Archiv des Autors: grazi
Fotobastelei: Shila
Grenzwertiger Titer
Der Anaplasmose-Befund ist da…. und bringt uns nicht wirklich weiter.
Der Titer liegt bei 1:50. Alles, was drüber liegt, wertet das Labor als positiv. Vegas Titer ist also grenzwertig und nicht wirklich aussagekräftig.
Meine Unsicherheit wird noch verstärkt, weil ich in meinen veterinärmedizinischen Büchern und auch im Netz fast immer lese, dass ein Titer-Wert bei < 1:50 als negativ gilt, bei 1:50 – 1:100 als schwach positiv und bei > als 1:100 als positiv. Blöderweise kommt es aber immer wieder zu falsch positiven und auch falsch negativen Ergebnissen. Es empfiehlt sich also die Wiederholung des Tests nach ca. 2 Wochen.
So wirklich glauben mag ich an die Anaplasmose-Theorie nicht und unsere TA hat sie sofort ad acta gelegt, weil Vega dann keinerlei akute Symptome gezeigt haben oder ich alle Symptome übersehen haben müsste. Und das ist wohl eher unwahrscheinlich.
Trotzdem…. die Unsicherheit nagt an mir.
Schmerzmittelchaos
Aufgrund missglückter Absprachen hatten wir ab Sonntag kein Phen-Pred mehr. Also besser Previcox als gar nix.
Die Quittung haben wir sofort bekommen: Vega wirkte sofort matter, heute war dann eine deutliche Verschlechterung zu sehen (liegt extrem viel, angelegte Ohren, im Stand „wabernder“ Hinterlauf, starke Entlastung).
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Sie hat zwar heute wieder das Phen-Pred bekommen, aber ich denke, dass die volle Wirkung erst in ein, zwei Tagen einsetzen wird. Wir werden das Medikament sicher noch eine ganze Weile geben müssen. Ab morgen gibt es zusätzlich einen Leberschutz.
Hofheim und Labor haben noch keine Rückmeldung gegeben.
Erheblicher Unterschied
Heute haben wir zum wiederholten Male ein älteres Ehepaar mit schwarzem Cocker-Rüden bei unserer TA gesehen… der arme kleine Kerl läuft extrem katzbucklig, schleift die Hinterpfoten nach und ist recht wacklig unterwegs. *seufz*
…und wie wir nun endlich dazu kamen, uns zu unterhalten, stellte sich heraus, dass es sich bei dem Cocker um den Hund handelte, der quasi zur selben Zeit wie Mortisha in der Hofheimer Tierklinik war, weil er dort ebenfalls nach einer Querschnittslähmung operiert worden war!
Unsere TA hatte uns von diesem Fall berichtet und wir hatten unbekannterweise mitgefiebert, da der Bub auch noch leberkrank ist, spezielles Diätfutter benötigt…und partout nicht fressen mochte. Seine Menschen mussten sich also vor Ort einquartieren, um zu den Fütterungszeiten in die Klinik fahren zu können. Uns tat das schon damals schrecklich leid, weil wir wussten, wie sehr man – selbst ohne weitere Komplikationen – unter Anspannung steht.
Nun da ich aber gesehen habe, wie schlecht der Cocker beieinander ist, wird mir erst richtig bewusst, welch Glück wir gehabt haben und wie gut sich Mortisha erholt hat: auch wenn sie nicht mehr so belastbar ist, ihre Bewegungsabläufe nicht mehr ganz sauber sind, sie viel im Pass läuft und öfter mal kleine Ausfallschritte macht….. so kann sie doch immer noch lange Spaziergänge machen und mit den Großen Schritt halten… sie kann rennen, springen, spielen, sich kugeln… kurz und gut: sie selber fühlt sich nicht eingeschränkt, hat keine Schmerzen und hat immer immer noch Spaß am Leben.
Und dafür sind wir unwahrscheinlich dankbar.
Felicitas: Fotobastelei
Ganz vergessen….
….hatte ich, dass wir ja auch noch auf Borreliose und Anaplasmose testen wollten. Soviel zu meinem Gemütszustand bei Vegas Röntgentermin.
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Also ging es heute gleich noch mal zum Blutabnehmen in die Praxis.
Mein Mädel hat uns – wie zu erwarten – nichts übel genommen, freute sich wieder tierisch ins Behandlungszimmer zu kommen und hopste begeistert auf den (ganz tief runtergefahrenen) Behandlungstisch. Da sie gute Venen und einen ordentlichen Blutdruck hat, ging das „Abzapfen“ ganz fix, Hundi durfte wieder runterhopsen und wurde mit einer ultraleckeren getrockneten Sehne verwöhnt, während wir auf das Ergebnis des Borreliose-Schnelltests warteten.
Eine knappe Viertelstunde später gab es hier zumindest Entwarnung: Test ist negativ.
Den Anaplasmose-Test führt ein Fremdlabor durch. Wir müssen also ein paar Tage auf den Befund warten.
Röntgenbild
Röntgentermin
So…sind eben erst vom Röntgen zurück. Meine Nerven lagen blank und ich bin wirklich froh, dass Antje so lieb war, mit uns zur TA zu fahren.
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Offenbar strahlt der Schmerz bzw. tut der armen Kröte durch die massiven und anhaltenden Fehlbelastungen mittlerweile alles weh. Den eigentlichen Schmerzpunkt müssten wir nun am rechten Knie entdeckt haben, direkt unter der Tuberositas tibiae an der TPLO-Platte.
Geröntgt haben wir ohne Sedierung… das war zwar nicht ganz einfach, weil Vega am ganzen Körper zitterte und uns am liebsten vom Tisch gesprungen wäre, aber mit der richtigen Mischung aus Strenge und Zuspruch klappte es doch ganz gut und wir bekamen brauchbare Aufnahmen.
Das für uns erst mal Wichtigste: weder an Hüfte noch an Knie können wir tumoröse Veränderungen sehen.
Da es sich bei einem Röntgenbild um eine Momentaufnahme handelt, ist das zwar keine Entwarnung… doch unsere TA will nicht an ein Osteosarkom denken. Wir können jetzt erst mal nur Medis reinknallen (es bleibt beim Phen-Pred) und den weiteren Verlauf abwarten, incl. Vergleichsröntgen in 1 oder 2 Wochen.
Platte, Schrauben und Nagel sitzen übrigens – soweit wir das sehen konnten – alle schön fest. Die Röntgenbilder bekommt unser TPLO-Chirurg in Hofheim zur Begutachtung zugeschickt. Mal gucken, was er dazu sagt.
Erschrocken hat mich allerdings, dass Vega ganze 6 (!) kg abgenommen hat!
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Ich kann mir das nicht erklären. Gut, Vega ist im Ganzen etwas schmaler geworden und hat eine stark atrophierte Hinterlaufmuskulatur (früher hatte sie hinten richtig dick hervorstehende Muskelpakete), aber das kann doch eigentlich nicht so viel ausmachen…. schließlich war sie dick, hatte immer eine tolle Figur und kein Gramm Fett auf den Rippen. Und jetzt ist sie schließlich nicht klapperdürr…




