Gerade noch mal gut gegangen

Wie ich auf meiner kleinen Mittagsrunde mit Vega einen kleinen Stichweg entlangging, tauchte am anderen Ende eine mittelgroße, freilaufende Hündin auf, die ich sofort als Besuchshund einer Nachbarin erkannte. Die Hündin ist an sich verträglich, doch offenbar hatte sie sich gemerkt, dass Vega und Simba sie mal gemeinschaftlich angeblafft hatten, weil sie – an der Leine – keinen Kontakt wünschten…. anders kann ich mir ihre nun folgende Reaktion nämlich nicht erklären:

Die Hündin blieb stehen, fixierte Vega, nahm den Kopf runter, die Nackenhaare stellten sich auf, sie fletschte die Zähne… und startete durch!

In meiner Panik brüllte ich nur: „Ich habe hier einen verletzten Hund!“

Da tauchte glücklicherweise mein Nachbar an der Ecke auf und rief die Hündin sehr streng zurück… woraufhin sie die Attacke augenblicklich abbrach. Hapuuuuh!

Auch wenn die Hündin Vega recht wenig entgegenzusetzen hätte, möchte ich natürlich keine falsche Belastung des kaputten Hinterlaufs riskieren. Und so war ich extrem erleichtert, dass meine Nachbarn jedem Hund nur so viel Freiheiten zugestehen, wie er auch „verdient“. So ist die Hündin zwar immer ohne Leine unterwegs… kann aber im Notfall jederzeit abgerufen werden…. was man nur von einem ganz kleinen Anteil der Hunde behaupten kann, denen man sonst so begegnet… und was auch bei meinen „Kötern“ nicht immer funktioniert.

Also: Hut ab!

neue Verdachtsdiagnose

Heute erfolgte das zweite Kontrollröntgen, bevor wir mit der geplanten Anabolika-Kur beginnen wollten.

Auf den ersten Blick sah alles prima aus: im Frakturspalt hat sich schön Callus gebildet, der Bruch verheilt also gut und komplikationslos.

Aaaber: über der Bruchstelle und am Femur waren (über Wochen unveränderte) Verschattungen zu sehen, die sich nun deutlich vergrößert haben. An der Fibula könnte das durch die Callusbildung bedingt sein, aber für die andere Stelle haben wir keine Erklärung…. außer dass es sich evtl. um ein Chondrosakom (kein Osteosarkom) handelt.

Sprich: bösartiger Knochentumor, der aber korpelige Zubildungen verursacht, gerne gelenkübergeifend (wie hier) vorkommt, aber kaum metastasiert, langsamer wächst und vor allem nicht so starke Schmerzen verursacht. All das würde auch bei Vega passen. *seufz*

Da wir keinesfalls eine belastende Knochenstanze riskieren möchten, nur um Gewissheit zu erlangen, können wir weiterhin nur abwarten…. und spitzen vorsichshalber kein Anabolikum. In 3 Wochen wird noch mal geröntgt. Vielleicht wissen wir dann mehr.

Zwischenzeitlich können wir uns nur darüber freuen, dass Vegas Blutwerte perfekt sind und dass sie wenigstens ein bisschen (500 g) zugenommen hat. Und auf „Befehl“ der TA soll Vega nun wieder mehr Freiheiten bekommen und das Leben genießen!

 

Wir geben immer noch voll ausdosiert Phen-Pred (Blutwerte von gestern waren perfekt). Und ich darf Vega wieder etwas mehr Spaß gönnen. Falls das wirklich der Anfang vom Ende ist, soll sie nicht komplett eingeschränkt werden. Die Lebensqualität steht für uns nämlich absolut im Vordergrund!

Lebewohl, Asta!

Nach schwerer Krankheit ist Asta, das Altertümchen, über die Regenbogenbrücke gegangen…

Astas Frauchen verabschiedete sich von dieser beeindruckenden Hündin unter anderem mit folgenden Worten, die mich sehr berührt haben:

Die grosse Chefin ist gegangen!

Sie kam als körperlich und seelisch geschundenes, unter sich lassendes Etwas – sie ging als ein souveräner und liebevoller Hund, der vielen Hospiz-Tieren gezeigt hat, dass man in ihrer Gegenwart Ruhe und Geborgenheit findet.

Dieser letzte Satz zeigt in aller Deutlichkeit, welch tolle Hündin die graue Samtschnauze war. Asta hat mir vom ersten Augenblick an unwahrscheinlich gut gefallen und ich fand ihre gelassene Art einfach nur bewundernswert. Sie war der ruhende Pol. Egal, wen oder was ihr Frauchen „angeschleppt“ hat… andere Hunde, Katzen, Kleintiere. Asta akzeptierte alle und zeigte ihnen, was es bedeutet, Teil einer großen und liebenden Familie zu sein…

Die Stumme und der Lahme

Mein Mann hat es zur Zeit schwer im Rücken, incl. Taubheitsgefühl im linken Bein, und ich kämpfe mit einer heftigen Bronchitis, incl. komplettem Verlust der Stimme. Die Hunde kommen daher momentan ein bisschen zu kurz.

Da es uns heute beiden etwas besser ging, dachten wir, dass wir es gemeinsam schaffen, mit dem Trio spazieren zu gehen…. natürlich in einer Gegend, wo wir normalerweise keine bis wenig Leute treffen.

Humpelotte Vega blieb an der Leine, aber die beiden Kleinen genossen den tagelang vermissten Freilauf und waren dementsprechend hibbelig. In solchen Momenten sollte man immer einen Blick auf die Hunde haben, damit sie nicht zu sehr überdrehen oder jagen gehen. Sprich: jeder Ansatz in diese Richtung muss sofort unterbrochen werden.

Das ist aber nicht so einfach, wenn die eine, die drauf achtet, ihre Stimme nicht erheben kann… und derjenige, der rufen könnte, mit seinem wehen Rücken und dem unebenen Feldweg beschäftigt ist.

Als ich nun mit Vega etwas zurückgeblieben war, weil die irgendwo geschnüffelt hatte, war der Rest der Truppe schon mal vorgelaufen. Mortisha und Simba beschäftigten sich für meinen Geschmack zu sehr mit dem Unterholz…und mein Mann setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen, ohne auf die beiden zu achten.

Was tun?

In meiner „Verzweiflung“ klatschte ich in die Hände… keine Reaktion… erneutes Klatschen… verdutztes Zurückblicken meines Mann… wildes Gestikulieren meinerseits… Aaaaah! Nu‘ hatte er mich verstanden und pfiff die Hunde endlich zurück.
Wir müssen echt ein Bild für die Götter abgegeben haben! 

So ein Ar***!

Heute mit Mann und Hunden an der Sieg unterwegs gewesen…. wegen Vega zwar nur eine kurze Runde, aber  wir wollten ihr die Freude machen, endlich mal wieder mit den anderen zusammen zu laufen. Es war auch alles schön und gut, bis wir uns über den Damm auf den Rückweg machten und uns zwei ältere Männer auf Fahrrädern entgegenkamen…

Wie üblich riefen wir die freilaufenden Hunde zu uns und setzten sie ins Gras am Wegesrand. Die angeleinte Vega stand neben mir am äußersten Rand des Weges, und zwar zu meiner Linken. Sprich: wir hatten fast die gesamte Breite des Weges frei gemacht, so dass die beiden Radfahrer locker an uns vorbeifahren konnten.

Doch das reichte dem einen offenbar nicht: er steuerte mit unverminderter Geschwindigkeit direkt auf Vega und mich zu, dabei den Blick fest auf mein Mädchen gerichtet!

Als mir klar wurde, dass der Typ allen Ernstes meinen Hund auf Korn nahm, schob ich mich ganz schnell vor Vega und machte einen zusätzlichen Mini-Schritt nach links… so dass er mich erwischen musste. Das hat er sich dann aber doch nicht getraut und so machte er im letzten Augenblick einen Schlenker um uns rum.

Ganz ehrlich: in solchen Momenten könnte ich gewalttätig werden! Am liebste hätte ich ausgeholt und diesem Dreckskerl einen Stoß versetzt, so dass er mitsamt Fahrrad (und Begleitung) den Damm hinuntergepurzelt wäre!

Wieviel Rücksicht sollen wir Hundehalter denn noch nehmen? Reicht es nicht, dass wir dafür sorgen, dass unsere Hunde niemanden belästigen oder den Weg versperren? Sollen wir uns etwa in Luft auflösen?

Pit Bull Blues (by John Shipe)

Ich liebe diesen Song! 

