Neuraltherapie

Emmis Rückenschmerzen strahlen mittlerweile immer weiter nach vorne aus: heute reichte ein Griff der Tierärztin, damit Emmi in die Knie sank… ohne einen Ton von sich zu geben.

Auf einem Röntgenbild vom letzten Jahr, das wir gemacht hatten, als das schwarze Tier eine Magenüberladung hatte (wir wissen immer noch nicht, wie sie DAS geschafft hat!), konnte man schon sehen, dass Emmi im Brustwirbelbereich Spondylosen hat.

Das bestärkt die Vermutung, dass die Spondylosen ordentlich fortgeschritten sind  und auch im hinteren Bereich der Wirbelsäule zu finden sind. Was zu dem schmerzhaften Bereich im Kreuz-/Lendenwirbelbereich passt. Wir gehen also von einem heftigen Spondylose-Schub aus, durch den sich nach gut zwei Wochen die gesamte Muskulatur entlang der Wirbelsäule verspannt hat. 

Wir haben also gleich eine Neuraltherapie begonnen: dabei hat unsere Vet Emilia mehrfach auf beiden Seiten der Wirbelsäule gequaddelt, sprich: sie hat ihr ein Lokalanästhetikum + Cortison unter die Haut gespritzt. Zusätzlich wurde diese „Mixtur“ auch noch zwischen zwei Wirbel gespritzt. Und Emmi war soooo tapfer!

Nun heißt es weiterhin schonen, wieder Previcox geben (unter Gabapentin hatten sich die Beschwerden deutlich verschlimmert) und mit der Physiotherapie weitermachen. 

Physio & Augenarzt

An meinen freien Tagen habe ich meist genug zu tun, so auch heute:

Morgens ging es erst einmal mit Emilia zur Physiotherapie, wo das schwarze Tier erst mal recht eingeschüchtert wirkte, als sie von zwei Collies und einem Sheltie an der Haustür empfangen wurde. Vorsichtig ging es rein und dann überwog doch ganz schnell die Neugierde und die Freude, Andrea zu sehen, an der sie gleich hochkrabbeln wollte. 

Andrea bekam zuerst einmal eine ausführliche aktuelle Anamnese und hat sich Emmi anschließend in aller Ruhe quasi Zentimeter für Zentimeter vorgenommen. Und tatsächlich hat sie rausgefunden, wo der Schmerz sitzt: und zwar im Kreuz- / Lendenwirbelbereich. 

Eventuell ist auch der Hüftbeugemuskel (Musculus iliopsoas) beteiligt, da Emilia offenbar einige Bewegungen unangenehm sind und sie versucht, diese zu vermeiden. Von daher sollen wir jetzt erst einmal primär Rücken und Oberschenkel massieren und gezielte kleinere Übungen machen. 

Unsere Tierärztin wird natürlich von Andrea informiert, damit die Behandlungen der beiden sich optimal ergänzen.

Ein Hund war somit erledigt, nun war der nächste dran.

Nachmittags ging es mit Matilda zu einem Kontrolltermin bei ihrer Augenärztin

Da Mati im linken Auge mehrere Pigmentflecken auf der Iris hat, die sich im schlechtesten Fall zu Irismelanomen entwickeln könnten, sollen wir das Auge jeden Monat fotografieren und mit dem ersten Referenzbild vergleichen, das die Augenchirurgin gemacht hatte. Sollten sich Anzahl und/oder Größe verändern, sollen wir sofort einen Termin bei ihr machen. 

Unsere Fotos sind oft nur „semi-gut“, weil mein Mann Schwierigkeiten hat, Matis Köpfchen wirklich ruhig zu halten. Ich bekomme das zwar hin… dafür werden SEINE Fotos aber immer so unscharf, dass man nichts erkennen kann.

Von daher ist es mir lieber, gelegentlich Frau Dr. Hertslet drauf schauen zu lassen, um absolut sicher zu gehen, dass sich nichts verändert hat. 

Außerdem ist Matildas rechtes Auge, das nach einer Perforation der Hornhaut bereits im September 2024 mit einer Bindehautplastik versorgt worden ist, neuerdings größer als das linke Auge… was der Vet natürlich auch sofort aufgefallen ist. Sie hat daher den Augeninnendruck der beiden Augen überprüft, doch dieser ist glücklicherweise (noch) normal.  

Sie hat uns dann noch neue pflegende und schützende Augentropfen empfohlen,  die zusätzlich Omega-3-Fettsäuren enthalten. Damit hoffen wir, weitere Hornhautschäden zu vermeiden, wie sie Matilda sich leider immer wieder zuzieht. Am späten Abend bekommt sie weiterhin ein Augen-Gel mit Hyaluronsäure, welches das Auge gut vor einer Austrocknung schützt. 

Ratlosigkeit macht sich breit

Eine Woche unter Schmerzmitteln und trotzdem jault Emilia immer noch jeden Tag mindestens einmal laut auf. 

Ich renne mit den Hunden nicht wegen jedem Pieps zum Tierarzt, aber DAS gefällt mir gar nicht. Also ab zum Profi, in der Hoffnung, dass der (bzw. die) es rausfindet.

Das Problem: Emilia geht wahnsinnig gerne zum Vet, fiept und winselt im Wartezimmer vor lauter freudiger Erregung und kommt aus dem wilden Knubbelwackeln nicht raus. Sobald wir aufgerufen werden (ihrer Meinung nach immer VIEL zu spät!), zieht sie an und hat es sehr eilig, ins Behandlungszimmer zu kommen. 

Heute also dasselbe Spiel wie immer. Sie ist auch sofort unaufgefordert auf den runtergefahrenen Behandlungstisch gehüpft und wollte von dort aus auf den Schoß der Tierärztin kraxeln.

Während ich also  lang und breit erzählte, was wir beobachtet haben, stand Emilia mit den Hinterpfoten auf dem Tisch und mit den Vorderpfoten auf den Oberschenkeln der Vet, die auf einem Drehhocker saß. Ähm… nicht gerade Bewegungsabläufe, die ein Hund zeigt, der akute starke Schmerzen hat. Hmmm.

Da uns unsere Tierärztinnen aber lange und gut genug kennen, um unsere Beobachtungen ernst zu nehmen, hat sie Emilia gründlichst untersucht, und zwar von vorne bis hinten. Sie hat wirklich alles durchbewegt… starke Beugung und Streckung, Dreh- und Schwenkbewegungen, hat sich auch den Kiefer angeschaut. Nichts. Man konnte Emmi wieder eine Schmerzäußerung entlocken noch irgendein anderes, noch so kleines Anzeichen entdecken, dass ihr irgendeine Bewegung oder Berührung unangenehm ist.

Was nun?

Da das Ganze so klingt, als ob ihr zwischendurch einfach ein heftiger Schmerz reinschießt, könnte es sich auch um ein neurologisches bzw. neuropathisches Geschehen handeln.  Also haben wir nun beschlossen, dass sie eine Woche lang Gabapentin bekommt, das auch Matilda bereits (dauerhaft) erhält. Eigentlich ist das Medikament ein Antiepilepikum, doch hemmt es die Reizweiterleitung im Nervensystem und somit auch neuropathische Schmerzen. 

Sollte es was bringen, wissen wir zwar immer noch nicht, was die Ursache ist, hoffen dann aber, dass es sich damit erledigt hat. Sollte es nichts bringen, müssen wir weiterforschen.

Zusätzlich sollen wir einen Termin bei der Physiotherapeutin unseres Vertrauens machen: die hat ein so gutes Verständnis für den Hundekörper, dass sie es hoffentlich rausfindet.

Gesagt, getan: Zuhause sofort Andrea angerufen, doch die war nicht da. Also fix eine WhatsApp geschickt und glücklicherweise recht schnell eine Antwort erhalten. Andrea ist zwar gerade im Urlaub und kommt erst am Sonntag wieder heim, doch war sie so lieb, ihren Terminkalender zu checken, und wir dürfen notfallmäßig direkt am Montagmorgen zu ihr kommen.

Man kann nie….

… genug Sofakissen haben. Schließlich müssen die Wauzis es immer schön weich und bequem haben.

Matilda geht es übrigens wieder gut, auch wenn sie noch ein bissel müde und ausgelaugt wirkt. 

Nicht lokalisierbare Schmerzen

Da EIN kranker Hund offenbar nicht reicht, macht uns nun auch Emilia seit ein paar Tagen Sorgen: sie jault immer mal wieder auf…. in den unterschiedlichsten Situationen, bei unterschiedlichen Bewegungen oder Berührungen… und wir finden einfach nicht raus, WAS ihr weh tut! 

Emilia lahmt nicht, entlastet nicht, hält nirgendwo dagegen, wenn wir Gelenke durchbewegen, und gibt keinen Mucks von sich, wenn wir drücken und stochern. 

Vorsichtshalber gebe ich ihr seit Montag bereits voll ausdosiert ein Schmerzmittel (Previcox), das an sich gut und schnell wirkt. Bislang ohne deutliche Besserung. 

Sollte das so bleiben, werde ich nächste Woche einen Termin bei unserer Tierärztin machen. 

Bauchweh

Matilda hat es mal wieder erwischt: seit der Nacht auf Montag tigert sie gefühlt stundenlang durch den Garten und hat Magen-Darm. Glücklicherweise hat sie sich nur 2x übergeben, seitdem versucht sie „nur“ zwischendurch, sich auch den letzten Tropfen rauszupressen, incl. Pupsen, kläglichem Heulen und Blut am Pöppes. Ein Häufchen Elend, zumal ihr das Hinhocken auf total kaputten und knirschenden Sprunggelenken und Knien eh schon schwerfällt.

