Good bye, Araban!

Im Alter von fast 9 Jahren hat sich dieser tolle Doggenrüde auf zum Regenbogen gemacht.

…dass dieser Tag unerbittlich näherrückte, war leider schon seit geraumer Zeit unübersehbar. Auch für Arabans Menschen, die mit und um ihn gekämpft haben. Ich wünschte so sehr, dass die kleinen Besserungen, die es zwischendurch immer wieder gab, von Dauer gewesen wären. Doch leider war dem nicht so und sie mussten sich heute Mittag nun endgültig von dem Großen verabschieden.

Araban, auch Bussibär genannt, war ein ganz besonderer Hund. Ein Lämmchen in Gestalt eines Riesen. So sanft, so sensibel. Und so kaputt. Und doch wurde er so genommen, wie er war… und er hat all die Liebe, Geborgenheit und Pflege erhalten, die er in seinen ersten Lebensjahren so bitter vermisst hat. Und ich bin mir sicher, dass er für jeden einzelnen Tag, der ihm im Waldzoo geschenkt wurde, sehr sehr dankbar war.

Und schon wieder eine dicke Lippe riskiert

Diesmal war ich es Schuld: statt nämlich auf meine Umgebung zu achten und weiterzugehen, hatte ich mich mit meiner Kamera beschäftigt …und dadurch nicht mitbekommen, dass ca. 30 m hinter mir eine Frau mit Magyar Viszla aus dem mannshohen Springkraut gekommen war und sich auf dem Wiesentrampelpfad direkt auf uns zubewegte.

Simba war zwar vorgelaufen, doch Mortisha war zurückgeblieben und sah sich plötzlich mit einer fremden Hündin konfrontiert. Ich konnte nicht mehr eingreifen und ess kam, wie es kommen musste: zwei Zicken keiften sich an.

Das bekam natürlich Simba mit, der full speed angeflogen kann. Mein Versuch, ihn zu stoppen, scheiterte kläglich und wirkte bei der anderen Hundehalterin nicht gerade vertrauenerweckend. *schäm*

Glücklicherweise tickt mein Bursche aber absolut sauber: er splittete einfach nur, indem er zwischen die Mädels schoss, und blaffte dann Mortisha (!) an. *räusper* Der kennt wohl seinen Pappenheimer… Nur zog es die Kleine vor, da geflissentlich zu ignorieren und pampte die andere Hündin an, die sich das natürlich nicht gefallen ließ. Und wieder ging Simba dazwischen. In diesem Moment konnte ich dann zumindest Mortisha im Geschirr packen und den Dicken zu mir rufen.

Passiert schien zumindest nichts zu sein und die Frau zog – meine Entschuldigung akzeptierend – einfach weiter.

Ich blieb noch kurz stehen und ging dann ebenfalls weiter, um nach einigen hundert Metern erschrocken festzustellen, das Mortisha nicht mehr vernünftig lief: zwischendurch knickte ihr der rechte Hinterlauf regelrecht weg!

Eine kurze Untersuchung brachte nichts Dramatisches zum Vorschein und so machten wir uns langsam auf den Rückweg, immer wieder kleine Pausen machend.

Als wir fast wieder am „Tatort“ waren, sahen wir die Viszla-Besitzerin, die ebenfalls wieder auf dem Heimweg war. Ich leinte meine Chaoten vorsichtshalber an und wartete, um zu fragen, ob die andere Hündin auch wirklich keine Blessuren davongetragen hatte. Hatte sie nicht, aber beleidigt war sie und guckte meine beiden nicht mal mehr mit dem A*** an.

Eingeschüchtert oder ängstlich war sie – zum Erstaunen ihrer Besitzerin – aber nicht, denn sie trabte locker-flockig im Freilauf dicht an meinen Hunden  vorbei, die nun natürlich keinen Ton von sich gaben. Auch als wir dann hinter ihr herliefen und Simba neugierig an ihrem Po schnupperte, zuckte sich nicht mal mit der Wimper. Am Parkplatz angekommen steuerte sie dann frontal auf Simba und Mortisha zu und blieb im Abstand von wenigen Zentimetern vor Morty stehen, die nun ganz artig war. Die Hunde sind also nicht „nachtragend“ und sollten wir uns noch mal treffen, werden sie sich – nach einer kontrollierten Kontaktaufnahme – sicher gut verstehen!

Mit Gute-Besserungs-Wünschen von der anderen Hundehalterin versehen ging es nun nach Hause, wo ich mir Mortishas Hinterlauf noch mal genauer angesehen habe. Wie es ausschaut, hat sie sich am rechten Sprunggelenk verletzt… zumindest leckt sie immer wieder daran. Nun gibt es ein paar Tage Schmerzmittel und dann dürfte es auch gut sein.

Dicke Lippe

Dass Mortisha gerne mal eine dicke Lippe riskiert, wissen wir ja alle…. aber dieses Mal traf sie keine Schuld!

Nichtsahnend schnufelte sie im Gras neben hohem Springkraut rum, als sie heimtückischerweise von einer Erdwespe angegriffen wurde!

Das arme Gremlinchen flüchtete wie von der Tarantel gestochen, blieb dann stehen und fuhr sich immer wieder mit dem Pfötchen über ihre rechte Lefze. Kurz nachgeguckt, aber glücklicherweise steckte der Stachel nicht drin.

Zuhause angekommen war die Lefze mittlerweile dick angeschwollen und wir konnten nur noch kühlen, was Tisha aber auch nicht sonderlich gefiel. Bin nur froh, dass sie nicht allergisch auf Insektenstiche reagiert, sonst könnte so was böse ausgehen.

Sonntägliches Trailen

Ich hatte es gewagt zu sagen, dass unser erster Trail ein bisschen kurz gewesen war…. im zweiten Durchgang bekamen wir dafür gleich die Quittung.

Simba war bei strahlendem Sonnenschein und drückendem Wetter nach knapp 840 m und einigen Schwierigkeiten (Start von großer Fläche aus, Überquerung großer Kreuzung, keifende Hunde, Backtrack, bewegte VP) so was von fertig…aber hochzufrieden!

Langer Trail: http://www.gmap-pedometer.com/?r=5599015 , Traillänge: 840 m, 13 Abzweigungen

Sehnsüchtige Blicke

Vega kann einem wirklich leid tun: sie darf nur noch 15 – 20 Minuten am Stück laufen, noch dazu an der Leine, und Sozialkontakte sind auch tabu.

Insbesondere bei fremden Hunden, die ich nicht sofort richtig einschätzen kann, bin  ich vorsichtig. Meist lege ich sie ab, hocke mich daneben und bitte die anderen Hundehalter darum, ihren Hund anzuleinen, weil meine einen gebrochenen Hinterlauf habe und das Bein nicht falsch belasten dürfe. Das bringt in der Regel den gewünschten Effekt.

Aber auch bei bekannten Hunden müssen wir aufpassen, vor allem wenn Vega sie toll findet. Meist beginnt sie schon von weitem zu fiepen, reckt den Kopf nach oben, stellt die Torero-Öhrchen auf… und würde soooooo gerne hinhopsen! Aber nein… Mama ist eine Spielverderberin. Hmpf.

Selbst zu dem 14 Jahre alten Schäferhund Arco durfte sie heute nicht hin. Der alte Herr ist zwar nicht mehr gut zu Fuß und sehr vorsichtig, doch bringt das leider nichts, wenn Vega am liebsten um ihn rumtanzen würde. So warfen sich die beiden nur sehnsüchtige Blicke zu und fiepten leise vor sich hin…. *seufz*

Ich wünschte, ich könnte Vega begreiflich machen, warum ich sie so sehr einschränke. Für sie sind diese Restriktionen nicht nur völlig ungewohnt, sondern sicher auch nicht nachvollziehbar. Wer weiss, was sie mittlerweile von ihrem „gemeinen“ Frauchen hält….

 

Langsam reicht es uns….

Um das Chaos komplett zu machen und mein Vertrauen in gewisse Spezialisten so langsam vollständig zu erschüttern, folgende Entwicklung im „Fall Vega“.

Die Urlaubsvertretung unserer Haus-TA hat gestern einen Anruf von der Tierklinik bekommen, der wir Vegas alte und neue Röntgenbilder zur Begutachtung geschickt hatten. Der dortige Orthopäde hat auf den Aufnahmen nichts (!) gesehen, was eine Lahmheit auslösen könnte.

Interessant…. da frage ich mich doch wirklich, wie genau er sich Röntgenbilder von Kollegen anschaut…

So. Ich also die Vertretung gefragt, ob sie sich die Aufnahmen angesehen habe…. Ja, habe sie. Und sie sehe ebenfalls nichts.
Rückfrage: ob sie sich die Fibula genauer angeguckt habe. – Ja.
Und sie sehe da keinen Bruch? – Genau.

Auf meinen langsam etwas bissigen Kommentar, dass zwei andere TAs (+ Frau Reuter) sowie ich als medizinischer Laie durchaus einen Bruch sehen, geriet sie ins Stottern.

Da in dem Gespräch mit der Klinik die Weiterbehandlung nicht besprochen worden war, insistierte ich auf einer Abklärung. Die Ärztin versuchte daraufhin, den Spezialisten erneut zu erreichen… der war aber nicht mehr da und sollte heute nur im OP sein. Also schickte die Gute (wahrscheinlich ohne nähere Infos zu Verlauf & Co.) das Röntgenbild an eine zweite Tierklinik, die als TPLO-Spezialisten bekannt sind.

