Schlimme Verdachtsdiagnose

Sofias Mittelmeertest ist erneut komplett negativ (yippee!) , dafür sieht es bei Simba nicht gut aus.

Beim ACTH-Stimulationstest gab es keine erhöhten Cortisolwerte, so dass Morbus Addison ausgeschlossen werden kann, allerdings war der Insulinwert erhöht (25). Normalerweise bewegt er sich um 10 rum. Alles ab 20 bewertet das Labor mit „dringendem Verdacht auf Insulinom“.

Im Nachhinein betrachtet passen die über die letzten Monate bei Simba beobachteten Symptome leider auch recht gut zu dieser Verdachtsdiagnose.

Das Blöde ist, dass ein möglicher Tumor nicht unbedingt an der Bauchspeicheldrüse sitzen muss, sondern sich quasi überall befinden und munter Insulin vor sich hin produzieren kann. Selbst wenn man einen Primärtumor findet und entfernt (dabei sollte der Bauchraum genauestens „durchsucht“ werden, um selbst kleinste Metastasen zu finden), heißt das nicht, dass das allzu viel bringt. Die Biester sind beim Hund oft klein, bösartig und streuen schnell.

Röntgen bringt nichts, aussagekräftiger wären MRT oder Szintigramm. Fragt sich halt nur, ob sich die große Diagnostik noch „lohnt“, falls eine OP – was wahrscheinlich ist – nicht mehr in Frage kommt. Sowohl unsere Haus-Tierärztin als auch unser MVH-Tierarzt tendieren dazu, bei einem 10 Jahre alten Hund, der an sich noch super drauf ist, nur noch symptomatisch zu behandeln. Dabei fiele dann das Anti-Epileptikum weg, weil die Anfälle nur von der Unterzuckerung bei Belastung (ist ja zu 99 % auf Spaziergängen passiert) kommen.

Simba soll jetzt auf jeden Fall erst mal sein Futter über 5 Mahlzeiten am Tag bekommen und auf Spaziergängen Traubenzucker erhalten, sobald er unterzuckert.

Jetzt müssen wir einfach mal schauen, was der Internist dazu sagt und was der mit Simba anstellen will. Wie gesagt: bislang ist es eine Verdachtsdiagnose… also noch ist es nicht sicher.

Wir haben für nächsten Mittwochmorgen einen Termin bekommen. Solange heißt es hoffen und bangen.

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2 Gedanken zu „Schlimme Verdachtsdiagnose

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