Spaziergang mit BX Chanel

Da die M&Ms heute zu einem Spaziergang mit der Bordeauxdogge Chanel verabredet waren, zog ich frühmorgens erst mal mit Vega & Simba los.

Während wir auf unserer Parallelstraße gerade mit zwei ganz lieben Senioren aus der Nachbarschaft klönten, näherte sich auf der anderen Straßenseite Mette, die schräg gegenüber wohnende schokobraune Labradorin….die schon recht kritisch dreinschaute. Ich legte meine beiden Hunde daher kurz ab und sage nur leise „Schön ruhig bleiben…“

Wir grüßten uns alle ganz freundlich und die alte Dame fragte gleich lauthals, ob die Hunde sich nicht mögen. Bevor ich noch etwas sagen konnte, lachte Mettes Halterin: „Sie wissen doch, wie das ist… Mette meint, die Schnorrenbergstraße sei IHR Reich… da werden andere Hunde nur geduldet.“
biggrin
Mette moserte aber nicht und so wanderten die beiden gutgelaunt weiter.

Nachdem wir noch ein bissel getratscht hatten, verabschiedeten wir uns und nun konnte es endlich los gehen. Auf der ersten großen Wiese entdeckten wir von weitem Mette, legten noch einen Zahn zu und holten die beiden Damen auch schon kurz darauf ein. Vega blieb – wie eigentlich immer – unangeleint, doch auch Simba konnte bereits nach ein paar Minütchen gemeinsamen Laufens abgeleint werden und so trabte das neu zusammengestellte Trio einträchtig weiter, während wir Frauen uns angeregt unterhielten.

Btw: es ist soooo entspannend, nicht dauernd auf der Hut sein zu müssen, ob sich evtl. eine unschöne Dynamik entwickelt. Da gibt es nichts dran zu rütteln: 4 Hunde auf einen Schlag sind schon verdammt anstrengend.
zwinker
Selbst als uns auf einem engen Weg ohne Ausweichmöglichkeiten eine unleidliche Zwergschnauzerhündin entgegen kam, konnte ich entspannt bleiben: Vega kurz abgelegt, Simba ins Fuß genommen, zügig dran vorbei und gerade noch gesehen, wie die arme Vega die Anspannung nicht mehr aushielt, sich aufrappelte und „Hiiiiiiilfe“ ausstrahlend hinter uns herwetzte, als die knurrende Alisha gerade an ihr vorbeigezogen werden sollte.
lächel
Auch der Spaziergang mit Chanel war supereasy. Als es der Großen irgendwann mit Matilda zu viel wurde, kam zwar eine kleine und völlig legitime  Maßregelung, mit der wiederum Mortisha nicht einverstanden war, so dass der Gremlin gleich „zur Rettung“ hinsprang, doch ließ sie sich sofort abrufen.

Das Baby war jedenfalls überglücklich, endlich wieder eine BX zu sehen…schließen waren ihre Zieheltern Bordeauxdoggen und sie ist gut auf diese Rasse geprägt worden.
lauthalslach

 

Blutegel

In der Praxis angekommen, durfte sich Mortisha erst mal in Ruhe im Behandlungszimmer umgucken und die sehr nette und mütterlich wirkende THP kennenlernen. Dann machten wir noch eine ausführliche Anamnese, besprachen alles Wichtige und lernten anschließend die Egel kennen, die für Mortisha ihr Leben lassen müssen…  *seufz*

Da meine Kleine Allergikerin ist, wurde vorsichtshalber erst mal nur EIN Egel angesetzt, der auch ganz brav andockte und mit kräftigem Zug zu saugen begann. Schmerzen hat ihr das nicht bereitet und der Gremlin blieb erstaunlich ruhig sitzen… sie wurde nur zwischendurch mal unruhig, was wohl daran lag, dass es gelegentlich kribbelte/brannte (vergleichbar mit Bennesselkontakt).

Leider sind die Handyfotos nicht die besten, zumal sich ein dunkler Egel so schlecht von dem dunklen Fell abhebt. Aber man kann doch ein bisschen was erahnen:

Blutegel

Hier sieht man sehr schön, dass sich der Egel mit dem „Saugnapf“ an seinem Hinterteil am Ohr festpappt… sobald er er sich aber ordentlich vollgesogen und entsprechend an Gewicht zugelegt hat, löst sich diese Verbindung und er lässt sich herunterhängen. Ab diesem Punkt wirkte Mortisha auch etwas irritiert, musste aber nicht lange ausharren, da der Egel bereits nach knapp 15 Minuten beschloss genug zu haben und komplett losließ.

