Klätschauge

In letzter Zeit guckt Matilda recht häufig müde und rotäugig aus der Wäsche und wir alberten schon rum, dass sie sich im Winterschlaf befindet. 

Gestern fielen mir wieder ihre „blutunterlaufenen“ Augen auf, doch schob ich das wieder auf ihre Müdigkeit, weil ich sie gerade geweckt hatte. Seit heute ist das linke Auge aber relativ stark geschwollen und das rechte ebenfalls leicht gerötet. 

Obwohl Mati keine Schmerzen zu haben scheint und sich weder über die Äuglein reibt noch sie zusammenkneift, ging es am frühen Abend doch lieber mal zur Tierärztin. Im oder am Auge ließ sich nichts entdecken, so dass wir vorsichtshalber einen Fluorescein-Test gemacht haben: liegt eine Hornhautverletzung vor, färbt die Stelle sich durch die Tropfen quietschegrün ein….doch die Tropfen perlten nur ab. Es liegt also keine Verletzung vor, sondern „nur“ eine fette Bindehautentzündung.

Jetzt heißt es, eine Woche lang 5 x täglich tropfen… vorsichtshalber beide Augen, damit kein Ping Pong-Effekt eintritt und die Entzündung sich nicht ewig hinzieht. 

„Napfunterlage“ mal anders

Momentan muss man Matilda morgens das Futter hinterhertragen, da Madame sich nicht von ihrem warmen Plätzchen auf der Couch oder vor‘m Kamin lösen möchte.

Görk fragte mich gerade, ob sie denn alles aufgegessen habe (sie ist oft zu müde für‘s Frühstück), ich linse über den Wohnzimmertisch, sehe Balis Kopf vor dem Kamin und sage nur: „Yep, sonst dürfte er da nicht sitzen.“

Görk steht auf, um den Napf wegzuräumen und sieht das:

Was soll man dazu noch sagen?

Happy Birthday, Matilda!

Wo ist nur die Zeit geblieben? Schon wieder ist ein Jahr rum und unser kleines Mädchen, dessen Schnütchen immer grauer wird, ist tatsächlich schon 7 Jahre alt geworden!

Wirklich erwachsener benimmt sie sich immer noch nicht. Mit ihrer Wibbelei, ihren kleinen Ausrastern, ihrem Kläffen und ihrer Sturheit treibt sie uns oft in den Wahnsinn, aber dann sind da die stillen Momente, in denen sie sich mit niedlichen kleinen Geräuschen an uns kuschelt, uns aus großen unschuldigen Augen anschaut oder einfach nur mit kleinen Schritten neben uns hertrippelt und uns dabei anhimmelt…. und unsere Herzen fließen über vor Liebe zu diesem kleinen Knübbelchen.


 

Arbeitshunde

Da ich heute nur für knapp vier Stündchen zur Arbeit musste, habe ich wieder Balisto mitgenommen.

Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass Millie, die 10-kg-Hündin unserer Auszubildenden, die ihr Frauchen seit dem Lockdown täglich zur Arbeit begleitet, die Buchhandlung incl. Pausenraum mittlerweile als IHR Revier betrachtet und sich fürchterlich aufregte, als plötzlich ein fremder Hund vor ihr stand. Knurrend und mit gesträubtem Fell versuchte sie Bali in die Flucht zu schlagen. Als der nur fiepend stehenblieb, wurde sie mutiger, machte einen Schritt auf ihn zu und schnappte nach ihm, so dass mein kleiner Mann erschrocken wegsprang und sich hinter mir versteckte.  

Auch ein späterer Versuch, Millie davon zu überzeugen, dass Bali ein gaaaaaanz netter Rüde ist, scheiterte kläglich: sie knurrte was das Zeug hielt, bis der Bub sich hilfesuchend auf meinen Schoss setzte.   

Also blieb die kleine Zicke im vorderen Bereich der Buchhandlung und ich band Bali vorsichtshalber an meinem Arbeitsplatz in der Fantasy an, wo er den Großteil der Zeit brav verschlafen hat.

