Erdwespen

Diese Biester sind echt mordsgefährlich: es reicht ja schon, wenn man (nichtsahnend) an einem Erdwespenbau vorbeigeht, um einen Angriff zu provozieren!

Heute wurde es dann wirklich kritisch. Ich bekam nämlich – während ich mit den Hunden unterwegs war – plötzlich ziemlich schlecht Luft und bekam mein Asthma trotz der Inhalation eines Sprays nicht in den Griff. Da wir schon recht weit gelaufen waren, entschloss ich mich, auf kürzestem Wege zum Auto zurückzukehren. Dazu liefen wir querfeldein, durch ein schmales Waldstück und dann über einen Acker, ca. 1 m vom Feldrand und einer bis vor kurzem noch „bewohnten“ Pferdekoppel entfernt. Hunde vorneweg, ich schnaufend hinterher.

Urplötzlich war Simba – mitten auf dem Acker – von Erdwespen umgeben und wurde extrem hektisch. Er rannte weg, doch brachte das nichts… irgendwann warf er sich in Panik auf den Boden und kugelte sich in dem Versuch, so die Wespen loszuwerden, die in seinem Pelz hingen und immer wieder zustachen.

Als ich nun Simba rief, um ihn a) von den Mädels wegzudirigieren und b) ihm zu helfen, schwirrten plötzlich mehrere Erdwespen um meinen Kopf rum. Argh!

Letztendlich half also nur die wilde Flucht… keine Ahnung, wie ich das noch geschafft habe, aber als wir endlich in Sicherheit waren, sackten mir die Beine weg und ich rang nur noch um Luft. Das Auto mittlerweile in Sichtweite musste ich hilflos sitzen bleiben… ohne Notmedikamente… ohne eine Menschenseele in der Nähe, die man um Hilfe hätte bitten können… und natürlich ohne Handy, das ich mal wieder zuhause vergessen hatte!

Nach ca. einer Viertelstunde hatte sich die Atmung zumindest wieder soweit beruhigt, dass ich mich im Schneckentempo in Bewegung setzen konnte. Mittlerweile sah das arme Simbelchen ziemlich übel aus: überall Beulen und dicke Schwellungen (über’m Auge, an den Vorderläufen, an Schulter, Seite und Hintern).

Da half nur noch Kühlung und eine ordentliche Ladung Cortison, als wir endlich zuhause waren.

Hier noch ein Schnappschuss, der kurz vor der Erdwespenattacke entstanden ist:

Simbas Portrait ist fertig!

Lang erwartet, heiß ersehnt und mit Spannung ausgepackt: die nächste Meisterleistung aus Teresas Fingern!

Es war gar nicht mal so einfach, eine vernünftige Vorlage für Simba zu finden, der ständig rumhopst und lustige Grimassen schneidet… in stillen Momenten aber meist sehr erwachsen und fast schon zu streng wirkt. Doch weder das eine noch das andere Extrem zeigt ihn ja in seiner „Gesamtheit“.

Nach langem Suchen hatten wir das passende Foto und Teresa hat es mal wieder geschafft, Simba genau so wiederzugeben wie er ist: ein beeindruckender Rüde, der aber trotz seines breiten Schädels nicht „gefährlich“ aussieht, da seine großen braunen Augen von Gutmütigkeit, einem offenen Wesen und Vertrauen zeugen.

Wir sind mal wieder völlig begeistert und Teresa unendlich dankbar, dass sie sich – trotz vieler Anfragen und zu wenig Zeit – bereit erklärt hat, nicht nur unser Trio, sondern peu a peu auch unsere Sternenhunde zu zeichnen. Wir haben uns im Netz schon so viele Seiten angeguckt, in denen Tierportraits gezeigt werden…und niemand hat uns bislang so sehr überzeugt wie sie!

Auch Simbas Bild wird bald schön eingerahmt unser Wohnzimmer zieren und wir können uns tagtäglich an diesen kleinen Kunstwerken erfreuen.
DANKE!

