Archiv des Autors: grazi
Simba und der RoboDog
Heute sah sich Simba erstmals mit einem Hund konfrontiert, der mit einer Art Pilotenhelm unterwegs war: Kröte (ihres Zeichens eine entzückende French Bulldog-Dame) hat leider massive Augenprobleme. Ein Auge hat sie bereits verloren und bei dem verbliebenen Auge hat sie mit erhöhtem Augeninnendruck sowie ständigen Hornhautverletzungen zu kämpfen.
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Glücklicherweise lässt sich das Krötchen von so etwas überhaupt nicht beeindrucken oder ihre gute Laune vermiesen. Sie stapft unbeirrt durch die Gegend und macht allerlei Unfug. Um sie bei ihren Ausflügen in die Natur zu schützen, trägt sie nun zeitweise einen Augenschutz, der offenbar nicht nur Menschen beim ersten Anblick irritiert, sondern auch Artgenossen. Als die Kleine nämlich direkt begeistert auf Simba zusteuerte, schreckte der erst mal zurück, um dann zu grollen, als ob er sagen wollte: „Bleib‘ bloß weg von mir, du komisches Ding!“
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Nach diesem anfänglichen Schreck merkte mein Dicker aber recht bald, dass ihm von dem „Bollerköpfchen“ keine Gefahr drohte und so konnte man wieder ganz artig neben der Süßen herlaufen.
Für alle, die gerne wissen möchten, wie so was ausschaut und wo man das bekommt, hier der Link zu den Herstellern, die übrigens extrem engagiert sind und Krötes Halterin gleich mehrere Helme zur Anprobe geschickt hatten, da es ja leider bei den unterschiedlichen Kopfformen und Nasenlängen gerade kurzschnäuziger Rassen recht schwierig sein kann, den passenden Augenschutz zu finden: http://www.aniprotec.com
Und hier noch das Produktvideo für den genialen Optivizor:
mal wieder Zuckerrübenklau
Sonntägliches Trailen
Heute haben wir mal ein neues Trailgebiet in Troisdorf ausprobiert und es als sehr gut befunden: großer Supermarkt-Parkplatz mit mehreren Ausgängen an der Hauptstraße, viele Durchgänge zu Innenhöfen und drumherum einige ruhige Wohngebiete mit viel Grün.
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Leider hatte es meinem Mann den Rücken „zerrissen“, als er gerade mit Mortisha starten wollte. Welch Glück, dass sie so klein und dementsprechend leicht zu führen ist! Und glücklicherweise hat sie sehr gut, hochmotiviert und sicher getrailt, denn mein Schatz hat darauf bestanden, trotzdem unter starken Schmerzen mit ihr zu trailen, und hat – um die Wahrheit zu sagen – von seiner Umgebung und von der Körpersprache seines Hundes NICHTS mitbekommen!
Es ist schon ganz gut, dass ICH die beiden Großen führe: Vega ist zwar die Gesetztere von den beiden, doch auch bei ihr kann es am anderen Ende der Leine schon mal „rucken“… und Simba ist der Meister der Blitzstarts und des „Hundeführer-Hinterherschleifens“!
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Heute hatten wir auch die ganz tolle Situation, dass Simba bei seinem 2. Trail gerade so schön aus dem Parkplatz rausgefunden hatte, um die Ecke bog und plötzlich ganz heftig vor einer Durchfahrt anzog… ich sah aus den Augenwinkeln eine bodennahe Bewegung vor uns, bremste Simba augenblicklich aus…und er blieb quasi Nase an Nase vor einem Igel stehen!
Der Hund zitterte vor Aufregung (er holt sich sonst regelmäßig eine blutige Nase, weil er die stachligen Kugeln durch die Gegend schleppen will), ließ sich aber per Schleppleine einholen… und setzte tatsächlich seine Suche fort! Anfangs noch etwas unkonzentriert, doch er überquerte tatsächlich korrekt die Straße, rannte ins Wohngebiet hinein und fand nach zwei kleineren „Schusseligkeiten“ tatsächlich die VP.
Erneutes Humpeln
Gerade als ich dachte, nun sei alles wieder ok, ist Simba durch ein Waldstückchen gehopst (wieder hinter ’nem Hasen her…argh!) und das Humpeln ging erneut los. Also wieder Schonung und Schmerzmittel.
Mein Mann schiebt jetzt natürlich Panik, weil er gleich an einen Kreuzbandriss denkt. Ich bin mir aber (fast) sicher, dass es nur eine arge Muskelzerrung war/ist. Also bleibt der Dicke die nächsten zwei Wochen ganz konsequent nur noch an der langen Leine…und danach kommt er nur kontrolliert und für kurze Strecken in den Freilauf.
Mal keine Hundeklamotten
Als ich heute in unserer Regionalecke für eine Kundin ein Buch raussuchte, ohne nach links oder rechs zu gucken, ertönte plötzlich dicht neben mir eine Stimme: „SIE sehen heute aber chic aus! So kennt man Sie ja gar nicht!“
[Anmerkung: ich trug an diesem Tag einen eleganten schwarzen Pulli zu grauem Minirock und fast kniehohen Stiefeln]
Beim Aufblicken entdeckte ich eine sehr nette ältere Nachbarin mit ihrem lachenden Ehemann, die ein Stückchen die Straße runterwohnen…. und denen ich für gewöhnlich nur in Begleitung mindestens eines Hundes begegne.
Nun musste ich aber auch lachen: „Na ja… ich kann halt so schlecht in Gummistiefeln und in matschiger Hundejacke zur Arbeit erscheinen!“
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Antwort: „Stimmt! Aber das steht Ihnen wirklich ausgesprochen gut!“
So sehr ich mich über das Kompliment auch gefreut habe:
Sollte mir das zu denken geben?
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Couchpotato
Vega: alles bestens!
Heute stand die von der Kardiologin angeratene Blutuntersuchung an: also ging es ab zur TA, wo Vega natürlich wieder ordentlich Spaß hatte. Wir mussten sie sogar davon abhalten, zu früh auf den absenkbaren Behandlungstisch zu hopsen!
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Blutabnahme war überhaupt kein Problem und die Ergebnisse wurden uns bereits nachmittags telefonisch durchgegeben und später zusätzlich gefaxt.
Alle Blut- und Organwerte waren vollkommen in Ordnung, mit dem Gewicht sind wir auch zufrieden (38,3 kg) und die Trübung der Augen ist wirklich minimal.
Wir können also mehr als zufrieden sein mit dem alten Mädchen!
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Simba humpelt
…und zwar allerübelst!
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Heute morgen habe ich mal kurz nicht aufgepasst und schon ist mir der kleine Drecksack hinter einem Hasen her. Und zwar full speed den Damm runter und mehrere hundert Meter über einen Acker.
Da er auf meinen Rückruf nicht gehört hatte, konnte ich mir weiteres Rufen sparen…und als Simba dann – trotz Jagd-Misserfolgs glücklich hechelnd – zu mir zurückkam, kam er nur kommentarlos an die Leine.
Blöderweise kann er nun, nachdem er eine Weile geruht hat, den rechten Hinterlauf kaum noch aufsetzen. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir nicht unser übliches Kreuzband-„Glück“ haben und es vielleicht doch nur eine Muskelzerrung ist. Ab heute gibt es jedenfalls Schmerzmittel und er hat Leinenzwang.
Rücksichtslos
Ich bin es soooooo leid!
Heute morgen kam mir eine Frau mit freilaufendem Hund entgegen. Ich leinte die beiden Kleinen an, behielt Vega im Freilauf, jedoch dicht bei mir…und rief bestimmt 10 MAL, sie solle ihren Hund bitte anleinen.
Als der nun recht dicht dran war, den Kopf senkte und fixierend auf uns zukam, wich ich (glücklicherweise in Gummistiefeln) auf den extrem matschigen Acker aus…. da der Hund nun auf uns zustürmte, blockte Vega ihn ab und meine anderen beiden gingen kurz motzend in die Leine.
Ich mittlerweile echt sauer und pampte los: „Ich hab‘ doch gerufen, Sie sollen ihren Hund anleinen!“
Antwort: „Ich habe Sie nicht gehört.“
„Hallo? Wieviele Hinweise brauchen Sie noch? Ich leine zwei an, rufe den anderen zu mir ran und weiche dann noch aus….“
Und die rotzfrech: „Ja, wenn Sie Ihre Hunde nicht im Griff haben…“
Ich bin dann mal kurz, aber sehr heftig aus der Haut gefahren.
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