Hannibal Lecter

Heute waren wir mit dem English Bulldog Mäx (Ihr erinnert euch? Die Ware) in Müllekoven verabredet.

Mit Vega war er ja zwischendurch noch mal gelaufen, doch Mortisha hatte er seit Monaten nicht mehr gesehen. Trotzdem ist der kleine Mann beim Anblick der Mädels nicht „ausgeflippt“, sondern hing nur aufgeregt in der Leine und strebte vorwärts, sie kaum beachtend. So konnte er auch relativ schnell an die Schleppleine genommen werden und der richtige Spaziergang konnte beginnen.

Vorsichtshalber trug Mäx aber doch einen MK…und sah aus wie Hannibal Lecter.

Zeckenalarm!

Heute morgen entdeckte ich beim Knuddeln unsere erste Zecke des Jahres: hinter Vegas rechtem Ohr. Das Mistviech war glücklicherweise noch relativ klein, klammerte sich aber hartnäckig fest. Doch das half ihr auch nichts… sie wurde entfernt und umgebracht.

Tierliebe hin oder her… bei Zecken hört mein Wohlwollen auf. Diese kleinen Blutsauger können schlimme Infektionskrankheiten übertragen. Beim Menschen ist die Gefahr einer Hirnhautenzündung (FSME) gegeben, Hunde und Katzen sind insbesondere durch Borreliose und Babesiose gefährdet. Symptome können sein: Blutarmut, Schwäche, Lustlosigkeit, Fieber sowie wechselnde Lahmheiten.

Unbehandelt können diese Krankheiten zum Tod fühlen!

Mir liegen zwar keine aktuellen Zahlen vor, doch im vergangenen Jahr hieß es in Apothekerkreisen bereits, dass jede dritte (!) Zecke Borrelien überträgt. Es gibt zwar eine Borreliose-Impfung, doch deckt diese  nicht alle Borrelien-Stämme ab. Eine Impfung gibt daher keinen ausreichenden Schutz!

Aus diesem Grund ist eine Zeckenprophylaxe extrem wichtig und wir experimentieren nicht lange rum, sondern setzen die Chemie-Keule ein.

Unsere Hunde sind glücklicherweise sowieso keine „Zeckenmagneten“, also applizieren für alljährlich ein Spot-On-Präparat, sobald sich die erste Zecke bei uns blicken lässt. Wir sind bisher mit einer Applikation pro Zeckensaison ausgekommen… es kann jedoch nötig sein, den Zeckenschutz alle vier Wochen zu erneuern.

Unser Mittel der Wahl ist Ex-Spot, da es bei unseren Hunden bisher am besten wirkt. Der Wirkstoff (Permethrin) verteilt sich innerhalb von 24 Stunden in der oberen Fettschicht der Haut und wirkt als Kontakt- und Magengift gegen Zecken und Flöhe. Leider ist er nicht ganz unbedenklich: Permethrin ist auch für Menschen leicht giftig (beim Auftragen also darauf achten, nichts auf die Haut zubekommen). Außerdem ist es für Katzen hochgiftig, man sollte es also nicht einmal anwenden, wenn man Hunde und Katzen hat und diese den Wirkstoff durch Ablecken des Hundefreundes aufnehmen könnten. Auch für Fische ist das Mittel extrem gefährlich.

Bei kranken, geschwächten Hunden sowie Tieren, die insbesondere im Rückenbereich Hautläsionen haben, sollte das Spot-On nicht angewendet werden!

Ich weiss, das liest sich heftig und mir wäre es lieber, die Hunde nicht mit so einer giftigen Substanz behandeln zu müssen, doch die Gefahr einer schlimmen, möglicherweise tödlichen Krankheit ist uns einfach zu groß…

Sonntägliches Trailen

Heute haben wir uns am ehemaligen Beschaffungsamt in Beuel getroffen. Die Thermik um den gesamten Ämterkomplex ist absolut unberechenbar…der Wind pfeift nur so um die Gebäude und wechselt dauernd die Richtung. Gar nicht mal so einfach für die Hunde.

Für Mortisha gab es nur einen recht kurzen Trail, der sie zwar von den Hochhäusern weglotste, doch dann entlang eine mehrspurige und stark befahrene Straße (Straßenbahn und starker Autoverkehr) zur VP führte.

http://www.gmap-pedometer.com/?r=4481783 , Traillänge: 150 m, 5 Abzweigungen, Schwierigkeiten: starker Wind, die VP hatte sich unterwegs zum Pinkeln hingehockt.

Hier Mortishas Endspurt:

Simba durfte 2 Trails absolvieren. Der erste war recht kurz, aber knifflig. Der zweite war etwas länger und mit netten Schwierigkeiten gespickt.

http://www.gmap-pedometer.com/?r=4481804 , Traillänge: 210 m, 7 Abzweigungen, starker Wind, kontaminierter Geruchsartikel, Start auf offenem Platz, 2 Scentpools, 2 Backtracks, Überlagerung mit alten Spuren, VP hinter einer Mauer sitzend

Da ich mich vorher für zwei andere Hunde versteckt hatte und die Zeit knapp wurde (ich hatte noch was vor), bat ich kurzentschlossen den Back-Up, mein Versteck zu übernehmen und mir als Geruchsartikel einfach das Halstuch zu überlassen, das sie gerade trug. Der Trail führte ein bissel durch den Quark, da sie als Back-Up mit dem vorher suchenden Hund ein paar Umwege mitgelaufen war… trotzdem meisterte Simba die Aufgabe erstaunlich gut und schnell!

Alles nur Theater!

Wochenendspaziergang mit meinem Mann: wir bogen von einem Damm auf eine Wiese ab, alle Hunde im Freilauf. Er – wie so oft – forschen Schrittes voran, ich folgte mit der dauerschnüffelnden Felicitas. Endlich schaute das Felinchen mal hoch, befand die Entfernung vom Rest der Truppe für zu groß und raste los.

Feli full speed ist einfach nur zum Schießen: erst ein kurzer Hopser, dann weit ausgreifende Sprünge, schlackernde Lefzen, blitzende Augen. Lebensfreude und gute Laune pur!

Mein Mann schaute sich just in diesem Moment um und schon verklärte sich sein Gesicht, als das Grauschnütchen auf ihn zustürmte.

Ich konnte es mir nicht verkneifen: „Dafür, dass du keinen vierten Hund haben wolltest, schaust du sie aber reichlich verliebt an!“

Wegwerfende Handbewegung von ihm: „Theater AG, 11. Klasse!“

Positiver Kontakt

Auf einer kurzen Runde durch den Park haben wir heute einen netten Dackelrüden namens Paul getroffen. Der kleine Mann näherte sich in aller Ruhe, Vega setzte bereits in 2-m-Entfernung ihre Schäker-Ohren auf und hopste gleich begeistert um ihn rum.

Feli hingegen war anfangs noch etwas angespannt, doch da der Winzling mit der lustigen blonden Tolle auf dem Kopf sie nicht bedrängte, wurde sie recht schnell neugierig, schnupperte vorsichtig am Minipopöchen…und schon knubbelwackelte sie, was das Zeug hielt!

Nach der letzten unschönen Dackel“attacke“ kam diese nette Begegnung für Felicitas wie gerufen!

Sonja und Dr. Bob

Heute haben wir bei strahlend blauem Himmel und fast schon sommerlichen Temperaturen mal wieder einen Heidespaziergang gemacht. Verabredet waren wir mit den Spicher Mastiffs und einer Forenbekannten, die wir bisher noch nicht persönlich getroffen hatten… und die erst vor knapp sechs Wochen zwei Hunde aus dem Tierheim in Brühl übernommen hat.

Die beiden Schnuffs (ein junger Jagdhund-Mix und eine ehemalige Kettenhündin aus Russland) hatten – ebenso wie unsere Molosser – einen Heidenspaß!

 

Heulboje

Da wir heute mit reduzierter Mannschaft getrailt haben, konnte mein Mann nicht – wie ursprünglich geplant – mit Mortisha und Felicitas zuhause bleiben. Eigentlich vermeiden wir es, sie mitzunehmen, weil sie sich einfach nicht daran gewöhnt, im Auto (gemeinsam mit ihren Hundekumpels) zu warten. Sie jammert und fiept, sobald wir uns auch nur ein bisschen entfernen. Ganz besonders schlimm ist es für sie, wenn ich aus ihrem Sichtfeld verschwinde.

Dummerweise mussten wir heute irgendwann beide weg…und das hat sie gar nicht ertragen:  Das Heulen und Bellen hörte man noch einige hundert Meter weiter…

Frech wie Dreck!

Heute morgen mal wieder eine Begegnung, wie man sie nicht braucht:

Wir waren gerade mit den Hunden auf dem Rückweg zum Parkplatz, als uns eine andere Hundehalterin mit etwas Kleinem (Typ Parson Jack Russel) entgegenkam. Obwohl sie sah, dass drei unserer Wauzels angeleint waren, ich sofort stehenblieb und auch die unangeleinte Vega ins „Sitz“ brachte, lief sie locker in einen Querweg rein und kümmerte sich nicht darum, dass ihre Hündin direkt auf uns und somit auf die mit mit meinem Mann vorlaufende Mortisha zulief.

Die Mädels beschnupperten sich kurz, beide sehr angespannt, und schon knallte es. Vega, die noch gar nicht richtig saß, sprang sofort auf, rannte grollend hin und verscheuchte die fremde Hündin, indem sie ein paar Meter hinter ihr herlief. Die blieb in der Nähe ihres Frauchens stehen und ließ sich von Vega beschnuppern… als meine Große sich nun cool abwandte und zu uns zurücktraben wollte,  setzte der kleine Frechdachs keifend nach.

Vega wirbelte rum und warf ihr einen eisigen Blick zu. Und was tat die kleine Kröte? Sprang hoch und schnappte in Vegas Lefze!

Mein Mädel war so verdattert, dass sie nur kurz zurückschreckte und dann den Rückzug antrat.  Die andere Hundehalterin nahm nur mal entschuldigend den Arm hoch, winkte mir zu und wanderte dann mit ihrem überdreht um sie rumwirbelnden Terrier weiter.

UNFASSBAR!

Noch vor ein paar Jahren hätte sich Vega so etwas nicht gefallen lassen und hätte die Hündin unter großem  Gebrüll (aber ohne ihr ein Härchen zu krümmen) auf den Boden geknallt und sie erst mal runtergedrückt. So manch anderer Hund hätte womöglich sogar noch heftiger reagiert und es wäre zu einer ernsthaften Beisserei gekommen… bei derartigen Größenunterschieden hätte das durchaus schlimm für den Kleinhund ausgehen können.

Wäre die Frau dann immer noch so locker geblieben?

Spaß an der Sieg

Nachdem Felicitas ja wochenlang wegen starker Lahmheit absoluten Leinenzwang hatte, geht es ihn nun endlich so gut, dass wir es am Samstag gewagt haben, sie auch mal wieder abzuleinen….und es hat ihr nicht geschadet.

Unterwegs waren wir in Müllekoven. Dort kann man an einigen Stellen an die Sieg runter und die Hunde hatten tierischen Spaß!