Sonntägliches Trailen

Trailen unter erschwerten Bedingungen: als Simba heute um eine Häuserecke bog, hoppelten auf der Wiese dahinter gleich mehrere Hasen.

Für den armen Simba, der ja an einem starken Jagdtrieb „leidet“, war das natürlich mega-heftig, zumal die Hasen nicht einfach davonliefen, sondern kackfrech ein Stückchen weghoppelten und dann einfach im Gras sitzen blieben.

Der Dicke war sehr erregt, konnte seinen Blick nicht von den Langohren lösen…und ich war nah dran aufzugeben. Trotzdem ermahnte ich Simba immer wieder mit dem ruhigen Kommando „Arbeiten“ und bewegte mich langsam weiter in der anfänglich eingeschlagenen Richtung quer über die Wiese.

Schließlich schüttelte Simba sich, schwenkte auf den Weg, überlegte noch mal kurz, ob er nicht vielleicht doch jagen könne…und fand dann wieder in die Suche zurück. TOP!

Tschakka!

Kreuzendes Eichhörnchen in ca. 20 m Entfernung… da setzt sich sogar Vega sofort in Bewegung. Und der Mehrhundhalter kennt das ja: startet ein Hund durch, gibt es für die anderen meist kein Halten mehr, vorausgesetzt sie haben einen ordentlichen Jagdtrieb…. und den haben meine Köterlis.

Simba – jünger, fitter, muskulöser – preschte also ebenfalls los und beschleunigte derart heftig, dass er innerhalb von Sekunden an Vega vorbeischoss.

Ich brüllte… und es geschah das, womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte: Simba legte eine Vollbremsung ein, warf sich rum und kam begeistert zu mir zurückgelaufen, dicht gefolgt von Vega, die sowieso besser im Gehorsam steht und eine Jagd abbricht, wenn ich nur früh genug reagiere.

Hach! Das sind die Glücksmomente im Leben einer Hund’lerin, wenn man sieht, dass man im täglichen Training anscheinend doch was richtig gemacht hat. TSCHAKKA!

Und wo wir schon mal bei glücklichen Menschen und Hunden sind: hier noch ein Video von Vega, die im Verlauf dieses Spaziergangs über eine Wiese stiefelte und ein bissel rumalberte.

Wie sie sich so kugelt und ihr ergrautes Unterteil zeigt, erinnert sie mich soooooo sehr an ihre Mama Felicitas!

erneutes Röntgen

Vega schont nach wie vor, ist aber zunehmende mobiler und besser gelaunt. Sie macht schon wieder Spaziergänge bis zu 1 Stunde mit, ohne ein Schmerzgesicht zu bekommen, trabt, galoppiert… fordert zuhause insbesondere Simba immer wieder zum Spielen auf.

Das heutige Röntgen hat zumindest keine Verschlechterung gebracht. Der Bruch ist kaum noch zu sehen und die Verschattungen um die Bruchstelle rum sind weniger geworden… sie kamen also bestimmt durch die verstärkte Callus-Bildung. Die Verschattungen am Femur sind aber immer noch da, so dass wir immer noch keine Entwarnung bekommen haben.

Unsere TA will aber nicht an ein Sarkom denken: dann müsste Vega mittlerweile schlechter laufen und auch mit dem Phen-Pred nicht mehr hinkommen.

Testweise werden wir ab morgen die Schmerzmedikation runterfahren und mal gucken, was passiert.

Ach ja: Vega hat wieder etwas zugenommen hat und wiegt nun 37,2 kg. Das ist zwar primär Plautze und keine Muskulatur), aber was soll’s… sie war echt zu rappelig geworden.

Seltsame Kerle

Mortisha ist ja nicht gerade die Mutigste in Bezug auf fremde Menschen und/oder Situationen. Und so verwunderte es mich nicht, dass sie schon von weitem ein Kamerastativ kritisch beäugte, das (scheinbar) einsam und verloren auf der Dammböschung stand. Vorsichtshalber leinte ich die Kleine daher an.

