Heiss drauf

Matilda ist seit dem 24.04. läufig und befindet sich in der letzen Tagen der Standhitze, sprich: sie ist wirklich heiß drauf und verhält sich anderen Hunden gegenüber sehr aufreizend. Egal ob Männlein oder Weiblein.

Vorhin haben wir eine wunderschöne und sehr große Pyrenäenberghund-Berner-Mischlingshündin getroffen, die ebenfalls läufig war. Die beiden waren zum Schießen, wie sie umeinander rumgetanzt sind! 

„Kritischer“ wurde es dann, als wir unseren Lieblingsdackel (Glatthaar, lackschwarz, intakter Rüde, 1 Jahr alt) getroffen haben. Die Freude war groß, Sofia und Balisto sind sofort auf ihn zugeprescht, haben sich ein Loch in den Bauch gefreut, Bali schmiss sich wie üblich auf den Boden und der kleine Mann hopste auf seinem Kopf rum. Sehr niedlich!

Und dann kam Matilda. Die den Jungsspund sonst immer streng ermahnt, nicht so übermütig zu sein und sich erwachsenen Hunden gegenüber etwas gesitter zu benehmen. Sonst, wohlgemerkt.

Heute trippelte sie schäkernd um ihn rum, stupste ihn mit der Nase an, pfötelte und sprang ihm ins Gesicht! 

Ich habe sie dann doch mal lieber dort weggeholt, auch wenn Dackel-Gremlin-Welpen sicher verdammt knuffig (aber halt nicht gesund) wären. 

 

Und er kann doch knurren….

Heute waren wir lange unterwegs und haben das tolle Wetter zu einer schönen Wanderung genutzt, die uns auf dem letzten Teilstück über die Bonner Hundewiese geführt hat.

Und hier habe ich tatsächlich erlebt, dass mein easy peasy-Balisto, der immer gute Laune hat, niemals Ärger beginnt und auf keinen Stress eingeht, dann doch anders kann. 

Frontale Begegnungssituation mit einem riesigen intakten Doggenrüden (min. 85 cm, 1 Jahr alt). Er kam schon sehr selbstbewusst daherstolziert, Sofia hat den Erstkontakt gemacht, dann kam Balisto, der den zu forschen Jungspund kurz gemaßregelt hat (mit der Brust gestoppt). Anschließend hat er das Ganze mit einem eher spielerischen seitlichen Bodycheck auflockern wollen, doch der Doggerich fand das nicht lustig und hat Bali grollend unter sich begraben.

Und das war dann der Punkt, wo mein Bubi plötzlich sehr tief geknurrt und versucht hat, sich rauszuwinden, bevor der Große seine Lefzen sortieren und ihn im Nacken packen konnte!

Der andere Hundehalter und ich sind direkt hingesprungen und haben die Jungs getrennt…. in dem Chaos durfte ich auch noch Matilda von dem Doggenrüden abpflücken, auf die ich leider nicht geachtet hatte und die ihren Balisto natürlich sofort verteidigen wollte.

Glücklicherweise ist nichts passiert…. Bali war nur extremst vollgesabbert.

Diese Situation hat mir mal wieder gezeigt, dass die Größe unter selbstbewussten Hunden meist wenig zu sagen hat. Hier hat ein junger Rüde, der laut Aussage seiner Menschen gerade eine schwierige Phase durchläuft, „endlich“ mal Contra bekommen…. ist halt nur blöd, dass man bei so einer Konstellation nie weiß, ob der Große (mangels Erfahrung) nicht überreagiert und die kleineren Hunde dann die Ar***karte ziehen. Gerade Matilda mit ihren zarten 13 kg hätte im Ernstfall ein Problem…

Krallenhorn gezogen

Balisto musste heute morgen dann doch operiert werden: die Zehe war zwar nicht mehr so schmerzempfindlich und die Entzündung hatte sich nicht verschlimmert, aber weg war sie immer noch nicht und die Kralle sah einfach nicht gut aus. Das hätte sich also noch Wochen hinziehen können.

Die TA hat noch versucht, das Krallenhorn unter einer Sedierung zu entfernen, aber die Kralle saß zu fest und als sie dran gegangen ist, hat Bali so heftig gezuckt, dass sie gleich nachgespritzt und ihn komplett in Narkose gelegt hat.

Der Rest ist dann aber bestens verlaufen.

Jetzt heißt es wieder eine Weile Schmerzmittel/Entzündungshemmer geben, Kernseifenbäder und Warten. Bis das Krallenhorn komplett  nachwächst, dauert es ewig und drei Tage. 

Krallenquetschung, Teil 2

Die Pfote sieht deutlich besser aus und nässt nicht mehr. Von daher hat uns die Tierärztin vorhin wieder heimgeschickt…. in der Hoffnung, dass die Kralle komplikationslos von alleine rauswächst.

Wir müssen aber trotzdem aufpassen, Pfote schützen, weiter in Kernseife baden und Entzündungshemmer geben.

Am Freitag schaut sie dann noch mal drüber. Bali soll vorsichtshalber wieder nüchtern kommen und wird dann – falls notwendig – in Narkose gelegt.

Krallenquetschung

Leider suppt die Kralle ordentlich und ist so blöd gebrochen, dass sie wahrscheinlich nicht von alleine abfällt. 

Die Vet war nicht wirklich glücklich, hofft aber, dass wir mit Metacam, Kernseifenbädern und Schonung um eine OP drumrum kommen. Sollte er aber weiter so heftige Schmerzen haben (heute hat er doch arg gequietscht und hätte sogar geschnappt, wenn ich ihn nicht festgehalten hätte) und die Entzündung sich weiter „hocharbeitet“, nimmt sie ihn noch vor dem WE als Notfall rein und zieht die Kralle.

Spätestens am Montagmorgen entscheidet sich, ob er in Narkose gelegt werden muss…. wir sollen auf jeden Fall nüchtern kommen.

Das Leiden Christi

Balisto ist ein Sensibelchen…und das sprichwörtliche Weichei.

Als er gestern morgen plötzlich mit einem Schrei aus dem Bett gestürzt ist, waren wir doch arg verdattert, konnten uns aber keinen Reim drauf machen. Auch nicht als er an uns klebte und ein Pfötchen hob. Wir konnten nämlich nichts entdecken.

Gestern abend dann lag er auf der Couch, wollte sich umlegen….und konnte die rechte Vorderpfote nicht mehr aufsetzen, zitterte am ganzen Körper und schaute mich aus großen Augen hilfesuchend an. Pfötchen durchgetastet, angeschaut, sogar mit einer Taschenlampe ganz genau untersucht. Nix. Nur ein winziges Stück abgesplitterter Daumenkralle. Ob er sich DESWEGEN so anstellte? 

Heute morgen war er dann sehr verhalten und schlich humpelnd zum Frühstück. Zum Pieseln hat er nicht mal die Terrasse verlassen. Immer noch nichts zu sehen an der Pfote, vorsichtshalber aber den morgendlichen Spaziergang recht kurz ausfallen lassen.

Im Laufe des Morgens (nachdem Bali nun schon über 24 Stunden immer wieder an der Pfote geleckt hatte) war plötzlich an der Unterseite einer anderen Kralle eine Rötung sowie eine nässende Stelle zu sehen. Also ab zur TA.

Das Drama bei der Untersuchung war bühnenreif! Balisto strampelte und wand sich in meinen Armen…und als das alles nichts nutzte, ließ er sich einfach zur Seite fallen. Totaler Zusammenbruch! 

Es nutzte aber nix: die Vet MUSSTE sich das ja angucken.

Tja…. und da haben wir dann endlich gesehen, dass der arme kleine Kerl sich zu Recht so anstellt. Er muss irgendwo mit der Kralle hängengeblieben sein und sie beim Weiterlaufen verdreht und massiv gequetscht haben, so dass sich ein riesiges Hämatom in der Kralle gebildet hat. Ob der Knochen im Mitleidenschaft gezogen wurde, konnte die TA ohne Röntgen nicht mit 100 %-iger Gewissheit sagen, aber zumindest liegt alles schön gerade an und sie konnte nichts knirschen spüren.

Jetzt heißt es komplett schonen, keine Spaziergänge, dicker Pfotenverband und Entzündungshemmer….und hoffen, dass die Kralle „überlebt“.

Das Balimbalim ist fix und alle. Er leidet wie Christus am Kreuz, kann kaum auftreten, liegt die ganze Zeit und schläft, wenn er nicht gerade leise vor sich hinstöhnt oder tief seufzt. Kurz und gut: er ist einfach nur furchtbar unglücklich.

Kratzer im Gesicht

Vorhin sind mir bei Balisto zwei Schrammen unterhalb des rechten Auges aufgefallen, die ich mir nicht erklären kann.

Ich befürchtete sofort, er könnte einen „Zusammenstoß“ mit einer Katze gehabt haben….seitdem letztes Jahr eine Nachbarskatze wohl aufgrund eines Hundebisses verstorben ist, ist es meine Horrorvorstellung, eines Tages in unserem Garten eine tote Samtpfote zu finden.

Mein Mann hat mich aber gleich beruhigt und dran erinnert, wie schnell sich Balisto Kratzer zuzieht… womit er nicht ganz unrecht hat. Weiches kurzes Fell, null Unterwolle und zarte Babyhaut. Der braucht nur blöd an einem herausragenden Ast vorbeilaufen oder kurz ins Unterholz abtauchen und schon hat er Kratzer, die uns in seinem gestromten Fell erst auffallen, wenn sie verschorfen und wir zufälligerweise drüberstreicheln.  Nach seinen Jagdausflügen z.B., bei denen er durch die Siegböschungen gerannt ist, war er von vorne bis hinten extrem zerschrammt.

Trotzdem habe ich bei Kratzern im Augenbereich immer das Bild einer wütenden Katze im Kopf, die einem Hund links und rechts eine verpasst, bevor sie sich auf einen rettenden Baum flüchtet. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Szenario bei uns nie Wirklichkeit wird!

Rutschpartie

Vor zwei Tagen sind wir an dieser Stelle nach durch’s (kalte) Wasser gewatet…. heute konnten wir schon drüberlaufen. Ok, das Eis hat dann doch gefährlich geknackt, aber wir vier sind alle rübergekommen, ohne einzubrechen.

Hochwasser und kleine Hunde

In den letzten Tagen piepst quasi ständig die NINA-Warn-App, um vor Hochwasser in Nordrhein-Westfalen zu warnen…. tatsächlich können wir – wie jedes Jahr – nicht mehr in unseren Lieblingsgegenden spazieren gehen und sind primär oben im Wald unterwegs, was für Balisto kompletten „Leinenzwang“ bedeutet, was mir wiederum leid tut. Deshalb wandern wir alle paar Tage dann doch entlang der Felder hinter den Sieg- und Rheindämmen, wo ich zumindest zwischendurch die Schleppleine fallen lassen und der kleine Mann mal richtig Gas geben kann.  

Mittlerweile ist aber auch hinter den Dämmen das Grundwasser so sehr angestiegen, dass einige Senken überflutet sind. Heute standen wir dann auch am Damm, wollten zum Auto zurück und standen vor der Frage „Durchwaten, umkehren oder einen Riesenumweg gehen?“

Ich habe mich dann für’s Durchwaten entschieden, was so gerade noch klappte, weil das Wasser an der tiefsten Stelle fast kniehoch stand, ich aber glücklicherweise hohe Gummistiefel anhatte. Matilda habe ich übrigens getragen…. die hätte sonst nämlich schwimmen müssen!

Mundgeruch

Balisto hat Mundgeruch. Und zwar so übel, dass einem schlecht wird, wenn er neben uns sitzt und gähnt oder uns küssen möchte. 

An den Zähnen liegt es nicht… die sehen sehr gut aus und auch die Tierärztin hat schon drüber geguckt. Sie meinte nur, das käme wahrscheinlich vom Magen. Der Mundgeruch ist aber futterunabhängig, sprich: egal was ich ihm füttere, der Mundgeruch wird weder schlimmer noch besser. Und Sofia (die das gleiche Futter bekommt) stinkt nicht aus dem Maul, obwohl sie katastrophale Zähne hat.

Ich hatte bei einem Online-Händler ein „Mundwasser“ für Hunde gefunden, mit Kokosnusswasser und Backpulver, das man einfach ins Trinkwasser kippt. Damit ist es tatsächlich deutlich besser geworden, so dass man den armen, liebebedürftigen   Hund wenigstens erträgt, wenn er sich an einen ranrobbt.

Aber ganz WEG ist der Mundgeruch nicht. Ich habe mittlerweile ein paar Tipps  von anderen Hund’lern bekommen, die ich peu a peu ausprobieren werde. 

Auch gab es im Molosserforum den Hinweis auf Helicobacter. Da es heute eh zum Impfen ging, habe ich unsere Vet drauf angesprochen. Die meinte aber, da bestünde kein Grund zu Besorgnis. Sie hat sich die Zähne noch mal angeguckt (alles top, nur ein bissel Zahnstein, keine Entzündungen) und hat auch mal geschnuppert. Der Mundgeruch komme mit ziemlicher Sicherheit vom Magen.

Hoffentlich bekomme ich jetzt noch alles richtig zusammen:

Der Helicobacter stünde in der Humanmedizin im Verdacht, Magengeschwüre & Co. zu verursachen. Allerdings ist ein großer Prozentsatz der Bevölkerung mit diesem Bakterium infiziert und völlig symptomlos. Behandelt wird er in der Regel nur, wenn im Rahmen irgendwelcher Magengeschichten eine hohe Belastung mit Helicobacter festgestellt wird, ansonsten geht man da wohl nicht dran…auch nicht beim Hund, wenn er ansonsten fit und beschwerdefrei ist.

Sie sieht also aus rein medizinischer Sicht keinen Handlungsbedarf. 

********
Man sieht es dem kleinen Mann nicht an, aber er hat sich tatsächlich ein bisschen ausgefüllt. Balisto wiegt nun ganze 32,1 kg und liegt damit nur noch minimalst unter Sofia, obwohl die deutlich breiter ist als er.