Zweiter Akupunktur-Termin

Bei der Untersuchung stellte die TA fest, dass mittlerweile auch die linke Hüfte hochgradig schmerzhaft (und heiß) ist, was ihr gar nicht gefallen hat. Die TA hat sich mit unserer Haus-TA kurzgeschlossen. Beide sind sehr besorgt…und haben sehr offen mit mir über die möglichen Ursachen gesprochen. Von Borreliose über Anaplasmose bis zu Panostitis und Osteosarkom ist alles drin. *schluck*

Morgen früh geht’s zum Röntgen… falls dann noch Fragen offen sind, werden wir wahrscheinlich einen CT-Termin in Hofheim machen.

Sonntägliches Trailen

Da es Vega ja nicht gut geht, ist mein Mann heute mit der Patientin zuhause geblieben und ich bin mit den beiden „Kleinen“ zum Training nach Köln gefahren. Das Gebiet mitten in der Innenstadt gibt unwahrscheinlich viel her und so haben wir für jeden Hund tolle Trails legen können.

Simbas erster Trail:

http://www.gmap-pedometer.com/?r=5562217 , Traillänge: knapp 315 m, 7 Abzweigungen, Schwierigkeiten: zwei Straßenüberquerungen an einer stark befahrenen Kreuzung, Ablenkung durch Obdachlose, die ihn ranlockten, großer Platz, VP befand sich in einem Gebäude.

Während des Trails gab es übrigens einen heftigen Schreckensmoment, als Simba – statt die Treppe zu nehmen – über die Burgmauer springen wollte, was beinahe einen Sturz von mehreren Metern zur Folge gehabt hätte!

Für den zweiten Durchgang hatten wir bereits zu Beginn unseres Treffens mehrere Trails gelegt, die nun gut vier Stunden alt waren und folglich auch ohne Verabschiedung begannen.

Simbas zweiter Trail: http://www.gmap-pedometer.com/?r=5562231 , Traillänge: 400 m, 7 Abzweigungen, Schwierigkeiten: alter Trail, Start an stark befahrener Straße, verkehrt herum angesetzt, erzwungene Pause (musste mir zwischendurch die Schnürsenkel wieder zubinden), starke Ablenkung in proppenvoller Fußgängerzone, zwei entgegenkommende Radfahrer in schmaler Gasse, VP stand an einem Gebäude direkt am Domplatz.

Am Start liefen wir erst einmal einen schönen großen Perimeter. Als ich Simba dann den GA vor die Nase hielt, drehte er bereits den Kopf in die richtige Richtung und startete absolut ruhig und konzentriert. Der Dicke lief wie am Schnürchen und ließ sich wirklich durch nichts ablenken. Durch ein Gässchen hindurch ging es schließlich auf den – wie an einem strahlend schönen Sonntag zu erwarten – proppenvollen Domplatz. Hier begann Simba mit hoher Nase einen Bogen zu beschreiben und hätte die VP mit Sicherheit auch alleine gefunden, selbst wenn diese (ihn und unsere Trainingsmethoden nicht kennend) sich nicht hätte zu erkennen gegeben.

Bei Mortisha war ich mehr als gespannt, ob sie – als absolutes „Papakind“ – überhaupt mit mir laufen würde. Doch es gab nicht einmal ein kurzes Zögern: die Kleine war absolut heiß auf’s Trailen und startete gleich mit full speed.

http://www.gmap-pedometer.com/?r=5562246 , Traillänge: 200 m, 5 Abzweigungen, Schwierigkeiten: ungewohnter HF, Start zwischen 2 Plätzen, großer Platz, Ende des Trails in U-Bahn, aufgrund schlechter Absprachen zwischenzeitlicher Abbruch des Trails durch HF…. obwohl Hund absolut richtig war (*schäm*), Neuansatz in der U-Bahn, rutschiger Boden

Dieser Trail endete beinahe in einer „Katastrophe“ und war ein typisches Beispiel dafür, dass wir Menschen zuviel denken und uns nicht auf den Hund verlassen.

Mortisha startete hochmotiviert, arbeitete den Platz schön aus, bog auch in der Fußgängerzone gleich richtig ab. An der Treppe zur U-Bahn lief sie erst kurz vorbei, bemerkte ihren Irrtum aber innerhalb weniger Meter, kehrte um und hopste die Treppe hinunter. Die Treppe zum ersten Gleis schloss sie aus, ebenso die Treppe zum nächsten Gleis. Stattdessen rannte sie in einen Gang hinein und checkte kurz eine Ausbuchtung…. derweil meine Back-Ups und ich uns bereits in heftigen Diskussionen befanden, weil wir sicher waren, dass die VP an der ersten Treppe hätte sitzen sollen. Nun brachen wir den Trail ab.  Ich klinkte den Gremlin um, führte ihn wieder zurück und trug ihn (eingedenk ihrer Wirbelsäulenproblematik) die Treppe zur Fußgängerzone hoch.

Hier standen wir nun und überlegten, was unsere VP falsch verstanden haben konnte. Antje zückte ihr Smartphone, fand in ihrer Hektik die Nummer der VP nicht sofort… als ein leises Rufen von der anderen Straßenseite uns einen aus dem U-Bahn-Eingang winkenden Arm entdecken ließ! Wir seien richtig gewesen… er hätte uns unten schon gehört!
OH, MY GOD! 

Also Mortisha, die von diesem Austausch glücklicherweise nichts mitbekommen hatte, flugs die Treppe runtergetragen und zwischen den beiden Gleisabgängen wieder angesetzt. Ein verwirrter Blick zu mir („Häh? Eben wolltest du doch nicht, dass ich hier lang laufe…“), doch mit leichter stimmlicher Motivation nahm die Maus die Suche wieder auf… und bog erneut in den Gang ab. Um den Trail hochmotiviert abzuschließen, ließ ich sie volle Geschwindigkeit aufnehmen ohne gegenzuhalten…. wir rasten durch den Gang, der zum Ende hin einen leichten Bogen beschrieb…. Mortisha wollte sich nach rechts werfen, um zur Treppe zu rennen, rutschte aus, schlidderte mit dem Hinterteil weg, rappelte sich aber sofort auf, stolperte die Treppe hinauf und warf sich geradezu auf die VP!
Uff. Ende gut, alles gut.

Immer noch „Aua“

Wir hatten Vega am Mittwoch mit zwei Ohrnadeln nach Hause entlassen, also zwei winzigen Nadeln, die auf kleinen Plastern stecken und normalerweise so lange an wichtigen Akupunkturpunkten im Ohr stecken bleiben, bis sie von alleine rausfallen.

Da wir aber den Eindruck hatten, dass eben diese Ohrnadeln „zwiebelten“ und Vega äußerst gedrückter Stimmung war, haben wir sie Donnerstag am späten Vormittag – in Absprache mit der TA – entfernt. Und tatsächlich: nach nur einer Stunde ging es Vega wirklich besser und sie rumpelte unseren Simbel fröhlich an.

Leider blieben trotz Previcox die Schmerzen aber weiterhin so stark, dass wir heute morgen auf Phen-Pred umgeschwenkt sind. Das ist ein Kombi-Präparat aus Phenylbutazon (starkes Schmerzmittel) und Prednisolon (Cortison/Entzündungshemmer). Das Medikament ist nicht ganz unproblematisch und war eine Zeit lang auch vom Markt genommen worden, da es durch die Cox-I und -II Hemmung zu mehr oder weniger schweren Leber-, Nieren- und Magen-/Darmproblemen kommen kann.

Vega hat dieses Medikament bereits im Januar 2010 in letzter Instanz wegen ihrer damaligen schlimmen Neuritis bekommen. Trotz gut 1-monatiger Gabe hatte sie es gut vertragen…und so hoffen wir, dass es auch dieses Mal zu keinen Unverträglichkeiten kommt.

Kölscher Jung

Heute wurden eine Kollegin und ich zu einer „Stil-Beratung“ gerufen: ein Kunde wollte gerne einen Sony ebook-Reader kaufen und konnte sich nicht zwischen den drei vorhanden Farben entscheiden… schwarz, weiss oder rot. Wobei man ergänzen sollte, dass es sich nicht um ein Knallrot handelt, sondern vielmehr um ein leuchtendes Magenta.

Eben dieses magentafarbene Gerät hielt der Herr in Händen und blickte es zweifelnd an.

Auf meine leicht entsetzte Frage, ob das Gerät für ihn sei, verneinte er grinsend…. er wolle es seiner  Frau schenken.

Da meine beiden anwesenden Kolleginnen sich kichernd über meine Reaktion mokierten, folgte meine ausschweifende Erklärung: „Ich habe mir doch nur Sorgen um den Herrn gemacht. So viele Männer sind farbenblind…. und wenn dann ein so großer, gestandener Mann mit einem pinken Reader rumläuft, macht er sich doch lächerlich!“

Ich muss sicher nicht erwähnen, dass daraufhin alle in schallendes Gelächter ausbrachen.

Es war dann aber endgültig um unsere Fassung geschehen, als der Kunde äußerst schlagfertig meinte: „Selbst wenn…. ich komme aus Köln: mit so was können wir umgehen.“

Akupunktur

Mit dem Cortison waren wir gut über’s Wochenende gekommen, doch am Montag hieß es gleich wieder nachspritzen (netterweise hatten wir von der TA noch eine Spritze mitbekommen und konnten das zuhause erledigen).

Um nichts unversucht zu lassen, hatte ich deshalb gleich einen Akupunkturtermin bei einer Fach-TA vereinbart und so fuhren wir heute morgen zu ihr hin.  Auch Frau Dr. Camphausen fiel sofort auf, wie sehr Vegas Hinterhand im vergangenen Jahr atrophiert ist.  Auch sei auffällig, wie Vega versucht, hinten zu entlasten, indem sie über den Rücken ausbalanciert….was aufgrund der komplett verknöcherten Wirbelsäule aber schwierig bis unmöglich ist.

Bei der sehr langen und gründlichen Untersuchung bestätigte sie Frau Dr. van Ooyens Eindruck: die rechte Hüfte macht Probleme. Selbst ich konnte das sehr gut erkennen, da Vega ihr Schnütchen immer ganz rund machte und den Atem anhielt, sobald das Hüftgelenk gestreckt wurde.

Nun wurden ein paar Nadeln gesetzt…. zwei am rechten Hinterlauf, vier an der Hüfte und eine an der rechten Vorderpfote. Aufgrund der hohen Schmerzhaftigkeit gehen wir aber davon aus, dass es mit einem Mal akupunktieren nicht getan ist. Nächste Woche geht es also wieder dorthin.

 

Vega hat Schmerzen

Vergangene Woche hatte ich bei einem Spaziergang ganz kurz den Eindruck, dass ihr rechter Hinterlauf in der Bewegung seltsam wackelte. Beim Abtasten konnte ich aber nichts feststellen und da ich auch in den folgenden Tagen nichts mehr bemerkte, hielt ich es zuerst für eine Sinnestäuschung.

Als ich aber am Wochenende auf dem Mantrailing-Seminar war, erreichte mich der besorgte Anruf meines Mannes: Vega fiepe und ziehe den rechten Hinterlauf hoch.

Ich „verordnete“ sofort ein voll ausdosiertes Schmerzmittel, unter dem es dann auch einigermaßen ging. Der Versuch, die Dosis nach ein paar Tagen zu reduzieren, scheiterte jedoch: Vega winselte bereits am späten Vormittag und entlastete deutlich. Also flugs wieder die Dosis erhöht.

Heute ging es dann vorsichtshalber zur TA, die sofort sah, dass Vega nun im Laufen „eiert“. Da sie das Mädel schon länger nicht gesehen hatte, fiel ihr auch gleich auf, wie sehr die Oberschenkelmuskulatur atrophiert ist…. Also hieß es: Hund gründlich durchtasten.

„Leider“ reisst sich Vega immer extrem zusammen und möchte sich keinerlei Schmerz anmerken lassen. Und so gestaltet es sich recht schwierig zu entdecken, wo der Schmerz nun genau sitzt. Im rechten Knie krachte es zwar arthrosebedingt recht heftig, doch das nahm Vega gelassen hin. Als die Ärztin aber die rechte Hüfte manipulierte, machte mein Mädel ein sehr konzentriertes Gesicht und spannte die Muskulatur an. Bei der linken Hüfte hingegen tat sie das nicht.

Hmmm, was tun? Wir entschlossen uns, erst mal nur Cortison zu spritzen und zu gucken, ob das was bringt. Bei den letzten Schmerzschüben (allerdings hatte es da vorher defintiv an der Wirbelsäule „gerappelt“) hat das schließlich auch gereicht….

Gremlin-Training

Fremdbesuch und Gremlin…das ist immer so eine Sache. *seufz*

Da sich heute der Dachdecker angemeldet hatte, war ich natürlich entsprechend vorbereitet: Leckerchen und Clicker lagen parat, Mortisha trug ihr Geschirr und wurde erst mal in den Garten verfrachtet, damit der gute Mann unbehelligt das Haus betreten und in aller Ruhe von den anderen Hunden begrüßt werden konnte. Als es dann – angeleint – wieder reinging, war Tisha völlig außer sich und wäre den Armen wahrscheinlich am liebsten gleich angegangen. Oh oh.

Sitz und Blickkontakt zu mir eingefordert…. click & treat. Das Ganze gerade mal 3 x  und schon konnten wir an lockerer Leine an dem Mann vorbei, der  trotz „Vorwarnung“ etwas erstaunt auf der Couch saß.

Nun setzte ich das immer noch leicht empörte Gremlinkind auf den Sessel neben mich, von wo aus sie sich den Herrn anschaute und zwischendurch die Lefzen aufpustete. Nun konnte ich schon das längere „Ertragen“ des fremden Mannes clickern, bis sich die Kleine sichtlich entspannte.

Jetzt ging es an lockerer Leine an ihm vorbei ab in die Küche und ich verteilte kleine Kaustangen…. Mortisha durfte ihre auf der Hundedecke direkt neben dem Dachdecker wegputzen und wurde ganz nebenbei abgeleint.  Als sie fertig war, nahm ich sie fröhlich-frei ins Fuß, ging quer durch’s Wohnzimmer und setzte mich wieder mit ihr auf den Sessel.

Mittlerweile drehte sich das Gesprächsthema natürlich um die Defizite des kleinen Hundepaketchens und Herr L. (selber Hundehalter) zeigte sich verständnisvoll und relaxt. Und so nahm er es auch ganz gelassen, als Tisha nun vom Sessel hopste, unter dem Tisch durchwanderte, sich vor seine Füße setzte und ihn mit einem zuckersüßen Blick anschnufelte. Als er dann auch noch – wie von ihr gewünscht – mit Streicheln reagierte, kraxelte sie gaaaaanz langsam neben ihn auf die Couch, schaute ihn schmachtend an und bepfötelte ihn ganz sachte.
Schleimerin. 

Wie auch immer: ich bin jedesmal völlig fasziniert davon, wie dieser kleine Hund tickt. Würde man sie bestimmte Situationen alleine regeln lassen, ginge das komplett in die Hose. Mortisha reagiert fast immer total über, insbesondere wenn sie unsicher und ängstlich ist. Leitet man sie aber entsprechend an, verwandelt sie sich innerhalb weniger Minuten von einer „reissenden Bestie“ in ein Schmusekätzchen.