Nun galt es, sich diesem komischen Gebilde erst mal zu nähern. Nicht ganz einfach, da Tisha nämlich „beschloss“ einzufrieren und sich keinen Millimeter mehr zu rühren.

Normalerweise hätte ich sie nun ableinen müssen, um betont lässig und unbekümmert an dem Stativ vorbeizuschlendern. Glücklicherweise rennt Tisha nämlich nicht davon, sondern lässt sich – wenn man mit gutem Beispiel vorangeht – davon überzeugen, dass ein solches „Ungetüm“ harmlos ist und sie nicht attackieren wird. Nur konnte ich nicht riskieren, dass der Besitzer des Stativs plötzlich auftauchte… denn dann wäre der Gremlin mit Sicherheit hysterisch kläffend auf ihn losgegangen.

Welch Glück, dass ich in diesem Moment Vega und Simba dabeihatte,  die sich von ungewohnten Objekten am Wegesrand nicht mal ansatzweise irritieren lassen!

Die beiden Großen trotteten also locker weiter…. und je weiter sie sich dem „dreibeinigen Monster“ näherten, desto mehr riss sich das Mortadellchen zusammen und trippelte weiter.  Dumm nur, dass der Fotograf just in dem Moment den Damm hochkraxelte, als wir uns auf Höhe  des Stativs befanden. *seufz*

Tisha fing prompt das Kläffen an und brauchte ein gutes Minütchen, um sich davon überzeugen zu lassen, dass keine Gefahr drohte. Aber auch hier erwiesen sich Mama Vega und der Simbelbimbel als äußerst hilfreich. Die beiden taperten nämlich in aller Gemütlichkeit zu dem Mann, sagten freundlich „Hallo“ und wanderten dann weiter.

Alles locker, alles easy. Es konnte also weitergehen.

Nur….  wer stand denn da ein paar Meter abseits eines Feldweges in einem Acker? Ein halbnackter Mann!
Öhm.

Was tat der da nur? Nun war es auch an mir, misstrauisch zu gucken. Also fix Mortisha angeleint, die anderen beiden ins Fuß genommen und weitergegangen. Und je näher ich kam, desto komischer kam mir der Typ vor, der da – nur mit einer Shorts bekleidet – mitten im Acker stand, eine Hand am Gesicht hatte und mir offenbar ganz bewusst den Rücken zudrehte. Hielt er etwa ein Handy ans Ohr?

Beim Näherkommen hörte ich aber ein konstanten Summen…. und das vermeintliche Handy entpuppte sich als Akku-Rasierapparat!

Oooookay, das muss ich jetzt erst recht nicht verstehen.

Wolfswinkeler Hundetage 2012

In diesem Jahr war das Seminar leider nicht so gut besucht wie sonst, trotzdem tat das der guten Laune und vor allem der Qualität der wissenschaftlichen Vorträge keinen Abbruch. Ein besonderes kleines Schmankerl war der Auftritt des Autoren Michael Frey Dodillet, der mit seinem Buch „Herrchenjahre“ große Erfolge gefeiert hat. Der Mann ist wirklich superwitzig und auch privat unglaublich sympathisch.  Und für Vega gab es als Widmung in „ihr“ Buch, sie solle bloß aufmüpfig bleiben.

Hier mal die Auflistung der Referenten.

Dr. Frank Wörner: Mensch und Hund – eine uralte Partnerschaft mit Zukunft?
Mirko Tomasini: Der Mensch als Partner des Hundes
Michael Frey Dodillet: Herrchen will nur spielen
Klaus Adam: Haushüter – eine spannende Form der Hund-Mensch-Beziehung
Michael Grewe: Hoffnung auf Freundschaft
Daniela Sommerfeld: Arbeit in der eifeler Hundefarm von Günther Bloch
Dr. Dorit Fedderse-Petersen: Hunde und ihre Menschen
Kate Kitchenham: Forschung trifft Hund

Dieses Jahr wurde endlich wieder eine DVD vom Seminar angefertigt. Hier ein kleiner Vorgeschmack: