Matildas Gangbild

Irgendwie läuft Matilda seit gestern schepp…. sie zeigt zwar keine Schmerzen an, läuft aber meist hinter mir her statt vorneweg, eiert in der Hüfte und zieht manchmal sogar den rechten Hinterlauf leicht nach. Sie wirkt auch insgesamt etwas ruhiger und wenn man ihr zwischendurch anbietet, sie auf den Arm zu nehmen und ein Stück zu tragen, nimmt sie das Angebot tatsächlich an! 

Passiert ist nichts. Zumindest ist mir nichts aufgefallen. Nun überlege ich natürlich schon, woher die Schmerzen kommen…denn bei dem Gangbild MUSS sie Schmerzen haben. Ist es die Hüfte? Macht die cauda equina nach vielen Jahren Probleme? Hat sie sich vielleicht einen Nerv eingeklemmt?

Da ich ein bissel Sorge habe, mit ihr gleich zum Tierarzt zu laufen, weil bei der Untersuchung natürlich Gelenke / Co. leicht überstreckt und in alle Richtungen gedreht werden… und dies ein bestehendes Problem evtl. kurzzeitig verschlimmern könnte, tendiere ich dazu, erst mal abzuwarten, der Kleinen PhenPred (Schmerzmittel und Entzündungshemmer + Cortison) zu geben, sie zu schonen und mehrmals täglich schön durchzumassieren. 

Sollte sich das Gangbild aber nicht innerhalb relativ kurzer Zeit erheblich verbessern, kommen wir um den Tierarztbesuch natürlich nicht drumherum.
   

Jungkatzenalarm

In der Nachbarschaft gibt es wohl wieder zwei neue Katzen. Bislang habe ich nur eine gesehen…ein zartes graues Tierchen, das Sofia letztens auf der Einfahrt schräg gegenüber entdeckt und wild wedelnd beobachtet hat. Seitdem sind wir natürlich übervorsichtig mit Balisto, der selbst auf dem kurzen Stück von Haustür bis zum Auto und umgekehrt nun immer angeleint ist. Im Gegensatz zu den Mädels, die Katzen maximal spielerisch „verjagen“ würden, würde er nämlich ernsthaft hinterhergehen!

Heute morgen dann der große Schreckmoment: Als ich in den Garten bin, saß eben diese graue Jungkatze mitten auf unserer Wiese vor der Wäschespinne und schaute mich mindestens genauso erschrocken an wie ich sie!

Mein erster Impuls war, mit lautem Gebrüll und wild mit den Armen fuchtelnd auf sie zuzurennen…. in der Hoffnung sie so zu erschrecken, dass sie unseren Garten in Zukunft meidet… mir fiel aber gerade noch rechtzeitig ein, dass unsere Terrassentür sperrangelweit offen stand und dass ich mit einem solchen Theater Balisto alarmiert hätte. Also habe ich auf dem Absatz kehrt gemacht, bin leise zum Haus zurückgerannt und habe die Tür zugedrückt. Als ich mich nun wieder umdrehte, sah ich noch, wie die Kleine quer durch den Garten flitzte und Richtung Schuppen verschwand. 

Das ist GANZ schlecht. *seufz*

Klar. Freigänger kann man nicht kontrollieren und man kann ihnen nicht den Zugang zu fremden Gärten verwehren. Und die meisten erwachsenen Katzen können sehr genau einschätzen, ob sie irgendwo gefahrlos rumstöbern können. Jungkatzen, die aber gerade erst ihre Umgebung erkunden und sich peu a peu immer mehr zutrauen, bringen sich gerne mal in brandgefährliche Situationen, weil sie es noch nicht besser wissen. Ich kann mich nur zu gut daran erinnern, wie Vega vor vielen Jahren in unserem Garten fast eine Katze erwischt hätte, die so gerade noch einen Baum hochrennen konnte…

Jetzt heißt es also erst mal ultravorsichtig zu sein und Balisto frühmorgens nicht mehr im Dunkeln unangeleint rauszulassen.  Halsband und Leine hängen nun an der Terrassentür… für die begleitete Morgenpipirunde.  

Sobald der Tag richtig angebrochen ist und die Hunde eh den halben Tag draußen sind, gehe ich davon aus, dass selbst eine junge Katze sich nicht hier reintraut. Von daher darf sich mein jagdlich ambitionierter Hund dann frei im eigenen Garten bewegen. Und die Jungkatzen sind dann hoffentlich bald so „streetwise“, dass sie Gefahren gut einschätzen können und einen großen Bogen um unseren Garten machen. 

Doch lieber die Chemiebombe?

Gestern war eine sehr nette Kundin mit ihrem süßem Kleinhund im Laden. Da ich ihr was bestellen sollte, gab sie mir ihre Visitenkarte… Naturheilpraxis im Rhein-Sieg-Kreis. Soweit, so gut.

Ich hocke mich hin, knuddel die kleine Rumänin, entdecke eine Zecke hinter ihrem linken Ohr und weise die Dame darauf hin.

Sie, total überrascht : „Oh, das ist aber seltsam… sie trägt doch einen Energiestein!“

Ich habe mir das Lachen gerade noch so verkneifen können.

Wir präsentieren….

Matilda, das neue Werbegesicht für eScooter!

In der Stadt sieht man quasi an jeder Ecke Leih-eScooter…. einen davon jedoch mitten im Naturschutzgebiet an der Sieg  zu finden ist eher ungewöhnlich und ich frage mich, wie der Vermieter seinen Roller nun wiederbekommt. 

Matilda fand das Gerät übrigens sehr interessant und musste gleich mal probestehen…. sie ist aber definitiv zu klein, um damit selber durch die Gegend zu fahren.

Liebe ist….

Wer auch immer diesen Stein auf einem Baumstumpf am Sieglarer See hinterlassen hat, hat vollkommen recht. Wenn man liebt, dann muss man auch was dafür tun.

Für uns bedeutet das momentan, das Haus morgens schon zwischen 5:00 und 5:30 Uhr zu verlassen, um mit den Wauzis spazierenzugehen, solange es noch relativ kühl ist. Obwohl alle drei fit sind, grenzen längere Gassirunden bei höheren Temperaturen, vor allem sobald es drückend wird, an Tierquälerei. Insbesondere Sofia merkt man schnell an, dass sie „überhitzt“. Sie legt sich dann alle paar Meter schwer atmend hin und versucht, sich im Schatten eine kleine Erleichterung zu holen. Und spätestens wenn Matilda mit dunkelroter Zunge hinterherhechelt, weiß man, dass das Wetter nicht kurznasentauglich ist.

Von daher sparen wir uns solche Anstrengungen, erledigen die große Runde am extrem frühen Morgen…und den Rest des Tages dürfen die Hunde nach Lust und Laune zwischen Garten und Haus hin und her pendeln.  

Erziehungsversuch

Balisto ist ein „Rausstürmer“…. öffnet man ihm die Terrassentür, rast er wie ein Irrer quer durch den Garten, wohl in der Hoffnung, irgendwann einmal einen Vogel oder eine Katze zu erwischen. Ich muss das zwar nicht verstehen, weil der Nachbarskater wohlweislich immer auf seiner Seite des Zauns bleibt und Vögel eher selten auf der Wiese sitzen, und er noch nie einen Jagderfolg hatte, aber wer weiss schon, was in seinem Köpfchen vor sich geht.  

Heute hat Görk in aller Herrgottsfrühe beschlossen, das nicht mehr zu dulden und darauf zu bestehen, dass der Chaot das Haus gesittet verlässt. Es hieß also „Sitz und Bleib“, worauf sich Bali auch artig hinsetzte,  aber gleich lospreschen wollte, sobald sich die Tür auch nur ansatzweise öffnete. Mein Göttergatte schloss die Tür daraufhin mit einem strengen „Nein“ und wiederholte sein „Sitz und Bleib“. 

Bali sitzt, die Tür öffnet sich, Bali schnellt vor, die Tür schließt sich wieder: „NEIN!“

Dritter Versuch: „Sitz und Bleib“. Bali setzt sich nicht, schaut Görk an, zuckt in Gedanken wahrscheinlich mit den Schultern und sagt sich „Dann eben nicht“…. dreht sich um, tapst zurück ins Schlafzimmer und legt sich wieder ins Bett. 

Was soll man dazu noch sagen?

Testhunde

Heute mussten Matilda und Sofia als Testhunde herhalten.

Wir haben bei der Molosser-Vermittlungshilfe einen Cane Corso-Rüden „reinbekommen“, der es leider nicht einfach haben wird, ein neues Zuhause zu finden, da er nicht nur fremden Menschen und Artgenossen gegenüber eher misstrauisch ist, sondern zu allem Überfluss auch noch Epileptiker ist.

Da Balu hier in der Nähe lebt und er nun schon seit gut 6 Monaten keine Hundekontakte hatte, wollte ich gerne selber sehen, wie er sich bei dem Anblick und ggf. bei direkten Begegnungen mit Artgenossen macht, und so haben wir uns einfach mal zu einem gemeinsamen Spaziergang verabredet.     

Der Bursche war anfangs recht aufgeregt, zog an der Leine und junkerte halblaut vor sich hin, ohne jedoch echte Aggression zu zeigen. Da wir keine unnötigen Risiken eingehen wollten (irgendwie hänge ich ja auch an meinen Mädchen…. ), war er natürlich entsprechend gesichert und durfte sich nur langsam nähern.

Nachdem Balu der kleinen Matilda mehrmals interessiert-schnufelnd den Maulkorb gegen den Pöppes gedrückt hatte, gab es von ihr eine heftige Zurechtweisung, die er sich nicht gefallen lassen hat. Dies war aber wohl nur der ersten Aufregung geschuldet. Nachdem die beiden sich nämlich im Freilauf gute 45 Minuten lang nur noch im Vorbeilaufen wahrgenommen, aber ansonsten ignoriert hatten, beschloss mein kleiner tasmanischer Teufel spontan, den imposanten Rüden während einer kurzen Pause einzunorden, weil er sich unbedacht genähert hatte…. und  sprang ihm mitten ins Gesicht!

Glücklicherweise hat Balu da aber vorbildlich reagiert, ist ruhig geblieben und einfach nur zur Seite gesprungen. 

Mit Sofia hat er sich übrigens – wie erwartet – nach einem kurzen angespannten Beschnuppern sofort verstanden. Die beiden sind gleich losgespurtet, haben körperbetont gespielt, sich gegenseitig gejagt und Balu hat sich zwischendurch immer wieder auf den Boden geworfen und sich übermütig gewälzt.

Fazit: Bei diesem „Kerlchen“ ist sicher nicht Hopfen und Malz verloren. Ein erfahrener und souveräner Hundehalter, der ihm auch körperlich gewachsen ist  und ihn bei Hundebegegnungen vernünftig anleitet, dürfte hier also noch gute Fortschritte erzielen können.

Hier geht es zu seinem Gesuch: Notfall! Cane Corso-Rüde Balu

Meldehund

Matilda weiß zwar immer ganz genau, was hier in der Nachbarschaft los ist und informiert uns zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, aber als sie vorhin ganz empört im „Futterflur“ kläffte, also im hinteren Bereich des Hauses, wo sie nicht rausschauen kann, wurde ich dann doch hellhörig und habe nachgeschaut. 

Und Tatsache. Sie hatte einen guten Grund, Alarm zu schlagen: Da brummte doch allen Ernstes eine Hornisse (!) um die Futtertonnen und dann an den Fenstern rum.

Görk ist dann „todesmutig“ mit einem großen Glas und Kartonpapier zur Tat geschritten, hat sie eingefangen (boah… war die groß) und hat sie im Garten frei gelassen…

Mondorfer Yacht-Hafen

Bislang sind wir vom Siegauenparkplatz immer nur maximal bis zur Siegmündung gewandert und ggf. am Fischereimuseum zurück, da die Holzbrücke über die alte Fahr ja nun schon seit 1,5 Jahren kaputt / geperrt ist und man nicht mehr den schönen Rundweg über die Wiesen und Felder nutzen kann. Deshalb sind wir heute einfach mal weitergelaufen und haben festgestellt, dass man am Mondorfer Yacht-Hafen einen netten Rundweg entlanglaufen kann. 

Für Sofia ist das als Angsthündin leider nur (noch) etwas stressig, weil da unheimliche Wasserfahrzeuge zu sehen und unheimliche laute oder dumpfe Geräusche zu hören sind. Außerdem ist der Rundweg schön gepflastert und somit besonders für Spaziergänger mit Kinderwagen, Jogger und Radfahrer geeignet, die sie immer noch verschrecken. 

Ich gehe aber davon aus, dass sie sich zumindest an die Umgebung gewöhnen wird, wenn wir diese Strecke öfter laufen. 

Auf dem Eiländchen, also quasi der „Zufahrt“ zum Hafen, kann man übrigens sehr gut eine Pause einlegen, entweder an dem Wetterpilz, um den mehrere Bänke stehen oder auf einem der großen Felsbrocken zum Wasser hin: