Inkompetenz hoch drei

So sehr ich mich auf ein Wochenend-Seminar zum Thema „Aggressionsverhalten bei Hunden“ gefreut hatte, so sehr wurde ich enttäuscht…

Leider kann ich meine Kritik nicht unter Namensnennung online stellen, ohne rechtlichen Ärger wegen Rufschädigung und dergleichen zu riskieren. Trotzdem möchte ich warnen, dass nicht überall, wo „Problemhundtrainer“ draufsteht auch ein kompetenter Trainer drinsteckt.
mund verziehen
Vernünftig organisiert war das Seminar übrigens auch nicht:

Angeblich war der Seminarraum kurzfristig gecancelt worden, so dass man mit einem Riesenpavillon im Garten improvisiert hatte. Und dass bei miserablem Wetter (Dauerregen und Kälte).

Die wenigsten waren entsprechend gekleidet und für die Hunde, die im Klammen liegen mussten, war das natürlich auch nichts. Ich hatte für Vega glücklicherweise so dicke und viele Decken mit, dass sie halbwegs trocken und relativ weich lag… und zugedeckt werden konnte. Hätte sie zu zittern begonnen oder wäre mittags schon steif gewesen, hätte ich abgebrochen und wäre wieder heimgefahren.

Selbst als sich am Sonntag das Wetter zum Besseren wendete, war es trotzdem unangenehm… direkt neben dem Gelände verläuft nämlich eine Landstraße, wo Autos, Lkws und Motorräder im irrwitzigen Tempo vorbeibrausten… es war also entsprechend laut. Und besonders komfortabel ist es auch nicht, zwei Tage lang über Stunden in leichter Schieflage auf einer Bierbank zu sitzen, ohne sich anlehnen zu können.

Der Referent und Trainer war zudem total unorganisiert und schlecht vorbereitet. Er rannte während des theoretischen Teils (der von einem angesehenen Biologen gehalten wurde) planlos umher, störte damit zusätzlich den Seminarverlauf und suchte erst am ersten Seminarabend weitere Videos raus, die er am nächsten Tag zeigen wollte.

Das Schlimmste aber: obwohl er sich gegen Rasselisten ausspricht und angeblich selber ein Faible für diese Rassen hat (er habe ja schließlich selber welche …. seine Rasse gehört zu den Pinschern und Schnauzern…. *kopfschüttel* ), besteht er auf dem Begriff „Kampfhund“. Dafür seien sie ja schließlich gezüchtet worden und dazu würden sie auch heute noch teilweise benutzt.

Dem Typen ist also völlig egal, dass heutzutage bei diesem Begriff niemand an die Rassehistorie denkt, sondern nur gleich ein menschenfressendes Monster á la Bild vor Augen hat.

Auch Molosser wurden im Grunde nur als tickende Zeitbomben dargestellt, die alles in sich hineinfressen, um dann ohne Vorwarnung zu explodieren… und die Verletzungen seien dann um ein Vielfaches schlimmer als bei anderen Hunden (sein Bsp.: ein Presa, der zugelangt hatte und wo dann „die Muskelfetzen nur so herunterhingen“!).
böse
Da der Mann primär mit (O-Ton) „Aggro-Hunden“ arbeitet, und zwar als letzte Anlaufstelle, kommt für seine Methodik die typische Cesar Millan-Argumentation.

Bei den Videos seiner Verhaltensüberprüfungen habe ich mich oft gefragt, was der Schei** sollte. Der Hund wurde in absolut ausweglose Situationen gebracht, um zu gucken, wie weit man ihn bringt.

Interessanterweise konnte er zu vielen derart „begutachteten“ Hunden nichts mehr sagen, weil die Halter zu keinem 2. Termin gekommen waren. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Und bei den Trainingsvideos hörte für mich das Verständnis komplett auf, als ich sah, wie er auch mit angst-aggressiven Hunden arbeitete. Leinen“impulse“, Wasserflasche (ganz bestimmte mit viel Druck), im Extremfall auch Alphawurf (das wurde nicht gezeigt, aber er räumte es ein).

Die derart behandelten Hunde haben sich so heftig erschrocken, dass sie riesige Sätze zur Seite gemacht und dann massives Meideverhalten gezeigt haben. Soviel zu der vielgelobten „Führungspersönlichkeit“, die man dem Hund gegenüber zeigen sollte. Die Hunde lernten nicht, dass sie ihrem Menschen vertrauen können, so dass dieser sie dann entsprechen anleiten konnte… sondern sie lernten nur, dass ihr Halter noch unangenehmer sein konnte als das Objekt / der Hund / der Mensch, der die Aggression auslöste!

Auch sehr interessant: ein Hund, mit dem er gearbeitet hatte, war erneut auffällig geworden und dieses Mal waren die Behörden involviert. Er wurde gebeten, eine erneute Begutachtung vorzunehmen…. die hat er jedoch nicht gemacht, weil er ja gerade einen großen Umzug vorbereitete  und dementsprechend keine Zeit hatte.

Soweit also seine Verantwortung für Kundenhunde, denen evtl. sogar die Einschläferung droht…. aber über eine TS-Orga konnte er sich aufregen, als diese nach 2 Jahren nicht mehr bei Problemen eines vermittelten Hundes helfen wollte/konnte….
mund verziehen
Auch interessant: wie freimütig er einräumte, hin und wieder in alte Verhaltensweisen abzurutschen (früher sei er ein absoluter Hardliner gewesen)…. und dass er von gewissen Hunden einfach nicht seine Finger lassen könne… so dass er doch immer mal wieder gebissen werde.

Bsp: Ein Hund seiner Lieblingsrasse wurde zu aggressivem Verhalten „provoziert“, dann wurde die Situation aufgelöst und der immer noch skeptische Hund freundlich und mit Leckerchen rangelockt. Als der Hund – immer noch verunsichert – bei ihm war, beugte der Mann sich vor und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn…. und der Hund biss natürlich zu.

Sorry, das ist nicht nur unprofessionell, sondern IMO auch hochgradig dämlich!
motz

Diskussion zwecklos, die ganzen Seminarteilnehmer waren „Anhänger“ des Trainers (Freunde, Kunden, ehemalige Mitarbeiter). Und selbst von dem Biologen, den ich bis dato sehr geschätzt hatte, kam keine Kritik. Der nickte einfach nur alles ab. Unfassbar!

Ganz ehrlich: ich war entsetzt….. aber statt bereits Samstagmittag unter Protest zu fahren – wie das eine andere Teilnehmerin getan hat, habe ich die Fäuste in den Taschen geballt und bis zum Schluss durchgehalten.

Im Grunde war das wirklich verschwendete Zeit (insgesamt fast 6 Stunden Fahrt) und verschwendetes Geld (Seminarkosten + Übernachtung + Abendessen in Pizzeria) incl. „Nachwehen“ durch eingefangene Erkältung, aber ich habe es jetzt mal für mich als Erfahrung verbucht und kann jetzt wenigstens begründet von einem recht bekannten und als kompetent betrachteten Trainer abraten. Zu diesem Mann werde ich ganz sicher niemals jemanden schicken!

Sonntägliches Trailen

Ich Dussel hatte einen Treffpunkt an einem Baumarkt in Siegburg vorgeschlagen, ohne zu bedenken, dass ja nun mit Beginn des schönen Wetters auch die Flohmarktzeit beginnt…. und so standen wir natürlich prompt vor Straßensperren und Menschenmassen. Argh!

Nun gut, da hieß es also umdisponieren: den ersten Durchgang konnten wir noch in unmittelbarer Nähe des ursprünglich angedachten Trailgeländes machen. Zwar gab es dort keine Schattenparkplätze, doch am Vormittag knallte die Sonne glücklicherweise noch nicht. Für den zweiten Durchgang mussten wir aber die Autos umsetzen und fuhren hinter den Flohmarkt ins Wohn-/Industriegebiet…. leider gestaltete es sich recht schwierig, Schatten und noch dazu genug Parkplätze für mehrere Wagen zu finden, so dass wir relativ lange dort herumkurven mussten. Schließlich hielten wir am Rande der Siegwiesen und entschieden uns für längere Trails auf Naturboden.

Alles in allem hatten wir aber trotzdem noch ein schönes Training mit anspruchsvollen Trails, bei denen alles dabei war: Brücken mit Straßen- und Bachüberquerung, starke Verwirbelungen entlang einer Schnellstraße, Differenzierungen, reichlich Ablenkung durch andere Hunde, unterschiedliche Untergründe, erhöhte Verstecke und für Vega auch einen Pet-Trail, da wir für sie unbekannte Hunde dabei hatten.

Trotzdem werde ich mir nun hinter die Ohren schreiben, dass ich in der Flohmarktzeit besser immer erst den Veranstaltungskalender der jeweiligen Stadt überprüfen sollte.
zwinker

Pimp my tolino

Mein Mann hatte zwar schon einen ebook-Reader der ersten Generation, genau genommen einen Sony PRS-505, mit dem er sehr zufrieden war… doch im Laufe der Jahre wurde das Gerät dann doch immer langsamer und der Akku hielt auch nicht mehr allzu lange.

Als dann im März der tolino auf den Markt kam und einen recht guten Eindruck machte, spielte mein Mann recht schnell mit dem Gedanken, ihn sich zu zulegen, da er gegenüber seinem Altgerät einen großen Vorteil hat: er hat eine Hintergrundbeleuchtung.

