Sofia macht weitere Fortschritte

Durch den Ausbau der S13 entlang der B56 gibt es zwischen Bonn und Troisdorf so viele Staus, dass viele Ortskundige versuchen, aussen rum (und damit durch unser Viertel) zu fahren, was dann leider auch hier zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führt. Dieses erhöhte Verkehrsaufkommen führt dann natürlich auch dazu, dass Sofia auf unseren Übungsrunden arg gestresst ist.

Da es in letzter Zeit aber relativ gut ging und sie nur zwischendurch „scheute“, den Rückwärtsgang einlegen wollte oder fiepte, sich ansonsten aber recht schnell fasste und dann recht locker und mit erhobener Rute weiterlief, habe ich heute Mittag mal den Schwierigkeitslevel erhöht und die Runde erweitert.

Wohlweislich hatte ich Sofia ihren geliebten Futterbeutel zwischen die Zähne geschoben und bin flotten Schrittes losmarschiert. Kurzes Zögern ihrerseits, da sie fahrende Autos hören konnte, doch mit der munter vorlaufenden Matilda und meiner Motivation folgte sie dann doch relativ locker.

Je näher wir der nächstgrößeren Straße kamen, desto mehr Menschen und Fahrzuge waren in Sicht…und desto tiefer sank ihre Rute und desto langsamer wurde ihr Schritt. Sie begann zu fiepen. Ganz schlimm wurde es dann, als wir an der Straße ankamen und mehrere Autos recht dicht an uns vorbeirauschten. Also blieb ich stehen, pfiff Matilda als seelische Unterstützung zurück und forderte Sofia anschließend mit fröhlicher Stimme auf weiterzulaufen, sobald die „Gefahr“ vorbei war. Und weiter ging’s!

An der Ecke, an der wir normalerweise in einen kleinen Stichweg einbiegen, um heimzugehen, ging ich einfach weiter auf die Bahntrasse mit den geöffneten Schranken zu…. in der Hoffnung, dass der nächste Zug noch auf sich warten lassen würde. Nun bogen wir an der nächsten Sackgasse rechts ab und gingen flotten Schrittes parallel zu den Gleisen weiter.

Wir hatten Glück und kamen unbehelligt am Ende der Sackgasse direkt an der B56 an, wo wir erneut rechts abbogen und über einen Fußgängerweg auf „unserer“ Straße landeten. Sofia war – zugegebenermaßen -mittlerweile ziemlich mit den Nerven runter und wollte nur noch heim: da sie die Ecke aber nicht kannte und offenbar die Orientierung verloren hatte, wäre sie am liebsten Richtung Park und somit Richtung Bundesstraße gerannt. Ich konnte sie daher nur mit leichtem Zwang und kurzer Leine dazu bringen, in die andere Richtung zu laufen. In ihrer Angst hat das Soferl erst kurz vor unserem Haus erkannt, wo sie war, so dass ich sie nicht – wie sonst –  ableinen und die letzten 50 m full speed mit Matilda nach Hause rasen lassen konnte, um sich den aufgestauten Stress runterzurennen.

Alles in allem hat das Mädel sich aber relativ tapfer geschlagen und hat keinen so großen Schrecken bekommen, dass ich nun einen Rückschritt befürchten muss. Von daher bin ich zufrieden und hoffe, dass die nächsten größeren Runden ähnlich gut verlaufen.

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