Stadttraining

Die unfreiwillige Freizeit nutzend, habe ich Simba heute ein Stadttraining „gegönnt“.

Fahrt mit Bus & Bahn, Bummel durch die Bonner Fußgängerzone, Besuch in meiner alten Buchhandlung incl. Tratschrunden mit Ex-Kolleginnen (derweil Simba völlig relaxt mitten im Laden rumlag), Stop & Go in langer Warteschlange, Abkürzung quer durch das Uni-Hauptgebäude sowie Fahrt mit der U-Bahn…das Simbelchen findet es übrigens immer noch etwas unheimlich, wenn die Bahn kreischend aus dem Tunneldunkel auf uns zukommt, ist aber diesmal tapfer neben mir stehen gelieben, statt sich hinter meinen Beinen unter einem Stuhl zu verstecken.

Dann die Herausforderung: Frauchen muss sich uuuunbedingt noch ein Eis vom Italiener gönnen, bevor der in die Winterpause geht. Blöderweise schleppe ich einen unhandlichen Karton mit mir mit, den ich unter meinen rechten Arm geklemmt habe. Mit der Linken halte ich Simbas Leine. Irgendwie fehlt mir jetzt ein Arm….

Also die Leine nur locker um den Arm gelegt, Eis gegriffen und losgestapft. Quer durch die Beueler Innenstadt, um Ladenauslagen und Passanten herum, mit kurzen Stopps an mehreren Querstraßen, mit Sichtung eines anderen Hundes.

Nun wird es spannend: Uns kommt eine Frau mit Kleinhund entgegen, der schon von weitem so aussieht, als ob er gleich loskläffen wird. Was tun? Straßenseite wechseln geht an dieser Stelle nicht. Argh!

Wir sammeln uns also, ich trällere Simba Hohelieder vor (wie toll er doch ist und dergleichen Unfug) und gehe am äußersten Rand des Bürgersteigs an der Frau vorbei…deren Hund tatsächlich in die Leine springt und ein Riesentheater macht.

Hätte Simba nun reagiert, wären Eis und Karton im hohen Bogen durch die Luft gesegelt und ich wäre hilflos hinterhergeflogen.

Doch was macht mein Kerlchen? Nach einem kurzen irritierten Blick auf den Kläffer trippelt er an durchhängender Leine brav neben mir her. Yippee!!!

Nun gut… Simba nimmt Kleinhunde glücklicherweise eh nicht ernst… trotzdem gab es für diese – wie ich finde – Meisterleistung einen Riesenjackpot: die letzte Kugel Vanille-Eis!
😀

Krank?

Besuche in unserer Tierarzt-Praxis sind in der Regel ziemlich lustig, weil unsere Hunde mehr als begeistert von Vet und Helferinnen sind und es nicht erwarten können, in den Behandlungsraum zu dürfen. Vega und Mortisha sind in dieser Beziehung besonders „schlimm“, hüpfen in die Leine, entwickeln eine beeindruckende Geräuschkulisse und müssen fast schon gewaltsam aus der Praxis rausgezerrt werden.

Heute: Impftermin mit Vega. Wir müssen noch etwas warten und setzen uns zu zwei jungen türkischen Frauen (samt Meerschweinchen) ins Wartezimmer. Vega würdigt sie keines Blickes, liegt nur angespannt mit Blick zur Tür da, darauf lauernd, endlich aufgerufen zu werden. Ihre dicke feuchte schwarze Nase bebt und sie fiept leise vor sich hin.

Die beiden Frauen schauen Vega eine Weile an und plötzlich fragt mich die eine ganz mitleidig, ob der Hund Schnupfen habe.  Ich verneine und frage völlig verdattert, wieso. „Er hat so eine nasse Nase und macht so komische Geräusche!“
😀

Feli darf auch mal „schnüffeln“

Bisher wird ja nur das alte Trio im Mantrailing geführt….und Feli durfte nur zuschauen. Allerdings findet sie es nicht wirklich toll, wenn ihre „Mama“ sich einen der anderen Hunde schnappt und mit ihnen loszieht, während sie selber im Auto warten muss.

Um sie wenigstens ein bissel einzubeziehen (und sie nicht nur zwischendurch aus dem Wagen zu holen), soll sie nun zumindest hinterdrein laufen, während ich mit Vega traile, da diese sich nicht von einem „Verfolger“ irritieren lässt, selbst wenn dieser zwischendurch jammert und fiept… aus Angst, den Anschluss zu verlieren.

