Erstes Spiel

Bisher hat sich Bali durch nichts und niemanden dazu animieren lassen, mit anderen Hunden zu spielen geschweige denn sich mit Spielis zu beschäftigen, obwohl Sofia regelmäßig ihre Spielzeugkiste ausräumt und ihm zeigt, wieviel Spaß man haben kann.

Von daher waren wir positiv überrascht, als er sich heute tatsächlich mal selber einen Knauknoten aus der Kiste geholt hat, ein bissel darauf rumkaute und ihm auch mal hinterhersprang!

Schleppleinentraining

Glücklicherweise hatten wir für Pee-Wee eine extralange und stabile Schleppleie anfertigen lassen…die kommt uns jetzt bei Balistos Training zugute, der zwar im Nahbereich (Führleine in der Hundeschule und zuhause) super auf uns achtet, uns aber draußen komplett ausblendet.  Es zieht ihn nur nach vorne, er ist an allem interessiert, sieht und riecht alles….. und denkt nicht mal im Traum daran, sich mal nach uns umzuschauen. *grmpf*

Nun gut, das kommt noch. Wir üben weiterhin, auch wenn es nicht immer einfach ist.

Heute morgen hat’s mir ein Bein weggerissen und ich bin voll hingeknallt… glücklicherweise bin ich relativ weich auf meinem dicken Hintern im Matsch gelandet. *lach*

Schleppleinen und jagende, extrem schnelle Hunde sind halt eine schlechte Kombination.

 

Ein Herz und eine Seele

Balisto ist mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unserer Familie und wir freuen uns jeden Tag zu sehen, wie „dicke“ alle Hunde miteinander sind.

Matilda gestattet es Bali nun auch, sie abzuschlabbern und ihre Öhrchen zu putzen…fordert das auch oft regelrecht ein. Aber auch Sofia genießt die Nähe ihres neuen Kumpels. 

 

Kanarienvogel

Mit Bali läuft es wirklich toll!

Der junge Mann freut sich über jeden Hund, den er sieht, piepst dann wie ein Kanarienvogel und möchte unbedingt „Hallo“ sagen….dann ist es aber auch schon gut und er kann sich wieder „Wichtigerem“ widmen (sprich: weiterlaufen und Gegend nach Wild abscannen).

Ob groß oder klein, Männlein oder Weiblein, intakt oder kastriert. Bali findet alle nett und reagiert selbst bei angespannten Rüden absolut gelassen. Er fängt definitiv keinen Streit an…. man muss halt gucken, wie und ob er reagiert, wenn er mal blöd angemacht wird.

Heute ist Bali übrigens das erste Mal eine Stunde (also mit den Mädels) alleine geblieben. Görk hat von Arbeit aus via Webcam beobachtet, was er gemacht hat, als ich aus dem Haus bin und hat gleich erleichtert entwarnt: Alles prima, hat kurz geguckt und sich dann zu den Mädchen gelegt. Zwischendurch mal aus dem Fenster geguckt und dann gleich wieder hingelegt.

Es läuft…

Es wird immer besser mit Matilda und Balisto. Das einzige „Problem“ ist, dass der arme Kerl die Kleine nicht richtig einschätzen kann bzw. noch nicht einschätzen kann, wie intensiv der Kontakt sein darf.

Das kleine Teufelchen lebt ja nach dem Motto: „Ich darf alles, die anderen dürfen nix… wenn ich es nicht gnädigerweise erlaube“. Sprich: Matilda nimmt sich alle Freiheiten raus, aber wenn sie dann gut gelaunt um Balisto rumhüpft und er einen Ticken zu intensiv an ihr schnuppert oder – oh Graus! – sogar an ihrem Ohr schleckt (das darf offenbar nur Sofia), grantelt sie ihn an.

Da wundert es dann nicht, dass er auch mal brummt, wenn er irgendwo entspannt liegt und Matilda einfach ihr Schnütchen unter seine Lefzen schiebt….

Vorhin hat ER sich aber mal vorsichtig dazugelegt und sie hat nicht gemeckert.

Mit Bali in Müllekoven

Da ich unbedingt schöne Fotos von Balisto haben wollte und das Wetter einigermaßen taugte, ging es heute nach Müllekoven.

Meinem Mann fix die Leine in die Hand gedrückt und schon konnte ich den süßen Keks auf der großen weiten Wiese vernünftig fotografieren. Anschließend sind wir noch an die Sieg runter, wo die Mädels einen Heidenspaß hatten. Bali hat sich davon leider nicht anstecken lassen….er wollte lieber an der Uferböschung und am Strand rumstöbern.

Fortschritte

Nach einem kurzen kribbeligen Moment bei unserer Rückkehr gestern war gleich wieder alles ok: Matilda kraxelt dreist-frech über ihn drüber, stupst ihn freudig an und ist vollkommen entspannt…und er lässt alles gottergeben über sich ergehen. Typisch Rüde halt.  

Mit Sofia läuft es – wie zu erwarten – bestens… die Süße ist ja einfach nur nett und kommt mit JEDEM Hund aus. Und sie freut sich, dass sie wieder einen robusten Kumpel in ihrer Größe hat!

Auch sonst macht es uns Balisto bislang recht einfach: die Sache mit der Stubenreinheit scheint er langsam geschnaggelt zu haben., er läuft super easy an der Leine (selbst heute an der 15-m-Schleppe), er hört schon relativ gut auf seinen Namen, er springt freiwillig ins Auto und ist nicht mehr so supergestresst, wenn einer von uns das Haus verlässt.
Das sind für eine Woche schon tolle Fortschritte!

Hof Karseifen

Ich liebe ja unsere Unterkunft auf dem Pferdehof in Karseifen: absolute Alleinlage auf dem Berg, himmlische Stille, Blick auf die Koppeln, wunderschön eingerichtete Ferienwohnung mit Terrasse, Matilda kann dort komplett frei rumlaufen, weil sie weder mit dem Hofhund noch mit den Pferden ein Problem hat. 

Hier der Ausblick von einer Bank ein Stück den Privatweg rauf:

Wolfswinkeler Hundetage 2019

Da das Seminar schon lange geplant und die Ferienwohnung bereits gebucht war, habe ich meinen Göttergatten „gemeinerweise“ heute gleich mit dem neuen Hund und Sofia alleine gelassen.

Matilda begleitet mich ja jedes Jahr nach Wissen, somit ist dieser kleine Unsicherheitsfaktor weg und er muss nicht befürchten, dass es evtl. zwischen den Hunden knallt. Nun kann ich nur hoffen, dass die Trennung Matildas und Balistos in der Frühphase ihres Gewöhnungsprozesses sich nicht negativ auswirkt…

Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf Matthias mit Felix, Roland und Ute, auf ein interessantes Seminar mit netten Referenten und auf die vielen Bekannten, die man dort alljährlich wiedersieht! 

Diesjähriges Thema des morgen beginnenden Semminars ist übrigens die Kooperationsfähigkeit und Intelligenz bei Hunden.

„Bei den Wolfswinkeler Hundetagen 2019 soll es schwerpunktmäßig um die Frage der Kooperationsfähigkeiten bei Hunden sowie um deren Intelligenz gehen. Kooperation ist nichts Selbstverständliches. Zusammenarbeit erfordert große Cleverness und soziale Kompetenz, doch der Aufwand lohnt sich, denn gemeinsam ist man stark.

Zwischen Wölfen, Kojoten und Goldschakalen gibt es Unterschiede in der Lebensweise. Alle können untereinander gekreuzt werden. Alle leben in Familienverbänden, doch nur beim Wolf summieren sich diese in größeren Rudeln, die sich über mehrere Generationen erstrecken. Schakale leben hingegen eher wie Füchse in kleineren Familien. Ist es nicht erstaunlich, wenn der Haushund vom Wolf abstammt, das Sozialverhalten von Straßenhunden aber eher als fuchsartig (schakalartig) bezeichnet werden kann?

Können Hunde pauschal, unabhängig von Rasse und Zucht, genauso kooperieren, wie Wölfe – unter bestimmten Voraussetzungen? Wie stark können beispielsweise Herdenschutzhunde zusammenarbeiten? Wie clever sind Schutzhunde wie Herder oder Malinois – wie intelligent sind Border Collies oder Australian Shepherds?

Welche Faktoren sind bei der Haltung und bei der Ausbildung des Hundes für seine Arbeit notwendig? Was müssen wir wissen, wenn es um die Frage der Intelligenz von Hunden geht? Jeder weiß, dass nicht jeder Hund führig ist und beflissen mit uns zusammenarbeiten will. Aber woran liegt dies und was heißt dies für die Praxis in der Familie, auf dem Hundeplatz und beim Einsatz des Hundes?“