Glücksgriff

Balisto ist wirklich ein Glücksgriff…er lernt unglaublich schnell und ich freue mich jeden Tag über die Fortschritte, die er macht. 

Seit knapp 2 Wochen ist er auch nicht mehr so auf’s Jagen fokussiert, sondern bleibt tatsächlich mal stehen und schaut sich nach uns um. Seitdem läuft es richtig gut und ich traue mich immer öfter, die Schleppleine fallen zu lassen. Er kennt die Signale „Langsam“, „Stop“, „Bleib“, „Zurück“ und „Hier“… und befolgt sie immer zuverlässiger. Ok…manchmal muss ich etwas deutlicher werden und ein „Drecksack“ hinterherrufen, aber dann kommt er in der Regel in so einem Affenzahn angeflogen, dass er schliddernd in einem perfekten Vorsitz dicht vor mir zum Stehen kommt.

Bislang zeigt er sich auch weiterhin komplett verträglich, allerdings hatten wir es nun schon 3x, dass andere Rüden ihn äußerst „attraktiv“ fanden und aufdringlich wurden. Ich glaube mittlerweile, der Bub ist ein Frühkastrat  und riecht vor allem für unerfahrene Rüden ziemlich gut.

Gestern haben wir einen XXL-Ridgeback getroffen, 9 Monate alt. Er überragte Bali um einiges und wollte schließlich aufreiten und klammern. Das hat sich Bali dann doch nicht gefallen lassen, aber seine Ansage war absolut sauber und genau richtig dosiert. War mächtig stolz auf ihn!

Vorhin haben wir unseren ersten Welpen getroffen: einen 12 Wochen alten Westie…also ein absoluter Winzling. Allerdings rotzfrech. Die kleine Maus hat uns schon von weitem verbellt. Ihr Herrchen hat sie dann vorsichtshalber auf den Arm genommen, hat mir aber geglaubt, als ich meinte, er könne sie ruhig wieder auf den Boden setzen. 

Meine beiden Großen waren total begeistert (Bali musste ich etwas ausbremsen, weil er sie sonst umgerannt hätte), nur Matilda war „not amused“. Die kleine Lupa hat sich dann auch prompt eine Backpfeife eingefangen und hat losgeschrien. Hat sich aber sofort wieder berappelt und ist in gebührendem Abstand hinter dem Bulldöggchen hergestapft, das sie geflissentlich ignorierte.

Superniedlich wurde es, als sie Balis Schleppleine registrierte, hinterherhüpfte, sie packte und mit hocherhobenem Köpfchen damit rumstolzierte. Kurz vor’m Auto hat sie dann ihre 5 Minuten bekommen und ist wie eine Irre zwischen den erwachsenen Hunden rumgeflitzt. Zum Piepen!

Ihr Herrchen war so begeistert, dass er ein Beweisfoto machen musste mit meinen Dreien. O-Ton: „Das glaubt mir sonst keiner!“. 

Medikamentennachschub

Matilda ist zwingend auf Apoquel angewiesen, um ihre Allergien im Griff zu behalten und den Juckreiz incl. Kratzen und Pfotenlutschen verlässlich einzudämmen.

Dementsprechend ärgerlich ist es, wenn es dann zum wiederholten Male Lieferschwierigkeiten gibt und uns unsere Tierärztin zwar eine Großpackung des Medikaments bestellen, aber nicht garantieren kann, dass wir es auch bekommen, bevor uns die Tabletten ausgehen.  

In der Praxis hat sie nur noch einen Blister mit Apoquel 5,4 mg…damit kommen wir nicht weit.

Glück im Unglück: Sie hat noch eine 100er-Packung 16 mg-Tabletten. Wenn wir die halbieren, ist das zwar eigentlich zu viel des Guten, aber Mati hat ja auch schon Pee-Wees Tabletten auf diese Weise aufgebraucht und kam dann mit einer halben Tablette (8 mg) täglich aus…. wohingegen sie bei akuten Schüben von den „kleineren“ Tabletten schon mal 2 nehmen musste, insgesamt also bei 10,8 mg war. 

Von daher bin ich überglücklich in die Praxis gedüst und habe die Packung abgeholt….. so haben wir nämlich erst mal wieder eine lange Zeit Ruhe!

Kurzurlaub

Wir waren tatsächlich mal im Urlaub: das erste Mal nach 10 Jahren.

Waren nur vier Tage und noch dazu quasi „um’s Eck“. Aber Hauptsache mal weg und komplett abschalten …und das konnte man dort tatsächlich: kein TV, kein WLAN, kein Netz, Dauerregen und Nebel bis mittags. 

35 qm Blockhütte in einer Waldsiedlung mitten im Vogelsberg auf einem 1300 qm großen und schön hoch eingezäunten Naturgrundstück. Kaminofen und Feuerholz zur freien Verfügung. Stockbett, Freiluftdusche im Sommer, bei der Kälte dann eben Waschschüssel und neben dem Klo stand ein Eimer Wasser, um zu spülen. Back to the roots. 

War aber trotzdem oder gerade deswegen total schön, urig (nachts liefen die Waschbären über’s Dach) und entspannend. Hat mir echt gut getan.

Die Vermieterin hat übrigens selber 6 Hunde und war total nett: die Hunde durften sogar mit auf’s Sofa, wir sollten nur bitte noch zusätzlich eine Decke über den Überwurf packen (was für uns eh selbstverständlich war).