Kurz vor Dienstschluss musste ich mehrfach vor und zurück durch den Laden laufen und nahm Bali natürlich mit…. bei einem dieser „Ausflüge“ beschloss Millie dann urplötzlich, dass sie Balisto DOCH mag. Das verrückte Huhn hüpfte wie eine Irre lustig kläffend um Bali rum und forderte ihn zum Spiel auf. Er war kurz irritiert, hat sich tatsächlich eine halbe Minute auf ein Spiel eingelassen (Popo in die Höh‘ und dann loshopsen)…und dann war bei ihm auch schon die Luft raus.

 
 

Kleiner Mann….

Wir heute morgen mit den Hunden im Wald unterwegs, ein Mann kommt uns entgegen, wir nehmen die beiden Großen ran….

Als wir an dem Typen vorbei sind, sage ich leise zu Balisto: „Und weiter, kleiner Mann.“
Darauf der Spaziergänger: „Ich mache ja schon…. !“

Ich bin vor Lachen fast zusammengebrochen!

Frohes Fest!

Ich wünsche allen Hundefreunden – trotz der leider notwendigen Einschränkungen – ein ruhiges und harmonisches Weihnachtsfest in (kleinen) Kreis ihrer Lieben…. besinnt euch auf die schönen Dinge im Leben, genießt die Festtage und bleibt gesund!

Bücherwagenbegleithund

Aufgrund des Corona-Lockdowns ist „meine“ Buchhandlung ja geschlossen bzw. dürfen wir nur am Eingang vorab bestellte Bücher & Co. verkaufen / rausgeben. Trotzdem gibt es auch ohne Kunden im Laden erst mal genug zu tun.

Ich habe die Gelegenheit genutzt und Balisto mal mit zur Arbeit genommen… für ihn keine einfache Aufgabe: er ist zwar super abgeklärt und findet alle Menschen nett, aber er neigt dazu, mir schon zuhause auf Schritt und Tritt zu folgen…. auf Arbeit ging das aber nicht!

Nach ein paar „Diskussionen“ und dem konsequenten Zurückbringen auf seinen Platz hat er aber innerhalb von knapp 10 Minuten verstanden, dass er ruhig liegen bleiben konnte, selbst wenn ich aus seinem Sichtbereich verschwand, um Bücher zu verräumen. 

Er hat das wirklich super gemacht und auch meine Kollegen waren alle begeistert…. nur meine Chefin war leicht angefressen, weil ich ihn ausgerechnet an einem Tag mitgebracht hatte, an dem SIE nicht da war. Musste ihr also versprechen, ihn nächste Woche wieder mitzubringen. 

War ich länger unterwegs, durfte Bali aber natürlich mitkommen und hat sich als perfekter Bücherwagenbegleithund entpuppt. 

Vegetarischer Snack

Ich weiß, ich weiß…. Paprika gehört zu den Nachtschattengewächsen und enthält Solanin, das für Hunde giftig ist. Allerdings müsste ein Hund schon relativ viel unreife (grüne) Paprika fessen, bevor es zu Muskelspannungen, Krämpfen, Schädigungen der Darmschleimhaut und zu blutigen Durchfällen kommt. 

Ein kleines Stück Paprika ist also selbst bei einem so kleinen Hund wie Matilda nicht „schlimm“…und da sie gerne Obst und Gemüse mampft, bekommt sie – genau wie die anderen – hin und wieder auch mal ein Stückchen Paprika.

Bombenfund und Evakuierung

Heute morgen wurde bei uns um die Ecke, an der Ausbaustrecke der S13, eine alte Fliegerbombe gefunden. Aus Sicherheitsgründen mussten alle Anwohner in einem Radius von 400 Metern zur Fundstelle ihre Häuser und Wohnungen vor der am Abend geplanten Entschärfung verlassen….und wir waren gerade noch im Evakuierungsradius drin.

Nur wohin mit drei Hunden? Wir konnten ja schlecht mit ihnen in die Betreuungsstelle in der Gesamtschule Bonn-Beuel Ost fahren. Davon einmal abgesehen, dass man dort wahrscheinlich eh keine Haustiere mitnehmen konnte, wäre das mit Sofia aufgrund ihrer Ängste auch nicht gegangen. 