Der dortige Orthopäde schrieb daraufhin (die Rechtschreibfehler stammen nicht von mir…):
„die laterale Tibia proximal rechts als auch die Fibula sind radiologisch verändert i.S. einer Verschatrtung, gleichzeitig ist die Fiobula wohl tatsächlich längsfrakturiert. Ich würde auch eher an eine Tumorätiologie denken. Um das abzuklären wäre eine CT sinnvoll.“

Ok. Er sieht zumindest ebenfalls den Bruch. Aber jetzt soll Vega evtl. doch ein Osteosarkom haben? Wo – bitte sehr – sieht der Mann verdächtige Verschattungen?

Und selbst wenn es ein Osteosarkom wäre, dann müsste man das innerhalb von mittlerweile fast 7 Wochen (!) doch klar und deutlich auf dem Röntgenbild sehen! Bzw. hätte Vega zwischenzeitlich schon längst gestorben sein müssen.

Ich also nun eine weitere TA angerufen, die Vega kennt, und ihr die Aufnahmen geschickt. Von ihr kam die Rückmeldung: kein Bruch, kein Osteosarkom.

Sicherheitshalber könnten wir ein CT machen lassen. Doch mal ganz ehrlich: was bringt das…außer der Gewissheit für mich? Vega nutzt es nichts. Sie hätte nur Stress und die zusätzliche Belastung durch eine Narkose. An der Behandlung (Phen-Pred und Schonung) ändert sich nichts. Der Verlauf entscheidet.

Ich habe mich jetzt mit meinem Mann und mehreren Freunden (incl. einem befreundeten TA) besprochen: wir warten auf jeden Fall ab, bis unsere behandelnde TA in 2 Wochen wieder da ist… und besprechen dann nochmals den Einsatz von Anabolika. In spätestens 4 Wochen wir noch mal geröntgt. Spätestens dann sehen wir, ob die „Verschattungen“ tatsächlich ein Osteosarkom angekündigt haben und ob der Bruch zusammenwächst.

Ordentlich!

Mortisha ist ja eine begeisterte „Haushaltshilfe“… wie weit ihre Apportierfreude aber tatsächlich geht, hat sie heute sehr eindrucksvoll bewiesen:

Ich saß an meinem Schreibtisch und hörte die Kleine an der Tür zum Garten kratzen. Gut von meinen Hunden trainiert, stand ich sofort auf, um ihr die Tür zu öffnen und sie in den Garten zu lassen. Beim Aufstehen fegte ich aber versehentlich meinen Schlüsselbund vom Tisch… was mich nicht weiter interessierte. Den konnte ich schließlich auch nachher noch aufheben.

Morty sah das aber ganz anders!

Noch bevor ich zwei Schritte machen konnte, raste sie auch schon an mir vorbei, packte den Schlüssel, hopste zu mir hin und präsentierte ihn mit blitzenden Augen und einem perfekten Vorsitz!

Nachröntgen

Vega geht es unverändert. Trotz voll ausdosierter Schmerzmittel + Cortison belastet sie im Stand kaum bis gar nicht. Ist sie aber unterwegs und/oder abgelenkt, rennt und hopst sie.

Heute ging es daher zum Nachröntgen…. Seitenaufnahme: Weiterhin nichts zu sehen. Also kann es auch kein Osteosarkom sein.

Wir haben dann noch eine zweite Aufnahme hinterhergeschoben, frontal bzw. von oben…. beim ersten Röntgen hatten wir uns so die Hüften angeguckt und dabei einen Teil der Knie mitgeröntgt. Diesmal konzentrierten wir uns auf die Knie, rutschten mit der Aufnahme etwas weiter runter…. und entdeckten das:

Die Fibula (Wadenbein) des rechten Hinterlaufs ist einmal längs durchgebrochen!

Das ist – laut TA- ein völlig untypischer Bruch und wir haben nicht die geringste Ahnung, wie und wo sie sich diese Fraktur zugezogen haben könnte. Wir vermuten, dass es sich anfangs nur um einen Haarriss gehandelt hat – eine der möglichen Ursachen, die Frau Dr. Camphausen genannt hatte. Trotz Schonung blieb Vega jedoch im Freilauf…und ist dann natürlich trotzdem mal kurz galoppiert oder gehopst (selbst direkt nach dem Röntgen meinte sie, vor lauter Freude an Frau Reuter hochspringen zu müssen)…. dadurch dürfte sich der Riss immer weiter zu einem recht breiten Spalt vergrößert haben.

Das würde zumindest erklären, warum das Previcox irgendwann nicht mehr reichte und der Zustand ansonsten unverändert blieb.

Schmerzlevel ist also immer noch gleich hoch. Ohne Phen-Pred geht nix. Zusätzlich bekommt Vega aber nun einen Leberschutz. Bislang sind die Blut- und Organwerte (bis auf leichte Nierenverschiebungen durch das Cortison) aber normal.

Jetzt hat Vega Leinenzwang, was ihr gar nicht gefällt… weil sie es einfach nicht gewohnt ist. Die arme Kröte.