Berliner Saupacker

Am Sonntag hatten die Berliner Trailerin Dominique und ich endlich die Möglichkeit, während der Mittagspause mit unseren beiden Molossern einen schönen Spaziergang auf den Siegburger Siegwiesen (incl. Schlammbad für die Hunde) zu machen und mal nicht nur über’s Trailen zu reden.

Ich finde es immer wieder interessant, Menschen persönlich kennenzulernen, die man sonst nur virtuell kennt. Und auch hier fiel der „Realitätscheck“ (wie bisher bei fast allen Molosserleuten) absolut positiv aus! Frauchen und Hund sind ein tolles Team und ich habe es nicht bereut, an diesem Wochenende kilometerweit durch innerstädtische Trailgebiete zu laufen.
😀

Und das ist Samson (auch liebevoll Samsibär genannt), ein wunderschöner Saupacker!

Mantrailing Intensiv-Wochenende

Wir trailen zwar schon seit 2,5 Jahren, doch ich freue mich natürlich immer, bei Profis Neues dazulernen zu können.

Da an diesem Wochenende eine Userin aus meinem Lieblingsforum (dem Molosserforum) extra von Berlin ins Rheinland gereist ist, um an einem Fortgeschrittenen-Workshop von GoSniff teilzunehmen, und ich zufälligerweise gerade Urlaub habe, hatte ich bereits im Vorfeld die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und mich als Helferin zur Verfügung gestellt.

Begonnen wurde mit einem langen Theorieabend, der auch für mich hochinteressant war, weil die GoSniff’ler sich ja schon alleine wegen ihrer Arbeit in der ASB-Rettungshundestaffel dauernd weiterbilden und mittlerweile viele Neuerungen in Arbeitsaufbau, Leinenhandlung, Führtechnik, Kommunikation mit dem Hund etc. eingeführt haben, über die ich bisher nur in Kurzform in Kenntnis gesetzt worden war.

Am Samstag und Sonntag folgt dann in wechselnden Trailgebieten in Hennef, St. Augustin und Siegburg der praktische Teil, bei dem man auch als reiner Beobachter viel lernen kann.

Bin mal gespannt, ob ich es schaffe, ohne zusätzliche Anleitung einige der Neuerungen auch in unser Training einfließen zu lassen, ohne mich allzu dämlich dabei anzustellen.
😉

Der Lösung auf der Spur

Da sich Mortisha seit knapp 5 Monaten brav im 2-Wochenrhythmus übergibt und es ihr dabei mindestens einen Tag lang extrem dreckig geht, wurde zwischenzeitlich alles Mögliche untersucht, inklusive Röntgenkontrastaufnahme, Kot, Blut und ganz speziell die Bauchspeicheldrüse. Ergebnis: Alles perfekt.

Heute dann Termin bei einem Kölner Internisten. Der befragte uns intensivst, tastete den Gremlin ab und äußerte recht schnell die Vermutung, dass es sich um ein Problem an der Speiseröhre handeln könne.

Also mehrere Röntgenaufnahmen angefertigt. Eine Leeraufnahme, dann zum Vergleich drei weitere, auf denen Mortisha „kopfüber“ ein Kontrastmittel trinken musste. Armes Mäuschen… die Prozedur war nicht gerade angenehm.

Auf den Bildern sieht man ganz deutlich, dass sich die Speiseröhre nicht normal entleert. Außerdem ist sie im unteren Bereich erweitert und auch der Schließmuskel am Mageneingang arbeitet nicht richtig.

Nun folgte ein Ultraschall. Gallenblase vollkommen ok. Dafür ist dann aber die Milz nach rechts verlagert, ebenso der Magen. Ursache unbekannt. Weiterhin fiel eine verringerte Darmmotilität auf.

Nächster Schritt in der Ursachenforschung ist eine Magenspiegelung. An sich hätten wir die gleich bei dem Internisten durchführen lassen können. Doch der bestand darauf, dass wir den Hund nach dem Spritzen eines Tranquilizers sofort zu verlassen und „nach Hause“ zu fahren hätten. Ich lasse mich jedoch ungern in einer solchen Form bevormunden, zumal es keinen vernünftigen Grund gibt, einen noch wachen (oder gerade wegdämmernden) Hund zu verlassen.

Ein vernünftiges Gespräch war mit dem bis dahin sehr freundlichen Vet nicht möglich. Er wurde extrem schroff und bestand auf seinen Regeln. O-Ton: „Entweder Sie halten sich an meine Bedingungen oder Sie können sich jemand anderen suchen.“

Daraufhin meinte ich nur mit einem strahlenden Lächeln: „Ok, dann fahren wir eben nach Hofheim.“

Glücklicherweise müssen wir aber doch nicht so weit fahren, da es in Köln noch einen zweiten guten Internisten gibt, der mir telefonisch zugesichert hat, bei dem Hundekind bleiben zu dürfen, bis es eingeschlafen ist…

3. Seminartag

Am letzten Seminartag stehen entweder ein Hundespaziergang in den Wäldern rund im Wissen an oder alternativ eine Führung auf der Trumler-Station.

Da wir an sich genug Programm hatten, wollten wir zum Abschluss lieber in gemütlicher  kleiner Runde in unser Lieblingseiscafé… vorher wollten wir aber – vor Beginn der offiziellen Führungen – noch fix zur Station rauffahren, um uns von Erika Trumler zu verabschieden. Die steckte natürlich knietief in Arbeit und so bekamen wir erst einmal eine kleine Privatführung von Dirk Roos (einem der wissenschaftlichen Leiter), bei der ich noch ein paar schöne Fotos von den Wildhunden in den verschiedenen Gehegen machen konnte.

Hier z.B. die Australischen Bergdingos

Wolfswinkeler Hundetage 2010

Auch dieses Jahr hatte die Gesellschaft für Haustierforschung zu ihren traditionellen Wolfswinkeler Hundetagen geladen (diesjähriges Thema „Formen des Spiels“)… die für mich schon zu einem lieb gewordenen Pflichtprogramm geworden sind.

Man bekommt dort nicht nur in sehr kompakter Form meist hochinteressante und lehrreiche Vorträge von teils hochkarätigen Referenten geboten, sondern trifft dort Jahr für Jahr viele  alte Bekannte, die man ansonsten – aufgrund zu großer räumlicher Entfernung – gar nicht mehr sehen würde.

Und so hat es mich wieder einmal sehr gefreut, meinen Lieblingsteil des Orgateams (Matthias, Roland, Susann mit Jamie, sowie Ute) wiederzusehen, sie ein bisschen bei der Arbeit zu unterstützen und viel Zeit mit ihnen zu verbringen.

Wie immer hat mich Vega begleitet, diesmal hatten wir jedoch auch Mortisha dabei. Der kleine Wibbel durfte zwar in der Vergangenheit schon öfter mit auf Seminare oder Vorträge, doch so eine mehrtägige und stressige Veranstaltung ist natürlich eine ganz andere Größenordnung.

Auch wenn ich den Gremlin nicht einfach irgendwo parken konnte und sie immer zumindest halbwegs im Blick haben musste, hat sie sich – trotz Langeweile und deutlich weniger Bewegung als sonst – wirklich tapfer geschlagen. Zig fremde Menschen und Artgenossen auf engstem Raum, laute Geräuschkulisse, verführerische Düfte in der Küche, 2 Besuche im Morsbacher Eiscafé sowie ein Restaurantbesuch in großer Runde… all dies hat sie ohne großes Generve oder Bettelei brav mitgemacht.

Gut gemacht, mein Mäuschen! 😀

Klein zu sein…

hat manchmal auch so seine Vorteile. 😉

Unsere Küche ist ja lang und schmal, sprich: hält man sich mit 2 Personen darin auf, hat man sofort ein Platzproblem. Und es wird nicht besser, wenn man das Hundefutter zubereitet, alle Fellnasen sabbernd um einen rumstehen und sich um die besten Plätze „prügeln“, indem sie sich gegenseitig hin- und herschubsen.

Was macht der Gremlin in so einer Situation?

Tapp tapp tapp… tippelt trappelt sie unter den Bäuchen der Großen hindurch!

Vega und Simba kennen das ja, nur Feli schaute ganz verdutzt zu ihr hinunter. Dieser Blick war einfach nur zum Schießen!
😀

blöder Kommentar

Es passiert zwar relativ selten, aber hin und wieder kommt dann doch ein blöder Kommentar wegen der Hunde:

Gerade eben eine kleine Parkrunde gedreht und durch’s Viertel zurück. Da die Schule Anfang der Woche begonnen hat, stehen an der Bushaltestelle zig Kinder in allen Altersstufen.

Ich nehme die Hunde etwas kürzer und wir gehen im munteren Slalom um die Schülergrüppchen rum.

Wir haben gerade eine Gruppe Teenie-Mädchen passiert, als ich höre, wie eins von ihnen laut hörbar sagt: „Und dann auch noch Vier von den Viechern, die ich so hasse!“

Ich habe es mir mal geschenkt, ihr zu verraten, was ich von bratzigen, unverschämten und unhöflichen Gören halte, die offenbar keine gute Kinderstube genossen haben.