Genausowenig konnten wir aus diversen Gründen bei meiner oder Görks Familie unterkommen, auch wenn sowohl meine Eltern als auch seine Schwester es angeboten hatten. Wir richteten uns also auf eine möglicherweise kalte Nacht im Auto ein, irgendwo in der Pampa. 

Schicksalsergeben schrieb ich ein paar WhatsApps und klagte unser „Leid“, unter anderem in der Trainingsgruppe vom Goldenen Hund. Und dann passierte das, womit wir nicht gerechnet hatten: Mo, eine liebe Hundebekannte, schrieb, sie habe noch eine freie Wohnung und wir seien dort mit unserem Trio herzlich willkommen. WOW! 

Noch bevor ich mich öffentlich bedanken konnte, klingelte auch schon mein Handy und Mo war dran: sie bekräftigte noch mal ihr Angebot, betonte noch die Hundetauglichkeit der Einliegerwohnung in ihrem Haus (Erdgeschoss, Zugang zum Garten, alles komplett umzäunt, ruhige Lage, viel Platz und für uns ein großes Bett) und meinte, wir könnten dort notfalls nicht nur übernachten, sondern sogar ein paar Tage bleiben. 

Ganz ehrlich? Wir waren von so viel Hilfsbereitschaft total überwältigt, zumal innerhalb kürzester Zeit weitere Übernachtungsangebote bei uns eintrudelten.

Mittlerweile fuhr die Feuerwehr mit Blaulicht durch die Straßen und machte Durchsagen. 15 Minuten später standen dann 5 Leute vom Ordnungsamt vor der Tür, um sicherzustellen , dass wir wirklich wegfahren…Nun hieß es schnell alles ins Auto packen und los.

Da bereits die ganze Gegend abgesperrt war, mussten wir einen Riesenumweg fahren, um nach Meindorf zu Mo, ihrem Mann und ihren zwei Wauzis zu kommen. Dort angekommen, wurden wir auf’s Herzlichste begrüßt, bekamen zu trinken und zu essen angeboten, Hundefutter stand ebenfalls zur Verfügung (!) und wir erhielten nach einer kleinen Rundführung durch die Wohnung und den Garten nicht nur das WLAN-Passwort, sondern auch einen Haustürschlüssel in die Hand gedrückt, so dass wir noch mal mit den Hunden spazierengehen konnten und nicht wieder klingeln mussten. 

Ein TOP-Service!

Wir sind dann tatsächlich noch mal mit den Wauzis losgefahren, in Menden spazierengegangen und haben es uns anschließend in unserer Notunterkunft gemütlich gemacht. Ich habe mich lesenderweise mit Matilda auf die Couch gekuschelt, Görk zog es vor, sich mit den beiden Großen auf dem Boden zu fläzen und auf seinem Handy zu spielen. So ließ es sich gut „aushalten!“  

Nachdem am späten Abend noch die Entwarnung reinkam, haben wir aber trotzdem unsere Siebensachen gepackt, sind wieder heimgefahren (im eigenen Bett schläft es sich einfach am besten) und waren um 23:15 Uhr wieder zuhause.

An dieser Stelle noch mal einen ganz herzlichen Dank an unsere „Retter in der Not“. Ihr seid einfach spitze!  

Hundefrau

Netzfund ohne Angabe eines Autoren… aber so toll und zutreffend, dass ich das einfach hier reinpacken muss.

Die Hundefrau – Anleitung für Männer, die sich eine Hundefrau angeln wollen

Eine Hundefrau lebt in ihrer eigenen Welt und nimmt anders am gesellschaftlichen Dasein teil als der Rest der Menschheit. Ob das nun mit voller Absicht geschieht oder es in ihren Genen festgelegt ist und sie instinktiv handelt, ist noch nicht erforscht.

Wenn sich jetzt ein Mann findet, der mit dieser Spezies eine Beziehung eingehen möchte, sieht er sich schnell vor einer fast unüberwindbaren Aufgabe.

Hier ein paar Tipps, die dir dein Leben erleichtern, falls du mal in eine solche Situation kommst!

