Hunderalley

Normalerweise treiben wir uns ja fast ausschließlich mit Molossern & Co. rum… da aber zufälligerweise hier ganz in der Nähe ein Treffen eines Problemhundeforums stattfand, wollten meine Freundin Antje und ich uns das mal ansehen.

Nun ja… was soll ich dazu sagen? Außer vielleicht dass ich gerade mal bei einem Hund „problematisches“ Verhalten beobachten konnte. Der Rest zeigte mehr oder weniger normales Aggressionsverhalten, das sich mit etwas Umsicht gut kontrollieren ließ.

Und so fand ein recht lockeres und zwangsloses Forentreffen statt. Zwar waren einige Leute nicht wirklich entspannt in Vegas Gegenwart (schließlich ist sie ja sooooo groß *hüstel*), doch durften wir trotzdem an der Spiel- und Spaßralley teilnehmen, die zwei Mädels organisiert hatten.

Die Aufgaben umfassten ein Chinesisches Essen, ein Flaschenlabyrinth, Extremwedeln, einen Pfad der Versuchung, eine Flussüberquerung und einen Hindernislauf. Absolut witzig und mit Spaßgarantie für Hund und Halter!

Und….. tada!….. Vega und ich haben tatsächlich den 2. Platz gemacht! 

Mobility

Wieder einmal hat Mortishas Physiotherapeutin einen lustigen und anspruchsvollen Senioren- bzw- Handicap-Parcours zusammengestellt und es war wirklich interessant zu sehen, mit wieviel Freude die vielen verschiedenen Hunde bei der Sache waren. So war ich mehr als erstaunt, die ansonsten sehr gemütliche ältere Golden Retriever-Hündin Dunja regelrecht aufblühen zu sehen: in ihrem ungewohnt jugendlichen Überschwang versuchte sie sogar, in Andreas riesige Hängematte zu springen!

Der Gremlin hopst ja sowieso gerne über Hindernisse und freute sich darüber, mit ihrem „Papa“ etwas zu unternehmen. Man merkte aber auch, dass sie langsam wieder mehr Interesse an Hundekontakten bekommt und wieder „offener“ wird. Ein sehr schöner Nebeneffekt dieses Gruppentrainings!

Ganz besonders freute uns aber wie sehen, mit wieviel Begeisterung und Konzentration Felicitas bei der Sache war. Sie ließ keinen einzigen Parcour-Bestandteil aus, balancierte geschickt über jedes Hindernis und selbst Agility-Tunnel und das Kinderzelt schreckten sie nicht mehr.

Buchhändler-Freuden

Wenn schon die Klima-Anlage nicht funktioniert und das Arbeiten bei hochsommerlichen Temperaturen im stickigen Laden fast schon zur Qual wird, freut man sich erst recht über Kunden, mit denen man herzlich lachen kann.

So geschehen mit einer netten Dame, die ein ganz bestimmtes Buch suchte, sich aber nicht so recht an den Titel erinnern konnte.  Sie meinte aber, es könnte so was ähnliches wie „MS Sturmwind“ gewesen sein.

Eine Bibliographie-Suche mit diesem Begriff brachte keine Ergebnisse und so versuchte ich nähere Infos zu dem Inhalt des Buches zu bekommen. Mit diesem Titel assoziierte ich natürlich einen schnulzigen Liebesroman (Kreuzschiff, Herzschmerz, Pipapo)… oder etwas Humoriges (à la „Ein Traum von einem Schiff“). Doch das war es alles nicht… Nein, nein!

„Hmmm, da bekommt jemand versehentlich die SMS von jemandem. Sie lernen sich kennen und verlieben sich. Also vielleicht „SMS Sturmwind“ ?

Jetzt ratterte es allerdings ganz ordentlich in meinem Kopf. SMS? Vielleicht doch eher Emails?

„Hmmm, ja….könnte auch sein.“

Und schon hatten wir die Lösung: „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer!

Autsch!

Als „Oberverantwortliche“ für das Demona-Team läuft Vega eigentlich immer voraus und bahnt uns einen Weg durch die Pampa. So auch heute, als wir im Gänsemarsch einen kleinen und beinahe zugewucherten Trampelpfad entlangwanderten.

Plötzlich schüttelte Vega mehrfach den Kopf… dann versuchte sie – ohne ihr Lauftempo zu verringern – den Kopf im hohen Gras zu ihrer Linken entlangzustreifen. Stutzig geworden rief ich ihr zu, stehen zu bleiben, schloss auf… und entdeckte eine Erdwespe, die direkt über ihrem linken Auge saß. Wieder schüttelte Vega den Kopf… doch das kleine Mistvieh saß fest!

Hektisch schlug ich ihr das aggressive Insekt vom Kopf und gab das Kommando zur sofortigen wilden Flucht. Nachdem wir schon mal versehentlich einen Schwarm Erdwespen gestört hatten, waren unsere Hunde dermaßen zerstochen worden, dass einem alleine beim Anblick schon alles weh tat. Auf eine Wiederholung solcher Erfahrungen legen wir also keinen sonderlichen Wert….

Glücklicherweise ist dieses Mal wirklich nur Vega gestochen worden, die das mit ihrer stoischen Ruhe noch am besten wegsteckt und die auch nicht allergisch auf Insektenstiche reagiert.

Zuhause angekommen war die Stelle über dem Auge aber schon ordentlich angeschwollen und so konnten wir nur noch mit Coldpacks kühlen.

Amtsmissbrauch!?

