Telefonierende Hundehalter….

…und Hunde mit Jagdtrieb vertragen sich nicht sonderlich gut.

Als wir heute Richtung Meindorf unterwegs waren, schoss in einem Wahnsinnstempo ein Hase über den Weg und raste über den Acker weiter Richtung Landstraße… dicht gefolgt von einem Magyar Viszla.

Glücklicherweise ein so gutes Stück vor uns, so dass nicht einmal Simba gleich mit in die „fröhliche Jagd“  einstieg!

Mir wurde ganz anders, doch der Hund drehte dann doch – kurz vor der stark befahrenen Straße-  ab und galoppelte zu seinem Frauchen zurück, das völlig unbekümmert weiter in ihr Handy quakte.

Statusbericht: Vega

Aktueller Stand: Wir haben das Phen-Pred wieder etwas reduziert (statt 5 Tabletten bekommt sie nun täglich 3,5) und wir schauen, ob wir noch weiter runterkommen. Bislang gibt es nämlich keine Verschlechterung im Gangbild und Vega ist super drauf!

Unsere TA meinte heute, dass sie – wäre Vega ihr Hund – jetzt nicht noch mal nachröntgen würde. Sollte es ein Chondrosarkom sein, ist der Tumor nämlich nicht weitergewachsen.

Röntgen also erst wieder, sobald – trotz entsprechender Medikation – eine Verschlechterung eintritt.

Das einzig Wichtige sei die Erhaltung der Lebensqualität und angesichts Vegas Alter sollten wir uns da auch keine Gedanken wegen der Medis machen. Nächste Woche checken wir mal wieder die Blutwerte (das Blutabnehmen stresst das Mädel nicht im Geringsten) und das war’s.

Schön blamiert

Als uns heute auf dem Siegdamm eine Wandergruppe mit primär geistig behinderten jungen Leuten entgegenkam, achtete ich natürlich ganz besonders darauf, dass die Hunde niemanden erschrecken konnten. Wir stellten uns also nicht nur an den Wegesrand, sondern ich legte Vega und Simba ab, ließ  Tisha absitzen und hockte mich zwischen die Hunde, die beiden Kleinen zumindest mit einem lockeren Griff in die Geschirre gesichert.

Das Trüppchen zog also gemütlich an uns vorbei, die Betreuer nickten mir noch freundlich zu…. als ein Nachzügler (mit leichter Spastik) direkt auf uns zusteuerte und einer der Betreuer nun doch mit eher ängstlichem Gesichtsausdruck zurücklief.

Ich versuchte noch zu beruhigen: „Keine Sorge… die Hunde sind eigentlich recht cool…“ doch bevor ich noch weitersprechen konnte und die kleine Mortisha als die einzig „Uncoole“ outen konnte, sprang diese auch schon auf und bellte los. Oh Mann, wie peinlich!

Der Blick, den mir der Betreuer jetzt nämlich zuwarf, war alles andere als freundlich….

Tierschutz jederzeit

Geburtstag hin oder her… in dringenden Fällen lässt man dann doch alles stehen und liegen. Und da mich eine Berliner Tierschutz-Kollegin um die schnellstmögliche „Überprüfung“ und Einschätzung einer jungen Dogge gebeten hatte, bin ich natürlich hingefahren. Das Döggelchen war eine entzückende Grautiger-Dame mit mangelnder / schlechter Gewöhnung an Menschen… ein Problem, das mir von Mortisha nur allzu bekannt ist.

Wie auch immer: das überaus dankbare und sympathische Pflegefrauchen überraschte mich mit einer selbstgebackenen Erdbeer-Biskuitrolle und so war der Nachmittag gerettet (da mir ja die Zeit gefehlt hatte, einen zweiten Kuchen zu backen).

Adrenalinschub

Simba ist schnell, verdammt schnell. Und sobald er sich zielgerichtet in Bewegung setzt, schnellt mein Adrenalinspiegel in die Höhe. Schließlich soll er nicht jagen und der Abruf funktioniert halt leider nicht absolut verlässlich.

Als er heute plötzlich losschoss, war mein erster Gedanke natürlich:  „Mist, Wild!“

In diesem Augenblick sah ich auch schon etwas mittelgroßes Schwarzes (keine wirklich typische Farbe für ein Wildtier) ca. 50 m vor uns quer über die Wiese rennen. Ein fremder Hund! Der Adrenalinlevel stieg unvermittelt noch stärker an, da es nun hieß, nicht nur Simba zu stoppen, sondern auch zu verhindern, dass die Mädels ebenfalls lospreschen und ein „lustiges“ Mobbing veranstalten.

Ich brüllte also ein „STOP“ in die Botanik, schaute mich zeitgleich nach den Mädchen um, sicherte diese per Kommando und schaute dann wieder hoch… um erleichtert festzustellen, dass Simba nicht durchgezogen und den Hund nicht gerammt hatte. Hapuuh!

Simba und ein Labrador (der offenbar für ein Apportierspiel über die Wiese gejagt worden war) standen im Abstand von ca. 25 m voreinander und starrten sich an. Nun kam es darauf an, Ruhe zu bewahren…und zu hoffen, dass der Hund nicht spontan beschloss, auf uns zuzulaufen… bei Labradoren ein asbolutes Glücksspiel.

Ich leinte Mortisha an, nahm Vega leise ins Fuß…. und trällterte nun so begeistert und fröhlich wie nur möglich „Hiiiiiiiier!“

Und tatsächlich: Simba löste seinen Blick von dem Hund, drehte sich rum und kam zu mir zurückgeflogen. Yippeeee!

rätselhafter Todesfall

Als wir heute Mittag verfrüht vom Trailen heimkamen, entdeckten wir im Garten einen toten Igel, den mir die Hunde am frühen Morgen nicht angezeigt hatten.

Der Anblick dieses kleinen Wesens mit dem süßen Näschen und den zierlichen Pfötchen krampfte mir das Herz zusammen: der Igel wirkte ganz friedlich, war auf den ersten Blick äußerlich unverletzt…doch fehlte ihm ein Großteil seiner Stacheln!

Als ich das Tierchen aufhob, fiel mir mitten auf dem Rücken eine kleine Verletzung auf… ein gerader, absolut sauberer und kleiner Schnitt von vielleicht einem halben Zentimeter, der durch mehrere Hautschichten ging. Die Haut drumherum war weder entzündet noch nekrotisch. Auch sah für mich als Igel-Laien die Haut ganz normal aus und nicht krankhaft verändert.

Was kann nur diese Verletzung verursacht haben?
Und was hat zu dem Stachelausfall geführt?

Auch wenn wir diese Fragen wohl nicht mehr klären können, haben wir dem kleinen Tierchen wenigstens eine vernünftige „Bestattung“ gegönnt: er ruht nun neben einem Blumenbeet in unserem Garten.
Gute Reise, kleiner Igel! 

Yummy!

Wenn Vega in alten Streuobstwiesen „verschwindet“, kann man eigentlich immer davon ausgehen, dass sie mit einem Apfel zurückkommt.

fast erstickt

Dass das Bulldog-Schnütchen hin und wieder Probleme damit hat, größere Kauknochen, Schweineohren etc. vernünftig kleinzukriegen und es daher gewohnt ist, wenn wir ihr mit den Fingern in den Rachen greifen und die labberigen Kauartikel rausfischen, ist bekannt… heute jedoch hat Vega es in fast 10 Jahren erstmals geschafft, einen Rinderhautstreifen so gnatschig zu kauen, dass er er beim Abschlucken im Schlund stecken blieb und dadurch die Luftzufuhr blockierte!

Glücklicherweise fiel mir das sehr schnell auf. Trotzdem gestaltete sich die Rettungsaktion nicht gerade einfach…. Vega geriet nämlich langsam aber sicher in Panik und klappte unwillkürlich immer wieder die Kiefer zusammen, ohne „Rücksicht“ darauf, dass meine Finger dazwischensteckten. Und Vegas Kiefermuskulatur hat es in sich.

Schließlich gelang es mir aber, den Kaustreifen zu packen und zu entfernen…. um ein paar kleinere Löcher und Striemen auf meiner Hand reicher, aber überglücklich und erleichtert!

Vega & Umba

Heute waren wir mit Umba verabredet…. und Vega hat mich mal wieder ganz schön vorgeführt: sich anfangs noch brav auf Frauchens Wunsch hin von der fremden Hündin ferngehalten und artig vorgelaufen, um dann zu beschließen, dass sie die Situation eh besser einschätzen kann als ich und dann einfach mal auf die Grauschnute zulaufen und „Hallo“ sagen.

Ich fand’s wirklich sehr schön zu sehen, wie entspannt Umba auf mein Mädel reagiert hat… bei den anderen Hunde“begegnungen“ unterwegs war sie deutlich aufgeregter.

Auch wenn die beiden Damen sich immer ein bissel taxiert haben (neugierig-abwartend) und darauf bedacht waren, die andere nicht zu bedrängen, lag nicht ein einziges Mal ein „unangenehmes Kribbeln“ in der Luft. Sonst hätte sich Vega auch nicht direkt vor Umbas Pfoten den Damm runtergekugelt. Warten wir mal ab… die zwei werden bestimmt noch richtig gute Freundinnen!

Interessant fand ich übrigens den direkten Vergleich der beiden Hündinnen, die ja gerade mal einen Altersunterschied von 3 Monaten haben… und da schneidet Umba wirklich sehr gut ab. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir Vega noch etwas weiter aufbauen können… und Spaß hat meine Maus ja glücklicherweise immer noch.