Personalrabatt sei Dank zog der tolino dann auch bald bei uns ein und entpuppte sich im Handling als supereasy und komfortabel.

Was ich ganz niedlich fand: das Hintergrundbild im Ruhezustand.

tolino

Als mein Mann beim „Basteln“ jedoch die entsprechende Datei auf dem tolino fand und meinte, man könne das Bild ohne weiteres austauschen, setzte ich mich gleich an den Rechner, wühlte ein bisschen in meinen Foto-Archiven… und fand auch gleich ein passendes Bild. Entsprechend zurechtgeschnitten und mit angepasstem Text versehen, schläft nun nicht mehr der tolino, sondern Simba.
simba_tolino

Öhm… wir sind nur ein kleines bisschen bekloppt….oder?
biggrin

Ich lese gerade….

Michael Frey Dodillet, Herrchenglück

dodillet_fortsetzung

Nach dem Erfolg der „Herrchenjahre“  geht der wunderbare Spaß mit dieser höchst vergnüglichen Fortsetzung weiter!

Krawallmaus Luna scheint halbwegs gut im Griff und der Familienrat beschließt: ein Zweithund muss her. Die Wahl fällt ausgerechnet auf Wiki, einen kleinen Jagdhund-Terrier-Mix, der es in sich hat. Hyperaktiv, pubertierend und ein Ressourcenverteidiger vor dem Herrn. Doch damit nicht genug… kurz nach seinem Einzug wird Luna völlig überraschend läufig und nun ist Empfängnisverhütung abgesagt, da der junge Wibbel noch unkastriert ist und Opfer seiner Hormone wird.
zwinker
Das Chaos schlägt wieder voll zu und der Leser leidet, bangt, flucht und lacht mit dem Autoren mit…. schon weil man solche und ähnliche Situationen oft genug selber erlebt hat und seine Fellmonster trotzdem (oder gerade deswegen) heiss und innig liebt!

Für Hundefreunde, die auch über sich selber lachen können, ein absolutes Muss!

Fundstück

Vega war vorhin auf unserem Spaziergang etwas zurückgeblieben… als sie schließlich hinter uns hertrottete, trug sie ganz behutsam etwas im Maul. Verwundert (sie apportiert eigentlich nie!) sagte ich ihr, sie solle „aus“ machen.
Das hat sie mir dann vor die Füße gelegt: biggrin

schaedel

 

neuer Lungenfacharzt

Nachdem ich mich furchtbar über den Pulmonologen aufgeregt hatte, der die Praxis meines alten Arztes übernommen und auf arg unverschämte Weise die „Abschaffung“ meiner Hunde gefordert hatte, ging es heute zu einem Bonner Lungenfacharzt… der erfreulich vernünftig und tolerant auf mein „Hunde-Gestädnis“ reagiert hat.

Die Hunde an sich fand er nicht weiter tragisch. Zum einen stünde ich damit quasi unter Dauerdesensibilisierung, zum anderen müsse eine laut Allergietest festgestellte Empfindlichkeit auf Hundehaare nicht bedeuten, dass ich gegen meine Hunde allergisch sei und außerdem dürfe man den psychischen Aspekt nicht vernachlässigen und müsse bedenken, dass es sich um Familienmitglieder handle, die man nicht einfach weggeben könne.

Er rate nur dazu, über die Abgabe eines Haustieres nachzudenken, wenn die Beschwerden wirklich massiv seien und man über Jahre keine Besserung erziele.

So geht es also auch!
Daumen hoch

Frühlingsfest bei Pit, Staff & Co.

Der TSV Pitbull, Stafford & Co Köln hatte zum alljährlichen Frühlingsfest geladen und da ich mich mit meinem Urlaub „rausreden“ konnte, durfte ich die Inventur in unserer Buchhandlung schwänzen und dafür endlich mal wieder zum Fest düsen.

Bei strahlendem Sonnenschein, sommerlichen Temperaturen, leckerem Essen und kühlen Getränken konnte man es sich inmitten all der vielen Hundemenschen und supertollen Vierbeinern richtig gut gehen lassen. Auch Mortisha (endlich medikamentenfrei) hat sich wacker geschlagen, netten Kontakt zu einigen Hunden gemacht und die Streicheleinheiten fremder Menschen tapfer ertragen.

Mich hat besonders gefreut, endlich mal ein paar Mädels aus verschiedenen Tierheimen & Co. persönlich kennenzulernen, mit denen ich sonst nur maile.
lächel
Da ich leider vergessen hatte, den Akku der kleinen Kamera aufzuladen, habe ich leider nicht allzu viel fotografieren könne. Alle, die bei Facebook vertreten sind, können sich die Bilder hier angucken:  Frühlingsfest 2013