Hier noch fix der Songtext:

Pit Bull Blues (by John Shipe)

People see me walking down the street, they all run and hide.
I used to take it personally, now I take it in stride.
I got nothing against no one, I wouldn’t hurt a fly.
But people seem to think I’m mean, and here’s why,
here’s why:

I’m a Pit Bull.
A big brown, red-nosed Pit Bull.
A tooth-bearing, muscle-bound Pit Bull.
I look like I could tear the steel off a locomotive freight train.

People park three spaces away when I’m waitin’ in the car.
All the kids in the neighbourhood, they never walk through my yard.
And there’s a rumor floating ‘round the county that I ate three cats.
But I swear from the bottom of my canine heart I didn’t do that, no I didn’t do that.

But I’m a Pit Bull.
A big brown red-nosed Pit Bull.
A tooth-bearing, muscle-bound Pit Bull.
I look like I could dig a hole through a concrete wall.

I got these Pit Bull Blues.
All I wanna do is sniff your shoes.
I ain’t no killer hound.
No, I’m the friendliest dog in town.

The sheer sound of my barking could break through arctic ice.
But deep down, I’m a pussy cat. I’m just trying to be nice.
In case you didn’t notice, I’m wagging my tail at the speed of light.
But no matter what I do, I’m accused of looking for a fight.

Yeah, ‘cause I’m a Pit Bull.
A big brown red-nosed Pit Bull.
A tooth-bearing, muscle-bound Pit Bull.
I look like I could crush a cannonball in my jaws.

But I couldn’t do any of those things.

Quasimoda

Nicht nur dass Mortisha zur Zeit etwas humpelt, nein… um das Ganze noch zu toppen, ploppte ihr heute ständig die Nickhautdrüse aus dem rechten Auge raus!

Mangels Übung (das ist jetzt wirklich Ewigkeiten nicht mehr passiert) haben wir das „Knübbelchen“ auch nicht wieder vernünftig zurückdrücken können… spätestens nach 1 Minute hatte sie wieder ein „cherry eye“.

Glücklicherweise hat sich das Problem aber im Laufe des Tages von selber erledigt. Das Gremlinchen ist irgendwann eingeschlafen…und nach dem Aufwachen sah das Auge endlich wieder normal aus. Hapuuh!

Sonntägliches Trailen

Heute haben wir uns in einer sehr kleinen Gruppe getroffen, trotzdem aber ein paar schöne Trails zustande gebracht.

Im zweiten Durchgang gab es für Simba diese Aufgabe: http://www.gmap-pedometer.com/?r=5630692 , Traillänge: ca. 260 m, 3 Abzweigungen, Schwierigkeiten: Straßenüberquerung, verschlossenes Tor, großer Parkplatz.

Das Tor hat er übrigens sehr schön angezeigt! Nachdem wir es für ihn geöffnet hatten, zog er mich quer über den großen Platz und dann – wider Erwarten – nicht um das Gebäude rum, sondern zwischen Lagerhallen hindurch, um schließlich in eine leerstehende (und arg dunkle) Halle hineinzulaufen. Et voila: VP gefunden!

Bibis Rezension

An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an meine Kollegin Bibi, die sich tatsächlich durch den erotischen Roman „Shades of Grey“ gekämpft hat, der zuerst in den Staaten und in Kanada zum Bestseller geworden ist…und sich mittlerweile auch in Deutschland en masse verkauft. Bibi hat das Buch nicht nur gelesen, sondern darüberhinaus eine Rezension geschrieben, die einfach nur großartig ist… wir Buchhändlerinnen haben uns jedenfalls weggeschmissen vor Lachen!

Freundlicherweise darf ich die Rezension auch hier veröffentlichen:

Bis(s) und Bondage im hübschen Land Klischeeria…

von B. Keller, aus der Thalia-Buchhandlung in Bonn (Metropol)

„Du darfst mich nicht lieben. Halte dich von mir fern. Du verdienst etwas Besseres.“ Ja, diese verbalen Abwehrmechanismen sind Twilight-Lesern mehr als bekannt und das begrenzte Repertoire an Adjektiven, die den männlichen Protagonisten beschreiben, geht auch hier nicht über alle Variationen von „schön“ und „attraktiv“ hinaus. Vielleicht hätte Frau James mal ein Synonymlexikon zu Rate ziehen sollen, anstatt im Internet nach Bondagetechniken zu stöbern.

Anastasia Steele, die weibliche Hauptperson, auch genannt die „Sub“, ist (natürlich) ein graues Mäuschen, das im Schatten der (natürlich) ungemein hübschen Mitbewohnerin steht, aber ihre Schönheit (natürlich) in Wirklichkeit hinter ein wenig Tollpatschigkeit und ungekämmten Haaren verbirgt. Und sie ist (natürlich) Jungfrau. Hach!

Christian Grey, die männliche Hauptperson, auch genannt der „Dom“, ist (natürlich) ungemein attraktiv, (natürlich) reich, mondän, launenhaft und, ach ja, seine Flanellhose sitzt ihm äusserst sexy auf seinen Hüften. Seine Augen sind grau und er birgt (natürlich) ein dunkles Geheimnis, das ihn unter seiner sadistischen Schale (natürlich) äusserst verletzlich macht. Hach!! 

Was die beiden verbindet, dürfte einschlägig durch Rezensionen und Medien bekannt sein.

Was soll ich sagen: man kämmt unentwegt sein „postkoitales Haar“, innere Göttinnen hüpfen auf und ab, es knistert ständig, Schauer der Erregung fließen durch völlig überforderte Körperteile und deren Besitzer und hinterlassen ausgelaugte Leiber an einfach allen erdenklichen Orten. Hach! Er bestimmt, sie muckt auf …das Ergebnis dürfte jedem klar sein. Autsch!

Geschichte mit Potenzial? Durchaus! Leider ist Anastasia Steele so interessant wie eine keimende Kartoffel, Christian Grey hätte das Zeug zu einem (Achtung: Wortspiel!) fesselnden und überzeugendem Charakter, erliegt aber leider völlig der Mädchen-Fanfiction-Fantasy seiner Erschafferin. Schade!

Einziges Highlight sind die Emails, hier wird es tatsächlich ein wenig witzig und andeutungsweise kann man begreifen, warum die beiden sich mögen. Das ist es dann aber auch gewesen.

Im Grunde genommen ist die Idee dieser Geschichte nicht schlecht, leider ertränkt E. L. James sie in abgelutschten, klischeebeladenen Sequenzen und versucht hinter derber Fäkalsprache ihr mangelndes Schreibtalent zu verbergen.

Trotzdem habe ich den Roman zu Ende gelesen, das ist dann wohl meine Form des Masochismus.

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You made my day, Bibi!

Unmöglich!

Bei uns im Laden sind Hunde eigentlich gerne gesehen… aber wie so oft hinterlassen einige rücksichtslose Hundehalter mit ihren unerzogenen Vierbeinern einen verdammt schlechten Eindruck.

Heute besuchten z.B. zwei Männer (beide ca. Mitte 50) mit einem Jack Russel Terrier unsere Buchhandlung. Während sie sich unterhielten, in Büchern blätterten, die Tische betrachten, achteten sie nicht wirklich auf den Hund. Auf Höhe meiner Information blieb das Trio an unserem „Herz-Schmerz“-Tisch stehen, der sich schräg rechts von einem großen Pfeiler befindet. Und an eben diesem Pfeiler schnupperte der Jack Russel nun sehr interessiert und intensiv.

Ich dachte noch: „Der wird doch nicht….?

Die Männer reagierten nicht, obwohl der Hund bereits an der Leine zubbelte, um sich in Position zu bringen. Und da passierte es auch schon: der Rüde hob das Bein und pinkelte den Pfeiler an!

Natürlich bemerkten die Männer nichts und setzten sich in aller Seelenruhe in Bewegung. Erst als ich das dritte Mal „Hallo“ rief und ihnen fast ins Kreuz gesprungen wäre, nahm man mich zur Kenntnis.

„Ich wollte Sie nur darauf aufmerksam machen, dass Ihr Hund gerade an dem Pfeiler das Bein gehoben hat.“

Spontane Reaktion des Mannes mit der Leine: „Oh, er hat doch eben erst draußen gemacht…. wir verlassen natürlich sofort das Geschäft!“
Der zweite Mann jedoch legte die Stirn in Falten und meinte, sie hätten aber nichts bemerkt.

Nun gut… ich zeigte auf den Pfeiler, an dem in Jack Russel-Höhe eine frische, nasse Stelle prangte, die schön nach unten auf den Teppich rann. Eindeutiger ging es wohl kaum.

Und was bekam ich da von dem Hundehalter zu hören?
„Da muss dann aber schon vorher ein Hund gegengepinkelt haben!“

Sprach’s, drehte sich um und ging einfach weg. Unverschämter geht es wohl kaum noch!