Glücklicherweise trinkt sie genug und frisst weiterhin mit Appetit ihre Schonkost. Trotzdem konnten wir uns das  natürlich nicht allzu lange tatenlos angucken und sind daher vorsichtshalber mal zur Tierärztin gefahren, die – wie befürchtet – eine blutige Darmentzündung diagnostiziert hat. Bei einem fitten Hund an sich nichts Dramatisches, aber Matilda ist nun einmal multimorbid und da darf man nicht zu lange abwarten, weil es sie sonst komplett umhauen könnte. 

Nun gab es ein zusätzliches Schmerzmittel + einen Krampflöser, damit sich Magen und Darm beruhigen. Dazu noch leckere Kautabletten, die die Darmschleimhaut beruhigen und Giftstoffe sowie Wasser binden, sowie ein Medikament, das einen Schutzfilm über die geschädigte Schleimhaut legt und so die Heilung fördert. Einziges Problem:  diese Tabletten können die Aufnahme anderer Medikamente behindern und sollten daher in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden gegeben werden…. was nicht gerade einfach ist, wenn über den Tag verteilt bereits einige Medikamente gegeben werden müssen, bei denen man bestimmte Abstände unbedingt einhalten muss. *hüstel*

Nach längerem gemeinsamen Überlegen haben wir einen akzeptablen neuen Medikamentenplan erstellt und nun wird es der kleinen Maus, die im Wartezimmer doch recht matt wirkte, bestimmt schnell besser gehen!

 

„Nachkontrolle“

Dank einiger Überstunden durfte ich mir über Karneval ein paar Tage frei nehmen. Da ich definitiv kein Jeck bin, habe ich diese Freizeit lieber für einen Besuch bei einem meiner ehemaligen Schützlinge genutzt!

Gustav ist ein riesiger Bulldoggen-Mix (im Alter von knapp 1 ½ Jahren bringt er knapp 55 kg auf die Waage) und ein absoluter Traum: grundgut, in sich ruhend, dabei aber trotzdem immer noch verspielt, aktiv und komplett verträglich.

Das „Kerlchen“ hat das absolute Traumzuhause gefunden bei einem supernetten, molosser-erfahrenen Paar, das alle seine Tiere (Hunde, Katzen und Pferde) aus dem Tierschutz hat und sich ein wunderschönes Zuhause in einem altem Bauernhof geschaffen hat.

Bei all dem Stress, Frust und Ärger, den der Tierschutz leider immer wieder mit sich bringt, ist es schön und aufbauend, mit den Adoptanten teils noch jahrelang im (losen) Kontakt zu bleiben und gelegentlich zu telefonieren / zu schreiben sowie Fotos und Videos zu erhalten, auf denen man sieht, wie gut es der Wauz getroffen hat. Besuche sind eher selten möglich, weil wir ja bundesweit vermitteln und die wenigsten Übernehmer in halbwegs erreichbarer Nähe leben. 

Besuche wie dieser sind dementsprechend eine Wohltat für die Seele und ich habe es unglaublich genossen, nicht nur Gustav und seine tierischen Kumpels endlich persönlich kennenzulernen, sondern auch seine neuen Menschen. Das war (trotz der stundenlangen Fahrerei) ein rundum toller Tag, der mir wieder mal gezeigt hat, wofür ich das seit vielen Jahren mache.

Das absolute Dreamteam:

 

Die Bonner Hundebande

Ein schnelles Handyfoto zwischendurch….. nur schade, dass die Quali so schlecht ist. 
Ich finde es trotzdem schön, weil endlich mal alle Vier auf EINEM Foto halbwegs vernünftig aus der Wäsche gucken.

 

Kapitulation

Die Hoffnung auf ein Nachlassen des Regens heute morgen wurde schon nach knapp 200 m zerschlagen… es plästerte ohne Unterlass.

Die Hunde trotteten unmotiviert bis extrem unglücklich mit angelegten Ohren vor sich hin, schüttelten sich immer wieder und schauten mich vorwurfsvoll an. Als der Hundewagen dann so durchweicht war und es so heftig durchtropfte, dass sich mitten auf der Decke eine Pfütze bildete, gab ich – nicht minder nass als die Hunde – auf und rief zum geordneten Rückzug auf. 

Zu allem Überfluss ertönten just in diesem Moment Schüsse. Wie schon gestern waren in der Gegend offenbar Jäger unterwegs…und so geriet Emilia mal wieder sofort in Panik und rannte los. In Richtung Landstraße.
   
Glücklicherweise blieb sie nach ein paar Metern auf Zuruf stehen, so dass ich hinrennen und sie anleinen konnte. 

Miserabler Spaziergang abgebrochen. Kapitulation auf ganzer Linie!

Balisto findet starken Regen übrigens besonders schlimm und kniept dann sogar die Augen zu: