Das erste Mal in der Hundeschule

Auf dem Weg zur Hundeschule Fremdhundbegegnung mit einem Parson Jack Russel, der wohlerzogen neben seinem Frauchen hertrippelte und Pee-Wee nicht mal ansah…. der sich aber fixierend auf den Boden schmiss und am liebsten zu dem Kleinen hingesprungen wäre, als der an uns vorbeilief, um dann in den höchsten Tönen zu fiepen, weil er nicht hindurfte. Na super, das fing ja gut an. 

Auf dem Gelände angekommen dann die große Überraschung: mit MEHREN Hunden konfrontiert stellt der Dicke sich nicht so an! Hier war er zwar aufgeregt und hätte gerne wedelnd Kontakt aufgenommen, ließ sich aber problemlos korrigieren, setzte sich brav vor mich, ließ sich durchknuddeln und freute sich.

Die direkte Kontaktaufnahme mit zwei kleineren Hündinnen klappte aber weniger gut: von seiner „Masse“ verschreckt, setzte es direkt Ohrfeigen, die Pee-Wee aber brav einsackte.

Also versuchten wir es mal bei einer größeren Hündin: Jill, die alte Schäferhündin der Trainerin, wartet während des Übungsbetriebs immer brav in einem eigens abgezäunten Bereich und guckte recht interessiert, als ich mich mit ihm näherte. Sie ließ sogar ihren geliebten roten Gummiknochen fallen, stand auf und so beschnufelten sich die beiden sehr nett und entspannt durch den Maschendrahtzaun hindurch. Wedel, wedel, hops. Sehr niedlich! 

Das lockere Gruppentraining lief ganz ordentlich: obwohl Pee-Wee weder seinen Namen, geschweige denn irgendwelche Kommandos kennt, ließ er sich super anleiten und machte brav mit. Bis dann leider ein junger Podenco-Rüde in Spiellaune loswetzte und sich nicht mehr einfangen ließ: dieser heftige Bewegungsreiz und vor allem der Umstand, dass der Jungspund mehrmals direkt auf uns zubretterte (Dank an Karin, die sich vor uns stellte und uns abschirmte), waren zu viel des Guten. Glücklicherweise bin ich kräftig genug, um unser „Bröckchen“ zu halten, spaßig ist es aber nicht, wenn ein knapp 40 kg schwerer Hund in die Leine knallt. Da half dann nur der Griff ins Geschirr.

Nachdem der Podenco von einer anderen Hundehalterin durch den beherzten Tritt auf die schleifende Leine gestoppt werden konnte, haben wir die Stunde frühzeitig beendet. Nachdem Pee-Wees Frustrationslevel so hoch geschnellt war, wollte ich lieber keine direkten Kontakte mehr zulassen. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Abends hat dann Karin noch angerufen und mir netterweise ihre (guten) Eindrücke mitgeteilt. Ein freundlicher, aufgeregter Hund, der aber keine Aggression zeigt und offenbar einfach mit der Gesamtsituation und vor allem mit Einzelhundbegegnungen überfordert ist, weil er das wahrscheinlich einfach nicht kennt. Da er aber „zählen“ kann, hält er sich grundsätzlich bedeckt, sobald er in eine Hundegruppe kommt -> im Tierheim lebte er problemlos in einer großen Gruppe und in seiner Pflegestelle lebten 17 andere Hunde. Auch dort hatte er sich locker eingefügt.

Jetzt heißt es einfach üben, üben, üben… und Ruhe reinbringen. Das A und O dabei ist eine gute Bindung und Vertrauen. Seinen Namen lernen, Grundgehorsam, Blickkontakt auf Signal und Maulkorbtraining, damit ICH einfach mehr Sicherheit habe und gelassener an Hundekontakte rangehen kann.

Das klingt doch nach einem Plan, oder? 

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