Bodycheck und Gummistiefel

Da fährt man in die Wahner Heide, um einen entspannten Spaziergang zu machen… und macht nix als Murks!
mund verziehen
Zuerst war ich so blöd, Leckerchen durch die Gegend zu schmeissen, um hopsende Hunde zu fotografieren. Mit dem Resultat, dass die völlig überdrehten Mädels lossprinteten und Mortisha wie eine kleiner Torpedo in Vega reindonnerte… und zwar so heftig, dass es Vega von den Pfoten riss und die auf die Seite knallte!

Glücklicherweise hat das die Große nicht weiter gejuckt (das Arthrisel wirkt super!), dafür hat dann Morty zuhause stark gehumpelt. Die hat sich offenbar die linke Schulter ziemlich stark geprellt und darf nun ebenfalls Schmerzmittel futtern. *seufz*

Doch damit nicht genug: Grazi musste ja unbedingt mit ihren tollen Gummistiefeln durch jede noch so große Pfütze stapfen. *räusper* Ich werde wohl nie erwachsen.

Blöderweise brettern durch die Wahner Heide ständig Panzer…und da kann so eine „Pfütze“ plötzlich ungeahnte Tiefen annehmen. Ich trat jedenfalls in ein tiefes Loch, versank innerhalb von Sekundenbruchteilen bis zu den Oberschenkeln in eiskaltem Modderwasser, riss nur noch die Kamera mit dem schönen neuen (und teuren) Objektiv in die Höhe und konnte mich glücklicherweise an Land retten.

Kamera an meinen Mann übergeben, der nur noch mit dem Kopf schüttelte, Stiefel ausgezogen, die braune Brühe ausgekippt und dann anschließend die dicken Socken ausgewrungen.  Der kilometerweite Rückweg war dementsprechend angenehm… *hüstel*

Ausnahmsweise mal ein Schnappschuss von mir, hier allerdings noch mit trockenen Hosen.
zwinker

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Veränderte Produktion?

Wir haben ja – wie ihr wisst – seit Jahren die knallroten Eisbär-Mäntel in Gebrauch und waren immer sehr zufrieden damit. Dick und fluffig hielten sie unsere kranken Hunde (Problemzone:Rücken) immer schön warm und sahen auch nach mehrmaligem Waschen immer noch wunderbar aus.

Leider musste nun für Vegas verkokelten Mantel ein Ersatz her. Zooplus hatte gerade keinen Mantel in der passenden Größe und so bestellte ich bei einem anderen Online-Händler.

Meine Freude über die schnelle Lieferung wurde leider getrübt, als ich den Mantel auspackte…

Zum einen war ich überrascht, dass laut Originalverpackung der Eisbär-Mantel von der belgischen Firma Flamingo (Tochterfirma von Karlie) stammte und nicht – wie erwartet und bestellt – direkt von Karlie. Zum anderen fiel mir beim Auspacken sofort die minderwertige Qualität des Mantels auf… er ist bei weitem nicht so dick und wärmend wie der Original-Mantel. Der direkte Vergleich zu unseren Eisbär-Mänteln, die wir hier noch in verschiedenen Größen haben (45, 60 und 65 cm), war jedenfalls eindeutig.

Das Innenfutter des Mantels ist so dünn, dass das Rot des Mantels durchscheint, wenn man ihn gegen das Licht hält und von unten draufschaut…. damit erfüllt der Mantel leider ganz und gar nicht den Zweck, den er erfüllen soll: nämlich Vegas spondylotischen Rücken warm einzupacken.
traurig
Also flugs wieder bei Zooplus geguckt und dort bestellt, da der Mantel wieder lieferbar war.

Auch wenn Karlie laut Händler bei Flamingo produzieren lässt…. DIESER Mantel kam mit Karlie-Umverpackung und ist definitiv dicker und dichter als der andere Mantel. Bedauerlicherweise kommt aber auch er qualitativ nicht an die Eisbär-Mäntel heran, die ich in den vergangenen Jahren gekauft habe (nicht nur für meine eigenen Hunde, sondern auch als Spende für den Tierschutz).

Ein „Test-Spaziergang“ bei Minustemperaturen zeigte einen deutlichen Unterschied: die Rückenpartien von Mortisha und Simba waren muckelig-warm… Vegas Rücken war jedoch in der Mitte nur lauwarm und zur Kruppe hin deutlich kälter.

Beide Mäntel (Karlie und Flamingo) sind also als WINTERMÄNTEL BEI MINUSTEMPERATUREN für rückenkranke Hunde komplett unbrauchbar. 

Die Mäntel liegen nun unbenutzt hier rum und werden bei passender Gelegenheit Tierschutzhunden zugute kommen. Und wir haben uns nun einen deutlich teureren und nicht ganz so chicen Thermomantel bestellt… aber uns kommt es ja auch ausschließlich auf die Funktionalität an und auf nichts anderes.

chaotische Impfung

Normalerweise gehe ich nicht mit allen Hunden gleichzeitig zum Tierarzt, weil mir das zu anstrengend ist… da die beiden Mädels aber unbedingt geimpft werden mussten und Simba schreit und weint, wenn ich ihn alleine im Auto zurücklasse, habe ich es ausnahmsweise mal getan.