Da wir heute nur in einer recht kleinen Truppe trainiert haben, durfte Feli sogar drei kleine Motis laufen. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, da sie an der Leine partout nicht führen (vorauslaufen) möchte, sondern mir lieber an den Hacken klebt. Kleiner Trick: die Freigabe erfolgt, wenn die Versteckperson noch im Sichtbereich ist und sich im vollen Lauf befindet. Und da das Felinchen jagdlich sehr motiviert ist, ging es plötzlich mit Begeisterung hinterher, um sich dann knubbelwackelnd die Belohnung zu holen!
😉

Vom „Ich“ zum „Wir“

Drei sehr anstrengende, aber auch teilweise sehr amüsante, interessante und lehrreiche Tage sind vorüber, in denen das neue Team unserer bald eröffnenden Buchhandlung als Gemeinschaft eingeschworen wurde.

Da sich die meisten Kollegen schon aus alten Bouvier-Tagen seit Jahren kennen, eh schon einen sehr freundschaftlichen und flapsigen Umgangston pflegen und der Rheinländer an sich sowieso ein sehr offener Typ Mensch ist, wurden die „Neuen“  auf’s Herzlichste in der Runde begrüßt und nun freuen wir uns alle darauf, gemeinsam das Projekt „Metropol“ zu stemmen.

Mantrailing-Workshop

Hätte ich vorher gewusst, dass ausgerechnet an diesem WE eine beidseitige Vollsperrung der A3 sowie der A59 sowie ein Leverkusen-Fußballspiel und der Köln-Marathon zu extremen Umwegen und Staus ohne Ende führen würden, hätten wir uns die Teilnahme an dem Workshop wahrscheinlich geschenkt….und auf einen passenderen Termin gehofft. So blieb uns aber keine andere Wahl, als uns ins Verkehrschaos zu stürzen.
😉

Leider ging es Mortisha am Samstagmorgen nicht gut, so dass wir es vorzogen, sie erst einmal – unter Herrchens Aufsicht und Pflege – zuhause zu lassen. Glücklicherweise erholte sie sich aber recht schnell und konnte so am Sonntag wieder voll durchstarten.
😀

Fazit nach dem sehr anstrengenden, aber fruchtbaren Wochenende: einfach nur empfehlenswert!

Obwohl wir uns sicher fortgeschrittene Trailer schimpfen können, haben wir unser Training (da vollkommen im Hobbybereich gelagert) teilweise doch sehr unüberlegt gestaltet. Durch Sabines gründliche und gut durchdachte Analysen haben wir jedoch Aufbaufehler erkannt und das nun nötige Handwerkszeug erhalten, um dagegen anzusteuern.

Wir haben viele Gedankenanstösse erhalten, wurden teilweise vom Können unserer eigenen Hunde total geflasht und hatten an diesem WE sehr viel Spaß in einer bunt zusammengewürfelten, aber durch und durch netten und sympathischen Truppe. Kleines Leinwandchaos inclusive.
😀

Sollte sich die Möglichkeit ergeben, irgendwann wieder einmal mit Sabine zu arbeiten, werden wir das supergerne tun!

Nochmals vielen Dank an Sabine für ihre Geduld, an Iris für die Organisation, an alle Ohne-Hund’ler, die sich als Helfer und VPs zur Verfügung gestellt haben, und natürlich an alle Mittrailer und ihre tollen Hunde, die diesen Workshop zu einem wunderschönen Erlebnis gemacht haben!

Anfänge

Heute beginnt offiziell mein erster Arbeitstag als „Metropolistin“.

Da die neue Filiale noch eine halbe Baustelle ist, haben wir noch ein paar unfreiwillige freie Tage, unterbrochen durch ein Get Together mit dem neuen Filialleiter und den neuen Kollegen sowie einem 3-tägigem Teambuilding-Seminar in der kommenden Woche.

Doch heute beginnt auch ein 3-tägiger Mantrailing-Workshop bei Sabine Ditterich (http://www.hundeartige-hannover.de), der mit einem Abendvortrag zum Thema „Sinn und Unsinn von Korrekturen beim Mantrailing“ startet.

Ich freue mich schon auf beides: den neuen Job und das Trailen unter professioneller Anleitung!
🙂