Doch lieber die Chemiebombe?

Gestern war eine sehr nette Kundin mit ihrem süßem Kleinhund im Laden. Da ich ihr was bestellen sollte, gab sie mir ihre Visitenkarte… Naturheilpraxis im Rhein-Sieg-Kreis. Soweit, so gut.

Ich hocke mich hin, knuddel die kleine Rumänin, entdecke eine Zecke hinter ihrem linken Ohr und weise die Dame darauf hin.

Sie, total überrascht : „Oh, das ist aber seltsam… sie trägt doch einen Energiestein!“

Ich habe mir das Lachen gerade noch so verkneifen können.

Wir präsentieren….

Matilda, das neue Werbegesicht für eScooter!

In der Stadt sieht man quasi an jeder Ecke Leih-eScooter…. einen davon jedoch mitten im Naturschutzgebiet an der Sieg  zu finden ist eher ungewöhnlich und ich frage mich, wie der Vermieter seinen Roller nun wiederbekommt. 

Matilda fand das Gerät übrigens sehr interessant und musste gleich mal probestehen…. sie ist aber definitiv zu klein, um damit selber durch die Gegend zu fahren.

Liebe ist….

Wer auch immer diesen Stein auf einem Baumstumpf am Sieglarer See hinterlassen hat, hat vollkommen recht. Wenn man liebt, dann muss man auch was dafür tun.

Für uns bedeutet das momentan, das Haus morgens schon zwischen 5:00 und 5:30 Uhr zu verlassen, um mit den Wauzis spazierenzugehen, solange es noch relativ kühl ist. Obwohl alle drei fit sind, grenzen längere Gassirunden bei höheren Temperaturen, vor allem sobald es drückend wird, an Tierquälerei. Insbesondere Sofia merkt man schnell an, dass sie „überhitzt“. Sie legt sich dann alle paar Meter schwer atmend hin und versucht, sich im Schatten eine kleine Erleichterung zu holen. Und spätestens wenn Matilda mit dunkelroter Zunge hinterherhechelt, weiß man, dass das Wetter nicht kurznasentauglich ist.

Von daher sparen wir uns solche Anstrengungen, erledigen die große Runde am extrem frühen Morgen…und den Rest des Tages dürfen die Hunde nach Lust und Laune zwischen Garten und Haus hin und her pendeln.  

Erziehungsversuch

Balisto ist ein „Rausstürmer“…. öffnet man ihm die Terrassentür, rast er wie ein Irrer quer durch den Garten, wohl in der Hoffnung, irgendwann einmal einen Vogel oder eine Katze zu erwischen. Ich muss das zwar nicht verstehen, weil der Nachbarskater wohlweislich immer auf seiner Seite des Zauns bleibt und Vögel eher selten auf der Wiese sitzen, und er noch nie einen Jagderfolg hatte, aber wer weiss schon, was in seinem Köpfchen vor sich geht.  

Heute hat Görk in aller Herrgottsfrühe beschlossen, das nicht mehr zu dulden und darauf zu bestehen, dass der Chaot das Haus gesittet verlässt. Es hieß also „Sitz und Bleib“, worauf sich Bali auch artig hinsetzte,  aber gleich lospreschen wollte, sobald sich die Tür auch nur ansatzweise öffnete. Mein Göttergatte schloss die Tür daraufhin mit einem strengen „Nein“ und wiederholte sein „Sitz und Bleib“. 

Bali sitzt, die Tür öffnet sich, Bali schnellt vor, die Tür schließt sich wieder: „NEIN!“

Dritter Versuch: „Sitz und Bleib“. Bali setzt sich nicht, schaut Görk an, zuckt in Gedanken wahrscheinlich mit den Schultern und sagt sich „Dann eben nicht“…. dreht sich um, tapst zurück ins Schlafzimmer und legt sich wieder ins Bett. 

Was soll man dazu noch sagen?

Testhunde

Heute mussten Matilda und Sofia als Testhunde herhalten.

Wir haben bei der Molosser-Vermittlungshilfe einen Cane Corso-Rüden „reinbekommen“, der es leider nicht einfach haben wird, ein neues Zuhause zu finden, da er nicht nur fremden Menschen und Artgenossen gegenüber eher misstrauisch ist, sondern zu allem Überfluss auch noch Epileptiker ist.

Da Balu hier in der Nähe lebt und er nun schon seit gut 6 Monaten keine Hundekontakte hatte, wollte ich gerne selber sehen, wie er sich bei dem Anblick und ggf. bei direkten Begegnungen mit Artgenossen macht, und so haben wir uns einfach mal zu einem gemeinsamen Spaziergang verabredet.     

Der Bursche war anfangs recht aufgeregt, zog an der Leine und junkerte halblaut vor sich hin, ohne jedoch echte Aggression zu zeigen. Da wir keine unnötigen Risiken eingehen wollten (irgendwie hänge ich ja auch an meinen Mädchen…. ), war er natürlich entsprechend gesichert und durfte sich nur langsam nähern.

Nachdem Balu der kleinen Matilda mehrmals interessiert-schnufelnd den Maulkorb gegen den Pöppes gedrückt hatte, gab es von ihr eine heftige Zurechtweisung, die er sich nicht gefallen lassen hat. Dies war aber wohl nur der ersten Aufregung geschuldet. Nachdem die beiden sich nämlich im Freilauf gute 45 Minuten lang nur noch im Vorbeilaufen wahrgenommen, aber ansonsten ignoriert hatten, beschloss mein kleiner tasmanischer Teufel spontan, den imposanten Rüden während einer kurzen Pause einzunorden, weil er sich unbedacht genähert hatte…. und  sprang ihm mitten ins Gesicht!

Glücklicherweise hat Balu da aber vorbildlich reagiert, ist ruhig geblieben und einfach nur zur Seite gesprungen. 

Mit Sofia hat er sich übrigens – wie erwartet – nach einem kurzen angespannten Beschnuppern sofort verstanden. Die beiden sind gleich losgespurtet, haben körperbetont gespielt, sich gegenseitig gejagt und Balu hat sich zwischendurch immer wieder auf den Boden geworfen und sich übermütig gewälzt.

Fazit: Bei diesem „Kerlchen“ ist sicher nicht Hopfen und Malz verloren. Ein erfahrener und souveräner Hundehalter, der ihm auch körperlich gewachsen ist  und ihn bei Hundebegegnungen vernünftig anleitet, dürfte hier also noch gute Fortschritte erzielen können.

Hier geht es zu seinem Gesuch: Notfall! Cane Corso-Rüde Balu

Meldehund

Matilda weiß zwar immer ganz genau, was hier in der Nachbarschaft los ist und informiert uns zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, aber als sie vorhin ganz empört im „Futterflur“ kläffte, also im hinteren Bereich des Hauses, wo sie nicht rausschauen kann, wurde ich dann doch hellhörig und habe nachgeschaut. 

Und Tatsache. Sie hatte einen guten Grund, Alarm zu schlagen: Da brummte doch allen Ernstes eine Hornisse (!) um die Futtertonnen und dann an den Fenstern rum.

Görk ist dann „todesmutig“ mit einem großen Glas und Kartonpapier zur Tat geschritten, hat sie eingefangen (boah… war die groß) und hat sie im Garten frei gelassen…

Mondorfer Yacht-Hafen

Bislang sind wir vom Siegauenparkplatz immer nur maximal bis zur Siegmündung gewandert und ggf. am Fischereimuseum zurück, da die Holzbrücke über die alte Fahr ja nun schon seit 1,5 Jahren kaputt / geperrt ist und man nicht mehr den schönen Rundweg über die Wiesen und Felder nutzen kann. Deshalb sind wir heute einfach mal weitergelaufen und haben festgestellt, dass man am Mondorfer Yacht-Hafen einen netten Rundweg entlanglaufen kann. 

Für Sofia ist das als Angsthündin leider nur (noch) etwas stressig, weil da unheimliche Wasserfahrzeuge zu sehen und unheimliche laute oder dumpfe Geräusche zu hören sind. Außerdem ist der Rundweg schön gepflastert und somit besonders für Spaziergänger mit Kinderwagen, Jogger und Radfahrer geeignet, die sie immer noch verschrecken. 

Ich gehe aber davon aus, dass sie sich zumindest an die Umgebung gewöhnen wird, wenn wir diese Strecke öfter laufen. 

Auf dem Eiländchen, also quasi der „Zufahrt“ zum Hafen, kann man übrigens sehr gut eine Pause einlegen, entweder an dem Wetterpilz, um den mehrere Bänke stehen oder auf einem der großen Felsbrocken zum Wasser hin:

  

Heiss drauf

Matilda ist seit dem 24.04. läufig und befindet sich in der letzen Tagen der Standhitze, sprich: sie ist wirklich heiß drauf und verhält sich anderen Hunden gegenüber sehr aufreizend. Egal ob Männlein oder Weiblein.