Blutegel 02

Das Nachbluten war auch nicht weiter tragisch. Damit wir nicht überall im Auto und zuhause Blut verteilten, legten wir ganz locker ein paar Kompressen über die Stelle und zogen Tisha ein Verbandsnetz über den Kopf… das mehr schlecht als recht hielt.
zwinker
Nach gerade einmal einer Stunde war alles vorbei. Es gab keine allergische Reaktion und das Ohr war sofort deutlich weicher und etwas weniger gefüllt. Nun heißt es erst einmal abwarten, was sich in den nächsten Tagen tut.

Fundstück

Meine Augen sind ja nicht gerade die besten, aber von weitem sah ich mitten auf einem Feldweg etwas Schwarzes stehen. Ein Hund? Aber nein… obwohl wir immer näher kamen, bewegte er sich keinen Millimeter.

Dann die Überraschung:

matilda_grill

Ähm…. wieso zur Hölle stellt man mitten auf einem Feldweg in der Pampa einen Kugelgrill ab?

Ohrenvergleich

Mortisha tut uns einfach nur noch leid: das linke Ohr ist heiß, lila verfärbt und so dick, dass es ihr total unangenehm ist, den Kopf zu stark zu bewegen. Oftmals versucht sie, den Kopf zu schütteln, hält dann aber mitten in der Bewegung inne. Und auch wenn sie nicht klagt, wenn man das Ohr berührt, so merkt man doch deutlich, dass ihre Geduld mit Matilda (die ihr im Spiel gerne über den Kopf klettert) geringer geworden ist.

Von daher setze ich nun meine ganzen Hoffnungen auf eine Blutegeltherapie. Dank einer Mitmoderatorin im Molosserforum, die gerade ihre Ausbildung als Tierheilpraktikerin erfolgreich abgeschlossen hat,  bin ich auf die Tierheilpraxis Siebengebirge gestoßen. Der erste email-Kontakt war nett und die THP hat mit Blutegeln beim Blutohr wohl schon sehr gute Erfahrungen gemacht.

Gut fand ich, dass sie mir ein Informationsblatt zur Blutegeltherapie geschickt hat (incl. Warnhinweisen und Kontraindikationen) und dass sie so ehrlich war zu sagen, dass Egel zwar in der Lage sind, das Hämatom im Ohr aufzulösen, das aber mit einer Anwendung in der Regel nicht getan ist…und dass sie nicht ganz ausschließen könne, dass durch Rückstände des Blutergusses kleinere Verformungen am Ohr zurückbleiben könnten.

Dies ist mir aber egal. Hauptsache, dass Ohr ist nicht mehr so dick und knubbelig, dass es Mortisha so schrecklich unangenehm ist…und dass sie das Ohr wieder so weit oben tragen kann, dass es den Gehörgang nicht komplett dicht macht. Durch die schlechtere Belüftung des Ohres in Kombination mit Tishas starker Ohrenschmalzproduktion befürchte ich nämlich auf Dauer Folgeprobleme durch Entzündungen & Co.

Morgen haben wir nun einen Termin und ich bin schon megagespannt!

Hier aber erst mal ein Ohrenvergleichsfoto:

ohrenvergleich

Sonntägliches Trailen

Da wir gerne wieder über Naturboden trailen wollten, trafen wir uns heute an der Burg Wissem in Troisdorf.

Auch wenn wieder ALLE Hunde sehr sehr schön gearbeitet haben, brachte Lisa die Glanzleistung des Tages:

Dank eines Missverständnisses stand die VP nicht da, wo ich (als Back-Up) sie wähnte.  Als Lisa nun in den früheren Mini-Spielplatz reinkreiselte und sichtlich aufgeregt war, letztendlich aber doch wieder rauslief und den Weg weiterwollte, „warnte“ ich vor, dass wir gerade die Spur überliefen. Da Lisa nun kurz unsicher stehenblieb, forderte ich ihre HF auf, ihr eine „Hilfe“ zu geben und ein zwei Schritte rückwärts zu gehen. Derweil lief ICH bereits zurück, um die (vermeintlich sehr gut versteckte) VP zu suchen.

Zwischenzeitlich war Lisa jedoch zu der Erkenntnis gekommen, dass es weitergehen MUSSTE: sie weigerte sich partout, auch nur einen Schritt zurück zu machen, schmiss sich ins Geschirr und schleifte ihre HP über die Brücke weiter in den Wald hinein.

Und tatsächlich! Nach Ausarbeitung einer Waldkreuzung mit 4 Abzweigungen fand sie die VP! Yippee!
freudentanz
Unser Baby ist von solch anspruchsvollen Suchen natürlich noch meilenweit entfernt, aber bei DER Begeisterung, die sie an den Tag legt wird sie bestimmt mal eine super Spürnase. Matilda war heute jedenfalls so hochmotiviert, endlich hinter der VP herhopsen zu dürfen, dass ich das Wibbelchen mit der Mini-Leine und den Geruchsartikel kaum gehändelt bekommen habe.
zwinker
Sie hat sich dann zwar von zwei fußballspielenden Jungs (nicht im Bild) ablenken lassen, doch dann hat die VP netterweise „gejodelt“:


Viel Spaß beim Angucken! 

Seltsame Begegnungen…

…oder wie man sich auf EINEM Spaziergang furchtbar aufregen und ganz köstlich amüsieren kann!

Nachmittags schnappte ich mir Simba, um mit ihm zu Fuß zum Bäcker zu laufen. Der Bub lief ganz artig und freiwillig im Fuß neben mir her, sprich: zu meiner Linken, am Bürgersteigrand.

Plötzlich hupte es dicht neben uns und ein Wagen fuhr in einem so steilen Winkel in die Parkbucht direkt zu unserer Linken, dass er mit seinem Kotflügel Simba fast touchiert hätte!

Wir erschraken beide ziemlich und machten einen Satz nach vorne. Dann drehte ich mich aber gleich rum und brüllte den Fahrer an, dass er ja total bescheuert wäre! Der stieg nur aus, guckte mich an….und sagte gar nichts, woraufhin ich mich wieder rumdrehte und – vor mich hingrummelnd- weiterging.

Beim Bäcker angekommen, mussten wir uns erst einmal in einer kleinen Schlange anstellen und warteten brav darauf, bis wir dran waren. Simba lag dabei brav neben mir und guckte sich nur neugierig um, als plötzlich hinter uns eine Stimme ertönte, die auf Englisch moserte, warum ich mich so anstellen würde?

Verdattert dreht ich mich um und sah in der Tür zur Bäckerei den rücksichtslosen Fahrer stehen. Hallo? Ich pampte (ebenfalls auf Englisch) zurück, dass er meinen Hund fast überfahren hätte! Worauf der Typ ganz nah an mich rankam und  lautstark  protestierte, er sei nur höflich gewesen und hätte mich mit dem Hupen gewarnt, weil mein Hund an der Straße lief. Wie bitte? Ich erinnerte ihn daran, dass WIR auf dem Bürgersteig unterwegs waren und er gefälligst aufpassen müsste.

Was mir den dreisten Kommentar einbrachte: „You and your fucking dog are SO dumb!“
Sprach’s, drehte sich rum und dampfte ab.
UNFASSBAR!
motz

Gäste des Cafès, Kunden und Verkäuferinnen standen/saßen nur noch mit offenen Mündern da. So was hatte man noch nicht erlebt und die junge Verkäuferin beglückwünschte mich nur dazu, dass ich mich nicht hatte einschüchtern lassen…

Geärgert hat es mich aber doch. Und ich bin nur froh, dass Simba in solchen Momenten nicht meint, mich verteidigen zu müssen.

Doch damit nicht genug: auf dem Rückweg kam uns auf einem schmalen Stichweg ein Mann mit freilaufender schwarzer Kleinhündin entgegen… dicht gefolgt von einer schwarzen Katze!
lächel
Um nichts zu riskieren, ging ich ein Stück zur Seite, ließ Simba absitzen und hielt ihn kurz, während er fasziniert die Katze beobachtete, die immer näher kam.  Ich fragte also vorsichtig nach, ob die Katze zu dem Mann gehörte, der daraufhin stehenblieb und lachend meinte, das sei seine Katze…die würde sie oft auf Spaziergängen begleiten.