Heute morgen erzählte uns eine andere Hundehalterin, welche Auswüchse Rassendiskriminierung auch in unserer netten beschaulichen Nachbarschaft annehmen kann:

Die ältere Dame (selber Besitzerin einer ultracoolen Neufundländer-Hündin) fragte uns nämlich, ob wir in Geislar einen American Terrier oder so kennen würden. Hmmm… der sagte uns nichts und wir konnten – da die Dame sich mit Listenhunden überhaupt nicht auskennt – auch nicht herausfinden, ob es sich bei dem Rüden um einen American Stafford oder einen American Bulldog handelt.

Fakt ist: dieser Hund begegnete auf einem Spaziergang einer Frau, die ihrerseits einen Golden Retriever-Rüden hat. Eben dieser Carlos ist selbst mir als heftiger Leinenpöbler bekannt, mit dem bei Begegnungen ein großer Sicherheitsabstand eingehalten werden muss.

Doch was für den einen recht und billig ist, ist für den anderen (wenn  er der „falschen“ Rasse angehört) noch lange nicht ok.

Offenbar empörte sich Carlos‘ Besitzerin so sehr darüber, dass der „Kampfhund“ auf die Pöbelei ihres Rüden mit einem Knurren reagiert hatte, dass sie dies ihrem Nachbarn erzählte, der seines Zeichens Polizeibeamter ist. Und dieser hatte nichts besseres zu tun, als prompt dem Listenhundbesitzer einen Besuch abzustatten und sich die Haltungsgenehmigung etc. pp. zeigen zu lassen.

Welch‘ „Pech“ für ihn, dass er dem Mann samt Hund nichts anlasten konnte… der Rüde war nämlich ordnungsgemäß gemeldet und man konnte sogar einen erfolgreich bestandenen Wesenstest nachweisen!

Rücksichtsloser Hundehalter

Da wir von meiner Schwiegermutter einige ausgemusterte Decken und Laken abholen wollten, gingen wir heute mit den Hunden in St. Augustin spazieren und fuhren anschließend bei ihr vorbei. Während wir drinnen mehrere Säcke mit diesen neuen Hundedecken zusammentrugen, warteten unsere Vierbeiner im Auto, direkt vor dem Haus.

Plötzlich lautes Hundegebell, das jedoch gleich wieder verstummte, so dass wir uns keine weiteren Gedanken machten. Wir verabschiedeten uns also in aller Ruhe, traten vor’s Haus…. und sahen wie ein großer breiter Kerl direkt vor unserem Wagen auf der Straße stand und unsere Hunde anstarrte, an seiner Seite ein hysterisch kläffender Rehpinscher.
So was muss doch wirklich nicht sein, oder? 

Nach einem Blick auf unsere angesäuerten Mienen zog sich der Mann wortlos zurück…. ließ seinen Hund aber weiterhin an der lang ausgefahrenen Flexileine vor unseren Hunden auf und ab springen und kläffen. Erst als wir uns in Bewegung setzten und ihn böse anfunkelten, zog er den Pinscher an der Leine zu sich und setzte ihn in sein eigenes Auto. Immer noch ohne auch nur ein Wort der Erklärung oder der Entschuldigung.

Manchmal fragt man sich wirklich, ob in den Köpfen einiger Zeitgenossen nur gähnende Leere herrscht.

Good bye, Molly!

Wir werden dich nie vergessen, kleine Samtschnute!

Auch wenn wir wussten, dass Molly sehr krank war und dass der endgültige Abschied immer näher kam,  hatte mir der letzte gemeinsame Spaziergang Ende Juni Mut gemacht:  sie hatte sich geweigert, getragen zu werden… war stattdessen mit all den großen Hunden tapfer mitgestapft… hatte aus aufgeweckten und munteren Äuglein in die Runde geschaut… und war – wie üblich – unglaublich nett und charmant gewesen.
Doch dann kam das Ende doch früher als gedacht. 

Letztendlich beendete nicht ein weiterer schwerer Krampfanfall ihr Leben, sondern ein hochaggressiver Milztumor. Glücklicherweise musste Molly nicht leiden, sondern durfte ganz sanft und völlig entspannt in den Armen ihrer geliebten Menschen einschlafen.

Wir fühlen mit euch und wünschen euch viel Kraft!

Unterwegs mit dem Boxerle Alegro

Wir haben uns endlich wieder mit Alegro getroffen… diesmal jedoch unter erschwerten Bedingungen: der kleine Hooligan (Mortisha) war dabei.

Die Begrüßung war schon katastrophal: Vega und Felicitas tillten vor Freude vollkommen aus… Alegro hüpfte ebenfalls wie ein Gummiball herum…und der Gremlin hätte ihm am liebsten sofort eins auf den Deckel gegeben. Sie mag es nämlich gar nicht, wenn jemand anderes im Mittelpunkt steht.

Nach ein paar Metern konnten wir aber alle Hunde ableinen und rennen lassen. Und das haben die Vier genossen! Freudig liefen sie um die Wette, rempelten sich an, schmissen sich in Stinke-Stellen, stöberten gemeinsam in Maisfeldern und plantschen ausgelassen in der Sieg. Am meisten machte es aber dem Mortadellchen Spaß, den leicht zu beeindruckenden Boxer-Jungen bei seinen spielerischen Attacken auf sie zu scheuchen oder ihm an Engstellen einfach mal den Weg zu versperren.

 

Geburtstagsspaziergang

Anlässlich des Gremlin-Geburtstags hatten wir uns – wie sich das gehört – zu einem Spaziergang verabredet: Die Sonne schien, die Hunde waren bestens gelaunt und so stand einer schönen Runde an der Bergheimer Siegfähre nichts im Wege.

Paula fühlte sich inmitten des Höllenquartetts sichtlich wohl und hopste fröhlich mit ihnen durch die Wiesen. An der Sieg wurde dann nach Herzenslust geplantscht und nach Käsewürfeln getauscht.
Das zweite Geburtstagkind.