Eine Woche unter Schmerzmitteln und trotzdem jault Emilia immer noch jeden Tag mindestens einmal laut auf.
Ich renne mit den Hunden nicht wegen jedem Pieps zum Tierarzt, aber DAS gefällt mir gar nicht. Also ab zum Profi, in der Hoffnung, dass der (bzw. die) es rausfindet.
Das Problem: Emilia geht wahnsinnig gerne zum Vet, fiept und winselt im Wartezimmer vor lauter freudiger Erregung und kommt aus dem wilden Knubbelwackeln nicht raus. Sobald wir aufgerufen werden (ihrer Meinung nach immer VIEL zu spät!), zieht sie an und hat es sehr eilig, ins Behandlungszimmer zu kommen.
Heute also dasselbe Spiel wie immer. Sie ist auch sofort unaufgefordert auf den runtergefahrenen Behandlungstisch gehüpft und wollte von dort aus auf den Schoß der Tierärztin kraxeln.
Während ich also lang und breit erzählte, was wir beobachtet haben, stand Emilia mit den Hinterpfoten auf dem Tisch und mit den Vorderpfoten auf den Oberschenkeln der Vet, die auf einem Drehhocker saß. Ähm… nicht gerade Bewegungsabläufe, die ein Hund zeigt, der akute starke Schmerzen hat. Hmmm. ![]()
Da uns unsere Tierärztinnen aber lange und gut genug kennen, um unsere Beobachtungen ernst zu nehmen, hat sie Emilia gründlichst untersucht, und zwar von vorne bis hinten. Sie hat wirklich alles durchbewegt… starke Beugung und Streckung, Dreh- und Schwenkbewegungen, hat sich auch den Kiefer angeschaut. Nichts. Man konnte Emmi wieder eine Schmerzäußerung entlocken noch irgendein anderes, noch so kleines Anzeichen entdecken, dass ihr irgendeine Bewegung oder Berührung unangenehm ist.
Was nun?
Da das Ganze so klingt, als ob ihr zwischendurch einfach ein heftiger Schmerz reinschießt, könnte es sich auch um ein neurologisches bzw. neuropathisches Geschehen handeln. Also haben wir nun beschlossen, dass sie eine Woche lang Gabapentin bekommt, das auch Matilda bereits (dauerhaft) erhält. Eigentlich ist das Medikament ein Antiepilepikum, doch hemmt es die Reizweiterleitung im Nervensystem und somit auch neuropathische Schmerzen.
Sollte es was bringen, wissen wir zwar immer noch nicht, was die Ursache ist, hoffen dann aber, dass es sich damit erledigt hat. Sollte es nichts bringen, müssen wir weiterforschen.
Zusätzlich sollen wir einen Termin bei der Physiotherapeutin unseres Vertrauens machen: die hat ein so gutes Verständnis für den Hundekörper, dass sie es hoffentlich rausfindet.
Gesagt, getan: Zuhause sofort Andrea angerufen, doch die war nicht da. Also fix eine WhatsApp geschickt und glücklicherweise recht schnell eine Antwort erhalten. Andrea ist zwar gerade im Urlaub und kommt erst am Sonntag wieder heim, doch war sie so lieb, ihren Terminkalender zu checken, und wir dürfen notfallmäßig direkt am Montagmorgen zu ihr kommen.
![]()
Habt ihr denn mittlerweile ein Ergebnis oder hat sich das Problem vielleicht auch wieder erledigt ?
LG Frauke
Mittlerweile geht es Emilia wieder richtig gut. Sie steht allerdings immer noch unter Schmerzmitteln.
Demnächst wird geröntgt.. mal gucken, was dabei raus kommt.
Liebe Grüße, Graziella