Mäx in Hochform

Ein English Bulldog, der hysterisch kläffend und unter Aufbietung all seiner Kraft versucht, sich aus dem Griff seiner Halterin zu winden, ist schon ein heftiger Anblick…  Für Mäx ist das aber ein Ausdruck höchster Freude und Aufregung, zumal seine Hundekumpeline Paula zur Begrüßung wie eine wildgewordene Hummel um mich rumtanzte und er natürlich auch sofort und unbedingt zu mir hinwollte.

Als Mäx dann auch noch losgelassen wurde und er in mich reindonnerte (dabei Paula kurzerhand niederwalzend), hatte ich Mühe, mich in der Hocke zu halten!

Aber der Bursche ist echt zu niedlich, wenn er sich freut: er schmiss sich immer wieder auf den Rücken, hielt kurz inne, um sich die Brust kraulen zu lassen…sprang auf, rannte eine aufgeregte kleine Runde… schmiss sich wieder (mit weit aufgerissenem Maul) an mich, grunzte, schnaufte… ließ sich mit beiden Händen am Kopf packen und durchknuddeln.

Der arme kleine Psycho war schon völlig erledigt, bevor wir zu unserem Spaziergang aufgebrochen sind.

So startete er nur kurz zu Beginn eine „Attacke“ auf Vega, die ihm nicht sonderlich elegant und mit einem äußerst erschrockenen Gesicht auswich. Bei Mortisha, die wie immer zu dicht und völlig unbefangen an ihm vorbeihopste, überlegte er nur mal kurz… benahm sich dann aber. Und von Feli ist er mittlerweile eh völlig begeistert: zeitweise hatte die Oma einen kleinen Bulldog-Schatten, der mit seiner Nase an ihrem Pöppes festgetackert zu sein schien.

Und auch die Gremlinschwestern durften erstmals wieder im Freilauf aufeinandertreffen. Mortisha rannte 3 x provozierend auf Paula zu, ließ sich aber immer abrufen. Und dann war es auch schon wieder gut und die beiden Chaötchen hüpften munter und zufrieden über die Bornheimer Felder!

Kumpels

Da ich heute frei hatte, habe ich mal allen Hunden eine Einzelbespaßung gegönnt. Sprich: ich war von 7.10 Uhr bis 12.45 Uhr unterwegs, habe dabei knapp 14,6 km zu Fuß zurückgelegt und bin immer nur kurz nach Hause gefahren, um die Hunde auszutauschen.

Simba (weil der jüngste und fitteste) kam in Anbetracht der Temperaturen als letzter dran und so war ich zu einer für uns völlig ungewohnten Uhrzeit am Sportplatz in Müllekoven.

Als ich ihn aus dem Auto holte, ging gerade ein älterer Herr um die 60 mit einem Australian Shepard am Parkplatz vorbei…. blieb stehen und schaute. Ich fragte noch „Rüde oder Hündin?“, als Simba auch schon extrem hoch markierte und wie ein Weltmeister zu scharren begann. Oller Angeber!

Es war ein Rüde… aber wir haben dann doch mal geguckt, ob die Jungs sich verstanden. Also an der Leine Kontakt gemacht… sie beschnupperten sich und schon hüpfte Simba brummelnd in die Leine. Der fremde Rüde brummte auch, sprang aber zurück.

99 % der Hundehalter hätten nun abgewunken und wären von dannen gezogen.

Da Simba aber sofort ruhig war, blöd vor sich hinwedelte und nicht fixierte, glaubte mir der Mann sofort, dass er nicht aggressiv war, sondern nur blödes Machogehabe an den Tag legte. Wir zockelten also mit unseren angeleinten Hunden los… Simba schnupperte an Sams Hintern… dann beschnufelten sie gemeinsam interessante Grasbüschel…und schließlich steckte Sam meinem Burschen den Rüssel an den Hintern. Und was passierte? Nix. Kein Gebrummel, keine Anspannung.

Ca. 50 m weiter: Leinen los. Die Jungs rannten los… und nun folgte eine gute Stunde wilder Rennspiele mit heftigen Bodychecks, in wechselnden Rollen (Jäger/Gejagter). Wälzender Hund am Boden… der andere hüpfte rein. Plantschen und Schwimmen an der Sieg… mal hinter Leckerchen herspringend, mal sich gegenseitig Stöckchen abjagend. Alles no prob.

Und das, obwohl die beiden gleich alt (4 Jahre) und mit knapp 60 cm Schulterhöhe und 35 zu 38 kg in annähernd derselben Kampfklasse sind.

