Therapiehunde

Gestern bin ich aus dem Lachen kaum noch rausgekommen:

Als ich während der Mittagspause zu den Jungs rausgegangen bin, habe ich den früheren „Angsthasen“ dabei erwischt, wie er sich zu Mortisha rüberbeugte, die neben ihm auf einem Gartenstuhl saß…. und – Kopf an Kopf mit ihr – einen Selfie machte.

Keine Viertelstunde später saß ich am Rechner und hört wie eben dieser Handwerker meinem Mann erzählte, dass die Vier „perfekte Therapiehunde“ seien.

Erklärt hat er das so: „Die Kleine ist so aufgeweckt und klein, dass man eh keine Angst hat. Die ist nur niedlich. Die zwei Großen sind einfach nur ruhig und cool. Und Mortisha…. die ist halt die Herausforderung… aber grundsätzlich ist sie ja auch freundlich!“
lauthalslach
Im Augenblick ist Mortisha aber vor allem bemitleidenswert: sie hat über einem Ballen eine blutige „Blase“. Ich schätze, sie hat sich da was eingetreten.

Also gereinigt, Zugsalbe drauf und Pfotenverband angelegt…und der Gremlin ist nun sooooooooooooo krank und unglücklich!

Handwerker

„Unsere“ Handwerker gehen nun seit knapp 4 Wochen hier ein- und aus und sind glücklicherweise fast alle recht entspannt in Bezug auf Hunde, so dass unsere vier Chaoten nicht dauernd weggesperrt werden müssen.

An sich sind unsere Hunde ja durchweg freundlich, allerdings ist Mortisha ein Kaspar Hauser und muss daher erst einmal recht vorsichtig an Fremde (Nicht-Hundehalter) herangeführt werden. Blöderweise merkt sie natürlich sofort, wenn jemand Angst/Respekt hat und krakeelt dann rum.

Nun hatten wir fast 2 Wochen einen jungen Mann hier, der tatsächlich Angst vor Hunden hat… sein Azubi allerdings war total jeck auf unsere Viererbande (er hat dauernd Fotos von sich mit den Wauzis machen lassen ) und hat mich ganz hervorragend bei der „Vergesellschaftung“ unterstützt.

Nach einer Woche konnte ich die Hunde schon unbeaufsichtigt hier rumwuseln lassen…und als ich einmal auf die Terrasse ging (wo die Männer gerade während ihrer Mittagspause saßen), strahlte mich der „Angsthase“ an und verkündete „Ich kann Mortisha schon streicheln! Wir sind jetzt Freunde!“, während er dem Gremlin den Kopf tätschelte.

Da in der letzten Woche die Fliesenleger gewerkelt haben, kam er heute morgen erstmals wieder, klopfte gleich an die Terrassentür und freute sich so über die bellenden Hunde, dass ich sie sofort rausließ. TROTZ des allgemeinen Gewusels und vor allem trotz Mortishas aufgeregtem Kläffen und Anspringen, blieb er total entspannt. Als ich die Hunde ein bissel beruhigte, meinte er nur, das sei ok. „Die Hunde machen mir keine Angst mehr.“

Nach einer kurzen Pause fügte er aber hinzu: „Na ja. DIESE Hunde machen mir keine Angst mehr. Die vier sind nett. Aber bei anderen Hunden…. „

Zwergenaufstand

Gerade mal 10,4 kg schwer und noch keine 9 Monate alt und schon probt das Junggemüse den Aufstand: gestern meinte Matilda, auf der Couch neben Papa sitzend, Simba mit einem Schnapper davon abzuhalten zu können, sich dazuzulegen…und heute folgte ein Drohschnappen mit eisigem Blick gen Mortisha, als die ihr auf der Couch zu nah kam.

Tildas Glück war, dass keiner der beiden Althunde sie für voll nimmt und sie daher geflissentlich ignoriert wurde.

Allerdings sind da immer noch die Zweibeiner, die so etwas von KEINEM ihrer Hunde dulden: die Couch ist gefälligst für alle da und wer sich nicht zu benehmen weiss, fliegt hochkant runter! Denn NOCH bestimmen WIR, wo’s langgeht.
zwinker
Nun bin ich gespannt, wie hartnäckig Matilda in dieser Beziehung ist oder ob diese beiden kurzen Ansagen womöglich schon gereicht haben. Warten wir es ab! 

 

Jagderfolg

Es ist wirklich unfassbar!

Da gehe ich an einem Maisfeld entlang und nehme Simba extra an die Leine, damit er nicht in „Jagdfieber“ gerät und auf der Suche nach Hasen ins Feld abtaucht… und was passiert?

Der an der kurzen, aber lockeren Leine im Fuß (!) neben mir hertrottende Hund macht plötzlich einen Mini-Satz zur Seite, es quiekt, ich  herrsche ihn mit einem strengen „Aus“ an und er spuckt mir eine Spitzmaus vor die Füße.

Es ist echt unglaublich, welch scharfes Auge und welch Reaktionszeit ein scheinbar unbeteiligt dahintrabender Hund hat!

Und der armen kleinen Maus, die sich wahrscheinlich mit pochendem Herzchen platt auf den Boden gedrückt hatte und bereits drei frei laufende Hunde an sich vorüberziehen gesehen hatte, wurde ausgerechnet der angeleinte und letzte Hund zum Verhängnis…
traurig

Hochzeit

Ein ganz besonderes Paar…. ein wunderschöner Tag….
wir haben uns unglaublich gefreut, mit euch feiern zu dürfen!

Und die Falkner-Show war natürlich ein Hit!

Stippvisite in „Wolfswinkel“

Die diesjährigen „Wolfswinkeler Hundetage“ schenke ich mir dieses Mal, da die morgige Hochzeit lieber Freundinnen natürlich wichtiger ist. Da ich meine Seminartruppe ansonsten aber so selten sehe, wollte ich es mir aber nicht nehmen lassen,  zumindest für ein paar Stündchen hinzufahren und sie alle mal zu drücken!

Also habe ich Vega und Matilda ins Auto gepackt und bin nach Wissen gefahren: allerdings hat das Seminar in diesem Jahr nicht – wie üblich – im Katholischen Jugendheim direkt in Wissen stattgefunden, sondern im Schützenhaus in Wissen-Schönstein, um den mittlerweile leider immer geringeren Teilnehmerzahlen Rechnung zu tragen.

Grundsätzlich war der Gedanke nicht verkehrt, aber mir (und anderen) erscheint dieser Veranstaltungsort aus mehreren Gründen nicht sonderlich gut geeignet:

* das Schützenhaus steht am Rande eines sehr ruhigen Wohngebietes mit sehr kritischen Nachbarn (so darf man – laut Aushang – dort ab 22.00 Uhr nicht mehr vor der Tür stehen und sich unterhalten)

* für mitgebrachte Hunde ist der direkt angrenzende bewaldete Berg natürlich ideal, doch aufgrund der Lage ist die Parkplatzsituation katastrophal

* der Veranstaltungsraum ist komplett mit Teppich versehen…. selbst wenn man – wie per Aushang gefordert – Hunden bei schlechtem Wetter vor Betreten des Hauses die Pfoten sauber- und trockenwischt, wird man die restliche Feuchtigkeit (und gegebenenfalls auch den Dreck) nicht komplett aus dem Fell entfernen können, so dass bei entsprechenden Wetterverhältnissen anschließend recht hohe Reinigungskosten zu befürchten sind

* der Raum selber ist mit urigen Holzbalken ausgestattet, was zwar für ein sehr gemütliches Ambiente sorgt, die Sicht auf Referenten aber teilweise versperrt

* die großen Fenster lassen sich nicht öffnen, um bei sehr warmem Wetter für etwas Durchzug und Frischluftzufuhr zu sorgen

* die Küche ist winzig, so dass sich bereits drei Personen dauernd auf die Füße treten…und an dem 2-Personen-Tisch kann man nicht einmal vernünftig plattenweise Brote schmieren

* die Küche liegt darüberhinaus direkt neben dem Seminarraum, so dass das „Küchenpersonal“ sich nicht einmal in normaler Lautstärke unterhalten kann, um den Seminarverlauf nicht zu stören

Bleibt also abzuwarten, ob das Seminar im nächsten Jahr wieder dort stattfinden wird oder nicht.