen in Borkum wirklich mal vorschlagen!“

Aber mal ganz ehrlich: soooo schlecht ist der Gedanke gar nicht. Hätte ich die Möglichkeit, 1-2 Hunde mit zur Kur zu nehmen, meine eigenen Anwendungen ambulant zu machen und den Rest der Zeit bei langen Spaziergängen in entspannter Atmosphäre und in gesundem Klima meine Seele baumeln zu lassen, wäre ich sofort dabei!

Jederhundrennen

Am Pfingstmontag hat der Köln-Solinger Windhund-Sportverein mal wieder ein Jederhundrennen veranstaltet, bei dem jeder gesunde Hund zwischen dem 1. und 8. Lebensjahr egal welcher Rasse starten durfte.

Gestartet wurde in 5 nach Größe gestaffelten Kategorien. Gelaufen wurde eine Distanz über 100 m, entweder durch den Hundehalter motiviert, der vorlief… oder aber hinter dem Hasenzug her. Letzteres ist bei jagdlich motivierten Hunden natürlich nicht so der Hit und deshalb wurde auch bei Gremlin Paula, der erstmals mitlief, darauf verzichtet.

Die kleine Rennsemmel (auch liebevoll „Ackertorpedo“ genannt) wurde von der jüngsten Tochter der Familie bis zur Freigabe festgehalten, von Herrchen als Voransprinter „angehetzt“ und von Frauchen „rangepfiffen“. Paula startete in Höchstgeschwindigkeit… doch nachdem sie ihr Herrchen erst einmal eingeholt hatte, gab sie nicht mehr alles (siehe Beweisfoto).

Trotzdem: Dafür dass sie in einer Gruppe zusammen mit Border, Vizsla, Mali & Co. lief, schlug sie sich mit 8,9 Sek. ganz hervorragend!

Ganz tolle Bilder von der Profifotografin Undine Gulde gibt es bei Tierisch Photogen zu sehen, die jeden gestarteten Hund super abgelichtet hat!

Ein bunter Hund!

We proudly present: Toby, seines Zeichens ein Boxer-Bracke-Labrador-Mix!

Dieser niedliche kleine Wonneproppen ist bei einer lieben Freundin eingezogen, nachdem diese erst vor kurzem auf tragische Weise ihren Labrador-Mix verloren hat.  So schlimm dieser Verlust auch war… ein Leben ohne Hund ist noch schlimmer. Und so wirbelt Toby nun durch sein neues Zuhause, bringt Ute wieder zum Lachen und hilft ihr, Leos Verlust zu verarbeiten.

Wir wünschen den beiden ein langes und vor allem glückliches Leben miteinander!

Ein fröhlicher Hund

Heute waren wir mit einer lieben Bekannten verabredet, deren mittlerweile verstorbene Boxerrüde Vegas große Liebe war.

Aber auch sein Nachfolger ist herzallerliebst, ein absoluter Clown, wibbelig bis zum geht-nicht-mehr und macht seinem Namen alle Ehre: Alegro!

Sowohl Vega als auch Felicitas waren jedenfalls seeeehr angetan von dem 12 Monate jungen Kerlchen.

 

SoKa Run 2011 in Düsseldorf

SoKa Run? Was das ist?

Ich zitiere mal die Organisatoren:

Der Soka Run ist eine Demonstrationsinitiative, die sich gegen das bestehende LandesHundeGesetz richtet. Die Rassen Pitbull, American Staffordshireterrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, sowie deren Mixe sind davon besonders betroffen. Mit den Runs wollen wir demonstrieren, dass Hunde obenstehender Rassen – unsere Hunde – nicht die Bestien sind, wie sie nur allzu gern in der Boulevardpresse dargestellt werden. Außerdem möchten wir – die Halter obenstehender Rassen – zeigen, dass wir ganz normale Menschen sind und keine Kriminellen.

Ziel der Demonstrationen ist es also, sowohl die Bevölkerung über das wahre Wesen unserer Hunde aufzuklären, als auch eine dementsprechende Änderung des LandesHundeGesetzes zu erwirken, denn viel zu viele Hunde fristen aufgrund dieser unsinnigen Gesetzgebung ein trauriges Dasein in den Tierheimen.