Vorhin haben wir eine wunderschöne und sehr große Pyrenäenberghund-Berner-Mischlingshündin getroffen, die ebenfalls läufig war. Die beiden waren zum Schießen, wie sie umeinander rumgetanzt sind! 

„Kritischer“ wurde es dann, als wir unseren Lieblingsdackel (Glatthaar, lackschwarz, intakter Rüde, 1 Jahr alt) getroffen haben. Die Freude war groß, Sofia und Balisto sind sofort auf ihn zugeprescht, haben sich ein Loch in den Bauch gefreut, Bali schmiss sich wie üblich auf den Boden und der kleine Mann hopste auf seinem Kopf rum. Sehr niedlich!

Und dann kam Matilda. Die den Jungsspund sonst immer streng ermahnt, nicht so übermütig zu sein und sich erwachsenen Hunden gegenüber etwas gesitter zu benehmen. Sonst, wohlgemerkt.

Heute trippelte sie schäkernd um ihn rum, stupste ihn mit der Nase an, pfötelte und sprang ihm ins Gesicht! 

Ich habe sie dann doch mal lieber dort weggeholt, auch wenn Dackel-Gremlin-Welpen sicher verdammt knuffig (aber halt nicht gesund) wären. 

 

Und er kann doch knurren….

Heute waren wir lange unterwegs und haben das tolle Wetter zu einer schönen Wanderung genutzt, die uns auf dem letzten Teilstück über die Bonner Hundewiese geführt hat.

Und hier habe ich tatsächlich erlebt, dass mein easy peasy-Balisto, der immer gute Laune hat, niemals Ärger beginnt und auf keinen Stress eingeht, dann doch anders kann. 

Frontale Begegnungssituation mit einem riesigen intakten Doggenrüden (min. 85 cm, 1 Jahr alt). Er kam schon sehr selbstbewusst daherstolziert, Sofia hat den Erstkontakt gemacht, dann kam Balisto, der den zu forschen Jungspund kurz gemaßregelt hat (mit der Brust gestoppt). Anschließend hat er das Ganze mit einem eher spielerischen seitlichen Bodycheck auflockern wollen, doch der Doggerich fand das nicht lustig und hat Bali grollend unter sich begraben.

Und das war dann der Punkt, wo mein Bubi plötzlich sehr tief geknurrt und versucht hat, sich rauszuwinden, bevor der Große seine Lefzen sortieren und ihn im Nacken packen konnte!

Der andere Hundehalter und ich sind direkt hingesprungen und haben die Jungs getrennt…. in dem Chaos durfte ich auch noch Matilda von dem Doggenrüden abpflücken, auf die ich leider nicht geachtet hatte und die ihren Balisto natürlich sofort verteidigen wollte.

Glücklicherweise ist nichts passiert…. Bali war nur extremst vollgesabbert.

Diese Situation hat mir mal wieder gezeigt, dass die Größe unter selbstbewussten Hunden meist wenig zu sagen hat. Hier hat ein junger Rüde, der laut Aussage seiner Menschen gerade eine schwierige Phase durchläuft, „endlich“ mal Contra bekommen…. ist halt nur blöd, dass man bei so einer Konstellation nie weiß, ob der Große (mangels Erfahrung) nicht überreagiert und die kleineren Hunde dann die Ar***karte ziehen. Gerade Matilda mit ihren zarten 13 kg hätte im Ernstfall ein Problem…

Krallenhorn gezogen

Balisto musste heute morgen dann doch operiert werden: die Zehe war zwar nicht mehr so schmerzempfindlich und die Entzündung hatte sich nicht verschlimmert, aber weg war sie immer noch nicht und die Kralle sah einfach nicht gut aus. Das hätte sich also noch Wochen hinziehen können.

Die TA hat noch versucht, das Krallenhorn unter einer Sedierung zu entfernen, aber die Kralle saß zu fest und als sie dran gegangen ist, hat Bali so heftig gezuckt, dass sie gleich nachgespritzt und ihn komplett in Narkose gelegt hat.

Der Rest ist dann aber bestens verlaufen.

Jetzt heißt es wieder eine Weile Schmerzmittel/Entzündungshemmer geben, Kernseifenbäder und Warten. Bis das Krallenhorn komplett  nachwächst, dauert es ewig und drei Tage.