Nun schloss die Katze auf, fixierte Simba, machte einen Buckel und fauchte ihn an. Und gemeinerweise kam nun die Hündin wieder zurück, die uns vorher ignoriert hatte und einfach an uns vorbeigetrabt war…um auf Simbas Höhe zu grummeln und mit hocherhobenem Haupt zu scharren!

Der arme Simbel! Dem rutschte das Herz in die (imaginäre) Hose! Um ihn zu retten, bat ich den Mann weiterzugehen und Hund‘ & Katz‘ mitzunehmen…. das würde uns jetzt nämlich zu unheimlich.
biggrin
Netterweise ging das Trio sofort weiter, aber der Mann musste so herzlich lachen bei Simbas verdattertem Gesichtsausdruck, dass er  wieder umkehrte, eine Packung Kausticks aus der Tasche zog und dem Dickem zum Trost zwei Stangen zwischen die Zähne schob.
lauthalslach

misslungene Punktion

Tja… der heutige TA-Besuch ist gründlich in die Hose gegangen. *grmpf*

Ich hatte nämlich den „Fehler“ begangen, einen Termin für eine Punktion zu machen….und dabei extra betont, mir sei bewusst, dass sich das Blutohr wieder füllen könne, ich es aber trotzdem probieren wollte.

Als wir aufgerufen wurden, leinte ich Mortisha nichtsahnend ab, die – wie immer – begeistert in den Behandlungsraum rannte und bereits auf dem Tisch saß, als ich den Raum betrat. Doch da fing das Theater bereits an: die TA schimpfte sofort los, was das nun mit der Punktion solle, sie hätte doch gesagt, dass das nichts bringt!

Meine (versuchten) Erklärungen wurden einfach weggewischt, die Ärztin griff sich eine Nadel und zack! stach sie Mortisha ins Ohr, die nur noch losschrie und zu zittern begann, während die Ärztin fast schon triumphierend meinte, das hätte nicht sein müssen… ein einfacher kleiner Schnitt hätte ihr nicht weh getan, dann ein Stift drauf und gut wäre es gewesen, aber so müsste sie nun erneut stechen.

Nein, musste sie nicht, denn ich meinte nur ganz ruhig, dass wir die Sache hier und jetzt abbrechen würden. Und ganz ehrlich: es hat mich gewundert, WIE ruhig ich geblieben bin, während die Ärztin sich nun immer mehr in Rage redete.

Warum ich nie auf sie hören würde… dass sich immer alle im Internet kundig machen müssten… ob wir nicht mit ihr zufrieden wären.

Da ein vernünftiges Gespräch bedauerlicherweise nicht möglich war, packte ich mir mein klägliches Häuflein Hund und verließ die Praxis.

Nun sitze ich hier und bin wirklich sauer: wir sind seit 16 Jahren bei dieser TA und sind ihr sogar in ihre neue Praxis gefolgt, zu der ich mittlerweile 45 Minuten (einfache Fahrt!) fahre. Das würde ich sicher nicht machen, wenn ich nicht (größtenteils) zufrieden wäre, oder?

Doch irgendwann ist eine Grenze erreicht und die Grenze ziehe ich da, wo meinem Hund „Unrecht“ getan wird. Denn auch WENN man aus ärztlicher Sicht vielleicht mit einem Behandlungswunsch eines Patientenbesitzers unzufrieden ist, darf man seinen Unmut nicht am Hund auslassen!

Die Ärztin hätte mich gerne nach meinen Beweggründen fragen und versuchen dürfen, mich umzustimmen… ebenso hätte sie die Behandlung verweigern dürfen…auch wenn ich mit der Punktion nichts ethisch Verwerfliches verlangt hatte, da eine Punktion normalerweise immer der erste Behandlungsansatz ist. So aber hat sie meinem Mortadellchen weh getan und sie dann nicht psychisch aufgefangen. Hinzu kommt, dass sich das Ohr durch die nicht korrekt erfolgte Punktion massiv verschlimmert hat.

Eins ist für mich jetzt schon klar: an das Ohr meiner Kleinen geht die Frau nicht mehr ran. Und ich muss mir nun ernsthaft überlegen, ob ich unter diesen Umständen überhaupt noch mal die Praxis betreten werde.
böse