Der diesjährige SoKa Run war sehr gut besucht. Primär Liste 1-Hunde, einige solidarische Nicht-Listies, dafür aber sehr wenige Molosser. Gerade letzteres betrübt mich immer wieder. Alle schimpfen über bestehende Gesetze und Diskriminierung, aber bei öffentlichen Protesten sieht man kaum einen.

Wie fast jedes Jahr war auch ich wieder mit dabei… und zwar in Begleitung von Vega und Simba, die sich wirklich tapfer gehalten haben.

Leider war es auch in diesem Jahr so heiß und drückend, dass es für einige Teilnehmer echt eine Quälerei war, zumal man den hohen Stressfaktor für die Hunde nicht unterschätzen darf. Auch wenn der SoKA Run von einem Bollerwagen mit Wasser für die Hunde begleitet wurde, reichten die kurzen Pausen nicht, weil man sich dann beeilen musste, wieder aufzuschließen. Ich hätte nichts dagegen, die alljährliche Veranstaltung um einen guten Monat vorzuverlegen…

Nach dem fast 1-stündigen Demonstrationsmarsch quer durch die Düsseldorfer Innenstadt verzog ich mich mit den beiden Hunden direkt an eine ruhige Stelle in den Schatten, wo Vega und Simba sich lang ausstrecken und sich – ohne den Trubel an der Bühne – erholen konnten. Die beiden waren nämlich völlig überhitzt und kamen nur sehr langsam wieder runter… obwohl ich ihnen nicht nur zu trinken gab, sondern auch Ohren, Pfoten und Bäuche immer wieder nass machte.

Letztendlich entschloss ich mich dann in ihrem Interesse dazu, schon relativ früh wieder heimzufahren… und habe daher nichts mehr von den vielen tollen Aktionen rund um den SoKa Run mitbekommen.

 

Vatertag in der Wahner Heide

Über das Forum der Mastiff-Freunde Deutschland war ein Molosser-Spaziergang in der Wahner Heide organisiert worden… es zwar ein reiner Leinenspaziergang, um auch etwas „problematischere“ Hunde dabeihaben zu können, doch das tat der guten Laune keinen Abbruch.

Die Wauzels, die interessanterweise – bis auf die beiden Mastiffs – alle aus dem Tierschutz stammten, haben sich wirklich super benommen und so konnte man auch recht fix auf Haltis und MKs verzichten.

Bei gerade noch annehmbaren Temperaturen zockelten wir also gut 2 Stunden durch die Heide, um es uns anschließend noch bei Apfelschorle, Flammkuchen und/oder legendärer Kartoffelsuppe im Heidekönig gemütlich zu machen.

Wir bekamen dann auch prompt von einigen anderen Gästen ganz dickes Lob: so beeindruckend und „furchteinflössend“ unsere Hunde im ersten Augenblick auf einige gewirkt haben mögen, durch ihr vorbildliches Verhalten und das friedliche Zusammensein haben sie wieder einmal einige Vorurteile gegen „diese Rassen“ ausräumen können!

Da fiel dann doch eher der Labrador am Nachbartisch negativ auf, der jedesmal knurrend und kläffend unter dem Tisch hervorschießen wollte, wenn einer unserer Hunde an ihm vorbeitrabte…. doch die gaben nicht mal einen Mucks von sich und ignorierten ihn völlig!

Hier noch ein Gruppenfoto, das eine nette Spaziergängerin mit Renates Kamera gemacht hat:

von links nach rechts: Natalie mit Fluffy-Mastiff Apple, Birgit mit Dogo Argentino Amigo, Angie mit Cane Corso-AmStaff-Mix Linda, meinereine mit Felicitas, Muriel mit Bordeauxdogge Chanel, Claudia mit Schäferhündin Sonja und Jagdhund Bob, Renate mit Mastiff Quai, Thomas mit Grelin Paula sowie Antje mit Englischer Bulldogge Mäx