Unser Flatterohr Sofia ![]()

Unser Flatterohr Sofia ![]()

Ich bin ja nicht gerade ein Spinnen-Fan und befördere große und kleine Spinnen mit Hilfe eines Insektenfängers (bestes Haushaltsutensil ever
) umgehend in die freie Wildbahn, aber bei Zecken hört die Tierliebe endgültig auf. Die werden schnellmöglich vom Hund entfernt und getötet!
Nun hat sich eins dieser Krabbelviecher ausgerechnet auf Matilda verirrt und hat angedockt. Görk hat sie an ihrem Lefzenwinkel entdeckt, als sie noch relativ klein war, und hat sie sofort rausgezogen.
Sobald sich die Zecken-Fälle wiederholen, müssen wir dann leider doch die Chemie-Keule auspacken. Aufgrund von Matildas Hautproblematik können wir jedoch keine Zeckenhalsbänder benutzen, wo sich der Wirkstoff über das Fell und somit auch die Haut verteilt. Ich muss dann vorsichtshalber Rücksprache mit unserer Tierärztin halten, ob das Ganze in Tablettenform bei Matis eh schon nicht unerheblichem Medikamentenkonsum noch ok ist.
Emilia ist zwar wieder deutlich mobiler, doch hat sie in den vergangenen Tagen trotzdem immer mal wieder aufgewimmert…. und zwar ausschließlich wenn ich sie rechts am Kopf berührt habe.
Bevor heute also ein zweites Mal die Neuraltherapie gemacht wurde, hat sich die Tierärztin Emmis Schnute mal genauer angeschaut.
Leider hat das Em-Em relativ schlechte Zähne, die bereits bei ihrer Adoption (im Alter von 2 Jahren) stark verfärbt waren. Zähneputzen gestaltet sich schwierig bis unmöglich, weil sie eher unkooperativ ist und die Zähne zusammenbeisst.
Zu zweit konnten wir die Kiefer aber so weit „aufhebeln“, dass sich die Vet das ganze Gebiss genau anschauen konnte. Dabei ist ihr aufgefallen, dass am hintersten Backenzahn auf der LINKEN oberen Seite ein Stück abgebrochen ist und der Oberkiefer an dieser Stelle eine relativ große rote Stelle (sprich: eine Entzündung) hat.
Wir haben nun beschlossen, diesen Zusatzbefund zum Anlass zu nehmen, Emilia demnächst in Narkose zu legen, die Zähne zu sanieren, den kaputten Backenzahn zu entfernen…und bei der Gelegenheit auch gleich den Lendenwirbelbereich sowie die Hüften zu röntgen, um zu sehen, wie schlimm die Spondylosen sind und ob es evtl. weitere Auffälligkeiten gibt.
Ok…Emilia geht es DEUTLICH besser!
Sie hopst wieder fröhlich mit Sofia über die Felder und geht in die Spielaufforderung… noch bremse ich sie da aber aus. Außerdem klappt es auch wieder mit dem Wälzen, ihrem Lieblingshobby. Leider schmeisst sie sich aber nicht nur in duftende Blumenwiesen, sondern oft genug in Unaussprechlichem.
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Heute morgen hat sie sich dermaßen eingesaut, dass Görk zumindest das Gröbste von ihr abrubbeln musste, bevor wir es wagen konnten, sie ins Auto zu setzen.
Man sieht ihr deutlich an, was sie davon gehalten hat. ![]()

Bislang habe ich mir selbst bei schlechtem Wetter keine großen Gedanken um Emilia gemacht: sie ist schließlich die Jüngst im Bunde und war bislang immer fit, gesund und gut gelaunt.
Nun muss ich umdenken. Und da es heute wieder recht frisch und regnerisch war, habe ich im Hundekorb gekramt und geschaut, ob ich einen Hundemantel finde, der ihr passt.
Voilà!
Emmis Rückenschmerzen strahlen mittlerweile immer weiter nach vorne aus: heute reichte ein Griff der Tierärztin, damit Emmi in die Knie sank… ohne einen Ton von sich zu geben. ![]()
Auf einem Röntgenbild vom letzten Jahr, das wir gemacht hatten, als das schwarze Tier eine Magenüberladung hatte (wir wissen immer noch nicht, wie sie DAS geschafft hat!), konnte man schon sehen, dass Emmi im Brustwirbelbereich Spondylosen hat.
Das bestärkt die Vermutung, dass die Spondylosen ordentlich fortgeschritten sind und auch im hinteren Bereich der Wirbelsäule zu finden sind. Was zu dem schmerzhaften Bereich im Kreuz-/Lendenwirbelbereich passt. Wir gehen also von einem heftigen Spondylose-Schub aus, durch den sich nach gut zwei Wochen die gesamte Muskulatur entlang der Wirbelsäule verspannt hat.
Wir haben also gleich eine Neuraltherapie begonnen: dabei hat unsere Vet Emilia mehrfach auf beiden Seiten der Wirbelsäule gequaddelt, sprich: sie hat ihr ein Lokalanästhetikum + Cortison unter die Haut gespritzt. Zusätzlich wurde diese „Mixtur“ auch noch zwischen zwei Wirbel gespritzt. Und Emmi war soooo tapfer!
Nun heißt es weiterhin schonen, wieder Previcox geben (unter Gabapentin hatten sich die Beschwerden deutlich verschlimmert) und mit der Physiotherapie weitermachen.
An meinen freien Tagen habe ich meist genug zu tun, so auch heute:
Morgens ging es erst einmal mit Emilia zur Physiotherapie, wo das schwarze Tier erst mal recht eingeschüchtert wirkte, als sie von zwei Collies und einem Sheltie an der Haustür empfangen wurde.
Vorsichtig ging es rein und dann überwog doch ganz schnell die Neugierde und die Freude, Andrea zu sehen, an der sie gleich hochkrabbeln wollte.
Andrea bekam zuerst einmal eine ausführliche aktuelle Anamnese und hat sich Emmi anschließend in aller Ruhe quasi Zentimeter für Zentimeter vorgenommen. Und tatsächlich hat sie rausgefunden, wo der Schmerz sitzt: und zwar im Kreuz- / Lendenwirbelbereich.
Eventuell ist auch der Hüftbeugemuskel (Musculus iliopsoas) beteiligt, da Emilia offenbar einige Bewegungen unangenehm sind und sie versucht, diese zu vermeiden. Von daher sollen wir jetzt erst einmal primär Rücken und Oberschenkel massieren und gezielte kleinere Übungen machen.
Unsere Tierärztin wird natürlich von Andrea informiert, damit die Behandlungen der beiden sich optimal ergänzen.
Ein Hund war somit erledigt, nun war der nächste dran. ![]()
Nachmittags ging es mit Matilda zu einem Kontrolltermin bei ihrer Augenärztin.
Da Mati im linken Auge mehrere Pigmentflecken auf der Iris hat, die sich im schlechtesten Fall zu Irismelanomen entwickeln könnten, sollen wir das Auge jeden Monat fotografieren und mit dem ersten Referenzbild vergleichen, das die Augenchirurgin gemacht hatte. Sollten sich Anzahl und/oder Größe verändern, sollen wir sofort einen Termin bei ihr machen.
Unsere Fotos sind oft nur „semi-gut“, weil mein Mann Schwierigkeiten hat, Matis Köpfchen wirklich ruhig zu halten. Ich bekomme das zwar hin… dafür werden SEINE Fotos aber immer so unscharf, dass man nichts erkennen kann. ![]()
Von daher ist es mir lieber, gelegentlich Frau Dr. Hertslet drauf schauen zu lassen, um absolut sicher zu gehen, dass sich nichts verändert hat.
Außerdem ist Matildas rechtes Auge, das nach einer Perforation der Hornhaut bereits im September 2024 mit einer Bindehautplastik versorgt worden ist, neuerdings größer als das linke Auge… was der Vet natürlich auch sofort aufgefallen ist. Sie hat daher den Augeninnendruck der beiden Augen überprüft, doch dieser ist glücklicherweise (noch) normal.
Sie hat uns dann noch neue pflegende und schützende Augentropfen empfohlen, die zusätzlich Omega-3-Fettsäuren enthalten. Damit hoffen wir, weitere Hornhautschäden zu vermeiden, wie sie Matilda sich leider immer wieder zuzieht. Am späten Abend bekommt sie weiterhin ein Augen-Gel mit Hyaluronsäure, welches das Auge gut vor einer Austrocknung schützt.
Das Blatt klebte bestimmt schon eine Viertelstunde an seiner Lefze…. Bali ist manchmal echt ein kleiner Doofie, aber er ist so niedlich dabei! ![]()

Eine Woche unter Schmerzmitteln und trotzdem jault Emilia immer noch jeden Tag mindestens einmal laut auf.
Ich renne mit den Hunden nicht wegen jedem Pieps zum Tierarzt, aber DAS gefällt mir gar nicht. Also ab zum Profi, in der Hoffnung, dass der (bzw. die) es rausfindet.
Das Problem: Emilia geht wahnsinnig gerne zum Vet, fiept und winselt im Wartezimmer vor lauter freudiger Erregung und kommt aus dem wilden Knubbelwackeln nicht raus. Sobald wir aufgerufen werden (ihrer Meinung nach immer VIEL zu spät!), zieht sie an und hat es sehr eilig, ins Behandlungszimmer zu kommen.
Heute also dasselbe Spiel wie immer. Sie ist auch sofort unaufgefordert auf den runtergefahrenen Behandlungstisch gehüpft und wollte von dort aus auf den Schoß der Tierärztin kraxeln.
Während ich also lang und breit erzählte, was wir beobachtet haben, stand Emilia mit den Hinterpfoten auf dem Tisch und mit den Vorderpfoten auf den Oberschenkeln der Vet, die auf einem Drehhocker saß. Ähm… nicht gerade Bewegungsabläufe, die ein Hund zeigt, der akute starke Schmerzen hat. Hmmm. ![]()
Da uns unsere Tierärztinnen aber lange und gut genug kennen, um unsere Beobachtungen ernst zu nehmen, hat sie Emilia gründlichst untersucht, und zwar von vorne bis hinten. Sie hat wirklich alles durchbewegt… starke Beugung und Streckung, Dreh- und Schwenkbewegungen, hat sich auch den Kiefer angeschaut. Nichts. Man konnte Emmi wieder eine Schmerzäußerung entlocken noch irgendein anderes, noch so kleines Anzeichen entdecken, dass ihr irgendeine Bewegung oder Berührung unangenehm ist.
Was nun?
Da das Ganze so klingt, als ob ihr zwischendurch einfach ein heftiger Schmerz reinschießt, könnte es sich auch um ein neurologisches bzw. neuropathisches Geschehen handeln. Also haben wir nun beschlossen, dass sie eine Woche lang Gabapentin bekommt, das auch Matilda bereits (dauerhaft) erhält. Eigentlich ist das Medikament ein Antiepilepikum, doch hemmt es die Reizweiterleitung im Nervensystem und somit auch neuropathische Schmerzen.
Sollte es was bringen, wissen wir zwar immer noch nicht, was die Ursache ist, hoffen dann aber, dass es sich damit erledigt hat. Sollte es nichts bringen, müssen wir weiterforschen.
Zusätzlich sollen wir einen Termin bei der Physiotherapeutin unseres Vertrauens machen: die hat ein so gutes Verständnis für den Hundekörper, dass sie es hoffentlich rausfindet.
Gesagt, getan: Zuhause sofort Andrea angerufen, doch die war nicht da. Also fix eine WhatsApp geschickt und glücklicherweise recht schnell eine Antwort erhalten. Andrea ist zwar gerade im Urlaub und kommt erst am Sonntag wieder heim, doch war sie so lieb, ihren Terminkalender zu checken, und wir dürfen notfallmäßig direkt am Montagmorgen zu ihr kommen.
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… genug Sofakissen haben. Schließlich müssen die Wauzis es immer schön weich und bequem haben. ![]()
Matilda geht es übrigens wieder gut, auch wenn sie noch ein bissel müde und ausgelaugt wirkt.