Also Mortisha und den Dicken angeleint, Vega ins Fuß und rein in die Praxis, in der glücklicherweise noch keine anderen Patienten warteten. TA und TA-Helferinnen quietschten sofort erfreut los und ab ging’s ins Behandlungzimmer….

Was nun folgte, war schon echt peinlich: das Höllentrio sprang und wuselte – teilweise in höchsten Tönen quietschend, teilweise wuffend und bellend – begeistert umher, während sich der Eingangsbereich der Praxis ganz allmählich leerte und schließlich die Vet mit ihren beiden TA-Helferinnen sowie der Praktikantin mit meinen Hunden eine Party feierten. Unter Johlen, Lachen und Klatschen wurde das Trio immer weiter aufgedreht, bis ich endgültig aufgab, mich in eine Ecke stellte und mir das fröhliche Treiben belustigt anschaute. Hier auch nur ansatzweise Zucht und Ordnung reinzubringen, war nämlich ein Ding der Unmöglichkeit!
crazy
Zwischendurch wurden die Mädels dann aber doch noch geimpft, alle Hunde mit Pferdedörrfleisch abgefüttert (dafür sprang Mortisha auch unaufgefordert wieder auf den Behandlungstisch…) und neue Schmerzmittel für Vega rausgegeben. Wir werden nun nämlich versuchen, vom Phen-Pred (Schmerzmittel + Cortison) runterzukommen und nur mit dem Wirkstoff Phenylbutazon hinzukommen.

Btw: Als wir den Raum verließen, stand vor der Rezeption eine ältere Dame, die recht verdattert wirkte, als die Chaos-Bande unter allgemeinem Lachen und fröhlichem Winken raushopste.
biggrin

weitere Testfotos

Das Wetter ist an sich herrlich: trocken, eisig kalt und eine dicke Schneeschicht… nur leider lässt sich die Sonne nirgends blicken!

Für mich natürlich ideales Wetter, um zu gucken, ob das 105er „taugt“. Heute kam glücklicherweise auch mein Mann mit, so dass er die Hunde bespaßen konnte. Wir hatten also richtig viel Action und haben extrem viel schöne Bilder hinbekommen.

Klar: durch die Festbrennweite ist man eingeschränkt, aber selbst bei solchen „verunfallten“ Fotos sich bewegender Hunde auf Schnee im Schatten erkennt man schon, dass das Objektiv echt was rausreisst…. bei meinem alten wären dabei  nur total dunkle und unscharfe Bilder bei rumgekommen:testfoto2

Gut…. in Bloggröße sieht man da nicht wirklich viel, aber in Originalgröße sieht das echt prima aus!

Objektivtest

Da ich mit der Lichtstärke meines Standardobjektivs (AF-S Nikkor 55-200 mm 1:4-5.6G VR) nicht zufrieden bin, sobald es bewölkt ist, habe ich mich mal nach besseren und professionelleren Objektiven umgeschaut.  Dabei bin ich natürlich auf das Nikkor 70-200 1:2.8 gestoßen…. ein absoluter Traum.

Aber ganz ehrlich: für einen Hobbyfotografen (der – so wie ich – null Plan von der Technik hat) einfach nur oversized: zu groß, zu schwer und viel zu teuer. Selbst die Sigma- oder Tamrom-Varianten, die preislich interessanter wäre, wiegen immer noch über 1 kg…  so was schleppe ich auf meinen Hundespaziergängen dann doch nicht regelmäßig mit. *seufz*

Netterweise darf ich nun mal mit was ganz anderem „rumspielen“: ein lieber Bekannter hat mir sein AF-S Micro-Nikkor 105mm 1:2,8G VR (also ein Objektiv mit Festbrennweite) vorbeigebracht, damit ich es in Ruhe testen kann. Das ist schon mal kein riesiger Trümmer und ich kann selbst mit meinen kaputten Fingern die Kamera noch locker halten.

Fazit nach dem 1. Spaziergang: Bei „bewegungsarmen“ Bildern gibt es erwartungsgemäß wirklich schöne Ergebnisse, obwohl es heute durch und durch grau und bewölkt war. Doch auch bei den Action-Fotos gab es schon deutlich weniger Ausschuss als bei meinem Objektiv. Selbst bei diesem Schnappschuss kann ich nicht meckern… Simba war ziemlich weit weg, ich sah nur „Hund rennt und springt gleich“, habe die Kamera rumgeschwenkt und durch’s Unterholz geknipst:

testfoto

Hundesteuer

Und mal wieder ist die Hundesteuer in Bonn angehoben worden (netterweise ohne im Steuerbescheid explizit darauf hinzuweisen). 
Im vergangenen Jahr habe ich noch 240 € pro Hund bezahlt, nun darf ich 264 € pro Hund berappen, sprich: insgesamt 792,- €. 

