Kontrollbesuch für Jagdhund

An sich mache ich derzeit weder Vor- noch Nachkontrollen, da mir dafür einfach die Zeit fehlt… für Orgas, die man schon seit Jahren kennt und mit denen man immer gut zusammengearbeitet hat, mache ich dann aber doch mal eine Ausnahme.

So ging es heute für die Tierfreunde Niederbayern nach Köln, um die Deutsch Kurzhaar-Hündin Maxi und ihre Menschen zu besuchen.

Glücklicherweise war das ein Kontrollbesuch, wie man ihn sich wünscht… Maxis Frauchen war nämlich eine typisch herzliche und offene Rheinländerin, mit der man sofort nett klönen konnte. Und so wie sie ihr Mädel anschaute und von ihr erzählte, merkte man sofort, dass sie geliebt wird und man sich intensiv mit ihr, ihren Bedürfnissen und ihrer Erziehung beschäftigt. Es gab also nichts zu beanstanden.
zwinker
Maxi selber ist übrigens eine traumhaft schöne, überaus freundliche und extrem ausgeglichene Hündin mit riesigen und samtweichen Ohren:

Deutsch Kurzhaar Maxi

 

Der große Praxisbesuch

Da für die Fahrerei bis nach Berkum in die TA-Praxis leider immer sehr viel Zeit draufgeht, habe ich kurzentschlossen alle Hunde mitgenommen, um auf dem Weg dorthin einen Zwischenstopp im Ennert zu machen, so dass wir einen schönen Waldspaziergang machen konnten.

Und wenn man schon alle Hunde dabei hat, kann man bei der TA auch gleich alle Hunde auf die Waage stellen.
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Matilda: 4,7 kg … da hatte sie also in den letzten Tagen einen ordentlichen Wachstumsschub gemacht! Und was ein tapferes kleines Hundekind ist, steckt die Komplettimpfung incl. Tollwut natürlich locker und klaglos weg.

Simba: 36,6 kg… und damit immer noch einen Ticken zu leicht. Aber wenigstens scheinen die Zähne in Ordnung zu sein und sich keine Entzündung gebildet zu haben.

Vega: 38,9 kg… das alte Mädchen hat also tatsächlich wieder ein bissel Muskulatur aufgebaut.

Mortisha: 20,1 kg… ein sehr erfreuliches Ergebnis, da ich schon befürchtet hatte, dass wir den Gremlin durch das Welpen-Schönfüttern regelrecht mästen würden.

In ihrem Ohr hat sich aber tatsächlich ein klassisches Othämatom gebildet, sprich: ein Blutgefäß wurde verletzt, blutet ewig nach und so bildet sich zwischen Ohrmuschelhaut und dem Knorpel ein dicker Bluterguss. Wir müssen damit rechnen, dass das Ohr noch dicker werden wird.

Normalerweise werden solche Blutohren mehrfach punktiert, doch unsere TA hat damit noch nie Erfolg gehabt und plädiert dafür, nichts zu tun. In ein paar Monaten werde das Blut peu a peu resorbiert, was zwar ein verschrumpeltes und knorpeliges Ohr zurücklasse, doch dies sei ja nur ein ästhetisches Problem. Alternative sei ein kleine OP, in der das Ohr aufgeschnitten wird und man einen „Knopf“ draufnäht, damit Druck auf das verletzte Blutgefäß ausgeübt wird und es sich so schließen kann. Dies dürfte aber mit Matilda nicht so einfach werden, die wahrscheinlich versuchen würde, Tisha den Knopf abzukauen…

Hmmm, das muss ich mir noch gut durch den Kopf gehen lassen.

 

Öhrchen

Mortishas Ohr wird immer dicker…. das wird wohl ein klassisches „Blutohr“. Verdammt!
traurig
Da Matilda morgen eh geimpft werden muss, werde ich Tisha wohl mit in die Praxis nehmen, die TA draufgucken lassen und besprechen, was wir nun damit machen sollen.

Ein Wels

Da ich heute frei hatte, konnte ich mir mal für alle Hunde richtig viel Zeit nehmen.

Als erstes war ich mit Schäferhund-Mix Lisa & Frauchen verabredet, um mit Matilda an den Rhein zu fahren und ein paar Hunde zu treffen. Die große Hündin fand den wuseligen Stöpsel zwar immer noch ein bissel lästig, interessanterweise reichte aber der gemeinsame Spaziergang, um ein gewisses „Verantwortungsgefühl“ für den Welpen zu wecken. Als ein anderer Hund die Kleine nämlich zurechtweisen wollte, schob sich Lisa gaaaaanz unauffällig dazwischen.
zwinker
Danach schnappte ich mir Vega & Mortisha und drehte mit ihnen eine total entspannte Lede-Runde, bei der ich mich intensiv mit ihnen beschäftigen konnte und die sie sehr genossen. 

Anschließend war endlich Simba dran, mit dem ich bis nach St. Augustin-Menden fuhr, um an der Sieg entlangzuwandern. Endlich konnte er mal ungebremst sein Tempo laufen, ohne dauernd auf die Mädchen und mich warten zu müssen!
zwinker
Leider trafen wir unterwegs keine anderen Hunde, doch dafür machten wir zumindest zurück am Auto die Bekanntschaft eines sehr netten Paares mit einer 11-jährigen Labrador-Hündin, die sich nicht einmal davon aus der Ruhe bringen ließ, dass sich mein Rumpelpumpel erst mal auf die Hinterbeine stellte und „grollend “ seine Spielaufforderung zum Besten gab…. Armer unverstandener Simba.
kicher
Erst als er ganz artig und ruhig an ihr schnufelte, zeigt Madame Interesse an ihm.