Ich wünschte, viel mehr Hundehalter wären so entspannt wie dieser Mann!
Selten habe ich Simba so ausgelassen erlebt, so voll im Spiel aufgehend. Einfach nur toll!

Schade nur, dass ich keine Kamera dabei hatte….

Trailende Vega

Vega war soooooooooo super, dass ich unbedingt davon erzählen muss!

Erster Trail: http://www.gmap-pedometer.com/?r=4623636
zwar nur ca. 215 m mit 4 Abzweigungen, aber am Ende folgte eine Differenzierung (eine der beiden Personen war gemeinerweise mein Mann)

An der vorletzten Abzweigung lief Vega ca. 10 m links in den (falschen) Waldweg rein, blieb stehen, fiepte, schüttelte sich… dann trippelte sie ein paar Meter in den Wald hinein, warf sich aber gleich wieder rum und zog mich full speed in VP-Richtung in den Wald. Das ging aber genau so lange gut, bis das Unterholz und die Brennesseln zu dicht wurden. Nun musste sich Vega selber einen Ausweg suchen… der letztendlich darin bestand, sich wieder vom Geruch zu entfernen, bis sie auf einen Waldweg gelangte, um von dort aus wieder in die richtige Richtung zu laufen.

An der letzten Abzweigung entdeckte sie in Sichtweite die beiden Männer, die in ca. 15 m Entfernung zueinander auf ein paar Baumstämmen saßen…und zog wieder heftigst an. Natürlich lief sie zuerst völlig begeistert zu ihrem Herrchen, sprang auf den Baumstamm und begrüßte ihn stürmisch. Doch statt an ihm „kleben zu bleiben“ (wie ich vermutet hatte), fiepte sie, sprang wieder runter und rannte zur richtigen VP, bei der sie dann auch ein korrektes Vorsitz zeigte.

2. Trail: http://www.gmap-pedometer.com/?r=4623660
knapp 470 m mit 5 Abzweigungen… der „Abenteuer-Trail“

Da wir mit dem Labrador der Truppe in der Wahner Heide getrailt hatten und nun erst mal ein ordentliches Stück zurücklaufen mussten, rief ich meinen Mann auf dem Handy an und bat ihn, seinen Kumpel schon mal zu verstecken. Natürlich hatte mir Monsieur bei der vorhergehenden Besprechung nicht zugehört und wusste nicht einmal, in welche Richtung es wenigstens grob gehen sollte. Nun gut…

Wie wir uns nun dem Parkplatz näherten, fiel meiner Mittrailerin ein, dass ihr Mann nun bestimmt das Auto abgeschlossen habe… und sie hatte natürlich keinen eigenen Schlüssel bei.  Sprich: sie konnte weder ihren Hund nach getaner Arbeit ins Auto packen, noch kamen wir an den Geruchsartikel ihres Mannes dran!

Dummerweise kam uns nun auch schon mein Göttergatte entgegen, so dass wir ihn nicht einmal daran erinnern konnten, den Schlüssel mitzubringen. Argh!

Was tun? Suche canceln? Mann wieder zurückschicken und den Trail noch mal überlaufen lassen? Hmmm…

Wir entschieden uns dann dafür, Vega einfach an der Fahrertür anzusetzen. Die hatte zwar auch unsere Mittrailerin angefasst, doch die stand ja (immer noch mit Hund) direkt neben uns und konnte so von Vega gleich als VP ausgeschlossen werden.

Vega also an das Auto rangeführt, so nah wie möglich an den Türgriff rangelockt und Trailsignal gegeben…. doch Vega schaute mich nur etwas verunsichert an.

Dann trippelte sie um mich rum, fiepte und schüttelte sich…. während ich wie blöd vor mich hinquietschte und versuchte, sie stimmlich zu motivieren (das hätte ich mir besser geschenkt!). Immer noch unsicher setzte sich Vega in Bewegung…. und wurde mit jedem Schritt sicherer. Keine 20 m weiter lief sie schon in ihrem gewohnt ruhigen „Trailgang“. Blieb an Abzweigungen immer nur kurz stehen, überlegte kurz und lief dann in einem leichten Bogen korrekt ab. Rauf auf den Platz vor dem Aggerstadion, quer über den Parkplatz, rein ins Wohngebiet bis zur VP, die sie abermals mit freudigem Vorsitz anzeigte.