Schön war wirklich, dass der Zaun tatsächlich hoch genug war, so dass selbst Balisto nicht auf dumme Gedanken gekommen ist, und dass man nur das Tor öffnen musste und quasi direkt im Wald stand, so dass die Mädels den ganzen Urlaub über unangeleint rumflitzen konnten… bei Bali ging das leider nicht, weil es dort ziemlich wildreich ist und der Bub jagdlich arg ambitioniert ist. Es hat ihm aber bestimmt nicht geschadet, mal ein paar Tage nur an der langen Leine laufen zu dürfen. 

Aufgrund des Wetters habe ich meine gute Kamera gar nicht ausgepackt, von daher gibt es nur ein paar Handyfotos.

 

Dino und Balisto

Da Dino, der Schäferhund unserer Hundetrainerin, in den Gruppenstunden so gelassen auf Balisto reagiert (er kann auch anders ) , haben wir uns einfach mal wieder privat zu einem Spaziergang getroffen, um zu gucken, wie die Kungs im direkten Kontakt miteinander auskommen…Mit meinen Mädels ist es ja überhaupt kein Problem, wenn man davon absieht, dass Dino Matilda einfach nur klasse findet, die Sympathie aber nicht auf Gegenseitigkeit beruht und die Kleine stinksauer wird, wenn der Bursche mit ihr spielen möchte.

Nun gut…beide Jungs an die Schleppleine und los ging’s. Null Anspannung, die beiden waren vollkommen relaxt und taten so, als ob sie sich seit Ewigkeiten kennen. Dino durfte dann recht schnell in den Freilauf und irgendwann kam dann auch der Maulkorb ab. Wie zu erwarten: no prob.

Wir sind dann gut 2 Stunden rund um die Siegfähre gewandert und durch ein trockenes (na ja…eher matschiges) Flussbett durch, weil auf der Strecke eine Holzbrücke zusammengebrochen und abgesperrt ist. Wir haben uns dann entschlossen, wieder umzukehren und mussten noch mal da durch… da ich keine Lust hatte, von Bali die Böschung runtergezerrt zu werden, ließ ich ihn absitzen, während alle anderen schon mal auf die andere Seite kraxelten und ich dann ebenfalls vorging. Als ich ihn endlich abrief, ist Bali in seiner Begeisterung einfach kopflos losgestürmt, durch’s Flussbett gesprungen, die Böschung wieder rauf….und volle Kanne in Dino reinknallt, den er offenbar komplett übersehen hatte.

Beide Rüden waren so perplex, dass keiner was „gesagt“ hat und einfach weitergedappelt ist, als ob nix gewesen wäre. 

Ich glaube, Dino und Bali werde noch „best buddies“!

Richtige Entscheidung

Was Balisto angeht, so könnten wir nicht glücklicher sein! 

Die Hunde sind zu einem sehr harmonischen Team zusammengewachsen, insbesondere Matilda und er kleben aneinander…und die Kleine hat nun einen zweiten Hund, der ihr die Ohren & Co. abschlabbert. Mich wundert, dass die Öhrchen nicht ganz wund sind.

Stubenreinheit und Alleinbleiben hat er ganz fix gelernt, ebenso seinen Namen. Am Grundgehorsam, insbesondere am Abruf unter Ablenkung, arbeiten wir natürlich noch. Hier ist Schleppleinentraining angesagt, das bei einem sehr aufmerksamen, jagdtriebigen, kräftigen und extrem schnellen Hund so seine Risiken birgt…. aber man ist ja hart im Nehmen und hofft immer nur, dass es keine Zuschauer gibt, wenn man im hohen Bogen einen Abflug macht und recht unelegant den Boden küsst.  

Aber Bali lernt gerne und in der Hundegruppe sind alle ganz begeistert von ihm, wo er alles ultracool mitmacht und mich unverwandt anschaut.

Für mich nach einem Jahr mit Pee-Wee anfangs extrem ungewohnt ist die Tatsache, dass er wirklich komplett verträglich ist, ob groß oder klein, jung oder alt, Männlein oder Weiblein, kastriert oder intakt… er möchte zu allen hin, fiept freudig vor sich hin und sagt (recht aufdringlich) „Hallo“. Dann ist’s aber in den meisten Fällen auch schon gut und er geht weiterstöbern. 

Erstes Spiel

Bisher hat sich Bali durch nichts und niemanden dazu animieren lassen, mit anderen Hunden zu spielen geschweige denn sich mit Spielis zu beschäftigen, obwohl Sofia regelmäßig ihre Spielzeugkiste ausräumt und ihm zeigt, wieviel Spaß man haben kann.

Von daher waren wir positiv überrascht, als er sich heute tatsächlich mal selber einen Knauknoten aus der Kiste geholt hat, ein bissel darauf rumkaute und ihm auch mal hinterhersprang!

Schleppleinentraining

Glücklicherweise hatten wir für Pee-Wee eine extralange und stabile Schleppleie anfertigen lassen…die kommt uns jetzt bei Balistos Training zugute, der zwar im Nahbereich (Führleine in der Hundeschule und zuhause) super auf uns achtet, uns aber draußen komplett ausblendet.  Es zieht ihn nur nach vorne, er ist an allem interessiert, sieht und riecht alles….. und denkt nicht mal im Traum daran, sich mal nach uns umzuschauen. *grmpf*

Nun gut, das kommt noch. Wir üben weiterhin, auch wenn es nicht immer einfach ist.

Heute morgen hat’s mir ein Bein weggerissen und ich bin voll hingeknallt… glücklicherweise bin ich relativ weich auf meinem dicken Hintern im Matsch gelandet. *lach*

Schleppleinen und jagende, extrem schnelle Hunde sind halt eine schlechte Kombination.