Wirklich erfreulich war die Gelassenheit ihrer Besitzer, die sich ebenfalls nicht beeindrucken ließen, sondern Simba ganz im Gegenteil total klasse fanden!

Und als die Frau dann noch erfuhr, dass der Dicke ursprünglich aus Frankreich stammte, zückte sie ein Tütchen mit Leckerchen und forderte ihn mit honigsüßer Stimme und sehr höflich auf sich hinzusetzen: „Asseyez-vous, s’il vous plaît, monsieur!“

Simba setzte sich sofort hin, himmelte sie an und wedelte wie ein Wilder…was ihm natürlich weitere Komplimente und ganz viele Leckerchen einbrachte, bis es dann hieß: „Ça suffit, monsieur“.
lächel

Ach ja, eine weitere interessante „Begegnung“ hatten wir ein knappes halbes Stündchen zuvor gehabt, als wir über einen recht wenig Wasser führenden Siegarm gehüpft waren. Keine 2 m von uns entfernt ruhte nämlich ein dicker Wels im flachen Wasser!

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Kampfkröte

Matilda und Mortisha finden es superlustig, im Wasserbett herumzutollen und sich gegenseitig durchzukauen. Das sieht zwar manchmal echt gefährlich aus, doch krümmt der große Gremlin dem Kleinen kein einziges Haar.

Ach ja: die kleine Kampfkröte wiegt mittlerweile ganze 4,3 kg!

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Sonntägliches Trailen

Treffpunkt war heute der hintere Parkplatz am Troisdorfer Aggerstadion. Nur sind wir gar nicht bis dorthin gekommen, weil eine Schranke den Weg versperrte. Verdattert hielten wir vor der Schranke, da auf den ersten Blick nicht ersichtlich war, aus welchem Grund man am Weiterfahren gehindert wurde. Dann fiel uns ein Schild auf, welches auf eine vorübergehende Sperrung (ohne zeitliche Begrenzung) hinwies… und ein zweites Schild warnte vor einer möglichen Krötenwanderung!
biggrin
Nun gut…um diese Uhrzeit war der Parkplatz direkt am Aggerstadion noch relativ leer, so dass wir uns zumindest noch die wenigen Halbschattenstellplätze sichern konnten. Je später die Uhrzeit, desto mehr Publikums- und Autoverkehr hatten wir… und somit für die Hunde  direkt eine zusätzliche Schwierigkeit beim Start!

Nach vor ein paar Monaten wäre es für Joy undenkbar gewesen, bei soviel Ablenkung auch nur ans Trailen zu denken. Doch nach einem kurzen irritierten Blick fegte sie an allen Leuten vorbei und suchte mit Freude nach ihrer VP. Aber auch Lisa und Ben waren wieder einmal einsame Spitze! Die beiden legten ein solches Tempo war, dass ihre Mädels sie kaum gehalten bekamen.

Unsere eigenen großen Mädels hatten hingegen ein kleines Motivationsproblem und absolvierten ihre Trails im Schlendertempo. Dafür trabte wenigstens Simba sofort los, arbeitete unklare Abzweigungen schön und konzentriert aus und trottete völlig unbeeindruckt in ca. 10 cm Abstand an einem unangeleinten Yorkshire Terrier-Rüden vorbei, der auf dem Bürgersteig stehengeblieben war und uns neugierig beäugte.

Besonderen Spaß hat natürlich Matilda gemacht, die aufgeregt in der Leine hing, sobald ihre VP weg- und um eine Ecke verschwand, um dann ihre Winznase bereits intensiv in die „Geruchstüte“ zu stecken und im wilden Galopp loszurasen. Selbst als ein freilaufender Hund ihr in die Quere kam, ließ sie sich nur kurz ablenken, löste sich aber den Ruf ihrer VP sofort von ihm und beendete begeistert ihren „Trail“.
Daumen hoch
Und sie sieht in ihrer Leuchtweste einfach nur zum Schießen aus!

matilda_leuchtweste

Happy Birthday, Vega!

birthday_vega_2014

Seit 11 Jahren begleitet mich meine Vega nun schon…. hat sich von einer altklugen, nicht immer ganz einfachen Junghündin zu einem knackigen und im ganzen Auftreten recht beeindruckenden Weibsbild gemausert… hat sich dann zu einer absolut souveränen und weisen Althündin und nun zu einer eher gemütlichen, grauen Dame entwickelt. Und ich habe jede einzelne Phase davon geliebt!

Zur Zeit geht es Vega wirklich gut. Wir mussten die Schmerzmitteldosis zwar nach oben anpassen, aber sie albert mit den Kleinen rum, geht noch gerne spazieren und plantschen, freut sich über Hundekontakte und genießt es vor allem, bei schönem Wetter im Garten zu liegen (meist umgeben von ihren „Kinderchen“) und sich die Sonne auf den Pelz braten zu lassen.

Wir genießen jedenfalls jeden Tag mit ihr und hoffen, dass wir noch viele schöne Tage, Wochen, Monate… oder gar Jahre mit unserer allerbesten, schönsten und tollsten Vega erleben dürfen.

Du bist mein Ein und Alles, Süße!
herz
vega_simba_garten

dickes Ohr

Na super… nach einem blöden Unfall gestern Mittag schwillt Mortishas linkes Ohr ganz allmählich an und wir befürchten, dass sich dort ein Blutohr zu bilden beginnt. Sollte das in den nächsten Tagen tatsächlich schlimmer werden, bleibt uns der Gang zur TA wohl nicht erspart.