Listenhundbesitzer werden in Bonn noch extremer abgezockt!

Bei Haltung eines sog. Kampfhundes: 840,00 €
Bei Haltung zweier sog. Kampfhunde: 1.140,00 € (je Hund)

Die Stadt Bonn gib es zwar nicht offen zu, aber die geltende Hundesteuerregelung zeigt sehr deutlich, welches Ziel man verfolgt: die Verringerung der in Bonn gehaltenen Hunde.

Andere Gemeinden sind da „ehrlicher“. So heißt es z.B. in Neuss:

Mit ihr [der Hundesteuer] werden neben der Finanzierung der Ausgaben, die eine Kommune zu tätigen hat, vor allem ordnungspolitische Ziele verfolgt, um die Zahl der gehaltenen Hunde zu begrenzen.

Quelle: http://www.meldebox.de/Umzug-Neuss/Hundesteuer/steuerpflicht.php

Gemeinerweise trifft es Listenhundbesitzer – wie so oft – mit den stark erhöhten Steuersätzen besonders hart. Doch nicht nur Hundehalter, die sich einen Hund vom Züchter holen, werden „bestraft“…. selbst vor dem Tierschutz macht die Stadt Bonn keinen Halt:

Jede Person, die sich aus dem städtischen Tierheim einen Hund holt, bekommt eine Steuerbefreiung für das erste Jahr als Bonus. Dies gilt allerdings nicht für AmStaffs, StaffBulls, Bullterrier und Pitties…. die eh schon schlechte Vermittlungschancen haben und  daher meist die (kostenintensiven) Langzeitinsassen sind!

Ausgenommen von dieser Zuschussregelung bleibt die Übernahme eines sog. Kampfhundes im Sinne der Hundesteuersatzung.

Quelle:
http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/buergerdienste
_online/buergerservice_a_z/00145/index.html

Und da die Stadt Bonn klammheimlich eine „Ein-Hund-Politik“ betreibt, heisst es unter der angegebenen Quelle auch noch:

Die Zuschussgewährung erfolgt nur für die Übernahme eines Hundes im Haushalt der Antragstellerin / des Antragstellers, wenn keine weiteren Hunde im Haushalt gehalten werden.

Meine persönliche Meinung? So nett und zuvorkommend die städtischen Mitarbeiter im Ordnungsamt, im Veterinäramt und bei der Finanzkasse auch sind (die die Regelungen ja nicht machen…), so „geldgeil“, unfair und diskriminierend sind die Politiker, die weiterhin brav eine Luxussteuer einkassieren, um ihre Stadtsäckel zu füllen.

Tierschutz, Gleichbehandlung und Gegenleistungen (z.B. in Form von vernünftigen Hundefreilaufflächen, von Kotbeutelspendern und/oder Mülleimern auf Spazier-/Wanderwegen) sind leider Fremdwörter hier in Bonn.

Aber ich lasse mir die Hundehaltung trotzdem nicht verleiden!

Besuch

Als sich heute sehr kurzfristig lieber Besuch ankündigte, der sich erstmals in die Höhle der „Löwenhunde“ wagen wollte und normalerweise so gar nichts mit Vierbeiner zu tun hat, war ich schon etwas nervös. Mortisha bemerkt nämlich menschliche Unsicherheiten sehr schnell und kann dann sehr penetrant bis biestig werden. Hmmm…

Um die Armen nicht sofort zu verschrecken, wurde der Gremlin daher erst mal hinter das Kinderschutzgitter ins Schlafzimmer verbannt, so dass die beiden Großen sie erst einmal in aller Ruhe und Freundlichkeit begrüßen konnten.

Dann wurde das angeleinte „Monsterle“ geholt und daran gehindert, sich auf den Besuch zu stürzen. Dies sorgte bei ihr natürlich für entsprechende Empörung. Doch nur wenn sie sich hinsetzte und mich anschaute, kam das altbekannte „click&treat“. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich das ungehaltene Kläffen in ein klägliches Winseln à la: „Menno…ich will doch nur nett Hallo sagen“. Nun konnten wir uns langsam nähern, ruhig bleiben und ersten vorsichtigen Kontakt machen.

Und…. TADAAAA! Es klappte so super, dass ich die Leine gleich ausklinken konnte… nach gerade mal 5 Minuten!
freuhüpf
Btw: Der Besuch fand die Hunde so klasse, dass er gerne wiederkommt! *lach* 

 

 

Es schneit!

Endlich hat es mal so richtig geschneit… dicke weisse Flocken…und es ist sogar alles liegengeblieben! Yippee!

Die Hunde (und auch wir Menschen) sind begeistert und genießen unsere Spaziergänge in vollen Zügen:

morty_schnee