1. Eine Hundefrau kommt selten bis gar nicht allein.

Du planst einen romantischen Abend in einem Restaurant mit anschließendem Mondspaziergang? Dann sorge dafür, dass der Tisch groß genug ist, damit der Hund darunter liegen kann und der Spaziergang in einem Park ohne Leinenzwang stattfindet.

Aber: Hundefrauen sind meist sehr tolerant gegenüber ihrem Partner, wenn es um seine eigene Freizeitgestaltung geht. Drei Mal die Woche Training und am Wochenende noch ins Stadion und mit den Kumpels einen saufen? Kein Problem. Wahrscheinlich merkt sie nicht mal, dass du nicht da warst…

2. Du liebst dein Auto?

Verabschiede dich von Vanilleduftbäumen und sauberen Polstern. Ab heute heißt es Hundeduft und Haare auf den Sitzen.

3. Du neigst zu Allergien?

Dann solltest du das Kennenlernen im Keim ersticken, denn auf die Frage: „Der Hund oder ich?!“ kann es für eine Hundefrau nur eine Antwort geben. Und dann brauchst du die Taschentücher nicht mehr nur für deine allergie-geplagte Nase…

4. Du träumst davon am Wochenende auszuschlafen und gemütlich im Bett zu frühstücken?Zu zweit?

Dann träum weiter, denn für Hundefrauen beginnt der Tag früh, schließlich kann man endlich mal die neue Wanderroute ausprobieren, denn hier im Umkreis von 200 km kennt man ja schon jeden Strauch!

5. Ein gepflegtes Äußeres ist dir wichtig? Du würdest nie in Gummistiefeln einkaufen? Magst saubere Fingernägel und ein perfektes Tagesmakeup?

Schade, dann ist die Hundefrau nichts für dich. Denn so oft es geht trägt sie ihre abgewetzten Jeans mit Pfotenabdruck (und ich rede hier nicht von der aufgestickten Version eines namenhaften Bekleidungsherstellers) und die Anglerweste mit ihren unendlich vielen Taschen, in denen sie alle wichtigen Sachen wie Ball, Pfeife, Leckerchen, Hundekotbeutel, Leine, Bürste… unterbringt.

6. Du bist ein Fan von Flugreisen und fernen Urlaubszielen?

Stopp! Die wenigsten Hundefrauen wollen im Urlaub auf ihren Liebling verzichten! Das bedeutet Fernreisen und 5-Sterne-Resort sind in ungreifbare Ferne gerückt.

Aber: Hundefrauen haben keine Angst vor Dreck, schlechtem Wetter und Ungeziefer. Das macht sie zu perfekten Partnerinnen für alle Outdoorfans, Möchtegernabenteurer und Naturburschen. Und fühlt ‚Mann‘ sich nicht auch gleich viel sicherer, wenn beim Wildcampen Bello mit dabei ist?

7. Du freust dich beim Öffnen des Kühlschranks über den Anblick eines köstlichen Rinderbratens?

Sei nicht enttäuscht, wenn du doch wieder nur Tiefkühlpizza bekommst, während der Hund sich genüsslich den Fleischsaft von der Nase leckt…

8. Grundsätzlich gilt: Freunde dich mit dem Hund an!

Denn unter’m Strich zählt nicht, wie einfühlsam, intelligent, gut aussehend oder sexuell geschickt du bist…wenn Bello dich nicht akzeptiert, wirst du ganz schnell wieder alleine durch’s Leben gehen.

9. Richte dich darauf ein, dass es deiner Hundefrau nicht reichen wird, nur einem Hund ein schönes Zuhause zu geben.

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass diese Sorte Frau sich erst mit ihrem eigenen Rudel wirklich zufrieden fühlt.

Aber: Sie sind es gewohnt, mit Lebewesen zu kommunizieren, deren Sprache sie nicht sprechen. Sie haben ein außerordentlich gutes Einfühlungsvermögen, können Körpersprache interpretieren und sich in andere hineinversetzen. Deshalb verstehen sie auch ihren Mann.Und falls es mit der zwischenmenschlichen Kommunikation mal nicht ganz so gut klappt, kannst du ja mal knurren und Zähne zeigen, das versteht sie dann bestimmt.