Herzlich willkommen, Flip!

Da die Kölner Hundebande erst kürzlich ihre „Rudel“-Chefin Emma verloren hat und das vor allem für die zweite Französin Kröte sehr schwer war, weil ihr die Kuschelpartnerin fehlte, an der sie immer andocken konnte, begannen die Mädels recht schnell, noch einem Nachfolger zu suchen. An sich sollte es ein älterer, ruhiger und vor allem kleiner Rüde werden, ein Frenchie oder ein Mops.

„Unglücklicherweise“ hatten Claudia & Sandra aber mich gefragt, ob wir bei der Molosser-Vermittlungshilfe vielleicht einen passenden Hund hätten…und mir war spontan Flypau eingefallen, ein bildschöner, 6-jähriger French Bulldog-Cane Corso-Mix. Gesuch angeschaut, durchgelesen und spontan beschlossen, den Burschen im Tierheim zu besuchen und ihn sich selber mal anzugucken, da man über seine Verträglichkeit nichts sagen konnte.

Bei dem Besuch zeigte sich das Kerlchen unsicher, aber grundsätzlich interessiert und verträglich. Das Allerwichtigste jedoch war, dass Boxer-Oldie Ben sein OK gab. Also überlegten die Mädels lange hin und her (schließlich ist er deutlich größer und arbeitsintensiver als geplant), entschieden sich aber letztlich doch für eine Adoption.

Flypau heißt nun Flip und hätte kein besseres Zuhause bekommen können! 

Und ich freue mich jetzt schon darauf, ihn hoffentlich bald persönlich kennenlernen zu dürfen.

Nette Jungs

Dank meines freien Tages konnte ich mir morgens richtig viel Zeit für die Hunde nehmen: als erstes lief ich eine kleine Runde mit den Oldies, dann bin ich mit den beiden jungen Damen nach Müllekoven gedüst, um mit ihnen eine richtig lange und vor allem flotte Runde zu drehen und anschließend ging es mit dem Quartett noch an die Siegfähre.

Insgesamt war ich von 9:00 – 13:00 Uhr unterwegs. Man hat ja sonst nichts zu tun.  

So was muss hin und wieder aber einfach sein, weil Simba & Morty nicht mehr stundenlang laufen können und vor allem der Gremlin ein doch eher gemütliches Tempo vorgibt, mit dem man Matilda & Sofia nicht wirklich ausgelastet bekommt.

Außerdem macht es ja auch Spaß, mal nur mit absolut verträglichen Hunden unterwegs zu sein und nicht ständig aufmerksam sein zu müssen, wenn einem andere Mensch-Hund-Teams begegnen. Tilda interessiert sich zwar mittlerweile nicht mehr sonderlich für andere Hunde, hält sich dann aber meist im Hintergrund… es sei denn sie muss erzieherisch eingreifen.

Und genau das musste sie gleich zu Beginn unseres Spaziergangs, als wir einen unkastrierten Australian Shepherd-Rüden trafen, der gerade seiner läufigen besten Freundin begegnet war, nicht ran durfte und Sofia gegenüber dementsprechend überdreht und aufdringlich war. Ein Winzling als Anstandsdame…. aber sie hat sich ordentlich Respekt verschafft!

Das Aussie-Frauchen hat Sofia übrigens für einen Pitbull gehalten *kopfschüttel* , fand sie aber total „niedlich“ und dachte natürlich, dass sie noch sehr jung sei.

Später haben wir dann einen weiteren Rüden in Begleitung eines Teenagers getroffen. Der Wauz war kleiner als Matilda und fand beide Mädels klasse. Als wir dann austesteten, ob das Sofichen lieber bei ihm bleibt oder doch lieber mir folgt, wenn ich kommentarlos gehe, gab es eine kleine Überraschung: die Große scharwenzelte gleich hinter mir und Tilda her…. dicht gefolgt von dem kleinen Benny, der sich keinen Deut mehr um sein Herrchen kümmerte! 

Nöööö, ich mag nicht….

Um an Sofias Abrufbarkeit unter Ablenkung zu arbeiten, nutze ich jede Gelegenheit, um andere Hundehalter mit nett erscheinenden Hunden anzuquatschen und zur Mitarbeit zu „verpflichten“.

Heute mussten zwei junge Männer mit einem ziemlich großen Rhodesian Ridgeback-Rüden dran glauben: Ich erzählte ihnen einen kleinen Sermon, wie ich mir was vorstelle, sie nickten alles brav ab, ich wanderte ein Stück weg und wir leinten die Hunde gleichzeitig ab.

Nur… Sam interessierte das alles nicht und er trottete einfach davon, ohne Sofia auch nur eines Blickes zu würdigen. Und Sofi? Die schaute dumm aus der Wäsche, schaute die beiden Männer an…. und beschloss, dass andere Hunde doch nicht so wichtig sind, wenn man alleine an fremden Kerlen vorbeimüsste, um sie kennenzulernen.

Nun gut, dann eben nicht.

Tückische Schleppleine

Mich hat’s mal wieder unfreiwillig hingelegt:

Ich will einen Abhang runter, Sofia kommt von hinten angewetzt, rennt um mich rum und gleich full speed den Hügel runter. Die hinterherschleifende Schleppleine (ohne Schlaufe!) gleitet an meinem Gummistiefel entlang….und wickelt sich mit einem schnalzenden Geräusch um meinen rechten Fußknöchel. In dem Moment reisst es mir auch schon das rechte Bein nach vorne und ich lande mit einem „UFF!“ unsanft auf meinem dicken Hintern.

Glücklicherweise ist Sofi sofort stehengelieben, sonst hätte sie mich wahrscheinlich wie in einem Western durch den Staub hinter sich hergeschleift!

Welch Glück, dass das keiner gefilmt hat… ich sah bestimmt reichlich dämlich aus. 

Netter Hundekontakt

Wir haben heute Abby kennengelernt, ein kleines wuseliges Hundchen, das aussieht wie ein Mini-Border Collie. 

Ihre Menschen waren unglaublich nett und hatten nichts dagegen, dass Sofia und Matilda mal „Hallo“ sagen durften. Görk war derweil mit den beiden Oldies zurückgeblieben, um nicht zuviel Unruhe reinzubringen, und musste schließlich außer Sichtweite hinter Büsche gehen, weil der Bub ganz fürchterlich weinte. Er verträgt es nämlich gar nicht, wenn seine Mädels mit fremden Hunden rumflitzen.

Sofia („Die ist aber noch jung, oder?“) hatte relativ schnell raus, dass man mit solchen Minis genauso vorsichtig spielen muss wie mit ihren Gremlins, so dass Abby keine Angst vor ihr hatte und recht überdreht rumhopste. Bis sie den Fehler beging, an Matilda hochzuspringen, die sich gerade von dem fremden Frauchen durchknuddeln ließ. Ui ui ui… das gab Mecker! 

Nach ein paar Minuten war Abbys Herrchen so nett, die Maus anzuleinen und mit ihr wegzugehen, damit wir austesten konnten, ob Sofia lieber bei einer lustigen Spielgefährtin bleibt…. oder aber mit uns mitgeht.

Sie hat sich für ihre Familie entschieden!

„Gespaltene Zunge“

Görk und ich hatten unabhängig voneinander den Eindruck, dass Sofias Zunge einen großen „Schnitt“ hat….. ich hatte nur nichts gesagt, weil ich ihn nicht beunruhigen wollte und ich der Süßen ohne Hilfe nicht so tief in die Schnute gucken konnte. Als Görk vor ein paar Tagen aber eben deswegen bei einem Spaziergang erschrak, wurde ich stutzig.

Trotzdem: sie schlappt ja ständig an Matilda rum und hechelt… ohne dass man etwas sieht. Ich hatte es also als „Knick in der Optik“ abgetan.

Beim Bearbeiten einiger eingestellten Fotos bin ich aber über ein Pic gestolpert, dass unseren Eindruck bestätigt:

Ist das eine heftige Einkerbung oder nicht?

Wir haben versucht, uns die Zunge mal anzugucken…. Sofia war nicht kooperativ, hat die Zunge eingezogen und hält uns jetzt wohl für komplett bescheuert.

Für mich sieht das aus wie eine alte und sauber verheilte Schnittverletzung (z.B. vom Ausschlecken einer scharfkantigen Dose) oder als ob sie sich die Zunge vor länger Zeit mal wie-auch-immer abgeschnürt hätte. Eine typische „Fressverletzung“ sitzt wohl normalerweise weiter hinten.

Was auch immer das ist: sie hat damit keinerlei Probleme, trinkt normal, schlabbert uns alle mit Wonne ab (wir können dabei auch keine Verhärtungen / Narbengewebe spüren) und lässt sich zumindest im vorderen Zungenbereich unbekümmert anfassen.

Von daher kann uns das auch egal sein. Aber so haben wir ein weiteres unverwechselbares Merkmal an diesem eh schon unverwechselbaren Hund!

Ursache unklar

Netterweise hatte uns unsere Physiotherapeutin ganz kurzfristig einen Termin freigeschaufelt, so dass sie Mortisha komplett durchtasten und bewegen konnte. Der Gremlin hat das mal wieder, weil mit einer gründlichen Massage verbunden, sehr genossen….doch  mit Bestimmtheit konnte Andrea leider auch nicht sagen, woher das von uns gehörte Knacken kommt.

Leicht schmerzhaft ist und bleibt das linke Knie, doch spüren kann man bei der passiven Bewegung nur, dass die Kniescheibe sich hin und wieder „verhakt“.

Das Knacken selber ließ sich selbst beim „Schau-Laufen“ natürlich nicht reproduzieren.

Wir sollen nun weiterhin die Hinterlaufmuskulatur durch bestimmte Übungen sowie „Bergsteigen“ (Raufkraxeln von Anhöhen, Treppensteigen) stärken und zusätzlich – wie bereits bei unserer Tierärztin bestellt – Dexboron forte geben.

Es knackt…

Genau genommen knackt Mortisha!

Und zwar so laut, dass wir beim Spaziergang völlig irritiert waren und versucht haben rauszufinden, ob das Knacken tatsächlich von ihr stammt und nicht z.B. von einem möglicherweise lädierten Click-Verchluss an ihrem Geschirr oder einer Hundemarke. Doch egal, was wir festklemmten: es knackte weiter.

Schließlich haben wir der Kleinen sogar das Geschirr ausgezogen und sie „nackt“ laufen lassen. Mit demselben Ergebnis. Ab einer etwas flotteren Gangart knackt es, und zwar mit großer Wahrscheinlichkeit im Knie.

Anscheinend stört sie das nicht und bereitet ihr auch keine zusätzlichen bzw. übermäßigen Schmerzen, denn sie hoppelt weiterhin gutgelaunt umher. Ob das die Arthrose ist oder vielleicht doch ein kaputter Meniskus?

Wir werden das erst mal weiter beobachten…