Das Beste aber waren unsere Männer, die sich an diesem Tag schon bei einem anderen Trail grobe Schnitzer erlaubt hatten. Als wir sie nun ob der Startschwierigkeiten „rügten“, wehrten sie nur lachend ab: „Nein, nein..das war alles Absicht. Mit uns zu trailen soll immer eine Herausforderung sein, deshalb lassen wir uns immer so tolle Schwierigkeiten einfallen.“

 

Einsam und allein

Im Sommer ziehe ich mit den Hunden gerne sehr früh los, um die morgendlichen angenehmen Temperaturen für einen ausgedehnten Spaziergang zu nutzen. Dabei treffen wir recht selten auf andere Frühaufsteher.

Doch nicht so an diesem Morgen…um 6.00 Uhr… an der Autobahnbrücke.

Dort, wo ich sonst immer mein Auto abstelle, stand bereits ein anderer Wagen. Ich dachte mir nichts weiter dabei, stieg aus, sortierte die Leinen und holte meine Hunde einen nach dem anderen raus…als ich bemerkte, dass in dem Wagen eine Person saß, die seltsam hin und her wackelte. Öhm…

Im Vorbeigehen wurde ich dann aber auf’s Angenehmste überrascht: aus den leicht geöffneten Fenstern drangen gefühlvolle, melancholische Saxophon-Klänge!

Als ich mich erstaunt umdrehte, entdeckte ich auf dem Beifahrersitz des Hochdachkombis tatsächlich einen Saxophonspieler, der sein Instrument im Rhythmus der Musik wiegte.

Einsam und allein, mitten in der Pampa. Nur der Mann, sein Saxophon und die Musik.

 

Frechheit!

Dieser Gremlin…. *tief luft hol* …. ist dermaßen dreist, dass man schon wieder drüber lachen muss!

Nachdem wir im Wohnzimmer zu Abend gegessen hatten, räumte ich die Teller und Gläser weg. Als ich aus der Küche zurückkam, um die Salatschüssel mit dem restlichen Rucola einzusammeln, sah ich DAS:

Eigentlich hätte es ja ein Donnerwetter geben müssen (weil auf frischer Tat ertappt), aber ich konnte nicht anders… ich musste mir stattdessen einfach die Kamera schnappen.

Neuer Hundekumpel

Heute habe ich mich wirklich geärgert, keine Kamera dabei gehabt zu haben….

Wir waren mit dem Bullterrier-Mix Philipp verabredet, den wir kürzlich beim Physio-Sport kennengelernt hatten und von dem Felicitas so begeistert war, dass  sie am liebsten gleich mit ihm losgehopst wäre.

Da Philipp auch genau Vegas Kragenweite sein musste, durfte sie uns begleiten. Mutter und Tochter stürzten sofort zu dem Burschen hin, der anfangs etwas verunsichert war. Kontrolle durch zwei größere Hunde…und noch dazu brummte die eine dauernd und stupste ihn an.

Als der junge Mann aber merkte, dass das wirklich nur eine Spielaufforderung von Vega war, konnte der Spaß losgehen!

Die beiden spielten fast eine Stunde lang ununterbrochen… gemeinsam rannten sie über die Waldwege, rempelten sich an, schlugen sich mit den Vorderpfoten, grummelten und brummelten, was das Zeug hielt und flippten vollkommen aus, sobald sie zwischendurch in den Bach hüpfen durften, der quer durch den Ennert fließt.

Nur Feli war das etwas zu viel und zu wild, so dass sie den Bulli-Wirbelwind zwischendurch maßregeln und das Spiel unterbrechen wollte. Aber vielleicht war sie ja auch nur eifersüchtig, weil Philipp eigentlich ihre Eroberung gewesen war.

 

Auf ganzer Linie versagt

Wenn man jagdlich ambitionierte Hunde hat, darf man sich keine einzige Sekunde der Unaufmerksamkeit leisten… wie mir meine „Köters“ heute sehr anschaulich bewiesen haben.

Wir waren an der Sieg unterwegs und liefen gerade über den Damm, zu unserer Linken ein Maisfeld. Simba wie immer vorneweg. Ich Trottel sagte noch zu meinem Mann: “ Hier müssen wir echt aufpassen. Sollte der kleine Drecksack auch nur einen Blick nach links werfen, kommt er an die Leine…“

Doch Simba benahm sich, trottete brav auf der rechten Seite des Weges entlang und schien sich nicht im Geringsten für das Maisfeld (und die bestimmt darin sitzenden Hasen) zu interessieren. Zwischendurch rief ich ihn einfach so zurück, ließ ihn mal auf Entfernung absitzen oder sich hinlegen… Perfekt!

Als ich ihm aber einmal nicht meine volle Aufmerksamkeit widmete, kurz stehenblieb und auch für Mortisha und Feli (die links und rechts von mir herliefen) eine kleine Übung einlegte, war ihm das offenbar sofort bewusst. Ich blickte auf, sah noch wie er stocksteif stehenblieb und gen Feld blickt… als er auch schon losraste.
Mein Ruf kam einen Ticken zu spät. Simba rannte weiter. 

Doch es kam noch schlimmer: statt augenblicklich in die Geschirre der beiden Mädels zu greifen, reagierte ich eine Schrecksekunde zu spät…. und fasste ins Leere: Mortisha und Felicitas waren bereits durchgestartet!

Und wie wir so dastanden und uns ganz schrecklich über uns selbst ärgerten, setzte Vega – meine ansonsten so verlässliche Vega – dem Ganzen noch einen obendrauf: nachdem sie sich die wild wackelnden Maispflanzen eine Weile ganz ruhig angeschaut hatte, sprintete sie plötzlich los!

Das Blöde ist: Vega rennt niemals einfach kopflos hinter Wild her.  Sie jagt überlegt und weiss ganz genau, was sie tut.

Und tatsächlich: Sekundenbruchteile nachdem sie ins Feld abgetaucht war, sprang ein panischer Hase direkt daneben raus auf den Weg und hetzte davon…. dicht gefolgt von Simba, dem Vega das arme Tier offenbar direkt vor die Pfoten getrieben hatte, so dass sich dieser nur durch einen wilden Satz hatte retten können!

Glück im Unglück: der Hase war schneller!

Nun endlich ließ sich das Höllenquartett abrufen… zuerst Vega, dann Feli, danach ein schwer atmender Simba…und zu guter letzt auch der dickköpfige Gemlin.

In den nächsten Wochen werde ich wieder seeeeehr viel Spaß haben. *seufz* Nach diesem Adrenalinkick dürften die Hunde wieder extrem auf der Lauer sein und ich kann mir keine weiteren Fehler mehr erlauben.

 


Molosser-Spaziergang

Auch dieser Feiertag wurde wieder zu einem schönen Molosser-Spaziergang genutzt: Diesmal trafen wir uns in Troisdorf am Aggerstadion, um dann quer über die Aggerwiesen zu laufen.

Mit dem Wetter hatten wir tierisch Glück: es sah zwar anfangs total nach Regen aus, so dass wir alle mit Jacken ausstaffiert waren…. um dann unterwegs fast vor Hitze zu vergehen. Dafür konnten sich die Hunde – die allesamt supergut drauf waren – wenigstens zwischendurch in der Agger abkühlen.

Mit dabei waren der Old English Mastiff Quai, der Dogo Argentino Amigo, die Schäferhündin Sonja mit dem Jagdhund Bob, der AmStaff-Mix Linda, die Bordeauxdogge Chanel mit der Mopsdame-Molly und dem Pekinesen Gizmo, Gremlin Paula mit dem English Bulldog Mäx sowie unsere Felicitas mit dem Gremlin Mortisha.

Sabberqueen Felicitas I:

Rehsichtung

Heute ging es mit allen Vieren mal wieder in den Wald…. da dort zur Zeit wieder öfter Rehe zu sehen sind, riskierte ich es auch nicht, Simba und Feli an der Schleppleine laufen zu lassen, sondern ließ sie an 3-m-Leinen.

Wie wir so zügigen Schrittes durch den Ennert liefen, warf Vega immer mal wieder recht aufmerksame Blicke zur Seite… was die anderen Hunde natürlich gleich in erhöhte Aufmerksamkeit versetzte.

Und tatsächlich: an einer Stelle, an der es rechts relativ steil runterging, blieben Vega und Morty (die einige Meter vor mir herliefen) wie angewurzelt stehen und starrten runter.  Plötzlich hörte man ein Krachen und Bersten im Unterholz und ein Reh sprang etwa ca. 10 m unterhalb der beiden die Senke hoch.

Simba und Feli gingen sofort in die Leinen und auch die beiden anderen setzten sich in Bewegung. Ich brüllte ihnen ein „STOP!“ zu und sie blieben – wahrscheinlich auch dank des Steilhangs – wie angewurzelt stehen.

Nun folgte offenbar ein langer innerer Kampf, den ich – hapuuuh! – für mich gewinnen konnte, als ich wie eine Blöde in die andere Richtung rannte und dabei ein Indianergeheul ausstieß. Endlich, ENDLICH löste sich Vegas und Mortishas Erstarrung und sie liefen hinter mir her.
GLÜCK GEHABT!